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Manchmal ist reden auch Gold.

von miririmi
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Karin Noske OC (Own Character) Stefan Vollmer
18.03.2017
03.10.2017
13
8.085
4
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9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
18.03.2017 758
 
*ANALIE*
Ich starre auf die roten Zahlen meiner Digitaluhr. 07:25, noch 5 Minuten dann wird er klingeln. Wie unnötig. Ich bin bereits seit Stunden wach. Eigentlich habe ich gar nicht geschlafen. Die roten kleinen Punkt, die, die Zahlen bilden haben mich in ihren Bann gezogen. Sie sind das einzige Licht in der Dunkelheit, meines Zimmers. Sie sind der Anker an den ich mich die ganze Nacht geklammert habe. Die Zeit, sie ist der Anker meines Tages, meiner Woche, meines Lebens. Sie zeigt dass es weitergeht. Sie steht nicht still. Ob man lacht, ob man weint. Nichts hält die Zeit auf, nichts stoppt sie. 07:30, das nervige Piepen holt mich aus meinen Gedanken. Völlig erschöpft stehe ich auf und schalte es aus. Früher haben die Nächte mir Kraft für den nächsten Tag gegeben. Es waren Stunden zum Erholen, zum Batterie auftanken. Die leere Batterie wieder aufladen.  Aber meine Batterie ist am nächsten Morgen leerer als am vergangenen Abend. Wenn es so weiter geht, dann ist bald alles erschöpft. Dann schaltet mein System sich einfach aus. Wie ein Handy. Dann ist alles dunkel, dann gibt es nicht mal mehr Die roten Ziffern meiner Uhr. Dann existiert meine Zeit nicht mehr. Dann existiere ich nicht mehr.

*VOLLMER*
Montag, früher bin ich immer mit Kater zur GSG gefahren, jetzt fahre ich mit der Noske. Lächelnd sehe ich zu ihr rüber. Auf ihrem Schoß hat sie einige Zettel in verschieden Farben ausgebreitet. Hektisch versucht sie Ordnung in diese Zettellage zu bringen. „Karin, was wird das, wenn es fertig ist?“ will ich leicht amüsiert wissen. „Das ist überhaupt nicht komisch Stefan.“ Genervt rollt sie die Augen. „Rose hat mir die Vertretungspläne aufgehalst. Und es passt hinten und vorne nicht. Wie haben zu wenig Lehrkräfte oder  zu viele Schüler. 6 Lehrer fallen aus, Grippezeit.“ „Dann legen wir halt ein paar Kurse zusammen.“  Schlage ich vor. „Lustig… das will ich sehen wie der Karl fast 60 Schüler im Schach hält.“ „Dann muss er wohl eine Videothek leer räumen.“  „Tolle Lösung…“ so viel Ironie für nur zwei Wörter. Aber auch meine Beifahrerin muss bei dem Gedanken ein wenig schmunzeln. „Wenn du lachst bist du so viel schöner.“  Sage ich als wir aussteigen. „Und sonst bin ich hässlich, oder was?!“ Sie muss auch immer alles falsch verstehen. Oder will sie es vielleicht falsch verstehen? Schimpfend eilt  sie Richtung Lehrerzimmer.  Auf halben Weg hole ich sie ein und bremse sie in dem ich mich ihr in den Weg stelle. „Entspann dich.“ Sage ich während ich ihr den Blätterstapel abnehme. „Du weißt doch was der Arzt gesagt hat, du darfst dich nicht aufregen. Denk an das Baby.“ Ich lege meine freie Hand auf ihren kleinen Bauch. „Wir finden schon eine Lösung für die Pläne.“ Karin lächelt. Sie will mir gerade einen Kuss aufdrücken als ich mal wieder erst rede, bevor ich denke. „Sag ich ja, viel schöner mit Lächeln im Gesicht.“ „Stefan… du musst auch immer alles…“ Bevor sie aussprechen kann bringe ich sie mit einem Kuss zum Schweigen.
Im Lehrerzimmer werden wir direkt von Karl mit den Ereignissen seines romantischen Wochenendes mit Barbara bombardiert. „Karl, Karl… lass uns doch erst einmal ankommen.“ Versuche ich seinen Redeschwall zu unterbrechen.  „Habt ihr schon gehört?“ kommt es da von Barbara. „Wir haben an die 100 krank Meldungen, von Schülern.“ „Gott sei Dank.“ Verwirrt drehe ich mich zu Karin um. „Gott sei Dank?“ fragt Karl. „Dann können wir die Kurse ja doch zusammenlegen.“ Jetzt fällt auch bei mir der Groschen. „Natürlich. Dann sind die Klassen ja gar nicht viel voller als sonst.“ Karin breitet schnell wieder alle Zettel aus und nach nicht mal  5 Minuten hat sie die Pläne fertig. „Karl zu deiner 9b kommt die 9a, Barbara du nimmst die drei 6 Klassen, Stefan du bekommst zum G-Kurs die 8d…“ „Mehr brauche ich gar nicht.“ Werfe ich ein, schnappe mir meine Tasche und mache mich auf den Weg zum Klassenraum der 8. Die Schüler sitzen bereits auf ihren Plätzen.  Von den eigentlich 21 sind nur 8 da.  „Wer mich nicht kennt ich bin der Vollmer, und die Vertretung für Frau Müller.“ Ein blonder Junge in der ersten Reihe meldet sich. Ich nicke ihm zu. „Haben sie nicht eigentlich den G-Kurs?“ fragt er. „Genau, und deswegen gehen wir da jetzt hin. Damit die nicht die ganze Bude abfackeln. Also… wuppt euch.“


*Da ich parallel noch an einer andren Geschichte schreibe, weiß ich noch nicht wie regelmäßig neue Kapitel kommen. Für konstruktive Kritik hab ich immer ein offenes Ohr, also hinterlasst gerne ein paar Worte in den Reviews.*
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