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Puck du Idiot

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ashallayn "Ash" Darkmyr Tallyn Grimalkin Meghan Chase OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow
18.03.2017
03.09.2018
22
26.397
5
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
03.09.2018 898
 
Okay ich gebe zu, dass dieses Kapitel schon etwas länger auf meiner Festplatte lag, aber ich hatte bis zum Upload Zweifel, ob ich es überhaupt hochladen soll... aber wie ihr seht habe ich  mich doch dazu durchgerungen ^^ ich hoffe es gefällt euch, trotz der ungewöhnlichen Perspektive
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„Ich liebe dich, Robin.“

Mit diesen Worten schloss sie die Tür hinter sich. Die ganze Zeit hatte ich meinen Blick eisern auf das Waschbecken im Badezimmer gerichtet, aus Angst ihr in die Augen und damit den Schmerz, den auch ich fühlte, zu sehen. Doch jetzt starrte ich den Punkt an, an dem sie gestanden hatte. Das Mädchen, mit dem ich fast jede freie Minute verbracht hatte, das mir mehr als einmal das Leben gerettet hatte und in dem ich vor einem Jahr plötzlich begann, mehr als nur meine beste Freundin zu sehen. Allerdings war sie auch diejenige gewesen, die mir das Herz herausgerissen hatte, nachdem ich ihr meine Gefühle gestanden hatte. Es war genau wie bei Meghan gewesen. Am Anfang war sie nur ein süßes Mädchen, das irgendwie meinen Beschützerinstinkt geweckt hatte, dann wurden wir Freunde, beste Freunde sogar, es kamen Gefühle ins Spiel und schließlich war wieder ich derjenige, der verletzt wurde. Und verdammt, verletzt war nicht mal ansatzweise die richtige Bezeichnung für das was ich fühlte. Völlig aufgewühlt ließ ich mich auf das Bett fallen. Alles Mögliche ging mir durch den Kopf: Wut, Schmerz, Trauer, Leere und…Glück? Warum zur Hölle war ich denn bitte glücklich?! Sie war gekommen um meinem Herz einen zusätzlichen Tritt zu verpassen, um mir zu sagen, dass sie… dass sie mich…liebte… „Fuck.“ Erst jetzt realisierte ich, was sie da eigentlich gesagt hatte. Völlig geschockt saß ich auf meinem Bett, zu verwirrt um zu wissen, was ich denken oder fühlen sollte.

Während ich so da saß, gingen mir ihre Worte immer wieder durch den Kopf. Und so langsam realisierte ich, dass der Grund für ihre Abfuhr völlig logisch und ich im Grunde selbst dafür verantwortlich war. Immerhin hatte ich in der ganzen Zeit nicht gerade offensichtlich gezeigt, was ich fühlte. Natürlich hatte ich ein oder zweimal versucht mit ihr zu flirten, doch sie hatte nie eindeutig reagiert. Verdammt dieses Mädchen war einfach zu kompliziert, aber genau das liebte ich so an ihr. Sie gehörte nicht zu diesen eindimensionalen Gören, die sich nur um ihr Aussehen kümmerten, sie stellte alle anderen über sich und kämpfte um die, die sie liebte. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich jetzt an der Reihe war zu kämpfen. Sie hatte alles gegeben, was in ihrer Macht stand. Die Entscheidung lag bei mir. Und verdammt, ich brauchte keine zwei Sekunden, um mich zu entscheiden aus der Tür zu stürmen und ihr nachzulaufen.

„Cym!“, wie ein Irrer rannte ich durch das Schloss und suchte nach ihr. Mit etwas zu viel Schwung bog ich um die Ecke und knallte prompt mit jemandem zusammen. Mit einer hastigen Entschuldigung und ohne weiter darauf zu achten, wen ich eigentlich umgerannt hatte, wollte ich schon weiterlaufen, doch eine Hand packte mich und hielt mich zurück. „Was zur Hölle ist denn los Puck?“, wollte eine sichtlich besorgte Meghan wissen. „Weißt du wo Cym ist?“, fragte ich, wobei meine Stimme leicht zitterte. „Wenn sie nicht in ihrem Zimmer ist, wird sie wahrscheinlich im Schlossgarten sein. Da ist sie in letzter Zeit eigentlich immer.“, antwortete Meghan, immer noch leicht verwirrt. „Aber was willst du denn überhaupt von Cym, dass du hier wie ein Hamster auf Speed rumrennst?“ „Sorry aber ich hab jetzt echt keine Zeit dir das zu erklären, wir reden später Prinzessin!“, erwiderte ich und schoss wieder los. Nach ein paar Metern drehte ich mich nochmal um und rief ihr ein kurzes „Danke!“  zu, das sie mit einem „Viel Glück“ und hochgestrecktem Daumen quittierte.

Das Portal, das in den Schlossgarten führte schwang knarzend auf. Noch bevor ich die erste Stufe der großen Treppe erreichte, spürte ich das vertraute Prickeln auf der Haut und stieß mich kräftig mit den Füßen ab. Die schwarzen Federn raschelten im Wind, während ich über kunstvoll beschnittene Hecken und makellosen Rasen flog. Ich suchte den gesamten Garten nach Cym ab, bis ich sie schließlich im Rosenpavillon entdeckte. Noch bevor ich den Boden berührte, verwandelte ich mich zurück und stürzte ohne nachzudenken auf den Pavillon zu. Cym die anscheinend völlig in Gedanken versunken gewesen war, wirbelte erschrocken herum, doch bevor sie auch nur ein Wort sagen konnte, schloss ich sie in die Arme und meine Lippen fanden ihre. Cym erstarrte, aber es war mir egal. Es war mir egal, ob sie mich wegstieß, mir eine knallte oder wegrannte. Der Teil von mir, der sich hinter einer Mauer verkriechen wollte schrie immer lauter, doch er verstummte schlagartig, als Cym den Kuss erwiderte. Erst zaghaft, dann immer entschlossener. Ich war so überrascht, dass ich zunächst erstarrte, dann zog ich sie noch enger an mich, während sie ihre Hände in meinen Haaren vergrub. Und obwohl ich hoffte, dass dieser Moment niemals enden würde, wusste ich, dass wir uns irgendwann von einander lösen mussten, um Luft zu holen.

Keuchend starrten wir uns gegenseitig an und erst jetzt fielen mir die Tränen auf, die Cym über das Gesicht liefen.
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Ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben xD leider kann ich (wie immer -_-') nicht genau sagen wann das nächste Kapitel kommt, aber ich will versuchen möglichst bald mit dem Schreiben anzufangen
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