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Puck du Idiot

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ashallayn "Ash" Darkmyr Tallyn Grimalkin Meghan Chase OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow
18.03.2017
03.09.2018
22
26.397
5
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.01.2018 1.168
 
Hey ^^
Ich hoffe ihr seid mir nicht allzu böse, dass so lange kein neues Kapitel kam, aber ich hatte ne Menge um die Ohren und zusammen mit einer Schreibblockade ist das echt keine gute Mischung ^^'
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„Da wären wir! Willkommen in Mag Tuiredh, der Hauptstadt des Eisernen Reichs!“, rief Meghan und wirbelte zu uns herum. Nach der zweitägigen Fahrt im Tuiredh-Express hatten wir es endlich ins Zentrum geschafft und standen nun vor dem riesigen Bahnhofgebäude. Mag Tuiredh war anders als alles was ich je zuvor gesehen hatte. Auf der Zugfahrt hatte ich versucht mir die Stadt vorzustellen, doch was ich hier sah überstieg meine Vorstellungkraft bei weitem. Alles von den Straßen bis zu den überdimensional großen Häusern, die in den Himmel wuchsen und nur vom noch größeren Uhrturm überragt wurden, glänzte metallisch. Sogar die Feen hier glitzerten im Licht der Sonne. Doch es gab nicht nur Metall und Draht, auch Bäume, Sträucher und Blumen sprossen überall aus jeder Ecke. Wie gebannt beobachtete ich den Anblick der sich mir bot, bis mich ein Kichern zurück in die Gegenwart holte. „Und wie gefällt’s dir?“, fragte Meghan lächelnd. „Es… ist unbeschreiblich! Irgendwie hatte ich mir alles ein wenig…“ „Ein wenig trister vorgestellt?“, vervollständigte sie meinen Satz. „Keine Sorge, ich weiß, dass die anderen Reiche keine rosige Vorstellung von diesem Ort haben. Schließlich besteht mein Reich zu 90 Prozent aus Dingen, die für sie tödlich sind.“ „So könnte man es formulieren.“, lachte ich und schaute mich weiter um. Doch ich war nicht die Einzige, die sich neugierig umsah. In welche Straße wir auch einbogen, überall drehten sich Köpfe zu unserer kleinen Gruppe um. Meghan, Ash und den Stubentiger schien dies nicht weiter zu stören, schließlich war es ganz natürlich, dass wir die Aufmerksamkeit auf uns zogen- wann sah man auch schon mal das Eiserne Herrscherpaar zusammen mit Sommerfeen durch Mag Tuiredh laufen. Teesa und mir waren die vielen interessierten Blicke jedoch etwas unangenehm. Unweigerlich drehte ich mich zu Puck um, der zusammen mit Grimalkin in einigem Abstand hinter uns lief. Normalerweise hätte sich der Rotschopf in all der Aufmerksamkeit gesonnt und dumme Sprüche gerissen, doch heute schien ihn der ganze Rummel um seine Person nicht ansatzweise zu interessieren. Stattdessen musterte er die Straße mit einem finsteren Blick. Bei seinem Anblick fühlte ich einen schmerzhaften Stich im Herz. Gerade als ich den Kopf wieder nach vorne drehen wollte, schaute Puck auf und unsere Blicke trafen sich. Der sonst so scherzhafte Ausdruck in seinen smaragdgrünen Augen war verschwunden, ersetzt von Schmerz und Trauer. Hastig wandte ich den Kopf nach vorne und hörte einer von Meghans Erläuterungen über einige der geplanten Veränderungen in der Stadt zu. Allerdings schaffte ich es nicht, mich lange auf ihre Ausführungen zu konzentrieren und so schweifte mein Blick immer wieder nach hinten ab, um Puck aus dem Augenwinkel zu beobachten.

Nach einer mehr oder weniger kurzen Stadtführung von Meghan, bestiegen wir eine Art Miniaturvariante des Tuiredh-Express – das Ding trug den Namen „Straßenbahn“ – und fuhren in Richtung des riesigen Schlosses, das sich über der Stadt erhob. Nach einem weiteren kleinen Fußmarsch standen wir schließlich vor dem riesigen Eisentor und wurden bereits von Glitch, Meghans Erstem Leutnant, sowie Hofrat Fix und einem kleinen Geschöpf mit Fledermausohren und grünleuchtenden Augen namens Razor erwartet. Glitch führte uns in das Schloss, wo uns auch Beau der Schäferhund freudig begrüßte. Er zeigte uns unsere Gemächer und beschloss zusammen mit Meghan und Ash die weitere Planung am nächsten Tag in Angriff zu nehmen. Die folgenden Tage verschwammen zu einer Mischung aus Besprechungen, denen ich halbherzig folgte, Mahlzeiten und Schlaf. Obwohl ich versuchte, es mir nicht anmerken zu lassen, befand ich mich in einem konstanten emotionalen Tief und meine Gedanken kreisten fast ausschließlich um den rothaarigen Feentrickser der sich die meiste Zeit zurück zog und mit Glitch und Ash im Hof trainierte. Einzig der riesige Schlossgarten, den ich Tag für Tag durchstreifte, schien mich zu beruhigen. Vielleicht weil er mich an das Anwesen und den Garten meiner Eltern erinnerte.

„Puck?“. Meine schläfrige Stimme hallte durch den schier endlosen Gang. Der rothaarige Schatten vor mir in der Dunkelheit blieb stehen, drehte kaum merklich, aber kurz den Kopf in meine Richtung, bevor er in Richtung der nächstgelegenen Tür lief. Nach kurzem Zögern folgte ich ihm, doch obwohl er nicht sehr weit von mir entfernt war, schaffte ich es nicht ihn einzuholen. Immer wenn ich ihn fast erreicht hatte, schien er sich wieder zu entfernen. „Jetzt warte doch Puck!“, rief ich, während ich meine Schritte immer weiter beschleunigte. Doch ich konnte so oft und laut rufen wie ich wollte, es half nichts.

Die kühle Nachtluft wehte mir entgegen, als ich durch das Portal nach draußen stürzte. Suchend blickte ich mich nach Puck um, der nur Sekunden vor mir durch das Portal getreten war. Ich entdeckte ihn schließlich zwischen den zahlreichen Marmorstatuen, die das Herzstück des Schlossgartens schmückten und im blassen Mondlicht schimmerten. Halb rannte, halb sprang ich die steinernen Stufen der ausladenden Treppe hinunter, aus Angst, der Feentrickster könne wieder verschwinden. Doch entgegen meiner Erwartung, er würde weiter laufen, rührte Puck sich nicht… als wäre er zu einer der Statuen erstarrt. Nur noch wenige Meter trennten mich von ihm, als er sich langsam zu mir umdrehte. Statt jedoch in Pucks vertrautes Gesicht zu blicken, lachte mir die verzerrte Fratze eines alten Mannes mit gelblich-grün gefleckter Haut entgegen. Erschrocken stolperte ich zurück, nur um mich am Rande eines Abgrunds wieder zu finden, unter dem ein quecksilbern schimmernder See dampfend brodelte. Der wunderschöne Schlossgarten um mich herum wich rauen und zerklüfteten Felswänden, während mich die Schreckensgestalt immer weiter nach hinten drängte. Inzwischen verwandelte sich das Gesicht von dem des Greises in das einer Frau mit metallischen Schlangenhaaren, die immer wieder nach mir schnappten. Mit jedem Schritt den ich tat um ihr auszuweichen, näherte ich mich der Kante der Klippe, bis ich schließlich zu fallen drohte. Noch ein weiterer Schritt und ich war geliefert. Panisch blickte vom Abgrund zur Medusa. Mit einem bösen Grinsen im  Gesicht zischte diese: „Du und deine Freunde, ihr könnt diese Welt nicht retten, egal wie sehr ihr es auch wollt.“, bevor sie mich nach hinten stieß und ich schreiend in die Tiefe stürzte.

Schweißgebadet schreckte ich aus dem Schlaf. Wie oft hatte ich diesen verdammten Traum in der vergangen Woche nun schon durchlebt? „Zu oft.“, entschied ich und kroch aus dem übergroßen Bett, um auf den Balkon zu gehen und etwas frische Luft zu schnappen. Mein Blick viel über die weiten Ebenen des Eisernen Reichs und auf eine seltsame Art und Weise fühlte ich mich ein bisschen zuhause. Wie schön es jetzt wäre, zusammen mit Puck hier zu stehen und die Aussicht zu genießen… Schnell schob ich den Gedanken zur Seite, als ich merkte wie mir die Tränen in die Augen stiegen.
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Ich hoffe ich schaffe es in Zukunft wieder mehr und öfter hochzuladen ,aber ich möchte und kann leider nichts versprechen. Ich freue mich riesig, dass ich einige treue Leser habe und auch nach der langen Pause noch Reviews kriege ^^
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