Kavallerie des Zorns

OneshotDrama / P16 Slash
The Mother / Freya
16.03.2017
16.03.2017
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1929
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Aloha ihr lieben und herzlich Willkommen zu meine mersten SerVamp-Werk :D
Ich darf euch zu einem kleinen OS meines Momentanen SerVamp OTP's einladen (auch wenn ich es nicht so rausgeschrieben habe, wie ich sinst meine OTP's rausschreibe, aber für Homophope wird's wohl eher nichts sein ^^)

Ich wünsche euch viel spaß beim Lesen und würde mich gerne über eure Feedback freuen :)


lg eure AnubisBride

PS: Bevor ihr euch wundert: ich hab das erste mal von den beiden Abkömmlingen im Englischen gelesen und sie gefallen mir besser als die deutschen Namen. Deswegen werden sie bei mir immer Gil & Ray heißen und nicht Jil & Rei :D


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Kavallerie des Zorns
Eine Vorgeschichte


„Ray …!“, ein Grummeln, „Ray, mach das Licht aus …!“
„Das Licht ist aus, Gil“, ein Murren.
„Aber es ist hell, Ray“, das erneute Grummeln.
„Dann wird das die Sonne sein, Gil“, murrte die zweite Stimme verschlafen.
„WAAAAAAAAAAAH!“, ein Aufschrei und ein junger Mann sprang auf und aus dem Bett, „Warum ist der Vorhang offen?!“ – er sprang vom Lichtkegel der Sonne weg, die Hysterie in seiner Stimme nicht zu überhören.
Doch nun war auch der andere wach und mit einem Satz aus dem Bett in den dunklen Bereich gesprungen.
„Hast du die Vorhänge wieder offen gelassen, Gil?“, sprach der Zweite ruhig.
„Ich brauchte Luft, Ray“, rechtfertigte sich der Angesprochene, „Außerdem habe ich die Vorhänge zugezogen!“ – der Ton leicht gereizt.
„Gil“, sprach der, der auf den Namen Ray hörte, „Die Vorhänge sind offen …!“
Gil holte mit den Armen aus; bereit, groß gestikulierend einen Vortrag zu halten – doch das Klopfen an der Tür brach ihn ab.
„Zimmerservice“, erklang es von der anderen Seite der Türe. Seufzend ließ Ray den Kopf in den Nacken fallen.
„Die haben die Vorhänge aufgemacht!“, zischte Gil leise los.
„Die Möglichkeit besteht, Gil“, antwortete Ray, richtete sich nun wieder gerade auf.
„Der werde ich was erzählen, Ray!“, machte Gil sich auf den Weg zur Hotelzimmertüre.
„Zieh' dir vorher was an, Gil“, gab Ray den entscheidenden Hinweis.
Gil stoppte in der Bewegung, zog sich einen Bademantel über und stapfte weiter zur Türe, während er ihn schloss. Ray schaffte es gerade noch, seinen Bademantel an- und die Kapuze ins Gesicht zu ziehen, ehe Gil die Tür aufriss.
„Haben Sie unsere Vorhänge aufgezogen?!“, Gils aufgedrehte Stimme mit einer Brise Hysterie.
„Das wird der Weck-Service gewesen sein, mein Herr“, lächelte das Zimmermädchen zögerlich, „Ich bringe Ihnen nur Ihr Frühstück.“
„Wir haben weder Weckdienst, noch Frühstück bestellt“, begann Ray und stellte sich hinter Gil; er betrachtete die Uniform des Zimmermädchen, „Wenn sie also nun unser *Do not disturb*-Schild beachten würden, Marita, und uns unseren Schlaf lassen. Wir hatten eine lange Nacht.“
„Selbstverständlich. Bitte entschuldigen Sie, meine Herren“, entschuldigte sich das Zimmermädchen schnell und fuhr mit dem kleinen Wägelchen weiter. Gil schmiss die Türe zu.

„Warum hast du sie weggeschickt, Ray?“, protestierte Gil los, „Sie wäre ein Snack gewesen!“
„Und wir hätten direkt von hier verschwinden müssen, Gil“, sprach der andere, „Ein perfekter Plan, bei hellstem Sonnenlicht!“
Grummelnd wandte Gil sich um.
Er schlurfte zum Fenster, darauf bedacht sich im Schatten zuhalten, griff nach dem dicken, Licht undurchlässigen Vorhang und zog ihn zu. Ray griff sich die andere Seite des Vorhangs und schloss das Licht vollkommen aus.
„Ich wäre für ein Schläfchen, Ray“, setzte Gil an und ließ sich ins Bett fallen.
„Dem schließe ich mich an, Gil“, stimmte Ray zu, öffnete die Schlaufe des Bademantels, schob die Kapuze vom Kopf und ließ den Stoff vom Körper fallen.
„Und du ziehst dich aus für mich“, grinsend betrachtet Gil den nackten Körper des anderen.
„Oh, da wäre ich mir nicht ganz so sicher“, Ray schmunzelte, schlüpfte unter die Bettdecke – Gil schnalzte mit der Zunge, „Aber selbstverständlich darfst du dich zu mir gesellen.“
Ganz glücklich schien Gil nicht, doch schließlich krabbelte er übers Bett zu Ray, kuschelte sich an ihn und schloss die Augen.
„Gute Nacht, Gil“, lächelte Ray und deckte ihn mit der zweiten Decke zu.
„Gute Nacht, Ray“, murmelte Gil und vergrub sein Gesicht an Rays Brust.


Es wurde spät.
Erst gegen 18 Uhr öffneten die Beiden die Augen, sahen sich an. Gil grinste, Ray seufzte.
„Holen wir uns einen kleinen Snack, Ray?“, begann Gil und leckte über die gefährlich spitzen Zähne, die eher denen eines Hais als denen eines Vampir ähnelten.
„Wenn die Sonne untergegangen ist, suchen wir uns einen, Gil“, antwortete Ray, „Aber lass mich noch ein wenig dösen.“
„Du bist süß, wenn du verschlafen bist“, ein leises Schmunzeln Gils, ehe er seinem Gegenüber über die Wange strich, „Ich liebe dich dafür, weißt du das?“
„Hör auf so ekelhaft zu sein, Gil“, murrte Ray.
„Ich bin gerade sentimental, Ray!“
„Ich merke es, Gil“, Ray öffnete die Augen und sah in die Roten seines Gegenübers, „Werde bitte nicht zu sentimental.“ – er lächelte.
Gil rappelte sich auf, verließ das Bett und verschwand im Bad.

Die Dusche plätscherte, ließ Ray wieder in den Schlaf gleiten.
Gil hingegen genoss den heißen Schauer auf seiner Haut. Es kribbelte ihm in den Fingern, sich gleich auf den Wasserstraßen des geliebten Venedig zu begeben. Die Heimatluft einzusaugen, das Wasser um ihn herum; die Duftnote von Holzfäulnis, die einfach dazu gehörte.
Er wollte Spaß haben, was erleben und die ein oder andere Dame aufreißen. Vielleicht hier und da einen Touristen beißen und am Ende würde er am nächsten Morgen mit Ray ins Bett fallen.
Ray würde wahrscheinlich eifersüchtig werden, wenn er Damen anmachen würde, doch er liebte Ray und dieser wusste das und niemals würde Gil etwas mit einer Frau anfangen, denn keine Frau wäre so wie Ray. Denn nur Ray verstand ihn, passte auf ihn auf und beschützte ihn, wenn er es mal wieder übertrieb. Aber wahrscheinlich würde es auch niemand anderes mit ihm aushalten.
Gil seufzte. Seit er unsterblich war, gab es nicht mehr viele Menschen in seinem Leben. Es gab eigentlich niemanden menschliches. Es gab nur Ray – der Mann, dem er sein Herz geschenkt hatte – und The Mother, SerVamp des Zorns – die Frau, die sowohl ihn, als auch Ray erschaffen hatte. Sie war die einzige Lady, die jemals wichtig war.


Als Gil die Dusche verließ, war er lediglich mit einem Handtuch bekleidet; die schwarzen, halbwegs trockenen Haare standen ihm leicht wuschelig vom Kopf ab.
Im Zimmer angekommen war Ray wach – und er telefonierte, wenn auch gewohnt wortkarg.
„Selbstverständlich“, antwortete Ray mit ruhiger Stimme, „Ich werde Gil Bescheid geben; wir brechen schnellstmöglich auf.“ – Gil sah ihn schräg an – „Vielen Dank, Boss.“
Nun stutzte der frisch Geduschte.
Als Ray auflegte setzte Gil sich direkt neben ihn.
„Was wollte unser Boss?“, fragte er.
„Wir sollen zu ihr kommen, Gil“, setzte Ray, „Pack deine Sachen, wir brechen auf.“ – er stand auf.
„Wohin geht es?“, fragte Gil und sah dem anderen hinterher, während er im Bad verschwand.
„Japan!“, rief Ray aus dem Bad, ehe er die Dusche aufdrehte, „Flug ist gebucht!“
Gil schmunzelte. Natürlich war der Flug bereits gebucht – The Mother war sicherlich vorbereitet. Oder aber Ray war schnell gewesen.
Gil öffnete den Schrank, zog sein Lieblingshemd an – das Gelbe mit den schwarzen Sonnen – und griff sich eine Hose.
Er föhnte sich, begrüßte Ray mit einem Kuss als dieser die Dusche verließ.


„Gilberto Weasel mein Name“, setzte Gil an und lehnte sich an die Rezeption, „Zimmer 536. Ich und Ray St. Crazy Rabbit würden gerne aus checken.“
„Sehr gerne, Herrr Weasel“, lächelte die Rezeptionistin, „Möchten Sie bar zahlen oder mit Karte?“
„Kreditkarte“, lächelte Gil matt und sah zu Ray herüber. Ray stand bei den Koffern, in Anzug gekleidet und mit der Hasenmaske, die sein halbes Gesicht verdeckte.
Die Kreditkarte übergeben überprüfte Gil noch einmal den Sitz von Krawatte und Schal und widmete seine Aufmerksamkeit erneut Ray zu; dieser tippte nun Eifrig auf seinem Handy herum.
„Alles in Ordnung, Herr Weasel“, lächelte die Rezeptionistin, „Auch wenn ich anmerken möchte, dass die uns zu einer sehr seltsamen Zeitpunkt verlassen.“
„Ein Notfall richtet sich nun mal nicht nach Uhrzeiten“, Gil nahm die Kreditkarte entgegen, steckte sie weg, „Wenn unser Boss uns ruft, dann springen wir.“
Und damit lief er zurück zu Ray, ehe sie ihre Sachen nahmen und im Mondschein die Stadt verließen.



Sie saßen im Flugzeug nach Japan, mittlere Sitzreihe. In der Ticketbuchung war eine schwere Sonnenallergie angegeben. So fragte keine Stewardess warum Gil und Ray unter den Decken schliefen. Die Wahrheit sah selbstverständlich anders aus, aber das hatte niemanden zu interessieren.

Sie kamen in Tokyo an, Nachts.
Die Koffer geschnappt, gelangten Gil und Ray zu einer Adresse für Schließfächer und mieten für die Koffer eins für längere Zeit. Wer wusste schon, was geschehen würde.
„Wo treffen wir unseren Boss, Ray?“, begann Gil als sie durch Tokyos Straßen liefen.
„Gleich hier vorne, Gil“, lächelte Ray und bog in eine Gasse ein, „Da vorne um die Ecke. Es soll keiner mitbekommen. Unser Boss sagt, C3 stromert überall herum.“
„Warum soll es niemand mitbekommen?“, Gil zog eine Augenbraue hoch und richtete seinen Hut.
„Es geht ihr nicht besonders gut“, seufzte Ray und rückte endlich mit der Sprache raus, „Ihr Eve ist vorgestern, kurz bevor sie anrief, in den ewigen Schlaf gesunken.“
„Was?!“, Gil stockte. Der ewige Schlaf hieß nichts weiter als „an Altersschwäche gestorben“.
„Du musst bedenken, dass er alt gewesen ist“, gab Ray seinen Hinweis.
„Aber er war voll nett …!“, protestierte Gil, „Und unser Boss hat ihn geliebt.“
„Sie waren verheiratet, Gil.“
„Es muss ihr wahnsinnig schlecht gehen, Ray“, ein Seufzen Gils.
„Darum sind wir hier, Gil“, sprach Ray und bog ab.

„Finger weg!“, das Zischen einer Frau. Eine junge Frau mit langen, violetten Haaren, blasser Haut und schwarzem Kleid. Ihre schmalen, markanten Augenbrauen ließen sie zorniger aussehen, als sie klang. The Mother – der SerVamp des Zorn.
Doch noch bevor Gil und Ray reagieren – oder gar etwas sagen konnten, war der SerVamp von schwarzen, dünnen Pfählen umgeben. Sie war nicht aufgespießt, aber vollkommen bewegungsunfähig.
Gil wollte schreien, dass man so keine Lady behandelte und schon gar nicht seinen Boss. Schreien und los rennen. Doch Ray hielt ihn fest, brachte ihn zum schweigen.
„Warte, Gil“, setzte er an, hielt dem Stürmischen weiter den Mund zu und lauschte, „Das ist C3!“

Tatenlos sahen sie zu, wie C3 den SerVamp des Zorn mitnahmen. Sie protestierte – fluchend.
C3 ließ hören, dass The Mother außer Kontrolle wäre. Experimente würden sie an ihr durchführen, versuchen sie wieder zu normalisieren – doch letzteres klang nach der größten Lüge der Welt.


„Was machen wir jetzt, Ray?“, setzte Gil an, standen sie nun alleine in der Gasse.
„Sie haben uns nicht gesehen, Gil“, antwortete Ray, „Uns stehen alle Optionen offen.“
„Wir holen unseren Boss da raus, Ray!“
„Ausgezeichnete Idee, Gil“, Ray grinste.
„Dafür müssten wir in das Innerste von C3, Ray.“

„Dafür hätte ich einen ausgezeichneten Plan, Gil.“










Beginn SerVamp Band 9
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