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Protection Solution ( FFVII & FFXV )

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Cloud Strife Noctis Lucis Caelum
11.03.2017
27.06.2019
33
47.731
6
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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11.03.2017 1.549
 
A/N: Herzlich Willkommen an alle, die hier gelandet sind :)
Kurze Info zu der Story. Sie entstand beim spielen von FF XV. Die Vergangenheit von FF VII wird aufgegriffen. Der Handlungsfluss von FF XV jedoch nicht. Ich möchte euch auch nicht weiter aufhalten und wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Rückmeldung aller Arten erfreuen mich sehr :) LG FF-XIX



~~~Kapitel 1~~~






Schon seit Stunden saß er in der Kneipe und bestellte sich ein Bier nach dem anderen. Die gelb goldene Flüssigkeit rann brennend seine Kehle herunter, aber den gewünschten Effekt, brachte es auch nicht.
Wie lange er hier saß wusste er nicht. Die Zeit hatte er irgendwie vergessen, doch es war ihm egal. Der Wirt ihm gegenüber, spülte Gläser und sah ihn nebenbei misstrauisch an. Lag wahrscheinlich an dem übergroßen Schwert, welches er bei sich trug und dem ebenso seltsamen Gefährt, auf welchem der junge Mann unterwegs war. Auch die Kleidung die der Mann trug, war irgendwie nicht die, die man hier so kannte. Schwarze, unterschiedlich lange Handschuhe. Ein wohlgeformter, muskulöser Oberkörper, der in einer eng anliegenden Wollweste versteckt war. Links eine mächtige Schulterstütze und eine große schwarze Schwerttasche auf seinem Rücken, sowie der seltsame, wehende Kampfrock zur linken Seite hin, zogen sämtliche Blicke der Gäste auf sich. Doch nicht nur die Kleidung und das Schwert waren außergewöhnlich anzusehen, sondern auch die blonden Stacheln und diese ungewöhnlich leuchtenden Blauen Augen des gutaussehenden jungen Mannes, waren gerade das Gesprächsthema hinter hervor gehaltener Hand. Wer war dieser junge hübsche Mann, der verzweifelt versuchte, irgendwas zu ersäufen?

Cloud Strife. Der Held aus der Region Gaia war wie so oft geflüchtet. Doch dieses mal nicht an das Grab von Zack Fair, seinem besten und einzigen Freund oder in die Kirche von Aerith in Sektor 5. Nein Cloud war geflohen. Über Tage hinweg fuhr er immer geradeaus.
Per Schiff über segelte er samt seinem Motorrad das große unbekannte Gewässer der Wutaianischen Küste und landete in Eos. Einem sehr weit entfernten Exil, von dem der Blonde nur wusste, das hier noch die Könige und die Götter das Reich beherrschten. Das die Magie hier anders war und er sich hier frei bewegen konnte, ohne das ihn jemand auf seine Helden Taten ansprach.

Hier konnte er in Ruhe über all das nachdenken was passiert war. Vielleicht würde er für immer hier bleiben und doch irgendwann mal glücklich sein. An eine Rückkehr hatte er ehrlich gesagt noch nicht gedacht. War das Egoistisch ? Das einzig wichtige jedoch war, das er hier war und in aller Seelenruhe sein Bier trinken konnte. Die Blicke die er auf sich zog, ignorierte er gewissenhaft und sah stur auf sein Bier.

,,Noch eins,...bitte“, murmelte er leise und sah kurze Zeit später auf das erneut gefüllte Glas. Er legte wie bei den andern Malen auch, schon passend das Geld auf die Theke und versank zusehends in Gedanken. Ob es Angst war seine Freunde zu verletzen wusste er nicht, doch es war auch nicht wichtig. Im Moment nicht. Er machte seiner Art alle Ehre. Kalt, Distanzlos, Unberechenbar, Aggressiv, Gefühlslos. Er war Zuhause ein gefeierter Held, doch war das schon alles.
War da nicht mehr?
Er trauerte seinem Ruhm nicht nach, ganz gewiss nicht, warum auch? Er war Cloud Strife, Weltenretter, der Mann, an den sämtliche Frauen beim Sex dachten, derjenige, der alles haben konnte was er wollte. Der Eine, bei dem sämtliche Männer neidisch wurden. Wenn Cloud ehrlich war, dann langweilte es ihn. Er brauchte was neues. Um sich abzulenken. Ob es seinen Kummer betraf oder nicht, kümmerte ihn zurzeit nicht. Er konnte ja selbst nicht mal sagen was los war. Woher diese Kälte kam, doch das spielte keine Rolle. Jetzt nicht.

Die Tür zu dieser kleinen, dunklen Kneipe wurde aufgestoßen und herein kam ebenfalls ein junger Mann. Er trug dunkle Klamotten, dunkles Haar, welches Hinten wild ab stand und sein Pony in Strähnen ins Gesicht fiel. Sein Blick war mürrisch, genervt. Man sah ihm an, das er in Ruhe gelassen werden wollte. Cloud tat es. Nicht nur, weil er sich nicht die Mühe machte, sich herum zu drehen und zu sehen, weshalb jeder ein atemberaubendes >OHHH< ausstieß sondern einfach, weil es ihn einen Scheißdreck interessierte, wer da kam. Er hatte sich noch nie groß für jemand anderes interessiert und er würde es jetzt auch nicht tun. Er starrte nur auf sein Bier. Der Fremde setzte sich direkt neben ihn und legte beide Arme auf den Tresen. Die eine Hand in abgeschnittene Handschuhe gesteckt.

,,Bier,... bitte,..soviel,..wie sie haben,...“, sagte der Fremde neben ihm und starrte ebenso missmutig wie der Blonde auf den Tresen. Seine Stimme hörte sich noch sehr jung an, nicht mal so tief, aber Cloud hörte das Verletzte aus diesen heraus. Doch es interessierte ihn nicht,.....noch nicht. Warum auch? Alles was ihn nichts anging, ging ihn auch nicht an und er interessierte sich nicht dafür. Er war ja auch nicht hier um zu Reden, sondern um in Ruhe sein Bier zu trinken.
Der Wirt, ein dicker, älterer Glatzkopf mit weißem Schnauzbart nickte nur und stellte dem Fremden das gewünschte vor die Nase.
Es war beachtlich zu sehen, das eine einfache Mimik, eine einfache Geste so viel ausmachte. Schwieg man, wurde man in Ruhe gelassen, redete man, bekam man viel zu hören. Da sich der Fremde aber für Variante Eins entschieden hatte, so wie er selbst auch, war ihm die Anwesenheit des Fremden irgendwie angenehm. Er könnte nicht beschreiben, warum das so war, aber ein jemand, der seine gleiche Laune teilte, war ihm lieber wie eine daher plappernde Quasselstrippe, doch schon bald vergaß er den Fremden neben sich wieder und versank in Gedanken.

,,Entschuldigen Sie,...euer Hoheit, aber,..dürfte ich sie um ein Autogramm bitten. Für meine Enkeltochter?“, bat der Wirt leise.

,,Ja,....sicher“, sagte der Fremde lustlos.

Das war die Geburtsstunde, bei der man hätte behaupten können, das Cloud Strife´s Neugier geweckt wurde und er zum ersten Mal an diesem Abend sein Kopf hob und zu sehen wer genau da neben ihm saß. Der Junge Mann vielleicht 20 Jahre, höchstens 22 Jahre alt, legte den Kopf schief und begann etwas zu unterschreiben, was der Wirt da vor ihn legte. Ein kleines Heft, gelb, vielleicht für die Schule. Die Unterschrift war tatenlos daher gekritzelt und zeigte wenig Gefühl.

,,Hier,..bitte“.

Der Fremde legte seine Hand auf das Heft und drückte dieses über die Theke zum Wirt hinüber der es dankend an sich nahm. Es war ein ehrliches Lächeln, welches auf seinen Lippen lag. Gütig würde er es beschreiben. Strife ließ seinen Kopf sinken und starrte wieder sein Bier an. Der Wirt verließ kurzzeitig den Tresen um das Heft weg zu legen.

,,Immer das selbe“, murmelte der Fremde ganz leise und schüttelte den Kopf.
Es war nicht die Art von einem Cloud Strife, sich in irgendeiner Weise zu äußern und er wusste auch nicht wieso er es tat, doch er richtete sich auf seinem Barhocker auf und sah weiter sein Bier an.

,,Bekannt zu sein,..ist nicht sehr einfach“, sagte er anschließend.
Der Fremde neben ihn, zuckte lustlos mit den Schultern und schnaufte leise. Cloud hörte jetzt schon aus seinem Atem heraus, das er nach einer Antwort suchte. Vielleicht wollte er sprechen, vielleicht aber auch nicht. Wenn er was zu sagen hatte, würde er gehen oder es sich anhören, es war ihm schlichtweg egal.

,,Wenn man,..bekannt geboren wird, oder sich selbst zu einem hinarbeitet, es macht ja doch keinen Unterschied“, sagte der Fremde und hob seinen Kopf um Cloud anzusehen. Cloud erwiderte diese Geste und sah dem Fremden das erste Mal ins Gesicht. Er war hübsch. Hatte blaue, graue Augen und sah so ziemlich nach Ärger aus. Gekleidet war er lässig, doch sein Gesicht wirkte genervt. Fast schon bereute Cloud es, ihn in irgendeiner Weise angesprochen zu haben.

,,Egal wo man hingeht, man wird erkannt, ich hab es so satt“, erklärte der Fremde mehr zu sich selbst als zu Cloud und setzte sein Bier an. Ob Cloud darauf etwas sagen sollte oder nicht wusste er nicht. Er holte nur Luft und setzte sein Glas eben so an und trank ein Schluck. Er wollte sich nicht unterhalten, wirklich nicht, aber irgendwie,..da teilte der Fremde seine Meinung.
Doch warum war das so?

,,Du wirst Lachen,..aber,..ich hab keine Ahnung wer du bist und es ist auch egal, dafür,..bist du nicht hierher gekommen, oder?“, fragte Cloud.

,,Na wenigstens einer hier,...wie gehst du damit um?“, fragte der Fremde zurück.

,,Womit?“.

,,Du bist Cloud Strife, aus Gaia,..richtig? Hab von dir gelesen,... irgendwann mal in einer Zeitung“.

Cloud verzog seine Miene. Nicht weil es ihn erfreute, erkannt zu werden, sondern weil es ihn nervte, das er auch hier sich von der Ruhe verabschieden konnte. Doch was konnte schon der Fremde dafür, das er hier in den Zeitungen auftauchte?

,,Noctis,....Noctis Lucis Caelum, Kronprinz des Lucischen Königreiches“, sagte er dann mit einer gelangweilten Stimme. Cloud hörte sofort, das er damit nicht angeben wollte, sondern ihm freundlicherweise auch den Namen nannte, weil er seinen kannte. Auch hier fand es Cloud merkwürdig, mit welchen Gesten man sich hier verständigen konnte. Auch wenn sie stumm war.
Ob das in einem Königshaus so üblich war? Zugegeben, Cloud verstand nicht viel von der Königlichen Etikette, denn er war ja nur ein Plumper Ex-Soldat. Unwichtig und höchstwahrscheinlich ein Nichts. Nein,..er war eine Nichts. Hier.
 
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