All of me loves all of you

OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P12
Elijah Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson
09.03.2017
09.03.2017
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09.03.2017 2.104
 
Hey ihr Lieben, ich hoffe, der Oneshot gefällt euch! :-) Er spielt nach Vampire Diaries Folge 4x18 und in der ersten Staffel von The Originals. Über Reviews würde ich mich sehr freuen!

Sechs Monate waren vergangen, seit sie Elijah das letzte Mal gesehen hatte. Nachdem er herausgefunden hatte, dass sie den kleinen Bruder ihrer Doppelgängerin Mikael geopfert hatte, hatte er sie verlassen und ihr sehr deutlich klar gemacht, dass er sie nie mehr wiedersehen wollte. Seit er fort war, war ihr täglich bewusster geworden, wie sehr sie ihn vermisste. Innerlich hatte sie sich mehr als einmal dafür verflucht. Dass ausgerechnet sie, Katerina Petrova, sich in einen Urvampir verliebte, war mehr als nur eine Ironie des Schicksals. Es war dumm und naiv. Noch dümmer war es gewesen, nach New Orleans zu reisen, obwohl sie wusste, dass Niklaus dort war. Sie hatte durch einige ihrer Kontakte erfahren, dass er wohl in Mystic Falls eine Werwölfin geschwängert hatte und hoffte, dass diese Gerüchte stimmten und die ominöse Wölfin ihn in Schach hielt. Nur ungern wollte sie ihm wiederbegegnen. Selbst, wenn er sie nicht mehr brauchte, hassen konnte er sie trotzdem. Und ihr Leben war ihr noch immer zu wertvoll, um es leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Sie hatte eine junge Frau, die als Barfrau arbeitete und bei den Mikaelsons ein und aus ging, Nachrichten für Elijah mitgegeben. Kennengelernt hatte sie Cami in der Bar, in der sie arbeitete. Sie hatte bereits ein paar Mal beobachtet, wie sie sich mit Niklaus und Rebekah unterhielt und beschlossen, dass sie die richtige Person war. Obwohl Cami den Urvampiren scheinbar wichtig war, hatte niemand daran gedacht, sie mit Eisenkraut vor Manipulation zu schützen. Es war ein leichtes Spiel gewesen, mit ihr ins Gespräch zu kommen und sie zu manipulieren. Katerina war sich sicher, dass Elijah ihre Nachrichten erhalten hatte und doch schlug ihr Herz bis zum Hals, als sie auf einer Lichtung am Ufer eines Sees weit draußen im Bayou auf ihn wartete. Sie hatte ihn um dieses Treffen gebeten, in der Hoffnung, ihm alles erklären zu können und ihn um eine zweite Chance zu bitten. Doch nun wartete sie seit einer geschlagenen halben Stunde auf ihn und sekündlich schwand ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen. Sie lauschte dem Rascheln der Blätter, als plötzlich das Geräusch von Schritten die Stille zerriss. Elijah. Sie spürte, wie ihre Knie vor Aufregung weich wurden und ihre Handgelenke zu kribbeln begannen. Wie immer, wenn sie nervös war. „Katerina Petrova. Welch eine Freude, dich wiederzusehen.“, schallte eine Stimme durch den Wald. Alles in ihr schrak zusammen. Es war nicht Elijah. Wahrscheinlich hatte er ihre Nachrichten nie erhalten. Zwischen den Bäumen stand, grinsend, Niklaus Mikaelson. Innerhalb von einer Sekunde war sie aus ihrer Schockstarre erwacht und drehte sich um. Weg, nur weg. Mehr konnte sie nicht denken. Sie spürte, wie eine Hand ihren Arm umgriff. „Aber, aber. Wohin denn so eilig? Wir haben uns doch gerade erst wiedergesehen.“, sagte er und mit einem Ruck brach er ihr den Arm. Ihr Schrei hallte durch den Wald, als Niklaus sie mit dem Rücken gegen einen Baum presste und die Äste sich in ihren Rücken bohrten. „Wo ist Elijah?“, stieß sie hervor. „Wie niedlich. Trotz deiner Situation denkst du nur an meinen Bruder.“, antwortete Niklaus lachend. Hasserfüllt starrte Katerina ihn an. „Du willst wissen, was mein heldenhafter Bruder gerade tut? Er kümmert sich liebevoll um die schwangere Wölfin. So liebevoll, dass man seine rein familiären Absichten beinahe anzweifeln könnte.“, höhnte Niklaus. Sie fühlte sich, als hätte er ihr einen Pfahl in den Magen gerammt. Alles drehte sich und sie hatte Schwierigkeiten, zu begreifen, was sie gerade gehört hatte. Elijah. Die schwangere Wölfin. Sie war nur so kurz weg gewesen und doch hatte sie ihn verloren. Ein Schluchzen entwich ihren Lippen. „Scheinbar hast sogar du einen wunden Punkt, Katerina. Du hast dich schon damals für den falschen Bruder entschieden, Katerina. Ich hätte dir das nie angetan.“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Du bist doch an allem Schuld. Hast mich für dich allein beansprucht und ihn so von mir ferngehalten. Er hatte nie den Mut, dir zu widersprechen.“, die letzten Worte fügte sie leise hinzu. „Vielleicht war seine Liebe zu dir auch nie stark genug, um sich mir zu widersetzen. Wahre Liebe überwindet immerhin jedes Hindernis.“, lächelte er, bevor er ihr mit einer schnellen Handbewegung das Genick brach.

„Katerina, Liebes. Wurde ja auch Zeit, dass du aufwachst.“ Blinzelnd öffnete sie ihre Augen. Ihr Kopf dröhnte und ihre Sicht war verschwommen. Sie setzte sich auf und langsam klärte sich ihr Blick. Sie lag in einem großen Bett in einem prachtvollen Zimmer, mit weiß-goldener Tapete, einem Sekretär mit einem Hocker und einem großen Eichenschrank. Die dicken Brokatvorhänge waren zugezogen und nach einem Blick auf ihren Ringfinger wurde ihr bewusst, warum. Ihr Tageslichtring war fort. Neben ihr auf dem Bett saß Niklaus. Er hielt ihr sein Handgelenk hin. „Trink, dann wird es dir besser gehen.“, forderte er sie auf. „Nein. Lieber sterbe ich.“, krächzte sie. „Sei doch nicht immer so stur. Du warst einmal ein so liebes Mädchen, was ist nur aus dir geworden?“, sagte er und seine Stimme klang bekümmert. „Du bist passiert.“, antwortete sie und doch führte sie sein Handgelenk an ihre Lippen und trank sein Blut. „Das reicht, Liebes.“, sagte Niklaus sanft und löste sich von ihr. Katerina wurde rot und richtete ihren Blick auf die strahlend weiße Bettwäsche. Niklaus lachte leise. „Ich werde dich jetzt allein lassen. Das Bad ist hinter der linken Tür und im Schrank findest du ein paar Kleider.“, verabschiedete er sich und plötzlich war sie mit ihren Gedanken allein. Niklaus verhielt sich seltsam. Sie hatte erwartet, dass er sie foltern würde oder direkt umbringen, aber nicht, dass er ihren Schrank mit Kleidern füllte und sie aufforderte, ein Bad zu nehmen. Er tat dies alles nicht ohne Hintergedanken, dessen war sie sich sicher. Langsam stand sie vom Bett auf und trat ins Badezimmer. Es war groß und das Waschbecken war aus Marmor. Sie stellte sich unter die Dusche und genoss das heiße Wasser, das über ihren Körper floss. Niklaus‘ Blut hatte sie belebt und die Kopfschmerzen waren verschwunden. Sie war ihm dankbar, auch wenn sie das niemals zugeben würde. Nach einer langen heißen Dusche öffnete sie den Kleiderschrank. Katerina betrachtete die Kleider, die Niklaus für sie bereitgelegt hatte. Nach kurzer Überlegung entschied sie sich für eine bordeauxrote Tunika und fuhr sich ein paar Mal durch die Haare, damit sie ihr lockig über die Schultern fielen. Ihre schwarzen Stiefeletten standen neben der Tür. Sie schlüpfte hinein und verließ das Zimmer. Sie lief durch den Flur auf die breite Treppe zu, die sie ins Erdgeschoss führte. Sie wich zurück, als sie spürte, wie ihre Haut verbrannte. Durch eines der Fenster fiel Sonnenlicht in den Flur. Es war typisch für Niklaus. Er sorgte dafür, dass sie ihm nicht entkommen konnte. „Niklaus!“, rief sie und konnte den wütenden Unterton in ihrer Stimme nicht ganz verbergen. „Katerina! Du siehst bezaubernd aus.“, begrüßte er sie. „Wo ist mein Ring?“, fragte sie. Er griff in seine Hosentasche und zog ihn heraus: „Du kriegst ihn wieder. Unter einer Bedingung.“ „Und die wäre?“, fragte sie skeptisch. „Ich will einen Deal. Du willst meinen Bruder. Und ich will, dass er aufhört, Hayley in Beschlag zu nehmen. Der tolle, großartige Elijah. Von mir aus soll er das sein. Jede Frau, die ich geliebt habe, wollte ihn. Er ist der gute Bruder. Mein Kind soll das nicht glauben. Ich kann ein guter Vater sein.“ Seine Stimme war laut geworden. „Dass ich das noch erleben darf. Niklaus Mikaelson hat Gefühle! Keine Sorge, das bleibt natürlich unter uns. Und was den Deal angeht, ich bin einverstanden.“, lachte sie. Niklaus warf ihr den Ring zu und sie trat ins Sonnenlicht. „Kaffee?“, fragte er. „Ja.“, antwortete sie. Katerina folgte ihm in die Küche und er reichte ihr eine Tasse aus dem Schrank. „Milch findest du im Kühlschrank, Zucker steht auf der Anrichte.“, sagte er und sie nickte. Kurze Zeit später saß sie am Küchentisch und trank ihren Kaffee. Vertieft in ihre Gedanken, nahm sie das Öffnen der Haustür kaum wahr.

„Niklaus!“, tönte eine bekannte Stimme. „Elijah, werter Bruder.“, begrüßte Niklaus ihn und trat auf den Flur. „Komm herein. Es gibt Kaffee.“, fügte er hinzu und winkte Elijah in die Küche. Er kam herein und hielt mitten in der Bewegung an, als er Katerina erblickte. „Katerina. Was tust du hier?“, fragte er fassungslos. „Hi, Elijah.“, hauchte sie. Aus dem Augenwinkel nahm sie wahr, wie Niklaus die Küche verließ und hörte kurz darauf, wie die Haustür ins Schloss fiel. „Hast du meine Nachrichten bekommen?“, fragte sie leise. „Was für Nachrichten? Katerina, was tust du hier? Ist dir nicht bewusst, wie gefährlich es ist, hierher zu kommen? Du bist Niklaus direkt in die Arme gelaufen!“, antwortete er wütend. In ihr wuchs eine Hoffnung. Konnte es sein, dass er sich Sorgen um sie machte? Womöglich war es doch noch nicht zu spät. Sie atmete einmal tief durch. „Elijah?“, sagte sie leise. Er blickte sie stumm an. „Ich… ich habe dich vermisst.“, fuhr sie nach einer kurzen Bedenkzeit vor. Eigentlich hatte sie etwas anderes sagen wollen. Hatte ihm endlich gestehen wollen, dass sie ihn liebte. „Ich habe dir deutlich gesagt, dass ich dich nicht mehr sehen will, Katerina.“, sagte er mit kalter Stimme. „Ich weiß. Es ist nur. Mir ist es erst klar geworden, als du weg warst.“ Ihre Stimme wurde von Schluchzern erschüttert. Jetzt oder nie, das wusste sie. „Ich liebe dich, Elijah Mikaelson. Schon immer und für immer.“ Sprachlos schaute er sie an. Alles in ihr verkrampfte sich und sie spürte, dass sie zitterte. Sie hatte alles auf eine Karte gesetzt und obwohl sie das schon öfter getan hatte, war es dieses Mal etwas anderes. Dann – endlich – stand er mit zwei schnellen Schritten vor ihr und seine Hände lagen auf ihren Hüften. „Du liebst mich?“, flüsterte er ungläubig. „Ganz und gar. Mit allem, was ich habe.“, antwortete sie. Elijahs Lippen waren nur noch Zentimeter von ihren entfernt und als er sie küsste, stand die Welt um sie herum still. Katerina spürte nur noch seine weichen Lippen und seine Hände an ihrem Rücken und ihrem Haar, schlang ihre Arme um seinen Nacken und schmiegte sich eng an. Schwer atmend löste er sich von ihr. „Ich muss dich einfach ansehen.“, lächelte er. „Elijah? Kannst du mir nochmal verzeihen?“, fragte sie zaghaft. „Du weißt, dass ich jedem mehr Chancen gebe, als ihm zustehen. Und dich liebe ich, Katerina Petrova. Ich würde dir beinahe alles verzeihen.“, sagte er mit aufrichtiger Stimme und ihr wurde warm ums Herz. „Was ist mit Hayley?“ Die ausgesprochene Frage schwebte im Raum und plötzlich hatte sie das Gefühl, als würde alles dunkler werden. „Sie braucht Hilfe. Also habe ich ihr geholfen, sie gehört schließlich zur Familie. Falls du auf Gefühle für sie meinerseits anspielst, es gibt keine. Die Wunden, die du mir zugefügt hast, waren noch zu frisch.“ Seine Worte brachten die ersehnte Erlösung. Stürmisch küsste sie ihn und hätte am liebsten nie wieder aufgehört, doch ein leichtes Räuspern, gefolgt von einem lauten Klatschen, unterbrach sie. „Es freut mich, dass ihr zueinander gefunden habt. Ich schätze, es liegt daran, dass ich Vater werde, aber ich bin gewillt, Gnade walten zu lassen und dir alles zu vergeben. Mein Bruder liebt dich, also gehörst auch du zur Familie.“, sagte Niklaus freundlich. Katerina konnte nicht aufhören zu lächeln. Das alles war zu schön um wahr zu sein. Elijah liebte sie und Niklaus war bereit, sie am Leben zu lassen, ja, er würde sie sogar in der Familie willkommen heißen. Ihr Leben war wie ein Traum.

Ein lauter Knall aus einem der Nachbarhäuser weckte sie. Verschlafen hing sie ihrem Traum nach. Es war perfekt gewesen, doch das wohlige Gefühl der Geborgenheit nahm langsam ab. Verschlafen und verängstigt blickte sie sich um, in der Befürchtung, all das nur geträumt zu haben. Am anderen Ende des Hauses begann Hope zu schreien und Katerina war sich sicher, dass sie noch nie in ihrem Leben so froh gewesen war, dass die Kleine weinte. Es war kein Traum gewesen. Sie war tatsächlich hier, im French Quarter, im Haus der Mikaelsons. Und sie war ein Teil von ihnen. Sie schaute neben sich und erblickte einen schlafenden Elijah. Leise hörte sie Niklaus‘ Stimme, er versuchte, seine Tochter zu beruhigen. Nie hätte sie gedacht, dass Niklaus Mikaelson so voller Leben und Liebe sein konnte. Dieses kleine Mädchen heilte alle Wunden, die ihnen die Zeit zugefügt hatte, einfach durch ihre Anwesenheit. Es würde alles gut werden, dessen war sie sich sicher. Sie schmiegte sich an Elijah und legte ihren Kopf auf seine Brust, lauschte seinen gleichmäßigen Atemzügen und zum ersten Mal in ihrem Leben, hatte sie ein Zuhause.
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