Gemeinsame Zeit

OneshotFreundschaft / P12
Alicia Spinnet Fred Weasley Harry Potter Oliver Wood
08.03.2017
08.03.2017
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Gemeinsame Zeit


Das hier ist ein Wichtelgeschenk für grassiswife. Ich hoffe meine Umsetzung gefällt dir.

Es ist ein Wichtelbeitrag zu  Ich bin auch noch da!

Vorgaben:
Protagonist: Alicia Spinnet
Setting: Das ist mir eigentlich vollkommen egal. :) Wenn die FF zur Schulzeit spielt, würde ich gerne die Große Halle erwähnt haben.^^
Prompt: "Ain't misbehaving, no, you don't need to worry, I'm having a good time[...]." - Misbehavin' von Pentatonix. Du musst die zwei Zeilen nicht in eine FF umwandeln, sie dienen nur zur Inspiration. :)
Maximales Rating: P18 (Slash)



Gemeinsame Zeit



Alicia sah Kopfschüttelnd zu den meist älteren Gryffindorschülern. Sie hatten heute mal wieder eins ihrer Teamtreffen. Oliver war bei Quidditch schon letztes Jahr verrückt gewesen, nur damals hatte sie zum Glück nur zu jedem zweiten gemusst. Nur eins war heute doch anders.

Ihr junger Sucher war nicht anwesend. Und doch war er das Gesprächsthema Nummer eins, wie überall in Gryffindor in diesen Tagen. Harry hatte einen Fehler gemacht, wie sie alle in ihren ersten Schuljahren Fehler gemacht hatten, wie George und Fred sie bis heute machten. Trotz allem waren sie wütend. Ob nun zu Recht oder nicht das war die Frage. Auch in diesem Gespräch mal wieder.  

Wie konnten sie alle vergessen was Harry für ihr Team, für ihr Haus geschafft hatte? Damit meinte sie noch nicht einmal das er einen elf Jahre wütenden Krieg beendet hatte, als Einjähriger. Nein, er holte auch Punkte für sie, war ein genialer Sucher. Er hatte den Schnatz in fünf Minuten gefangen, bei ihrem letzten Spiel. In seinem ersten Spiel hatte er sich fast umgebracht und den Schnatz mit dem Mund gefangen.

Alles war vergessen.

Als sie die leeren Stundengläser am morgen gesehen hatte war sie auch geschockt, wütend als sie gehört hatte wieso sie diese Punkte verloren hatten. Nur war es eben nicht nur Harry gewesen, diese anderen Beiden hatten auch Mist gebaut. Sie alle hatten schon einmal Punkte verloren, Harry einfach viele  auf einmal.

„Ist das nicht falsch?“ sie nickte bei Freds Worten. Endlich jemand der Harry in Schutz nahm. Nur was war falsch? Sie sollte wirklich besser aufpassen. Sie war viel zu schnell in ihren Gedanken versunken.

„NEIN!“ anscheinend etwas das Oliver ganz anders sah. Das Oliver viel zu viel Ehrgeiz hatte wussten sie alle. Die meist Stundenlangen Erklärungen, die Aufmunterungsreden, die oft entmutigend wirkten. Quidditch war Olivers Leben.

Das ihr Kapitän nun aber auch bei dem Hauspokal verrückt war hatte sie nicht gewusst. Natürlich sie alle wollten gewinnen, Slytherin schlagen. Bei Oliver aber hatte sie eigentlich geglaubt ihm wäre Quidditch wichtiger. Anscheinend ein Irrglauben. Das er hier überhaupt an Sanktionen, weitere Sanktionen, für Harry dachte, sie ansprach, zeigte das nur zu deutlich.

Harry hatte wenn es um ihr Team ging nichts falsch gemacht.

Er gewann jedes Spiel für sie.

„Harry ist ein genialer Spieler Oliver.“ sie sah wie Katie bei George Worten unwillig nickte. Sie sollte gar nicht so scheinheilig sein. Letztes Jahr als sie noch im ersten war hatte sie 30 Punkte verloren, weil sie eine Stinkbombe in die Eulerei geworfen hatte. Damals hatten sie gelacht obwohl es diese 30 Punkte waren die den Hauspokal kosteten.  Harry selber hatte nur 20 Punkte mehr verloren, schon viele rein gebracht, könnte sie im letzten Spiel aufheben. Hier war es wohl nicht sehr gut berühmt zu sein.

„Wir können ihn einfach ignorieren.“ Olivers Vorschlag war ein Witz.

„Wie soll er dann lernen?“ fragte sie leise. Angelina die aber neben ihr laut zustimmte übertönte sie.

„Gut, sehr gut.“ kam es von Katie. Selbst Fred und George nickten.

„Wir sollten ein Team sein Oliver, eine gute gemeinsame Zeit haben.“  So etwas hätte sie nun sagen müssen. Denn das machte ein Team aus, der Zusammenhalt, aber sie versagten. Wie hatte der Hut in ihrem ersten Jahr noch gesagt? Die Kinder der Schule in Gryffindor. Damals hatte sie gedacht es sei etwas Gutes. Heute fragte sie sich ob der Hut sie nicht damals als unreif beschrieben wollte. Denn dass waren sie hier.  

„Und wenn wir mit ihm sprechen müssen?“ für mehr reichte ihr Mut nun wirklich nicht. Hoffentlich reichte es um ihnen zu zeigen was sie hier für einen Mist bauten.

„Dann nennen wir ihn einfach ‚Der Sucher’.“ anscheinend reichte es nicht. Wieso war ihr Quidditch nur so wichtig? Die anderen nickten, sie schloss sich an. Wie sie doch früher Mitläufer als feige und dumm beschimpft hatte. Sie war es gerade selber, trotz Scham, sie konnte einfach nicht anders.

„Ihr müsst euch keine Sorge machen.“ Na ja, das konnte sie Oliver nicht so ganz glauben, aber die anderen nickten und sie wollte nicht aus dem Team fliegen. Hoffentlich ließen sie diesen Quatsch bald. Harry hatte das nicht verdient. Aber sie war zu feige um sich gegen das Team zu stellen. Vielleicht wäre sie besser in Hufflepuff, gerade kam sie sich wie eine vor. Sie war keine Gryffindor. Als wahre Gryffindor hätte sie sich für Harry einsetzen müssen. Den Jungen verteidigen müssen, den Schwächeren helfen müssen.

*****


Harry wurde von allen geschnitten, selbst während des Spieles. Wenn er einen Fehler machte schrie Oliver wirklich nur:

„Sucher, pass gefälligst auf.“ Das war nicht gerecht. Selbst Fred und George die Harry vor Tagen bei ihrem Treffen -ohne den Jungen-  noch unterstützen und geschützt hatten, deckten Harry jetzt überhaupt nicht mehr. Immer wieder musste Harry den Klatschern ausweichen, die nur zu leicht von den Zwillingen aufgehalten werden könnten.

Wenn sie sich so auch im Spiel benehmen würden stand der Sieger schon fest. Harry würde vom Besen gehauen werden, sie hätten keinen Sucher und würden verlieren.

Merkten sie denn nicht, merkte Oliver denn nicht das Harry immer schlechter spielte, das wenigstens sie als ein Team hinter ihm stehen müssten wenn ihr Haus, das eigentlich seine Familie war das nicht tat? Merkten die denn nicht das Harry glücklich besser spielte, das sie einen Sucher brachten der keine gebrochenen Knochen hatte?

Anscheinend nicht!

Gerade musste Harry wieder einen Looping fliegen nur um einem Klatscher aus zu weichen. Oliver schien es nicht zu kümmern. Kopfschüttelnd fing sie den Quaffel, wich Katie aus die für das gegnerische Team spielte und warf mit aller kraft durch einen der Ringe. Oliver bemerkte es gar nicht, schrie nur:

„Sucher beeil dich endlich, wir wollen nicht die ganze Nacht spielen.“ Da sollte er sich besser an die eigene Nase fassen.

*****


Die anderen waren schon in der Dusche, ihr Stiefel hatte sich einfach nicht lösen wollen weswegen sie die anderen schon vorgeschickt hatten. Wie immer hörte sie das Gekicher von Katie als Angelina irgend etwas erzählte. Hörte das platschen des Wassers, wenn Fred und George wieder eine ihrer Wasserschlachten begannen. Als sie die Stimme von Oliver hörte. Nur nicht wie sonst um die Zwillinge zurecht zu weisen, nein sie war noch kälter als bei den beiden Spaßvögeln.

„Was willst du Sucher?“ Wieso konnte er Harry nicht wenigstens jetzt in Ruhe lassen? Das Harry wirklich für den Teamfrieden anbot auf zu hören beeindruckte sie. Natürlich war es wie Oliver sagte Contra produktiv, sie brauchten die Punkte vom Quidditch. Nur schien Harry das Spielen viel zu bedeuten. Das er darauf verzichten würde, zeigte doch das er bereute, das er seinen Fehler einsah, ihn nicht mehr wiederholen würde.

Oliver sah zum Glück wenigstens in einem Teil wie sie. Harry verließ nicht das Team. Und doch würde er wohl nicht mehr mit ihm reden. Netter zu ihm sei.  

Harry war doch erst elf.

Sie griff nach ihrem Handtuch, huschte schnell in die Mädchendusche. Oliver musste sie hier wirklich nicht noch beim Lauschen erwischen.

****


Seufzend folgte sie Angelina und Katie mit nassen Haaren in die Große Halle. Ihr Training war wie so oft in den letzten Tagen hart und lange gewesen. Harry schein sich damit abgefunden zu haben, das sie ihn nicht beachteten, zwar ließ er die Schultern hängen, flog schlechter als sonst. Aber er gab sich noch immer Mühe, schien das Beste aus der Sache machen zu wollen.

Sie überlegte schon seit Tagen wie sie Harry zeigen könnte, das es gar nicht so schlimm war das er diese Punkte verloren hatte. Wenn man genau war hatte er selber ja nur 50 Punkte verloren. 50 Punkte, das war ein Witz. Er hatte in den ersten beiden Spielen den Schnatz gefangen, den Sieg für sie geholt. Für seine Freunde konnte er doch gar nichts. Und wie viele Punkte hatten Fred und George schon wegen ihrer Streiche verloren? Das war wirklich ungerecht. Ihre Einsicht brachte ihr nur nicht viel, da sie wohl mit die Einzige war die so dachte.

Sie hatte versucht es an zu sprechen, nur hatten ihre Klassenkameraden wieder angefangen über Harry her zu ziehen. Bei ihren Freunden hatte sie den Mut gefunden, ihnen die Meinung gesagt. Im Team fand sie diesen Mut nicht. Letztes Jahr hatte sie schon auf der Bank gesessen, dieses Jahr wollte sie nicht das sich das wiederholte. Da war ihre Feigheit ihr doch lieber.

Harrys beiden Freunden, der kleine Bruder von Fred und George und dem Mädchen das sie auch so viele Punkte gekostet hatte, ganz hinten am Tisch. Sie ging an ihren Freunden vorbei, wank Katie und folgte Harry, setzte sich in seiner nähe hin, lächelte ihm leicht zu als er aufsah.  
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