Alle lieben Saphir

von Keks94
GeschichteAllgemein / P18
03.03.2017
25.07.2017
16
28.567
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Dieses Kapitel
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03.03.2017 1.573
 
Hallo Leute und herzlich willkommen!

Freut mich, dass ihr diese Geschichte angeklickt habt :)
Bin ehrlich gesagt etwas nervös. Ich bin zwar schon lange dabei was das Fanfiction schreiben angeht, allerdings ist dies meine erste Geschichte über Skyrim.
Es ist eine reine Romanze die sich innerhalb der Diebesgilde abspielt, wie ihr sicher in der Kurzbeschreibung gelesen habt. Die Geschichte dümpelt schon eine Weile bei mir herum und obwohl ich parallel noch ein paar Stories laufen hab, wollte ich nicht länger warten. Ansonsten kann es passieren, dass ich es mir anders überlege und das was ich bereits geschrieben habe wieder lösche xD
Genug zur Erklärung.
Also es ist wie gesagt meine erste Geschichte über Skyrim. Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich leider erst zu spät angefangen habe dieses grandiose Spiel zu spielen und hab 'erst' knapp 200 Spielstunden hinter mir. Darum entschuldige ich mich vorab dafür, falls manche Dinge etwas 'Skyrim untypisch' erscheinen oder wenn sich hier und da kleine Fehler einschleichen sollten. Ich bemühe mich dies zu verhindern und falls euch solche Fehler auffallen, könnt ihr mich ruhig darauf hinweisen und ich versuche natürlich die Fehler zu beheben. Auch hab ich noch nicht die Erweiterungen gespielt. Die Betonung liegt auf NOCH xD
Die Geschichte spielt sich also zeitlich vor den Ereignissen des Spiels ab, als Mercer noch der Gildenmeister war und es mit der Diebesgilde nicht allzu gut aussah.

So, das wars auch schon mit meinem Vorwort. Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit dem ersten Kapitel und freue mich, wenn es dem/der ein oder anderen gefällt :)








Kapitel 1: ,,Sie steht auf mich, weiß es nur noch nicht.“


Eine Hand fuhr durch ihr hellbraunes, weiches Haar. Sie trug es schulterlang, also nicht zu kurz.
Eine Nord. Selbstbewusst, stark und unbeschreiblich schön. Saphir war ihr Name.

Rune erwischte sich mal wieder, wie er verstohlen zu ihr rüberstarrte. Der Krug in seiner Hand, gefüllt mit Schwarz-Dorn Met schwappte darin wild umher.
Der junge Kaiserliche seufzte, ehe sein Blick von ihr abließ und trank den Met traurig, mit einem unguten Gefühl von Sehnsucht in einem Zug aus. Der Alkohol brannte im Abgang. Seine Kehle dankte es ihm nicht, dafür aber das schlechte Gefühl, welches wenigstens für einen Moment verflog.

Seit einigen Wochen bemerkte er, dass tiefere Gefühle für Saphir im Spiel waren.
Meistens wechselte er nur ein oder zwei Worte mit ihr, diese aber stelten für ihn etwas Besonderes dar. Als höflicher junger Mann dachte er, er könnte ihr damit vielleicht imponieren. Rune war anders als die anderen männlichen Mitglieder der Gilde und legte großen Wert auf Friede und Harmonie, oder auch auf das Miteinander.
Brynjolf dagegen, auch wenn er sehr um die Gilde bemüht war, kümmerte sich meist um die Geschäfte außerhalb der zersplitterten Flasche und war demnach nur zu bestimmten Tageszeiten im Versteck anzutreffen, Delvin kassierte grundsätzlich von Vex einen Korb nach dem anderen und Thrynn, dieser ungehobelte Klotz, auch wenn seine Menschlichkeit tief versteckt war, verzog sich lieber in den Trainingsraum um seine Fähigkeiten zu trainieren um anschließend vor den anderen damit zu prahlen.
Die anderen, ob Cynric oder Niruin zum Beispiel, kümmerten sich lieber um ihren Kram. Ob um ihr Training, oder darum die anderen zu necken. Hierbei lag der Faktor besonders auf den Bretonen. Cynric besaß die Angewohnheit auf charmante Art und Weise über andere zu spotten und ihnen ihre Einfältigkeit unter die Nase zu reiben.
Er war einer der ältesten Mitgliedern und besaß daher weitaus mehr Erfahrung als die jüngeren Kollegen. Daher ließ er auch keine Gelegenheit aus, Runes Wunsch nach einer friedlichen Welt schlecht zu reden. Er meinte es natürlich nicht böse. Aber der Jüngere versank oftmals in seiner eigenen Welt, in dem jeder, ob Nord oder Argonier, harmonisch zusammenlebte und da dies wohl nie passieren würde, sah es Cynric selbstverständlich als seine Aufgabe dem jungen Träumer hin und wieder die Augen zu öffnen. Vielleicht würde er irgendwann zur Vernunft kommen und endlich verstehen, dass sein Wunsch nach Friede in dieser Welt keinen Platz hatte.

So schwerwiegend der Krieg auch war und Rune traurig stimmte aufgrund vieler Unschuldiger, die um ihre Existenz bangen mussten, so sah er das größte Problem in seinem momentanen Leben gerade auf die schöne Saphir zuschreiten.
Vipir...

Rune beobachtete die beiden eine Weile. Vipir versuchte mal wieder bei ihr zu punkten. Er wollte sie auf ein Met einladen, sie winkte jedoch ab und meinte frech grinsend, er wäre doch ohnehin knapp bei Kasse und könne sich selbst den billigsten Met nicht leisten.
Auch warf sie ihm vor, dass er seine letzten Münzen sicherlich für ein paar intime Minuten mit einer Dirne ausgab, die er bei Nacht 'zufällig' an den Docks irgendwo aufgabelte.
Vipir war ein attraktiver Mann, etwas älter als Rune und zudem gut gebaut. Jede Frau würde ihm zu Füßen liegen, wenn er nur mit etwas mehr Intelligenz gesegnet wäre.
Vipir, so meinte Delvin neulich, sei jemand, der es bevorzugte mit einem gewissen Geschlechtsteil zu denken, statt sein Hirn anzustrengen. Besonders dann, wenn Saphir in der Nähe war.
Delvin mochte Saphir sehr. Nicht, dass er ein Auge auf sie geworfen hatte, denn sein Herz gehörte längst Vex. Nein, es war etwas anderes, dass ihm beim Anblick der jungen Nord das Gefühl gab ein besonders wachsames Auge auf sie haben zu müssen. Demnach würde er es sicher nicht gutheißen wenn ihm zu Ohren käme, was sich hier gerade mal wieder in seiner Abwesenheit abspielte.

Saphir ging einfach von dannen und ließ Vipir stehen. Der Nord starrte ihr hinterher, konnte nicht glauben, dass sie ihm schon wieder einen Korb gab. Was musste er noch tun um ihr Herz für sich zu gewinnen? Tief im Innern mochte sie ihn, ganz bestimmt.
,,Sieh es doch endlich ein, dass das Mädchen zu schlau für dich ist. Im Gegensatz zu den käuflichen Dirnen weiß sie eben was sie will.“ Thrynn hatte sich zu seinen Gildenkollegen gesellt und stieß ihm nun neckend den Ellbogen in die Rippen.
,,Pah. Sie steht auf mich, weiß es nur noch nicht.“ setzte sich Vipir zur Wehr und klang dabei von seinen eigenen Worten überzeugt.

Brynjolf betrat vor einigen Sekunden die Zisterne der zersplitterten Flasche und wäre seine Anwesenheit nicht längst zur Kenntnis genommen worden, wäre er gerne wieder durch die nächste Tür verschwunden. Nicht schon wieder.
Für ihn als zweites Oberhaupt hieß das wohl, dass er die Sache mal wieder regeln musste. Wo steckte Mercer, wenn man ihn mal brauchte? Allmählich glaubte Brynjolf, sein Gildenmeister besaß so etwas wie einen Sinn für solche Probleme innerhalb der Gilde und wusste somit der Konfrontation aus dem Weg zu gehen.

Rune verließ den Aufenthaltsbereich nachdem sich Brynjolf Vipir zur Brust nahm. Er mochte Vipir eigentlich, schließlich sah er irgendwie auch zu ihm auf, wenn er dies auch nur im Bezug auf dessen überragenden Fähigkeiten tat, da der andere Brünette nicht gerade mit einer ansehnlichen Intelligenz gesegnet war.
Seit diesem Auftrag, der in Windhelm fast in einer Katastrophe geendet hätte, wurde der attraktive Vipir manchmal von den anderen für dumm verkauft. Vielleicht merkte er es nichtmal! Meistens lachte er über die flotten Sprüche. Ob er dies tat, weil er stolz genug war um über seine Fehler zu stehen, oder weil er es nicht auf sich bezog, war mal dahingestellt.

Er verzog sich in den Trainingsraum um den Schwertkampf zu perfektionieren und in erster Linie auf andere Gedanken zu kommen.
Zuerst sah sich Rune nach den anderen um. Niemand hier, der Fragen über seinen Gefühlszustand stellen konnte. Die verbliebenen Frauen der Gilde, Vex und Tonilia, würden ihm keine Ruhe lassen wenn sie ihn in diesem Zustand antreffen würden. Im Gegensatz zu Tonilia würde sich Vex zuerst über ihn lustig machen und dann versuchen sein Problem aus ihm herauszukitzeln.
So hart sie auch manchmal tat, so war sie auch nur um das Wohl der Gilde besorgt und stets an den Sorgen ihrer Schützlinge interessiert. Allerdings gingen Vex' gute Ratschläge meist nach hinten los...

Rune war nicht nur ein friedliebender Mensch, sondern auch ein emotionaler dazu. Er verfluchte seine Feigheit, die er Saphir gegenüber an den Tag legte. Es war ganz einfach. Sie anzusprechen und ausnahmsweise mehr als ein oder zwei Worte mit ihr zu wechseln war sicherlich kein Beinbruch, doch das war leichter gesagt als getan.
Seine Emotionen machten sich in Form wilder Kampfbewegungen bemerkbar. Er schwang das Schwert, streifte die Heupuppe und versenkte nach einigen Schlägen die Klinge im 'Kopf' der unschuldigen Puppe, bis ihm die Puste am Ende ausging und Rune das Schwert einfach kraftvoll in den Heuleib bohrte.

Schwer atmend besah er die in Mitleidenschaft gezogene Puppe, die er erst vor kurzem liebevoll mit eigenen Händen erschuf, wie so ziemlich jede Puppe in diesem Raum. Das Heu dafür nahm er von nahe gelegenen Bauernhöfen mit, wenn die Bauern Nachts schliefen und die Tiere bereits versorgt waren. So profitierte er davon, ohne den Bauern oder den Tieren zu schaden.
Die Puppe sah aus, als hätte sich ein Troll daran vergnügt. War wirklich er es, der das arme Ding so zugerichtet hatte, weil ihn der Liebeskummer überfiel wie ein Räuber sein Opfer?

Rune zeigte sich selbst überrascht von der Brutalität, mit der er die Puppe fast entzwei schlug. Und warum? Weil seine Gefühle ihn dazu verleitet hatten...

Saphir...was tat diese Frau nur mit seiner zarten Seele?

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Was sie tut? Sie bringt den Armen um seinen Verstand xD
Ja, also ich hoffe ich habe die anderen Mitglieder einigermaßen getroffen^^

Danke fürs Lesen und bis (hoffentlich) zum nächsten Mal :)
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