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Es ist was es ist sagt die LIebe

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ellen Bannenberg Nikolas Heldt
03.03.2017
18.05.2018
7
20.445
16
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
31.03.2017 2.614
 
Huhu ihr Lieben!
Vielen Dank für die Reviews zum ersten Kapitel, habe mich sehr darüber gefreut! Deshalb geht es jetzt auch schon weiter mit dem 2. Kapitel. Ich hoffe, es gefällt euch; Fragen, Kritik und Anregungen sind herzlich Willkommen!

Viel Spaß beim Lesen!
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NIKOLAS
„Kannst du mir das Wasser geben, bitte?“
Ellen steht auf, reicht mir das Wasser. Was macht sie hier?
„Hast du Schmerzen? Brauchst du etwas?“ Sie setzt sich auf mein Bett, sieht müde und erschöpft aus.
„Wie spät ist es?“
„Halb fünf morgens“
Ich sehe sie an, versuche in ihrem Blick zu lesen, aber sie macht es mir unmöglich, setzt ihr Pokerface auf.
„Was machst du hier?“
„Ich weiß es nicht“
Ich habe das Gefühl, es ist die richtige Zeit, um zu schweigen. Was soll ich auch sagen?  Dass ich sie liebe? Das weiß sie und mit etwas kombinatorischem Geschick die halbe Bochumer Polizei.  Ich könnte mich entschuldigen, aber es gibt nichts, das ich als Grund angeben könnte, weshalb ich ein halbes Jahr lang aus ihrem Leben verschwunden bin.
Sie ist hier, ich weiß nicht, ob es mich freuen darf und kann. Fühlt sie sich verpflichtet? Ist sie hier, weil ich allein bin? Oder hat sie noch Gefühle für mich? Ich kann sie nicht ermutigen, das letzte, was ich will, ist eine Familie zu zerstören, ich weiß zu gut, was es heißt, keine zu haben.
Wird es das in Zukunft sein? Unausgesprochene Verbundenheit, weil wir Angst haben, uns erneut aufeinander einzulassen?
Oder ist sie gerade sentimental? Kehren wir morgen zum eisigen Kommissar Heldt zurück? Es wäre schon fast wünschenswert, zumindest für sie.
Ellens Kopf fällt auf ihre Brust und schnellt sofort wieder hoch.
„Du brauchst Schlaf, Ellen“
„Was passiert, wenn ich gehe?“
Wir sind hier anscheinend in einem friedlichen Raum, ausreichend distanziert zu dem, was man Realität nennt, in einem Kokon, einer Seifenblase, die zerplatzt, sobald man versucht sie zu verlassen.
„Ich weiß es nicht. Willst du gehen?“  Ich habe Angst vor beiden Antworten.
„Nein“ Ihre blauen Augen blicken mich direkt an, prüfend, abwartend, ich kann ihre Gedanken lesen, was wird er sagen, wie wird er reagieren, hätte ich das sagen dürfen?
Ich spüre, wie mir eine Träne die Wange herunterrollt. Ich weiß nicht, ob ich es verdiene. Nach allem, das passiert ist, sie gibt mich nicht auf.
Ellen steht auf und umrundet mein Bett. Geht sie?
Sie hebt meine Bettdecke auf der anderen Seite an, dort wo mehr Platz ist, streift ihre Schuhe ab und hängt ihren Blazer über die Lehne des Stuhls.
Ich muss sie allzu skeptisch angesehen haben, denn sie hält inne. „Ich kann auch... also auf den Stuhl, wenn du möchtest“
„Ich möchte nicht, dass du irgendwas tust, was deine Beziehung gefährdet“
„Dafür ist es lange zu spät“
Sie schlüpft unter die Decke, legt sich an meine unverletzte Seite, seufzt tief und ihre Augen flattern zu.

DREI TAGE SPÄTER

Ich gehe wieder ins Präsidium, was soll ich zu Hause? Mein Arm ist noch bandagiert und ich nehme Schmerzmittel, aber um am Schreibtisch sitzen und Akten zu wälzen wird es reichen. Ich habe sie seit dem Morgen nicht mehr gesehen, als ich um neun wieder wach geworden bin, war das Bett neben mir leer und ich rede mir ein, es sei besser so, besser für sie und Emily.

„Heldt, was machen Sie hier? Sie sind noch eine Woche krankgeschrieben!“ Ellen steigt aus ihrem Auto und läuft auf mich zu, ihr Blick ist distanziert, ihre Stimme wütend. Wir sind also wieder bei Kommissar Heldt.
„Ich dachte mir, ich könnte genauso gut im Präsidium sitzen wie zu Hause“
„Sind Sie denn überhaupt wieder fit? Sie wurden angeschossen, Sie sollten Ihre Gesundheit nicht riskieren!“ Sie kommt mir näher, näher und näher. Es hat sich doch etwas geändert, sie steht wieder freiwillig etwas näher bei mir, hält keinen Sicherheitsabstand von zwei Metern mehr.
„Geht schon, danke“
„Na dann, gutes Gelingen“ Sie wendet sich ab, geht ins Präsidium. Ich schaue ihr nach, dankbar dafür, dass ich es noch kann.
Eigentlich ist sie der einzige Grund, weshalb ich überhaupt hier bin. Naja, was soll’s. Vielleicht können wir uns weiter entwickeln, sowas wie Freunde werden. Ich gehe hoch in das Büro, das ich mir mit Korthi teile und finde einen riesigen Fresskorb voller Süßigkeiten auf meinem Schreibtisch.
„Die Kollegen haben zusammengelegt“, Korthi grinst und umarmt mich, klopft mir auf die linke Schulter.
„Korthi, Schusswunde“, quetsche ich hervor.
"Oh, Sorry!", Korthi lässt mich eilig los und sieht verwirrt zu Boden.
Ich setze mich an meinen Schreibtisch und beginne, den Bericht der Geiselnahme zu tippen. Nach einer halben Stunde kommt Ellen herein, bespricht etwas mit Korthi, würdigt mich keines Blickes bis sie fertig sind.
„Herr Heldt, schön, Sie wieder in einem Stück hier zu haben“
„Danke“
Das war alles, kein weiteres Wort, keine Geste, kein Blick. Warum sollte sich auch etwas ändern? Sie war geschockt von den Ereignissen im Kiosk und hat sich von diesen Gefühlen leiten lassen, als sie mich im Krankenhaus besucht hat.

RÜCKBLENDE, 3 TAGE ZUVOR

ELLEN
Ich fahre vor der Arbeit kurz zu Hause vorbei, dusche, wechsle die Kleidung um unangenehmen Fragen zu entgehen.  In der Wohnung ist es still und leer, Stefan ist im Atelier, Emily in der Schule.
Was ist in mich gefahren, ihm so offensichtlich meine Zuneigung zu zeigen? Das hätte nicht passieren dürfen, ich habe ihm Hoffnung gegeben, wo keine sein darf, ich bin in einer Beziehung und ich habe vergessen, was passiert, wenn ich ihn zu nah an mich heranlasse.
Natürlich liebe ich ihn, aber das hat nichts in der Außenwelt verloren.
Gedankenverloren parke ich ein, gehe hoch in mein Büro und schlage Akten auf. Der Vormittag zieht an mir vorbei, ich gehe zusammen mit Grün in die Vernehmung des Geiselnehmers, mittags esse ich ein Brötchen.
Es klopft, „herein“, ich schalte schnell das Handy aus, auf dem ein Bild von Nikolas und mir ist.
Dr. Holle betritt mein Büro, ohne Akten oder Beweismaterial in der Hand und ich weiß, dass mein Stündlein geschlagen hat.
Sie setzt sich auf meiner Seite meines Schreibtisches auf die Platte und sieht mich an. „Wie geht es Ihnen?“
„Gut, danke“ Ich will nicht darüber reden, das macht es zu real.
„Und Nikolas?“
„Gut, er war heute morgen ansprechbar und orientiert, die Ärzte sagen, er muss sich ausruhen aber wird keine bleibenden Schäden davontragen“
„Sie waren die ganze Nacht über bei ihm, nehme ich an?“
Ich nicke, was soll ich darauf anderes antworten, meine ausführlichen Schilderungen über Nikolas’ Gesundheitszustand haben mich bereits verraten. „Ich bin eingeschlafen“.
„Ellen, wir können es uns nicht aussuchen, wen wir lieben, wir können nur aussuchen, ob wir damit glücklich oder unglücklich sind“
„Aber wir können uns aussuchen, ob wir unser Glück auf dem Unglück anderer aufbauen“, erwidere ich aufbrausend. Ich weiß, dass sie einen Narren an Nikolas gefressen hat und in ihm nur das Gute sieht, seine Fehler zu schnell verzeiht.
„Und Sie wollen das scheinbare Glück eines Mannes über Ihres und Heldts stellen? Damit bauen Sie Ihr Glück auch auf dem Unglück eines anderen auf“
„Und was ist mit meinem Unglück oder Glück? Wir waren schon einmal so weit, vor ziemlich genau sechs Monaten“
„Ellen, niemand sagt, dass Sie von einer Beziehung in die nächste hüpfen sollen und alles vergessen, das vorgefallen ist. Aber Sie können nicht für immer Ihre Angst als Grund missbrauchen, warum alles so bleiben muss, wie es ist. Seien Sie ehrlich zu sich selbst, das sind Stefan, Emily, Nikolas und nicht zuletzt sich selbst schuldig“
Hannah Holle steht auf, ich tue es ihr gleich und sie nimmt mich in den Arm.
Warum ist für sie alles so einfach und klar? Und warum kann es das nicht auch für mich sein?

Müde schließe ich abends die Tür zur Wohnung auf und werde vom Gelächter meiner Tochter empfangen, es riecht nach Stefans Spezialität, einer asiatischen Reispfanne und ich lasse mich gegen die Tür sinken.
„Maaamaaaa, ich habe eine eins in Mathe!“ Emily läuft mir freudestrahlend entgegen, zeigt mir ihr Heft.
„Super, Schatz, ich bin stolz auf dich!“, ich nehme sie geistesabwesend in den Arm und gebe ihr einen Kuss auf den Kopf.
Wäre sie unglücklicher, wenn anstelle von Stefan Nikolas am Herd stünde? Ich weiß es nicht.
„Hallo Stefan“, ich küsse ihn auf den Mund, das gewohnte geborgene Gefühl stellt sich langsam ein. Er reicht mir ein Glas mit gekühltem Weißwein, ich nippe daran.
„Essen ist gleich fertig, Emily hat mir beim Abschmecken geholfen“
Ich blicke mich in der Küche um, Stefan hat ein paar Details geändert, als er vor drei Monaten hier eingezogen ist, aber im Großen und Ganzen ist die Küche noch so, wie Emily und ich sie eingerichtet haben, genau wie der Rest der Wohnung.
Plötzlich kommt es mir vor, als sei Stefan hier zu Besuch, als wohne er hier gar nicht, so wenig hat sich die Wohnung verändert. Er ist einfach wieder in mein Leben gekommen, unaufgeregt, dezent, wieder zur Gewohnheit geworden.
Ich liebe es, nach Hause zu kommen, das Essen zu riechen, Zeit mit Emily zu verbringen, mit Stefan ein oder zwei Gläser Wein zu trinken, über unseren Tag zu reden und ins Bett zu gehen. Es gibt mir das Gefühl von Normalität, eines Zuhauses und von Berechenbarkeit.

Später, als Emily im Bett liegt, setzt sich Stefan zu mir auf die Couch. Er legt nicht wie sonst seinen linken Arm um mich, sondern sieht mich an. Er hat mich nicht gefragt, wo ich die Nacht über war, ich habe ihm eine SMS geschickt, dass ein Kollege angeschossen worden sei und ich kurz mit den restlichen Kollegen ins Krankenhaus müsse. Das war um 18 Uhr, seitdem haben wir nichts voneinander gehört.
Wird er jetzt fragen? Was sage ich?
„Ich habe euch gesehen, Ellen“ Er sagt es ohne Vorwurf, ohne Drama, ohne die Stimme zu heben.
Ich schaue ihn stumm an.
„Ich war heute morgen vor der Arbeit kurz im Krankenhaus, ich dachte mir schon, dass es Nikolas getroffen hat und wollte sehen, ob du und seine Kollegen okay seid, ich hab dir Wechselklamotten und einen Kaffee mitgebracht. Du hast geschlafen, so nah bei ihm, er war wach, hat deine Haare gestreichelt und ich glaube, er hat geweint, auf jeden Fall hat er mich nicht bemerkt. Ich bin wieder gegangen“
Ich merke, dass es ihn Überwindung kostet, es mir zu erzählen und eine Welle von Mitleid überrollt mich.
„Stefan, ich wollte das nicht, ich habe es nicht vorgehabt, wirklich“
„Ich weiß, ich glaube dir. Ich sehe jeden Tag, wie du kämpfst, wie du, bevor du die Wohnung verlässt, durchatmest, wie du zwei Meter von ihm entfernt stehst, weil du es nicht erträgst, ihm nahe zu sein. Ich sehe, wie er dich ansieht, wenn ich dich abhole, wie du dich bemühst, mir deine ganze Aufmerksamkeit zu schenken, ich habe gehört, wie du vor ihm über mich geredet hast.
Aber ich sehe auch, dass wir, seit er wieder da ist, nur einmal miteinander geschlafen haben, am Tag, als er zurückkam, ich weiß, welches Foto du auf deinem Handy anschaust, wenn du dich unbeobachtet fühlst und ich weiß, dass du nachts von ihm träumst, davon, noch einmal von ihm verlassen zu werden, wieder alleine zu sein“
Ich schaue ihn an, davon hatte ich keine Ahnung. Ich dachte, für ihn ist einfach nur ein Kollege zurückgekommen, von dem er weiß, dass ich mir mal hätte vorstellen können, eine Beziehung mit ihm zu führen.
„Ich wusste nicht... ich dachte, ich wollte nicht, dass sich etwas zwischen uns ändert, dass unsere Familie auseinanderbricht. Ich dachte, ich hätte es im Griff“
„Und ich dachte nicht, dass deine Gefühle für ihn so tief gehen“
„Und jetzt?“
Ich bin erleichtert, dass es raus ist. Ausgesprochen, von ihm, nicht von mir. Ich weiß nicht, ob ich es gekonnt hätte. Und ich habe Angst. Was wird er tun? Wie geht es weiter?
„Ich ziehe ab morgen in ein Hotel und suche mir wieder etwas Eigenes und hole, sobald ich etwas gefunden habe, meine restlichen Sachen“
„Und Emily? Was soll ich ihr sagen? Stefan, ich will nicht, dass ihr darunter leidet“
„Ellen, unsere gemeinsame Zeit hier, sie war wunderschön, ich würde sie nicht missen wollen, es war ein Rückfall in unsere guten Zeiten aber nicht mehr. Ich liebe unsere Tochter, unsere Familie, unsere Gemeinsamkeiten und unsere Vertrautheit aber ich kann weder als dein menschliches Schutzschild hier bleiben, noch um Emily eine perfekte Familie zu geben. Wir sind nicht weniger eine Familie, wenn ich eine eigene Wohnung habe, Emily wird ihr Zimmer haben, es muss sich nichts ändern. Wir sagen ihr die Wahrheit, dass wir uns lieben aber manchmal es nicht genug ist und wir deshalb wieder getrennt wohnen möchten“
„Wir können es nochmal versuchen, ich kann mich woanders bewerben, wegziehen, wir müssen nicht aufgeben, Stefan!“
Warum sage ich das?
„Ellen, Gefühle kann man nicht erzwingen und an und ausschalten, wie es passt. Ich weiß, dass du niemanden verletzen willst und für dich Emilys Glück über allem steht, aber direkt danach folgt Nikolas und nicht ich und vielleicht ist das auch gut so. Ich weiß, dass Emily ihm wichtig ist und sie mag ihn auch und ich halte ihn für einen guten Kerl, obwohl er die Länge seiner Mallorca- Ausflüge überdenken sollte“
„Danke“, ich umarme ihn, lange und innig.  Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, ich kann mich ihm nicht erklären, weil ich nicht mal wüsste, was ich erklären sollte. Doch. „Ich bin froh, dass ich wir so auseinandergehen. Ich weiß nicht, wie es mit Nikolas weitergehen wird, aber du verdienst es nicht, als Ersatz herzuhalten und nicht dein eigenes Glück finden zu können, vielleicht nur weniger dramatisch als ich“

RÜCKBLENDE ENDE

Ich habe nicht damit gerechnet, ihn heute schon wieder im Präsidium zu sehen. Ich war nicht vorbereitet, ich bin nicht vorbereitet, ich weiß nicht, was ich tun soll. Was ich weiß, ist, dass ich ihm aufs Neue Schmerzen bereitet habe, die Begrüßung auf dem Parkplatz, die unterkühlte Situation im Büro. Er muss denken, ich bereue, was ich in der Klinik gesagt habe.  Aber ich kann nicht einfach den Schalter umlegen und so tun, als sei nie etwas gewesen, als sei alles wie vor sechs Monaten.

Seufzend verlasse ich mein Büro um mir in der Küche einen Kaffee zu holen, der Tag ist noch lang.
Am Süßigkeitenautomaten stehen Heldt und Grün und unterhalten sich, Heldt steht mit dem Rücken zu mir und kramt in seiner Hosentasche nach Kleingeld, wirft es in den Schlitz, es fällt durch, er wirft es noch einmal ein, es fällt durch, noch einmal.
„Herr Heldt, können Sie sich nicht meiner Auffassung anschließen, der Innendienst sei durchaus ohne industriell gefertigte, zuckerhaltige Produkte zu überstehen?“ Grün ist genervt, ich merke und sehe es ihm an.
„Herr Grün, Herr Heldt hat immerhin auf eigene Kosten den Automaten wieder aufstellen lassen, vielleicht sollten wir ihm zur Kurierung seiner Schusswunde die ein oder andere Süßigkeit gönnen?“
Nikolas dreht sich zu mir um und sieht mich völlig perplex an, ich stelle mich zwischen Grün und ihn und halte die Hand auf.
Schweigend gibt er mir das Geld, während Grün wegstampft. Ich lächle ihn an, als sich unsere Hände berühren und mir fällt auf, dass ich, ohne es aktiv vorgehabt zu haben, wirklich nah bei ihm stehe. Es fühlt sich gut an, ungewohnt vertraut. Um das Geld einzuwerfen muss ich mich von ihm wegdrehen. Ich werfe das Geld ein, der Automat schluckt es und ich wähle seine Lieblingssüßigkeit aus.
„Bitte“, sage ich, als ich ihm den Schokoriegel hinhalte.
„Danke“
Er nimmt ihn, ohne nochmal meine Hand zu berühren und wir gehen aneinander vorbei, als hätte ich ihm einfach nur kurz geholfen, das Geld einzuwerfen. Kurz bevor ich um die Ecke biege, drehe ich mich noch einmal nach Nikolas um und unsere Blicke treffen sich. Wir lächeln.
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