Dark Intensions-When your life falls apart

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Dain II. Eisenfuss Legolas OC (Own Character) Tauriel Thorin Eichenschild Thranduil
02.03.2017
19.09.2020
27
64.210
23
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02.03.2017 742
 
Hallo.

Willkommen zu meiner ersten Hobbit FF.
Die Idee dazu kam mir ganz spontan.
Sie orientiert sich an den Hobbit FIlmen und spielt etliche Jahre danach.
Thorin, Kíli, Fíli haben die Schlacht ueberlebt.
Thorin ist König unter dem Berg.

Ueber Reviews, sachliche Kritik und Kommis, sowie Rueckmeldungen jeder Art freue ich mich natuerlich sehr :-)

Ich wuensche euch ganz viel Spass dabei,
eure Lillyflower.


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„Du wirst ihn heiraten, und wenn es das letzte ist, wofuer ich in meinem Leben sorgen werde. Du hast mir zu gehorchen und dich nicht meinen Befehlen zu widersetzen und jetzt geh auf dein Zimmer.“

Die Worte dröhnten immer noch wie ein Echo in einer tiefen, dunklen Höhle in ihrem Kopf. Wie konnte er ihr das nur antun? Hatte es doch nie ernst genommen, als sie es vor Jahren eher beiläufig eine der Wachen darueber hatte reden hören.

Doch jetzt machte er ernst. Viel zu ernst. Und sie hatte zu begreifen begonnen, dass sie zu heiraten hatte.
Nicht irgendjemanden, nein, ausgerechnet ihn.
Den jungen Thronfolger.

Nein, sie wollte ihn nicht heiraten. Jene waren bedeutend kriegerischer und die Frauen hatten noch weniger zu sagen als in ihrer Familie. Sie waren dazu verdammt den Herd zu befeuern, Essen zuzubereiten, Kinder gebären und ihrem Mann zu dienen.
Wie könnte sie das tun? Ihr ganzes Leben lang. Ein Albtraum.

Mittlerweile hatte sie sämtliches Zeitgefuehl verloren. Es war Nacht, das wusste sie. Die wenigen Sterne am Firmament erhellten die Umgebung jedoch nur spärlich. Auf das Licht des Mondes konnte sie sich heute Nacht nicht verlassen, denn er hatte sein Antlitz hinter grossen Wolkenschleiern verborgen.

Es waren keine guten Voraussetzungen, fuer ihr Weiterkommen. Dabei konnte sie sich nicht mal mehr erinnern, seit wann genau sie unterwegs war.
Waren es 8 Tage, oder 9? Oder gar schon zwei Wochen?
Dumpf pochte ihr Kopf von den vielen Gedanken die darin herumwirbelten.
Der dunkle Schleier dessen, was sie getan hatte, war noch zu dicht. Doch ganz allmählich begann auch sie zu begreifen, was genau sie da angerichtet hatte.

Und sie wusste es wuerde Konsequenzen haben. Viel zu schlimm um sie sich ins Detail vor Augen zu rufen. Ihr Leben war verwirkt, wertlos geworden. Von einem Tag auf den Anderen.
Sie war auf sich gestellt und hatte doch keine Ahnung, wie es weitergehen sollte fuer sie.

Ohne feste Bleibe und Begleitung war sie Freiwild. Eine Gefallene die vogelfrei war. Niemand wuerde sie beschuetzen, sollte sie von Orkhorden angegriffen werden. Niemand könnte sie vor anderen Feinden schuetzen oder retten, wenn sie ihn Gefahr geriet.
Niemand war hier, der ihr hätte ein warmes Bett anbieten können.
Niemand, mit dem sie ihre Gedanken teilen könnte.

Was sie jedoch sehr deutlich wusste war, dass sie sich auf der Flucht befand. Ohne Orientierung war sie nahezu verloren. Konnte nur darauf hoffen irgendwann an einen Punkt zu kommen, der ihr bekannt vorkommen wuerde. Natuerlich war sie noch immer im Reich der Zwerge. Die Schatten des Berges warfen weit voraus. Sooft sie auch als Kind und in ihrer Jugend diese Lande durchstreift hatte, jeder Winkel war auch ihr nicht Bekannt. Es gab immer noch Gegenden und Landstriche die sich ihrer Augen verwehrt hatten. Dies war besonders in der Gegend in der sie sich jetzt gerade befand der Fall.
Ein tiefes Tal, welches sie gerade durchwanderte, eingerahmt von dichtem und tiefem Wald. Ohne Orientierung sass sie hier fest, in einer Senke, die in eine tiefe Höhle fuehrte. Hier harrte sie aus und wartete, bis der dichte Nebel sich lichtete und sie so wieder besser ihre Umgebung sehen konnte.

Auf die Idee, eine bessere Beleuchtung einzupacken war sie in der Eile nicht gekommen.
Die junge Zwergin zog den dichten wollenen Mantel enger um sich, es war kalt geworden. Bedeutend kälter als zu Beginn ihrer Flucht ins Ungewisse.
Diese war weder geplant noch vorbereitet gewesen. Stattdessen hatte sie einfach das Nötigste eingepackt und war geflohen. Wohin sie wollte wusste sie ebensowenig wie mit was sie ihr Leben bestreiten wollte.

Und obgleich sie all dies nicht wusste, so klar wusste sie doch, dass sie unter diesen Umständen nicht zurueckkehren wuerde. Es gäbe keine Widerkehr fuer sie.
Mit einem Mal kam ihr der Gedanke an ihre Mutter in den Kopf, was wuerde sie nur denken? Wie mochte es ihr jetzt wohl gehen?

Plötzlich brachen die Dämme und Tränen der Verzweiflung rannen ueber ihre geröteten Wangen. Wieso? Wieso hatte es so weit kommen muessen?

Die Tränen verschleierten den Blick fuers Wesentliche.

Dies wuerde sich in wenigen Augenblicken auf dramatische Weise rächen….
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