Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

You're an angel not asking who I'am

von sunrise82
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Samu Haber
01.03.2017
12.05.2017
160
159.726
13
Alle Kapitel
204 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.05.2017 936
 
*Samu*

Mittlerweile ist Leevi ungefähr 1 ½ Monate alt, man kann ihm regelrecht zusehen wie er wächst und welche Fortschritte er macht. Karina und ich sitzen gemütlich auf dem Sofa, ich halte unseren Sohn, der uns mit seinen strahlend blauen Augen anguckt. Wir plaudern mit ihm, er versteht es sicher noch nicht, aber unser Kleiner schaut aufmerksam. Da lächelt er uns zum ersten Mal bewusst an, mein Herz macht einen Hüpfer. Das ist einfach zu schön, denn in den ersten Wochen kommt kaum eine grosse Reaktion und jetzt hat er uns zum ersten Mal angelächelt. Karina neben mir wischt sich ihre Freudentränen weg. Wir versuchen unseren Sohn nochmal zum Lachen zu bringen und da ist es wieder. Was gibt es schöneres als ein kleines Geschöpf, das einem anstrahlt und lächelt.

In den kommenden Tagen kommt das immer öfters vor, auch als wir mit Riku und Stephanie unterwegs sind. Wir Männer laufen mit dem Kinderwagen vorne und die beiden Frauen plaudernd hinter uns her. Ich freue mich sehr für meinen Engel, dass sie eine gute Freundin in ihrer Nähe hat. Das tut ihr gut, auch wenn die Entführung bereits Wochen hinter ihr liegt, merke ich noch ab und zu, dass es sie noch beschäftigt, was auch verständlich ist. Aber in solchen Situationen wie jetzt, wirkt sie wieder unbekümmert und frei. Ja auch ich habe immer noch daran zu knabbern, so etwas vergiesst man nie, aber mit jedem Tag der vergeht, verblasst die Erinnerung daran etwas mehr, unser Sohn hilft uns sehr neue und schöne Erinnerungen zu schaffen.

Leevi ist zum Glück sehr unkompliziert, er hat gerne Menschen um sich und lässt sich problemlos von jedem halten. Wenn ich an meine  Nichten zurückdenke, die haben bereits geschrien, als jemand anderes als ihre Eltern sie halten wollten. So sind die Kinder verschieden und das finde ich auch gut. Unser Sohn ist jetzt mittlerweile drei Monate alt, am Abend hat er angefangen mindestens eine halbe Stunde zu weinen und er lässt sich einfach nicht beruhigen, egal was wir versuchen. Ihn so zu hören, zerreisst mir fast das Herz. Der Kinderarzt meinte das sei normal in diesem Alter, die Kleinen verarbeiten damit die ganzen Eindrücke des Tages.

Mit meinem weinenden Sohn auf dem Arm, laufe ich im Wohnzimmer hin und her. Ich halte das nicht mehr aus, da kommt mir eine Idee, ich gebe Karina Bescheid was ich vorhabe und dann mache ich mich mit dem Kleinen auf den Weg. Im Auto setze ich den Schreihals in seinen Kindersitz und schnalle ihn richtig an. Kaum lasse ich den Motor laufen und fahre aus der Einfahrt wird es ruhig. Gott sei Dank, zur Sicherheit fahre ich eine halbe Stunde auf den Strassen von Helsinki umher. Zu Hause angekommen, trage ich den schlafenden Leevi in sein Zimmer und lege ihn dort ins Bettchen. Gemeinsam mit meinem Engel betrachte ich unseren Sohn, der jetzt friedlich schlummert.

Am nächsten Morgen steht meine Mom vor der Tür, sie hat gar nicht gesagt, dass sie heute zu Besuch kommt. Ich begrüsse sie herzlich, mit einem Lächeln sagt sie „Wie geht es dir mein Sohn, du siehst ein wenig müde aus?“

„Unser Sohn hält uns auch auf Trab, aber ich bin sehr glücklich.“, antworte ich ehrlich. Meine Mom klopft mir mit einem verständnisvollen Gesichtsausdruck auf die Schulter „Was hältst du davon, wenn ich euch Leevi für ein paar Stunden abnehme?“

„Das wäre toll, seid der Kleine da ist, hatten Karina und ich noch keine Minute nur für uns zwei.“, sage ich zu meiner Mom. Ich pack das nötigste zusammen, während Karina Leevi am stillen ist. Mit einem guten, aber auch zugleich komischen Gefühl, gebe ich unserem Sohn einen Kuss auf die Stirn, bevor er mit seiner Oma aus der Tür verschwindet. Jetzt sind mein Engel und ich alleine, wir grinsen uns an. Schon öfters haben wir versucht intim zu werden, aber Leevi hatte immer in gutes Timing und uns dabei gestört. Aber jetzt stört uns niemand mehr, küssend laufen wir Richtung Treppe. Ich hebe meinen Engel hoch, nicht dass wir noch die Stufen hinauf fallen.

Im Schlafzimmer angelangt lege ich sie sanft auf unser Bett, die störenden Kleider finden ihren Weg auf den Boden. Ich liebkose jeden Zentimeter ihres wundervollen Körpers mit meinen Lippen. Durch die Schwangerschaft ist sie in meinen Augen noch schöner geworden, ich liebe ihr kleines Bäuchlein, welches sie immer noch hat. Unter meinen Berührungen windet sich mein Engel, ich kann mich kaum noch zurückhalten. Ich erlöse uns beide und dringe vorsichtig in sie ein, was für ein fantastisches Gefühl, sie wieder auf diese Weise spüren zu können. Schnell finden wir einen gemeinsamen Rhythmus und bringen uns immer näher dem Gipfel der Lust entgegen.

Als sie unter mir aufstöhnt und sich eng um mich schliesst, komme auch ich heftig. Atemlos lasse ich mich neben Karina nieder, eng aneinander gekuschelt kommen wir wieder zu Atem. Wir streicheln uns gegenseitig und geniessen einfach nur die Nähe des anderen, Haut auf Haut. Um auf Nummer sicher zu gehen, verhütet mein Engel mit einer vier Monatsspritze, da sollte wirklich nichts mehr schief laufen. Wir lieben unseren Sohn von ganzem Herzen, aber ein zweites Kind wollen wir nicht. Als wir uns küssen, wird es schnell wieder leidenschaftlicher und wir geben uns ein zweites Mal unserer Leidenschaft hin.

Als meine Mom mit dem Kleinen zurückkommt, merke ich, sowie auch Karina, dass wir unseren Sohn bereits vermissen. Wir haben die Zeit mehr als genossen, sind aber froh, dass Leevi wieder bei uns ist. Meine Mom bleibt noch auf einen Kaffee und wir plaudern ein wenig, bis sie wieder nach Hause geht. Bevor sie geht bedanken wir uns mehrmals bei ihr.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast