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Gefangener der Zeit

von Josephina
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Newt Scamander OC (Own Character)
01.03.2017
01.03.2020
18
31.559
1
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Dieses Kapitel
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01.03.2017 1.371
 
Hallo magische Besucher, fantastische Wesen und Muggles!

Willkommen zu meiner ersten Newt-Scamander-Fanfiction!
Vor dem Beginn möchte ich noch ein paar Hinweise geben:

Newt  als Figur gehört nicht mir, ich habe ihn mir für diese Geschichte ausgeliehen.
Die Gestalt, das Aussehen und die Charakterzüge von ihm stammen aus den Händen der Filmproduzenten der Filme „Phantastische Tierwesen 1+2“.  Seine Eigenheiten, Eigenschaften und Charakterzüge habe ich dem Film entnommen, demnach gehört er nicht mir, sondern J.K.R. (sowie alle magischen Parallelen und Geschöpfe) und der Interpretation der Filmmacher.
Ideenschöpfer und geistiger Eigentümer des zugrundeliegenden Werkes ist J. K. Rowling.
Ich mache Werbung für die Filme in eigener Sache, unbezahlt, unbeauftragt und ich verdiene mit meiner Schreiberei (leider) kein Geld.
Die Ideen der Geschichte stammen von mir. Weitere Quellen werde ich kenntlich machen.
Alle anderen Charaktere entspringen meinen Gedanken und können euch hoffentlich auch etwas verzaubern. Die Geschichte spielt vor dem Kinofilm „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, bevor Newt nach Amerika reist. Sie enthält vorwiegend eigene Charaktere in Newts Umfeld.
Ich wünsche euch nun ganz viel zauberhaften Spaß beim Lesen!

-

Er schloss die Augen. Zarte Sonnenstrahlen trafen sein Gesicht und wärmten die geröteten, von blassen Sommersprossen fast liebevoll und zärtlich gezierten Wangen. Ein leichter Windzug durchfuhr sein wirres Haar, streichelte die wilden Haarsträhnen, die sich auf seine Stirn legten und neckisch in sein Gesicht fielen und schmiegte sich an seinem Körper vorbei, um in den dichten Wald zu entschwinden, der sich geheimnisvoll zu seinem Rücken erstreckte. Er atmete die frische, kühle Luft, vernahm den grünen, beinahe magischen Duft des Waldes und der jungen Gräser zu seinen Füßen. Sanft, als könnte er diese Idylle, diese einzigartige Szene zerbrechen, als wäre sie ein Schatz, der im Verborgenen bleiben musste, um ihn der Welt nicht zu entreißen, atmete er aus und breitete ein schüchternes und zu gleich verschmitztes Lächeln auf seinem Gesicht aus, das der wundervollen Natur galt, die sich seinen Augen präsentierte und offenbart hatte. Er stand am Rande eines schmalen, sandigen Abhangs, an dessen Grund sich eine kleine Lichtung auftat. Eine Kulisse, wie sich hätte nur der kühnste Maler in seinen Träumen erdenken können. Die Erhöhung, auf der er stand, fiel zu beiden Seiten des Abhangs leicht ab, sodass es ein Leichtes war, den Höhenunterschied spielerisch, fast spazierend zu überwinden. Dicht bewachsen mit frischem Grün, zarten lilafarbenen Blüten und weißen Buschwindröschen lag eine zauberhafte Lichtung dort, verborgen inmitten eines dichten, dunklen Waldstücks, wie ein Lichtblick, ein Geheimnis, ein Fleck der Geborgenheit. Er richtete den Blick auf dieses wundervolle Stück Erde und erhob sich anschließend in einer eleganten Bewegung, um die weite Waldlandschaft zu betrachten. Leichte Hügel zierten das Landschaftsbild über das sein Blick nun fiel, bewachsen mit in vollem Laube stehenden Laub- und Nadelbäumen in dichtem Tannenkleid. Unendlich schien das Grün, mit dem sich seine Augen anfreundeten und sich nicht abwenden, nicht sattsehen konnten. Lediglich in der weitern Ferne, vielleicht hinter einem Dorf, hinter einer kleinen Stadt, traten größere Hügel im Landschaftsbild hervor und am Horizont stiegen kaum merklich Rauchschwaden auf, die zu einer unbekannten, aber deutlich größeren Stadt gehören mussten.
Er fuhr sich mit der rechten Hand durch das wilde Haar, das anschließend wieder an seinen Kopf schmiegte und krauser als zuvor sich zu kleinen Wirbeln zusammenzog. Seine brauen Schuhe waren sandbedeckt, gezeichnet vom nassen Gras, durch das er gelaufen war, um diesen atemberaubenden, ihn mit Glückseligkeit erfüllenden Ort zu erreichen. Noch immer zeichnete es sich als Wunder in seiner Erinnerung ab, diesen Platz eines vergangenen Tages gefunden und geschätzt zu haben.
Seine schwarz-graue Hose hatte er ein Stück weit hochgekrempelt, dass sie sich nicht im Dickicht des Waldes an Sträuchern verfangen würde, wie es sein blauer Mantel an einem Brombeerbusch getan hatte, der an der linken Tasche nun von einer kleinen Reißspur geziert wurde. Er hatte sich einige Minuten zuvor schnell bewegt, sodass das weiße Hemd unter der hellbraunen Weste leichte Falten schlug und seine schwarze Fliege an der rechten ein Stück nach unten zog, als wäre sie der Hast leid gewesen und suchte nach einer Rast.
„Newt! Da bist du!“, eine freudige, jugendliche Mädchenstimme drang an sein Ohr. Er wandte sich um und verzog sein Gesicht zu einem strahlenden Lächeln, das dem Ort des Geschehnisses einen weiteren magischen Glanz verlieh. Das Mädchen stürmte fröhlich auf ihn zu und sie ergriffen sich an den Händen.
„Hallo Layana!“, brachte Newt in einem leichten Atemzug hervor und blickte die junge Frau an, die ihm nun gegenüberstand.
„Ich habe befürchtet, dass du nicht auf mich warten würdest. Ich habe dich viel zu lange warten lassen. Die Hausarbeit nahm so viel Zeit ein, doch Vater kommt erst bei Sonnenuntergang nach Hause!“, sprach sie und lächelte in dem schönsten Lächeln, dass Newt bisher erblickt hatte.
„Ich habe versprochen, dass ich auf dich warte. Komme was wolle! Ein Versprechen dir gegenüber würde ich niemals brechen!“, sagte er und ließ Layana los.
„Du bist so furchtbar lieb! Hätte Freundlichkeit einen Namen, so würde sie wohlmöglich den deinen tragen“, sprach sie scherzhaft und stellte sich neben ihn, indem sie wieder in Richtung des Abhanges blickten. Nur einen kurzen Augenblick hielt Layana Inne und wandte sich dann erneut Newt zu. „Aber bitte, lass mich nicht länger warten! Ich bin gespannt, deinen neuen Begleiter kennenzulernen. Du hast es mir versprochen!“
„Ich werde ihn dir nicht vorenthalten!“, sagte Newt und führte Layana tiefer in den Wald hinein. Die Luft war warm, doch im Schatten der Bäume schlich sich eine zarte Kälte um die beiden Freunde. Sie störten sich jedoch nicht daran und gingen den Weg, den Newt klar vor Augen hatte und in Gedanken viele hundert Mal auf und ab gegangen war. Nach wenigen Minuten erreichten sie eine weitere verborgene Lichtung, dessen Boden, von glatter, brauner Erde bedeckt, bereits von schwachen Pfotenabdrücken geziert wurde.
„Hooper! Wo bist du, du kleiner Strolch?“, rief Newt und lauschte dem Rascheln der Blätter, das langsam näherkam. Plötzlich spürte er das liebevolle, leichte Kratzen einer flauschigen, warmen Pfote an seinem linken Bein, ein leises Murren drang zu ihm hinauf.
„Hooper! Da bist du ja!“ Er hob den jungen Kniesel hoch und sah ihn erfreut an. Dieser streckte sofort seine Pfoten nach den wilden Haaren aus, begann mit einer gekräuselten Locke zu spielen und schnurrte fröhlich vor sich hin.
„Das ist Hooper, ich habe ihn vor wenigen Tagen am Rande des Dorfes aufgelesen. Er war sehr geschwächt, verletzt und brauchte dringend Pflege. Ich könnte ihn nicht alleine lassen.“
„Du bist zu gut für diese Welt, Newt!“, sprach Layana, trat ein Stück näher an das Tier heran, strich sich die blonden Strähnen aus dem blassen, eleganten Gesicht und begann den Kniesel zu streicheln. Genüsslich wand er sich in Newts Arm unter Layanas Händen und sah mit seinen grünen Augen zu ihr hinauf.
„Ich muss ihn aber bald zurück nach Hause bringen. Die frische Luft tut ihm gut, doch braucht er noch seine Ruhe, damit seine Verletzung heilen kann.“
Layana war fasziniert von dem kleinen Wesen, erblickte im gleichen Moment, als Newt es wieder auf den Boden gleiten ließ, drei große Kratzspuren, die den Rücken des Wesens entstellten.
„Möchtest du uns begleiten?“, fragte Newt mit leiser Stimme.
„Das lasse ich mir nicht zweimal sagen!“. Sie sprühte vor Freude und strahlte Newt mit den eisblauen Augen an.
„Dann lass uns gehen. Komm Hooper, wir haben Besuch. Ich hoffe, du benimmst dich und unterlässt heute das Chaos in meinem Koffer!“, scherzte Newt und setzte sich in Bewegung. Es war nur ein kurzer Weg, bis sie das kleine, gemütliche Holzhäuschen erreichten, dass Newt vor etwa einem Jahr gekauft hatte, um es herzurichten und sich selbst ein Heim zu errichten. Der Koffer, indem er ebenso eine kleine Wohnnische mit Küche und kleinem Vorbau besaß, umringt von den Welten, die er für seine Tierwesen erschaffen hatte, war auf Dauer keine gemütliche Lösung gewesen, sodass er nach einer rustikalen Bleibe gesucht hatte. Ein Ort, um Ruhe zu finden und sich Zuhause zu fühlen. Das war jedenfalls seine Absicht gewesen. So hatte ihn das Schicksal auch mit seiner engen Freundin Layana zusammengeführt, die er sehr schätzte und ihre Anwesenheit genoss.
Bereits nach wenigen Minuten erreichten sie das Häuschen. Vorbildlich öffnete Newt die Tür und hielt sie Layana und dem Kniesel auf. Fröhlich purrte das Tier und auch Layana entwich erneut ein Lächeln.
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