Fear can be a potent aphrodisiac

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P18
DC Paula McIntyre Dr Anthony "Tony" Valentine Hill DS Don Merrick DS Kevin Geoffries
01.03.2017
30.01.2018
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Hallo.

Hier nun also fällt endlich der Startschuss fuer meine Hautnah-Die Methode Hill/Wire in the Blood Fanfic.
Sie setzt direkt nach der letzten Staffel an, orientiert sich demzufolge also nicht an den Buechern sondern an der TV-Serie.

P18 ist aus diversen Gruenden und nicht zum Spass ;-)

Reviews, sachliche Kritik und Kommis sind immer gerne gesehen und ueber Rueckmeldungen freue ich mich natuerlich immer.

Bevor ich euch jetzt aber langweile, hier nun also das erste Kapitel.

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Danielle Harding rieb sich verschlafen die Augen. Es war zu frueh, viel zu frueh.

Der Wecker hatte um 5.30 Uhr begonnen zu klingeln.
Sie hatte gestern eine Feier.
Es war ihr Einstand und gleichzeitig der Abschied ihrer Vorgängerin gewesen.
Sie versuchte immer noch irgendwie, den Schlaf aus den Augen zu bekommen, als sie die Kaffeemaschine anstellte.

Während nun ein mechanisches Geräusch die fruehmorgendliche Stille durchbrach, trollte sie sich ins Bad.
Der Anblick ihres Spiegelbildes stimmte sie nicht gerade optimistischer.
Die Haare standen in sämtliche Richtungen wirr vom Kopf ab. Dunkle Ringe rahmten ihre Augen. Das sonst so hell strahlende Gruen hatte sich in ein stumpfes Trueb verwandelt.

„Fuck. Hoffentlich sieht mich niemand so genau an, heute.“
Mit etwas Make-Up versuchte sie die verräterischen Spuren der letzten Nacht zu beseitigen.
Das unregelmässige Plätschern verriet ihr, dass der Kaffee durchgelaufen war und bereit stand zum Trinken.

Danielle leerte binnen weniger Minuten vier Tassen davon, ehe sich ihre Lebensgeister zu regen begannen. Sie war suechtig nach Koffein. Eine sehr ungesunde Sucht, bedachte man die Mengen, die sie davon regelmässig zu sich nahm.
Noch bevor sie weiter darueber nachdenken konnte, nahm sie die Jacke von der Garderobe und schloss die Tuere hinter sich.

Dreissig Minuten später stand sie in der Dienstzentrale. Ihrer neuen Arbeitsstelle.

„CID Bradfield“, prangte in Leuchtlettern ueber dem Eingang.

Nun stand sie vor ihren neuen Kollegen.
„Guten Morgen. Ich möchte mich nun auch ganz formell bei Ihnen vorstellen. Mein Name ist …. ….“ Doch noch bevor Danielle weiterreden konnte, wurde sie unterbrochen.
„Oh ehm. Entschuldigung. Ich wollte Sie nicht unterbrechen. Machen Sie weiter,“ ein Mann mittleren Alters kam ins Zimmer gestolpert.

Gestolpert war der richtige Ausdruck. Tatsächlich war er durch die Tuere und direkte ueber ein Kabel gestolpert. Beinahe hatte er das Gleichgewicht dabei verloren. Konnte sich in letzter Minute gerade noch am Schrank festhalten.
Der Mann fing einen bösen Blick von ihr ein.

„Wie dem auch sei. Ich heisse Danielle Harding, ich bin DCI und von nun an hier in Bradford. Ich wuensche mir eine gute Zusammenarbeit. Gestern bin ich noch von DI Fielding instruiert worden. Meiner Meinung nach sollte hier einiges verändert werden. Und genau dies strebe ich die kommenden Wochen und Monate auch an. Von nun an bin ich die Schaltzentrale. Niemand macht irgendetwas ohne mich vorher zu instruieren. Keine Alleingänge, keine Kamikaze-Aktionen. Ich bin hier verantwortlich und mir ist nicht sonderlich daran gelegen, eine Kugel aus den Innereien meiner Kollegen zu kratzen. Haben Sie mich verstanden?“

Paula und Kevin blicken sich Beide vielsagend an. Sie hatten gehofft, dass DCI Harding eine nette und freundliche Nachfolgerin von Alex Fielding sein wuerde. Stattdessen nun das.
Der Mann blickte Danielle neugierig und gleichzeitig abgeschreckt an.

Nachdem Danielle ihren Monolog noch gute 10 Minuten weitergefuehrt hatte, endete sie und schickte ihre Mitarbeiter an ihre Schreibtische.
Dann wandte sie sich unvermittelt dem Mann vor ihr zu.

Er muss es sein. Erstaunlich. Ich hatte ihn mir wesentlich älter aussehend vorgestellt. Und das soll der Psychologe sein?
„Dr. Tony Hill, nehme ich an?“ höre ich mich sagen.
Er blickt mich an. Dann nickt er langsam. Irgendwie wirkt er abwesend. Und er strahlt eine Aura aus, als umgäbe ihn nichts als Traurigkeit.

Eigentlich bringt mich nichts so schnell aus der Fassung, aber als sein Blick meinen kreuzt, erkenne ich in ihm die blauesten Augen die ich jemals gesehen habe. Ein Blau, so tief, dass man darin versinken könnte.
„Danielle“ rufe ich mich selber Innerlich zur Ruhe.

„Schön, Sie ebenfalls hier zu haben. Auch wenn Sie zu spät sind. Ich hoffe, dass das nicht zur Gewohnheit wird. Wobei ich, um ehrlich zu sein, im Moment nicht wuesste, wo ich Sie einsetzen sollte.“

Wieder kommt mir die Erinnerung an den gestrigen Abend in den Kopf.

„Ich wuensche Ihnen alles alles Gute in Bradfield. Und, Danielle, tun Sie mir bitte einen Gefallen?“
Ich blickte die Frau vor mir an, die mich nun mit einem sorgenvollen Blick musterte.
„Vielen Dank. Ja, natuerlich.“ Meine Stimme drueckte Verwunderung aus.

„Dr. Tony Hill, er ist Psychologe in diesem Team. Er ist eine feste Grösse und wirklich etabliert. Bitte seine Sie nett zu ihm. Er hat,…. Er hat manchmal,… naja, er hat seine Eigenheiten. Ist aber wirklich eine Koryphäe auf diesem Gebiet. Das so plötzliche Ausscheiden meiner Vorgängerin hatte ihm schwer zugesetzt. Und auch diesen Weggang wird er nicht so schnell verdauen. Also seien Sie nicht zu hart zu ihm.“


Ich habe keine Ahnung, was um alles in der Welt sie damit meint. Und wenn ich diesen Dr. Hill so anschaue, du liebe Guete. Der soll Psychologe sein? Er sieht selber so aus, als benötige er dringend Hilfe. Und diese furchtbare, blaue Plastiktuete….



Dr. Hill wusste bereits nach wenigen Sekunden, dass DCI Harding nicht wie Alex war. Natuerlich nicht. Es war ihm natuerlich bewusst, dass dies unmöglich gewesen wäre. Aber es hatte Wochen gedauert, ehe er sich nach Carols Weggang wieder einigermassen gefangen hatte. Und DI Fielding war nicht gerade freundlich zu ihm zu Beginn ihrer Zusammenarbeit. Ihr gemeinsamer Anfang war mehr als holperig. Er hatte so sehr gehofft, dass die Neue anders sein wuerde. Aber weit gefehlt. Sie schien eine sehr resolute Art zu haben. Bestimmend, und, wie er erstaunt feststellte, dominant. Was so gar nicht zu ihrem Alter und Aussehen passen wollte.

Mit einer recht deutlichen Ansage, hatte sie ihren Standpunkt mehr als deutlich gemacht.
Und dabei sah sie noch so jung aus. Bedeutend juenger als Carol oder Alex.
Wenngleich sie es ihm nicht direkt gesagt hatte, so hatte er doch den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden.

Sie schien nicht gerade begeistert von ihm zu sein, und wuerde nicht unbedingt auf ihn zurueckgreifen wollen.
Dabei sah sie gar nicht dominant aus. Ihr Gesicht wirkte sehr jung, und die Augen strahlten durchaus eine gewisse Faszination aus, mit diesem durchdringenden Gruen.
Gerade als er sich weiter mit ihr beschäftigen wollte, klingelte das Telefon.

„DCI Harding? Ausserhalb Bradfield auf einem Feld wurden drei Leichen gefunden,“ drang die Information von Paula zu ihr durch.
„Ok, in Ordnung. Ich werde fahren und sie Beide,“ dabei deutete sie auf Paula und Kevin,
„werden mitkommen. Und Sie“ dabei blickte sie zu Tony, „können nach Hause gehen. Sollte ich Ihre Hilfe in Anspruch nehmen muessen, werde ich es Sie wissen lassen.“

Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging in Richtung Ausgang.
Tony stand noch einen Moment hilflos im Raum, ehe er sich jeden Widerspruchs enthaltend ebenfalls nach draussen ging. Letztendlich blieb ihm nur der Weg nach Hause.

„Wie lange sind sie bereits tot?“ Danielle blickte zu Dr. Kerwin.
Der sie zunächst irritiert musterte.
„Verzeihen Sie“ schon hatte sie ihren Dienstausweis gezueckt und ihm vors Gesicht gehalten.
„DCI Harding. Ich bin die Neue im Team.“
Die Irritation hielt weiter an, erst als er zu Kevin und Paula blickte, die nur schulterzuckend seinen Blick erwiderten, wandte er sich wieder den toten Körper zu.

Er besah sich kurz die Leichen, ehe er sich an einer Antwort versuchte.
„Dies kann ich erst nach der Obduktion sagen.“ „Sie muessen doch wissen, wie lange ungefähr. Reden wir hier von Stunden, Tagen oder Wochen?“
Ihre Stimme hatte einen genervten Unterton, den auch der Gerichtsmediziner durchaus wahrnahm. Mit einem Kugelschreiber, untersuchte er die Wunden.

Die Ermittlerin drehte leicht angewidert den Kopf. Das musste sie am hellen Morgen wirklich nicht sehen.
„Wir reden hier von Tagen. Ich schätze ungefähr drei bis fuenf Tage. Aber wie gesagt….“
„Ja, mehr nach der Obduktion. Schon klar.“
Drei Leichen, zwei Frauen, ein Mann. Ganz offensichtlich ermordet. Sie wiesen zahlreiche Stichwunden auf.

Nach der Sicherung der Toten kehrte sie ins Buero zurueck.
Hier wartete viel Arbeit auf sie.

„Geht es nur mir so, oder findest du die Neue auch so furchtbar?“ Kevin stellte eines der beiden Biergläser vor Paula, und nahm Platz. Er nahm einen tiefen Schluck seines Bieres und seufzte tief auf.
„Nein, mir geht es absolut genauso. Sie benimmt sich grässlich. Und hast du gehört, wie sie das DCI extra betont hat? Als wäre sie was Besseres. Nur weil sie anscheinend DCI ist und wir Anderen viel weniger. Was soll das?“
„Keine Ahnung. Vielleicht hat sie Minderwertigkeitskomplexe. Aber mal im ernst. Kann das sein? Ich meine die sieht aus als wäre sie nichtmal 30. Wie kann die da schon DCI sein? Das ist eigentlich nicht möglich.“
„Ich weiss es nicht. Aber sie muss es ja sein. Sie wird ja wohl kaum eingestellt worden sein als DCI wenn sie es nicht ist. Oder?“ Leichte Unsicherheit schwang in Paulas Stimme mit.

„Frag mich was Leichteres. Also entweder sieht die einfach verdammt jung aus und ist es nicht, oder sie hat sich die Stelle eben auf sagen wir unkonventionelle Art und Weise besorgt,“ dabei erschien ein unanständiges Grinsen auf seinem Gesicht.
„Du glaubst doch nicht etwa, dass sie sich hochgeschlafen hat?“
„Was weiss denn ich? Aber ist doch schon komisch, musst du doch zugeben?“
Sie diskutierten noch eine Weile ueber ihre Vorgesetzte, ehe sie schliesslich die Bar verliessen.

Danielle war in dieser Nacht kaum Schlaf vergönnt. Sie hatte ewig ueber Tony Hill nachgedacht und egal was sie auch tat, Alex´ Worte kreisten ständig in ihrem Kopf. Ebenso diese blauen Augen.

Sie lag gerade einmal eine Stunde im Bett und war kurz zuvor eingeschlafen, als das Telefon sie aus ihrem Tiefschlaf holte.
„Hm?“
„Hhhhm. Ich komme“ muede liess sie das Telefon wieder auf die Gabel zurueck gleiten.
Verflucht, wieso musste ausgerechnet jetzt so ein Irrer durch die Gegend ziehen und Menschen umbringen?

Eine halbe Stunde später stand sie im vollen Scheinwerferlicht und begutachtete die Ueberreste irgendwelcher Toten.
Ein ekelerregender Anblick um diese Uhrzeit und ohne Kaffee.
„Zwei Tote, ein Mann und eine Frau. Beide etwa Mitte dreissig, gut gekleidet. Sie tragen weder Schmuck, noch irgendwelche Papiere bei sich. Ach und um ihre Frage gleich zu beantworten, es handelt sich um Stunden. Genauer gesagt schätze ich rund 3-4 Stunden. Sie sind noch warm, wenn sie möchten?“ Der Gerichtsmediziner machte eine einladende Geste.

Danielle verzog angewidert das Gesicht. „Nein, schon gut. Prima. Irgendwelche Hinweise?“
„Im Moment noch nicht. Der Auffindeort ist aber auf keinen Fall auch der Ort an dem sie getötet wurden.“
„Wer hat die Toten gefunden?“
„Eine Anruferin, die in der Nähe unterwegs war. Angeblich mit dem Hund Gassi. Vermutlich wohl eher eine Prostituierte, die sich hier mit einem Freier treffen wollte,“ kam es hinter ihr von Kevin, der ebenfalls gerade eingetroffen war.

Die Nacht war zu Ende.
Zurueck im Buero instruierte sie ihre beiden Kollegen.
„Kevin, du durchsuchst die Datenbanken aller vermissten Personen der letzten Stunden. Und bitte auch gleich die, der drei Toten von gestern. Alle als vermisst gemeldeten Personen der letzten zwei Wochen. Ganz England.“
„Ach und Paula, die Resultate der Bluttests können im Labor abgeholt werden.“

Angesprochene wechselte mit Kevin einen intensiven Blick

Dr. Kerwin hatte bereits wenige Stunden später, interessante Ergebnisse.
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