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Forever by your Side

GeschichteDrama, Romanze / P18
Mira Babicheva Otabek Altin Victor Nikiforov Yakov Feltsman Yuri Katsuki Yuri Plisetsky
28.02.2017
20.04.2020
37
107.424
23
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.03.2017 2.036
 
Hallo alle zusammen!

Hier bin ich wieder mit dem zweiten Kapitel! Ich möchte mich ganz herzlich nochmal für eure Reviews bedanken, sie waren echt voll süß und sehr motivierend! So, dann wünsche ich euch noch viel Spaß beim lesen!

Lg eure Onee-sama1989



Yuuri Katsuki saß, frisch gebadet und im Kimono, auf den Tatami Matten in seinem Zimmer und las in seinem Facebook Profil die neuesten Neuigkeiten durch. Das meiste war, wie gewöhnlich, mal wieder von seinem besten Freund, Phichit Chulanot, gepostet worden. Bilder aus seinem Heimaturlaub. Dort musste es jetzt angenehm warm sein! Er versuchte sich die Palmen, die man zum Teil im Hintergrund sehen konnte, mit Christbaumschmuck und Girlanden vorzustellen. Er seufzte. Morgen war schon Weihnachten. Und übermorgen hatte Viktor Geburtstag. Auch wenn der Russe ihm versichert hatte, dass sie seinen Geburtstag nicht unbedingt feiern mussten, hatte er die ganze Zeit darüber nachgedacht, was er ihm schenken konnte. Er hatte zwar schon die Ringe in Barcelona gekauft, aber dennoch, er wollte Viktors Geburtstag mit ihm feiern. Wenn schon nicht Weihnachten, dann wenigstens das! Doch bis jetzt war ihm einfach nichts eingefallen, dass er seinem Freund geben konnte. Nach dem Bankett zum GP Finale waren sie unverzüglich nach Hasetsu abgereist. Yakov hatte zwar zuerst geschimpft, weil er der Meinung war, dass es besser wäre, wenn Viktor gleich zum Trainieren mit nach Russland kam, aber dieser hatte natürlich wieder nicht auf ihn gehört. Immerhin hatte er sich doch auch etwas Urlaub verdient, nach der ganzen Aufregung. Bei dem Gedanken, was danach alles geschehen war, wurde Yuuri rot. Viktor hatte ihm noch am Abend des Bankett mit voller Inbrunst seine Liebe geschworen, und das er unbedingt wieder mit nach Hasetsu wollte. Yuuri hatte nicht gewusst, was er sagen sollte. Er war seinem inzwischen Ex-Trainer um den Hals gefallen und hatte geweint vor Glück.

Verträumt schaute er aus dem Fenster. Draußen hatte es schon wieder zu schneien begonnen. Es würden also doch wieder weiße Weihnachten werden. Seine Gedanken zogen, wie so oft in letzter Zeit, noch mal zurück, zu den vergangen Monaten. Von seiner vermasselten Saison, über die Rückkehr in seine Heimat bis hin zu Vicktor`s auftauchen im elterlichen Onsen und der jetzt gewonnenen Silbermedaille. Nie hätte er sich zu träumen gewagt, dass er irgendwann gemeinsam mit seinem Idol aus Kindertagen zusammen leben würde. Ein angenehm warmes Gefühl breitete sich in seinem Bauch aus und sein Herz machte einen kleinen Sprung. Ja, er war wirklich das erste Mal in seinem Leben rundum zufrieden. Nicht, dass es ihm vorher schlecht gegangen wäre. Aber jetzt erst fühlte es sich richtig an.

Abrupt wurde er von einem ihn anspringenden Makkachin aus seinen Gedanken gerissen. Der Puddel leckte ihm genüsslich über das Gesicht und kuschelte sich enger an ihn. „Makkachin, nicht doch! Ich hab mich eigentlich schon gewaschen!!“, lachte er und wuschelte dem Hund durch das dichte Fell. Wenn Viktor`s Haustier hier war musste das bedeuten, dass sein Besitzer nicht weit sein konnte. Und tatsächlich kuschelte sich gerade auch ein kalter Viktor von hinten an ihn heran. Er legte seine Wange, die, wie sein restlicher Körper von dem kurzen Spaziergang mit seinem Hund eiskalt war, an die von Yuuri. Dieser schreckte etwas zurück. „Wahhh, bist du Kalt!!!“, rief er erschrocken. Viktor musste lachen. „Na, draußen ist es auch nicht gerade sommerlich!“, antwortete er seinem Freund, und stupste ihn leicht in die Seite. Yuuri sah ihn vorwurfsvoll an, bevor er sich von seinem Platz erhob, um sich ein T-Shirt und eine Jogginghose anzuziehen. Langsam wurde es in dem dünnen Kimono kalt. Doch bevor er sich auch nur zwei Schritte entfernen konnte, hatte Viktor ihn schon am Arm geschnappt und hielt ihn fest. „Wohin gehst du? Ich dachte, du würdest mich etwas aufwärmen, nachdem ich mich schon todesmutig mit dieser Bestie hinaus in die Wildnis gewagt habe, und wieder zurückgekehrt bin!“, sagte er, mehr als theatralisch und verzog dabei sein Gesicht zu einer erschöpften Maske. Yuuri sah ihn stutzend an bevor er zu lachen begann. „Ja, genau! Mit dieser unglaublich bösartigen Kreatur da, die dich auch gleich auffressen wird!“, antwortete er und kaum das er das ausgesprochen hatte, sprang Makkachin wie auf Kommando sein Herrchen an und schleckte ihm einmal quer über das Gesicht. „Ahhhh Makka! Nicht! Böser Hund!“, jammerte Viktor und versuchte seinen Hund wieder auf Abstand zu bekommen. Yuuri hätte sich todlachen können bei diesem Anblick. Tränen lachend hielt er sich den Bauch und war sich sicher, dass er sich gleich in die Hosen machen musste!

Doch das ließ der Ältere sich nicht so einfach gefallen! Mit einer blitzschnellen Bewegung hatte er sich seines klammernden Hundes entledigt, und war seinen japanischen Freund mit so viel Wucht angesprungen, dass sie nur einen Wimpernschlag später gemeinsam auf dem Boden lagen. Yuuri war vor lauter Schreck kurz die Luft weg geblieben und er hatte die Augen fest zusammen gekniffen. Als er sie wieder öffnete, konnte er das Gesicht seines Angebeteten ganz nah bei seinem sehen. Die türkisenen Augen glühten auf und fixierten die seinen. Mit einem leisen, rauen Flüstern, kaum zu hören, sagte der Russe: „Das war jetzt aber gar nicht nett von dir! Ich glaube, dafür muss ich dich bestrafen!“. Yuuri`s Augen weiteten sich bei diesen Worten, die so verführerisch waren und ihm gleichzeitig doch auch etwas Angst machten. Seine Wangen fingen an, verdächtig zu glühen und er musste schlucken. Was meinte sein Freund denn damit? Bevor er noch irgendetwas erwidern konnte, verwickelte Viktor ihn in einen zunächst sanften, dann jedoch schnell leidenschaftlicher werdenden Kuss. Der junge Japaner war erst etwas angespannt, bei so einer unvermittelten Aktion, fing sich jedoch relativ schnell wieder und begann den Kuss zu genießen. Sie hatten sich schon lange nicht mehr so geküsst. Das letzte Mal war eindeutig zu lange her!

Langsam aber sicher wurde den beiden immer heißer, während sie so auf dem Boden lagen und der Kuss immer intensiver wurde. Viktor konnte sich nicht mehr zurück halten. Ganz sanft, aber doch mit einem bestimmten Ziel, strich er über die Brust seines Liebsten und lies seine Hand ganz sacht in den Kimono gleiten. Endlich auf nackter Haut! Das leise Aufseufzten das dabei aus Yuuri`s Kehle drang, ließ Viktor gegen den immer noch bestehenden Kuss grinsen. Das schien dem Jüngeren zu gefallen! Gut, also weiter im Text. Yuuri wusste gar nicht wie ihm geschah, alles schien sich zu drehen, ihm war unglaublich Heiß und die stellen auf seiner Haut, die Viktor berührt hatte, schienen regelrecht in Brand zu stehen. Sein Herzschlag und seine Atmung beschleunigten sich immer mehr. Er war sich sicher, dass er gleich zerspringen würde vor Lust. Viktor löste den Kuss, was Yuuri ein enttäuschtes Stöhnen entlockte. Das spornte den Älteren erst recht an! Mit vielen, ganz zarten Küssen wanderte er vom Hals, über das Schlüsselbein bis hinunter zu Yuuri`s Brust. Bei jedem Zentimeter den er sich nach unten bewegte, begann der Japaner mehr zu zittern. Ein verdächtiges ziehen in der Leistengegend stellte sich ein. Es war nicht unangenehm was sein Freund da machte… Aber langsam wurde ihm doch etwas mulmig. Dieser ließ sich jedoch nicht beirren, und hatte bereits den Gürtel des Kimonos gelockert, um ihn ganz aufmachen zu können. Schon lag Yuuri nur noch in Unterhose vor ihm; was den Russen mit einem noch breiteren Grinsen weiter machen ließ.

Doch plötzlich, in einem Anflug von Panik, richtete sich der junge Eiskunstläufer auf, hielt seinen Freund mit aller Kraft an den Schultern fest, und verhinderte noch „schlimmeres“. Schwer atmend und am ganzen Körper vor Erregung und auch Angst zitternd blieb er in dieser Position und versuchte seine Gedanken wieder zu sammeln, die sich gerade fast komplett verabschiedet hatten. Viktor war bei dieser schnellen und abrupten Bewegung sichtlich erschrocken. Hatte er es zu schnell angehen lassen? Er sah seinen Freund an und versuchte heraus zu finden, was los war. Im gleichen Moment, schellte er sich in seinem Inneren einen Vollidioten. Für Yuuri waren solche Dinge ja noch vollkommen neu! Er hatte, wie er ihm selbst ja erzählt hatte, noch nie so richtig mit Liebesdingen zu tun gehabt. Langsam ließ er seine Hand an Yuuri`s Wange gleiten. Dieser zuckte unter dieser Berührung zusammen und blickte ihn erschrocken an. Viktor musste sich jetzt endgültig eingestehen, dass er wohl tatsächlich über die Stränge geschlagen hatte. Denn sein kleiner, süßer, unschuldiger Yuuri sah aus, als wollte er jetzt und sofort ganz, ganz weit weg laufen, und nie mehr zurück kommen wollen. Er hatte Tränen in den Augen, war knallrot angelaufen und zitterte immer noch wie Espenlaub.

„Yuuri!“, entfuhr es dem Älteren nun und er umfasste mit beiden Händen das Gesicht seines Liebsten und versuchte ihn dazu zu bewegen, ihn an zu sehen. „Yuuri, es tut mir so leid! Ich weiß nicht, was mich geritten hat, verzeih mir! Bitte sei nicht böse mit mir, aber du sahst so schön aus, und ich dachte es würde dir gefallen! Ohhhhhh bitte! Sag doch etwas!!“, sprudelte es aus Viktor heraus. Er hatte angefangen sich vor seinem Liebsten zu verbeugen und auf den Boden zu werfen vor Scham. Langsam beruhigte sich Yuuri wieder und wurde sich erst jetzt bewusst, was für ein Theater sein Freund da gerade veranstaltete. Viktor war in der Zwischenzeit auf dem Boden liegen geblieben und hatte die Hände über seinem Kopf gefaltet, als wolle er Beten. Der Dunkelhaarige atmete noch einmal tief ein und aus, damit er sich sicher sein konnte, dass seine Stimme nicht versagte, und legte dann seine Hand auf Viktor`s Haupt. „Nein, es tut mir leid… Ich bin nur…. Etwas überfordert gewesen gerade…“, gab er doch unsicherer klingend als gewollt zu. Viktor richtete sich wieder auf und nahm Yuuri`s Hände in seine. Er sah ihm tief und sanft in die Augen. Er hatte wirklich nicht gewollt, dass sich der junge Japaner vor ihm fürchtete. Er beugte sich vor, gab ihm einen vorsichtigen Kuss und hauchte nochmals ein leises: „Verzeih!“. Yuuri schüttelte den Kopf. Er war irgendwie von sich selbst enttäuscht. Er wusste, dass sich Viktor auch diese eine Sache mit ihm wünschte, und er wollte es ja auch! Er wollte ihm so nahe sein, wie es nur irgendwie möglich war, doch gleichzeitig hatte er echt Angst davor. Erschöpft lehnte er seine Stirn gegen die des Russen und seufzte nochmals. „Ich bin wirklich ein furchtbarer Liebhaber, was? Ich bekomm schon Panik, nur wenn du mich berührst! Wie soll ich da nur den Rest überstehen?!“, meinte er. Viktor streichelte ihn sanft an der Wange und hob anschließend seinen Kopf etwas an, damit er ihn direkt ansehen konnte. „Nein, das war wirklich nicht in Ordnung von mir… Ich will dich ja nicht drängeln! Es ist für dich alles ganz neu und ungewohnt, ich kann das verstehen! Ich war wohl etwas übermotiviert, du machst es einen aber auch nicht gerade einfach, dir zu wiederstehen!“, sagte er. Bei diesen Worten musste Yuuri lächeln. Er ergriff Vicktor`s Hand etwas fester und schloss die Augen.

„Ich weiß!“, antwortete er ihm und umarmte seinen Freund nun so fest er konnte. „Ich werde versuchen, dir das Warten so erträglich wie möglich zu machen.“ Gerade wollten sie sich erneut Küssen, da kam ihnen aber auch schon ein braunes Fellknäul dazwischen! Makkachin hatte seiner Meinung nach lange genug bei dieser Schmuserei zugesehen! Er wollte doch auch geschmust werden! Also warf sich der Rüde mit vollem Karracho auf seinen Besitzer und dessen Freund, nur damit sie alle zusammen wieder auf dem Boden zu liegen kamen. „Makkachin!“, schimpfte Viktor los, während Yuuri verzweifelt versuchte, wieder an Luft zu kommen. Er war zu seinem Leidwesen, der der ganz unten lag; Viktor selbst und Makka lagen einmal quer auf und über ihm. Als Viktor das leise Gestöhne unter ihm hörte, sprang er so schnell es eben mit einem Hund auf dem Rücken ging, auf und begann Yuuri zu schütteln. „Yuuri! Yuuri! Sag doch was! Lebst du noch?“, rief er so laut, das sicher alle die im Haus noch wach waren, hören konnten. Oh man! Das konnte ja noch was werden, dachte der Japaner bei sich. Und immer noch nicht wusste er, was er seinem Freund zum Geburtstag schenken sollte…



Soooooooooo das war es jetzt mit Kapitel „!

Ist doch etwas heißer geworden da drinnen, als ich zuerst beabsichtigt habe! Ich hoffe es hat euch gefallen! Im nächsten teil widmen wir uns wieder unserer russischen Wildkatze und seinen Sorgen!

Bis dann eure Onee-sama1989
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