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Ich kann nicht ohne dich leben

von Agnetha
OneshotLiebesgeschichte / P12 / Gen
Athos Milady de Winter
28.02.2017
28.02.2017
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„ Athos?“ „ Athos!“ schrie Milady de Winter verzweifelt. Sie brauchte diesem Mann nur in die Augen zu sehen und schon verliebte sie sich neu in ihn. Am liebsten hätte sie sich jetzt vom Turm gestürzt! Er war sicher hoch genug um ihr ein schmerzfreies Ende zu bereiten. Das mit Athos hatte sowieso keinen Sinn mehr. Es war zu viel Lüge, Intrige, Enttäuschung Trauer und Wut zwischen ihnen. Es gab aber noch eine Chance ihre große Liebe wieder zurückzugewinnen. Und zwar die Wahrheit. Sie musste die Karten auf den Tisch legen. Sofort setzte sie ihren Plan in die Tat um. „ Athos ich habe Constance nicht ermordet!“ schrie sie schon fast. „ Ach nein? Wer war es denn dann? Der heilige Geist? Du lügst!“ unterbrach Portos sie nun barsch und mit einer feste in der Stimme, dass die rothaarige selbstbewusste Frau ein paar Schritte zurückwich. Dabei verfehlte sie nur knapp die Turmkante und wäre fast in die Tiefe gestürzt. Traurig senkte Milady den Kopf und versuchte ihre aufkommenden Tränen zu unterdrücken. Sie durfte jetzt nicht schwach werden! Nicht vor Athos oder den anderen Musketieren. Doch wenn sie in seiner Nähe war, bröckelte die Fassade von der harten und undurchdringbaren Intrigantin wieder. Athos der die ganze Zeit teilnahmslos dem Wortwechselns seines Freundes und seiner großen Liebe lauschte, hob nun auch seine Stimme. „ Sag mal Portos kannst du nicht einmal deine Klappe halten?“ fuhr  er nun seinen Kollegen an. Für ihn stand nicht zur Debatte, dass sein Engel die Wahrheit sagte. Dafür kannte er die hübsche  und meist undurchdringbar wirkende Frau viel zu gut und sie so leiden zu sehen, hielt er schlicht untergreifend nicht aus. Als er sie jetzt so ansah, kam es ihm so vor, als ob die junge zwanzigjährige Frau, in die er sie verliebt hatte, wieder vor ihm stand. Allerdings war sie um einiges älter, aber umso hübscher und selbstbewusster geworden. Das einzige was sich nicht verändert hatte, war das Stigma, dass sie auf der Schulter trug und sie für immer brandmarkte. War es ein Wink des Schicksals, dass ihre harte undurchdringbare Fassade vor ihm erneut bröckelte? Gerade noch rechtzeitig bemerkte Athos das Portos und Aramis drauf und dran waren Milady anzugreifen. Seine große Liebe! „ Mein Engel aus Kristall!“ flüsterte Athos geschockt und stellte sich Portos und Aramis in den Weg. Die beiden würden Milady de Winter kein Haar krümmen! Dafür würde er Sorgen! Völlig überwältigt von der Reaktion Artoses, entglitt Milady ihr Degen den sie gerade zum Kampf erhoben hatte. Stumm rannen Tränen über ihre Wange. „ Engel aus Kristall“ war immer ihr Spitznamen gewesen und die Versicherung von Artos, dass er sie noch liebte. Er liebte sie noch! Schlagartig änderte sie ihr Verhalten, da sie merkte, dass Portos gerade dabei war Athos anzugreifen. Schnell griff sie nach ihrem Degen und nahm sich Aramis vor. Ständig warf sie ein Auge auf Athos um zu sehen wie er zurechtkam, da er gerade mit Portos kämpfte und derjenige eindeutig der gefährlichere Gegner von den Beiden war. „ Mi pass auf! Anné !“ Der Schrei der aus Artoses Mund kam, lies Aramis und Portos ein Stück zurückfahren. Noch nie hatten sie miterlebt, dass Athos so die Fassung verlieren konnte.Dieser nutzte die Zeit des Schockes und rannte zu Milady de Winter. „ Alles in Ordnung mein Engel?“ stieß er verzweifelt aus und warf sich neben ihr zu Boden. Grinsend gingen Portos und Aramis auf die geschwächte Intrigantin und den daneben knienden Athos los. Gerade kam Dartanjan die Treppe zum Turm hinauf gesprintet. Constance war zwar noch immer nicht bei Bewusstsein, aber sie atmete und dafür war er Milady unendlich dankbar.   Doch sie jetzt in so einer Situation zu sehen, dem Tod so nah wie noch nie… Er zückte seinen Degen und stellte sich Portos und Aramis in den Weg um Athos und Milady noch die Sekunden zu geben, die sie brauchten. Kaum hatte sich Datanjan mit gezücktem Degen vor Milady gestellt rief Portos schon: „ Ihr spielt ein gefährliches Spiel! Sie hat Constance ermordet!“ Datanjan musste trotz allem schlucken. Es stimmte. Constance atmete wieder, aber ob sie wirklich aufwachen würde wusste im Moment niemand. Doch Artoses Schrei und die folgenden Szenen lohnten sich zu kämpfen. Er würde nicht zulassen, dass Athos nun auch noch von seiner Liebe getrennt sein würde. Erst recht nicht, wenn diese gerade das Leben seiner Freundin verschonte hatte. „ Erstens Portos: Constance atmet und ist nur mehr bewusstlos und zweitens: Ich werde nicht zulassen, dass du Artoses Leben zerstörst! Denn das würdest du mit dem Mord an diese unschuldige Frau nämlich tun!“ erwiderte er und sah seinem Gegenüber scharf an. Er sah zu Athos und merkte, dass er mit den Tränen zu kämpfen hatte. Er sah Dartanjan dankend an und stellte sich vor die geschwächte sonst so starke Frau bereit sie zu verteidigen. Plötzlich erklang ein föllig unerwarteter Schmerzensschrei der unverkennbar aus Miladys Mund drang, bevor sie ganz bewusstlos wurde. Völlig fertig sank Athos erneut zu ihr auf den Boden und hob ihren Kopf etwas  an. „ Anné bitte… verlass mich doch jetzt nicht!“ meinte er verzweifelter denn je. Ohne zu überlegen beugte er sich über sie und  küsste  sie sanft. Ein Ruck ging durch den wundervollen Frauenkörper und Anné versuchte zu Atmen. Das Atos ihr mit seinen Lippen die nötige Luftzufuhr verwehrte, wurde ihm erst bewusst, als sie ihn mit aller Kraft von sich drückte und kräftig einatmete. Plötzlich sprang Portos auf sie beiden zu und setzte seinen Degen in die Richtung von Milady. So schnell konnte er gar nicht schauen und Athos war wieder auf den Beinen. Er wollte das Leben dieser Frau auf jeden Fall schützen! „ Ich warne dich nur einmal Portos. Bis hierhin und KEINEN SCHRITT WEITER!“ verlies es zischend den Mund des Musketieres. „ Oh! Was passiert, wenn ich diese Grenze überschreite? Hä? Bringst du mich dann um?“ erneut hatte Portos diesen höhnischen Klang in der Stimme der Athos wahnsinnig machte. „ Ich würde nicht zögern!“ machte Athos seine Ernsthaftigkeit klar. „ Stop! Was fällt euch eigendlich ein euch zu prügeln? Seit ihr komplett verrückt geworden?“ erklang plötzlich eine liebliche aber panische und aufgeregte Stimme, die alle aufhorchen ließen. Alle sahen zur Turmtreppe, wo gerade eine junge aber völlig gesunde Frau stand die versuchte das Gefecht Aramises und Artoses zu verhindern. „ Constance! Bist du es wirklich oder träume ich?“ fragte Dartanjan und machte ein paar zögerliche Schritte auf seine Freundin zu, die ihm entgegen gerannt kam und ihn stürmisch umarmte. „ Wäre es dir denn lieber wenn ich es wäre?“ fragte sie augenverdrehend und verschloss ihre Lippen mit den seinen, ohne ihn zu Wort kommen zu lassen. Währendem sich Constance und Dartanjan erneut in den Armen lagen, hatte sich Athos entgeistert zu seiner großen Liebe umgedreht, die währenddessen schon wieder aufgestanden war. Er ging ein paar Schritte auf sie zu und blieb dann dicht vor ihr stehen. „ Wie hast du das gemacht?“ fragte er positiv überrascht und leicht geschockt über die Tatsache, dass er Anné bis gerade eben vollkommen falsch eingeschätzt hatte. Diese setzte en triumphierendes Lächeln auf und schloss nun die Lücke zwischen ihr und ihrem Ex-Mann. Sie sah ihm tief in die Augen und Angst erklomm ihr Gesicht. „ Liebst du mich denn noch? Oder nicht?“ verlies es zitternd und leise ihren Mund, sodass es nur Atos hören konnte. Er sah ihr kurz in die Augen bevor er sich leicht abwandte, was Anné ganz falsch verstand und glaubte, dass er sie nicht liebte. Doch warum hatte er sie dann gerade beschützt? Warum hatte er sie dann gerade geküsst? Mit gesenktem Blick ging sie langsam auf den Turmrand zu. Wenn Athos sie nicht mehr liebte, dann wollte sie auch nicht mehr länger leben! Doch kurz bevor sie absprang, hielt sie jemand mit festem Griff zurück. „ Wwas?“ verlies erstaunt ihren Mund, bevor sie ganz nah an Artoses Körper gepresst wurde der sie leidenschaftlich und liebevoll küsste. Obwohl sie sich zuerst wehren wollte, traten ihr nach einiger Zeit Tränen der Freunde und der Rührung in die Augen.  Er liebte sie. „Also liebst du mich noch?“ fragte sie zwischen den immer feuriger werdenden Küssen.  Sekunden später bekam sie auch schon die Bestätigung ihrer Gedanken. „ Ich liebe dich! Mehr als mein eigenes Leben! Das musst du mir glauben!“ antwortete er, bevor er sie noch fester in seine Arme nahm. Endlich konnte er ohne schlechtem Gewissen zeigen, dass er diese Frau liebte. Ein Feuerwerk riss die beiden auseinander. „ Das Fest! Wir müssen zu der Königin!“ rief Dartanjan erschrocken und rannte mit Constance voraus die Treppe hinunter, worauf die anderen folgten. „ Du hast die Kette noch, die ich dir vorhin gegeben habe?“ fragte Milady Dartanjan und sah ihn warm an, während sie einen Arm um Athos gelegt hatte und ein glückliches Lächeln ihr Gesicht zierte. Trotz dem Stress konnte Athos nicht umhin Anné erneut liebevoll zu küssen „ Sicher!“ antwortete Dartanjan und lächelte, als er bemerkte wie verliebt die beiden waren. Es war die richtige Entscheidung gewesen Milady zu beschützen. Plötzlich stellten sich alle Musketiere in einem Kreis auf und forderten auf Milady auf, ihren Degen zu heben. Zusammen riefen sie „ Einer für alle und alle für einen!“ bevor sie sich zum Palast aufmachten.
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