Von guten Menschen und Todessern

von Yavannaa
GeschichteAbenteuer, Drama / P16
Andromeda Tonks Draco Malfoy Narzissa Malfoy Nymphadora Tonks Severus Snape
26.02.2017
12.05.2018
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Kapitel 13 – Zwischen Familie und Todessern

Lächelnd sah Narcissa Malfoy ihrem Jüngsten dabei zu, wie er seine Spielsachen auf dem Teppich im Wohnzimmer der Familie Tonks ausbreitete und eine alte Holzeisenbahn hin und her schob.
Fast sechs Wochen war Cyrus nun schon bei ihrer Schwester. In dieser Zeit war Narcissa ebenfalls häufig dort gewesen, während Lucius seinerseits sehr oft im Ministerium war. Andromeda hatte von Anfang an klar gemacht, dass sie Narcissa in ihrem Haus willkommen hieß, aber mit Lucius wollte sie nichts zu tun und ihn erst recht nicht in ihrem Haus haben. Narcissa wusste, dass ihr Mann damit ganz und gar nicht einverstanden sein würde, aber sie hatte keine andere Wahl als Andromedas Bedingungen zu akzeptieren. Es hatte eine riesen Auseinandersetzung mit Lucius gegeben, aber im Endeffekt hatte Narcissa ihren Mann irgendwie beruhigen können.

„Hier, dein Tee“, sagte Andromeda.
„Danke“, sagte Narcissa und nahm die Tasse entgegen.
Andromeda setzte sich neben ihre Schwester auf das Sofa und beide sahen stumm Cyrus beim Spielen zu. In den letzten Wochen hatten sich die Schwestern regelmäßig, meist mehrmals in der Woche gesehen und langsam gewöhnten sie sich wieder aneinander, aber zwanzig Jahre Funkstille haben ihre Spuren hinterlassen.
„Wo ist der Rest deiner Familie?“, fragte Narcissa irgendwann.
„Die beiden sind bei der Arbeit im Ministerium. Ted hat in einer Stunde Feierabend und ich schätze, dass Dora nicht vor heute Nacht nach Hause kommen wird.“
Das wunderte Narcissa nicht. Ihre Nichte war nie anwesend, wenn sie zu Besuch war. Ihre Nichte hatte bereits beim ersten Treffen klar gemacht, dass sie nichts mit der Sache oder ihrer Verwandtschaft zu tun haben wollte.
„Mama“, hörte sie da Cyrus sagen, der auf sie zulief und die Arme nach ihr ausstreckte. Narcissa setzte ihren Sohn auf ihren Schoß und strich ihm durch das dunkelblonde Haar. Es war ungewohnt ihren Sohn so zu sehen, aber es war sicherer gewesen, sein Aussehen zu verändern. Statt dem auffälligen platinblond, wie bei seinem Vater und seinem Bruder, hatten seine Haare nun dieselbe Farbe wie die von Ted Tonks und seine Augenfarbe war ein dunkles Braun. Sie hatten sich darauf geeinigt, ihn als Sohn von Teds Cousin auszugeben, der von Ted und seiner Familie aufgenommen wurde. Außerdem hatte ihre Schwester ihm einige Muggelanziehsachen gekauft, was Narcissa ebenfalls nicht gefiel, aber leider notwendig war.

„Er kann einen ganz schön auf Trab halten“, sagte Andromeda.
„Ja, ich weiß. In dem Punkt kommt er ganz nach Draco. Der konnte auch nie still sitzen bleiben“, lachte Narcissa. „Als er älter wurde, hat er manchmal ohne Punkt und Komma geredet und uns mit allem möglichen Zeug vollgeplappert, sodass Lucius ihm manchmal liebend gerne mit einem Silencio belegt hätte. Du hättest ihn nach seinem ersten Jahr in Hogwarts hören sollen. Sechs Wochen lang nur Potter hier, Potter da, Potter und seine Narbe, Potter und sein Besen.
„Er kam mir eher reserviert vor. Er ähnelt deinem Mann.“
„In vielen Dingen, ja. Er hat früh gelernt, wie man sich in der Öffentlichkeit zu benehmen hat, auch wenn ich wünschte, er hätte sich manchmal besser im Griff. Es gehört sich schließlich nicht...“
„Ich kenne diese Erziehung“, unterbrach Andromeda ihre Schwester. „Wir sind in derselben Familie aufgewachsen, wenn du dich erinnern kannst.“
„Natürlich kann ich das. Aber du scheinst nicht sehr viel davon verinnerlicht zu haben.“
„Merlin sei Dank, habe ich das nicht“, entgegnete Andromeda scharf und stellte ihre immer noch volle Tasse auf dem Wohnzimmertisch ab. Cyrus sah beide mit großen Augen an. „Entschuldige, Narcissa. Ich wollte nicht streiten.“
„Ist schon in Ordnung. Ich wollte dir keine Vorwürfe machen. Es ist nur...“
„Es ist noch immer seltsam, dass wir uns nach so langer Zeit auf einmal so häufig sehen“, vollendete Andromeda ihren Satz.
„Ja, das ist es“, sagte Narcissa und strich ihrem Sohn wieder durch das Haar, während dieser die Nähe zu seiner Mutter einfach nur zu genießen schien.

Ted kam wie jeden Abend pünktlich von der Arbeit nach Hause und Andromeda bot ihrer Schwester an zum Abendessen zu bleiben, was diese gerne annahm. Ted hatte sich gewissermaßen an die Anwesenheit seiner Schwägerin gewöhnt, obwohl er dennoch froh war, dass er durch seine Arbeit nicht allzu viel Zeit mit ihr verbringen musste. Er mochte ihre kühle Art nicht, die andeutete, dass sie keinerlei Gefühle hatte, auch wenn seine Frau ihn versuchte vom Gegenteil zu überzeugen. Da er seiner Frau einen Gefallen tun wollte, wechselte er während des Essens hin und wieder ein paar Worte mit Narcissa, aber richtig warm wurde er mit ihr nicht. Anfangs hatte er sich nur gefragt, wie diese zwei so unterschiedlichen Frauen miteinander verwandt sein konnten, aber in den letzten Wochen konnte er feststellen, dass diese beiden doch mehr miteinander gemein hatten, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Er wusste auch, dass Andromeda sich eine neue Beziehung zu ihrer Schwester wünschte, auch wenn sie diesen Wunsch nie laut aussprach, ihre Mimik und Gestik während der Besuche sagten genug aus.

Narcissa konnte sehen, dass Cyrus einen Narren an Ted gefressen hatte und wenn sie die beiden beobachtete, konnte sie auch verstehen, warum. Kaum war ihr Schwager zu Hause, ließ er sich von Cyrus die Holzeisenbahn zeigen und beschäftigte den Kleinen, bis Andromeda zum Abendessen rief. Narcissa war erstaunt, dass Cyrus seinem Onkel sogar seinen Stoffdrachen anvertraute. Normalerweise war Draco der Einzige, der Cyrus’ Plüschtier halten durfte. Es zeigte ihr, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Ihrem Sohn ging es gut und er war in Sicherheit vor dem, was noch kommen könnte. Bei diesem Gedanken musste sie unwillkürlich lächeln und in Gedanken dankte sie ihrer Schwester aufs Neue dafür, dass sie so ein gutes Herz hatte.

Narcissa wusste, dass sie bald wieder ins Manor zurück musste, Lucius wartete wahrscheinlich schon. Sie ließ es sich aber nicht nehmen, Cyrus selbst ins Bett zu bringen und ihm auch noch eine Geschichte vorzulesen.
Das ehemalige Gästezimmer war nicht wieder zu erkennen. Narcissa hatte dafür gesorgt, dass das Zimmer seinem alten im Manor glich, damit er sich wohl fühlen konnte. An der Wand neben seinem Bett hingen einige Fotos von ihr und Lucius, sowie von Draco. So hatte er sie vor Augen, auch wenn er seine Familie nicht oft, oder, mit Ausnahme von Narcissa, gar nicht sehen konnte. In der Mitte hing ein Bild von allen vier Familienmitgliedern. Es war an Cyrus’ Geburtstag entstanden und sie liebte dieses Bild.
Ihr Kleiner holte ein Buch unter seinem Kissen hervor und hielt es ihr entgegen. Der Regenbogenfisch. Sie hatte noch nie davon gehört. Andromeda erklärte ihr, dass es damals Doras Lieblingsbuch gewesen sei, weshalb sie es auch Cyrus vorgelesen hatte. Narcissa verzog kurz das Gesicht, da es sich um ein Muggelbuch handelte, aber was tat sie nicht alles für ihr Kind. Cyrus sah seine Mutter aus großen Augen erwartungsvoll an, also fing sie einfach an zu lesen, während ihr Sohn den bunten, glitzernden Fisch bewunderte.
Es dauerte nicht lange, bis er eingeschlafen war. Narcissa gab Cyrus noch einen Kuss auf die Stirn, während sie ihn zudeckte und verließ leise das Zimmer, vor welchem Andromeda schon auf sie wartete.
„Danke, Andromeda“, sagte Narcissa mit einem Lächeln auf den Lippen.
„Keine Ursache, Narcissa. Du weißt, er ist hier gut aufgehoben. Ted würde es nie zugeben, aber er vergöttert den Kleinen.“
„Ja, das konnte ich eben selbst sehen. Spielt er häufig mit ihm?“
„Immer, wenn er Zeit hat. Die Holzeisenbahn, die im Wohnzimmer steht, hat Ted damals für Dora gekauft. Er war am Boden zerstört, als sie lieber mit ihren Puppen spielen wollte“, lachte sie. „Jetzt hat er alle Sachen von damals wieder hervorgekramt und verwöhnt Cyrus damit.“
„Dann geht es ihm hier wirklich gut“, sagte Narcissa leise.
„Ja, du brauchst Dir also keine Sorgen zu machen.“
Narcissa nickte nur kurz. „Ich muss langsam wieder zurück. Ich schätze Lucius erwartet mich bereits.“
„Ok. Komm vorbei, sobald du Zeit hast. Du weißt, du bist immer willkommen.“
„Danke, Andromeda. Bis bald“, sagte Narcissa und stieg in den Kamin, um zurück ins Manor zu flohen.

~~~~~~~~~~~~~~


Als sie zu Hause ankam, wunderte sie sich, als sie Lucius nicht in seinem Arbeitszimmer vorfand. Normalerweise war dies der Ort, an dem er seine Abende verbrachte, weshalb sie direkt hierher gefloht war.
Sie ging langsam in Richtung der Treppe, die ins Erdgeschoss führte. Aus dem Salon hörte sie Stimmen und zwar nicht nur die von Lucius. Er hatte nichts davon gesagt, dass er heute jemanden erwartete. Narcissa betrat den Raum und stockte, als sie sah, wer da alles im Salon saß. Auf den großen Ledersofas saßen Walden Macnair, Crabbe, Avery und Emmanuel Nott. In den Ohrensesseln vor dem Kamin saßen Lucius und direkt gegenüber der dunkle Lord höchstpersönlich. Zu seinen Füßen hatte sich ein Monster von einer Schlange zusammengerollt, die Narcissa erschaudern ließ. Das Ding musste mindestens vier Meter lang sein.

„Ah, Narcissa, meine Liebe“, ertönte die kalte Stimme des dunklen Lords, weshalb Narcissa ihren Blick von dem Riesenvieh abwandte. „Es ist schön, dass wir noch die Ehre haben, die Hausherrin persönlich begrüßen zu dürfen. Lucius sagte bereits, dass Du heute nicht anwesend sein würdest.“
„Ich war mit Bekannten der Familie unterwegs, mein Herr“, sagte Narcissa und deutete eine leichte Verbeugung an. Es war lange her, dass sie die Anwesenheit des dunklen Magiers hatte ertragen müssen, aber sie wusste noch immer, wie sie sich in seiner Gegenwart zu verhalten hatte, wenn man ihn nicht verärgern wollte. Sie ließ ihren Blick kurz über die anderen Anwesenden gleiten. Nott nickte ihr kurz höflich zu, während Macnair sie regelrecht begaffte. Sie verabscheute diesen Mann, genau wie sie ihn vor 14 Jahren verabscheut hatte. Er war besessen vom Töten, egal ob es magische Kreaturen, im Auftrag des Ministeriums, unschuldige Zauberer oder irgendwelche Muggel waren. Sie spürte, dass die Augen des dunklen Lords noch immer auf ihr ruhten, weshalb sie sich diesem wieder zuwandte. „Ich fühle mich geehrt, Euch in unserem Haus willkommen heißen zu dürfen, Mylord“, sagte sie.
„Wie ich sehe, hat sich an eurer Gastfreundschaft nichts geändert, meine Teuerste. Ich hoffe, dass sich das in Zukunft nicht ändern wird“, antwortete er mit einem Grinsen auf seinen schmalen Lippen.
„Ich sehe dafür keinen Grund, mein Herr“, sagte Narcissa und hoffte, dass es bei diesen Floskeln bleiben würde.
„Wir sind gleich fertig, Narcissa, du kannst in der Bibliothek warten“, sagte Lucius.
„Natürlich. Ich wünsche den Herren einen schönen Abend“, erwiderte sie und verschwand aus dem Raum. Einerseits war sie leicht verärgert darüber, dass Lucius sie derartig angesprochen hatte, als sei sie irgendein Handlanger und nicht seine Ehefrau. Andererseits war sie einfach nur froh, diesem Raum und dieser Gesellschaft entfliehen zu können.

Es dauerte noch fast eine halbe Stunde, bis das Treffen beendet war. Narcissa konnte hören, wie Lucius seine Gäste in der Eingangshalle verabschiedete.
„Damit wäre alles geklärt“, hörte sie die Stimme des dunklen Lords. „Ich erwarte, dass solche Fehler, wie der Vorfall im Ministerium Anfang September, in Zukunft vermieden werden.“
„Selbstverständlich, mein Herr. Wie es aussah, habe ich mit Podmore die falsche Person unter den Imperius gestellt, ich hatte ihn für fähiger gehalten. Es wird nicht wieder vorkommen. Ich habe bereits eine weitere Person im Auge, welche permanenten Zugang zu der betreffenden Abteilung hat. Ihr werdet schon bald im Besitz des Artefaktes sein.
„Davon gehe ich aus. Ich bin bisher sehr zufrieden mit deiner Arbeit im Ministerium, also enttäusche mich besser nicht, Lucius.“
„Natürlich nicht, Mylord. Ihr könnt auf mich zählen.“

Nachdem seine Gäste gegangen waren, suchte Lucius seine Frau in der Bibliothek auf.
„Du hast nicht erwähnt, dass Du Besuch erwartest“, sagte Narcissa.
„Du sagtest, Du wärest nicht im Haus, von daher war es nicht notwendig“, sagte Lucius und ließ sich in einem der Lesesessel nieder.
„Wie bitte? Ich habe ja wohl das Recht zu erfahren, wenn wir Gäste empfangen, vor allem wenn es sich um den dunklen Lord handelt“, sagte Narcissa, die ihre Stimme leicht erhoben hatte. „Was war überhaupt der Anlass für diese Zusammenkunft?“
„Du solltest nicht so neugierig sein, Liebes“, sagte Lucius und goss sich ein Glas Feuerwhiskey ein. „Ich nahm an, Du hieltest dich aus diesen Dingen lieber raus?“
„Deine Annahme ist richtig, allerdings wäre ich gerne darüber informiert, was in unserem Haus vor sich geht.“
„Es war eine einfache Besprechung im kleinen Kreis“, sagte Lucius. „Mach dir nicht zu viele Gedanken, Cissy, ich habe alles unter Kontrolle.“
„Ist das so?“, fragte Narcissa, die nicht sehr überzeugt war.
„Selbstverständlich. Zumindest wenn man davon absieht, dass meine Frau ihre Zeit kaum noch zu Hause verbringt.“
„Wieso sollte ich? Du bist die meiste Zeit des Tages im Ministerium und ich habe Sehnsucht nach meinem Sohn.“
„Den Du mir vorenthältst. Denkst du es geht mir anders? Aber nein, Du musstest ihn ja unbedingt zu diesen Blutsverrätern bringen.“
„Er hat es sehr gut dort. Und ich kann meine Schwester sehr gut verstehen, dass sie dich dort nicht haben will. Wahrscheinlich würde es damit enden, dass ihr euch gegenseitig verflucht.“
„Deine Schwester? So weit seid ihr also schon. Es ist ja herzergreifend, dass du so um ihre Unversehrtheit besorgt bist, dass du sie deiner eigenen Familie vorziehst“, sagte Lucius gereizt.
„Das ist nicht wahr und das weißt du. Ja, wir haben lange Zeit in verschiedenen Kreisen gelebt, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie noch immer meine Schwester ist.“
„Natürlich, Narcissa. Du hattest schon damals Probleme deinen Eltern zu gehorchen, als sie diese Blutsverräterin verstoßen haben. Tu was du willst, aber mir reicht es! Ich werde mir meinen Sohn zurückholen, in unsere Gesellschaft, wo er hingehört und ihn ganz bestimmt nicht in dieser minderwertigen Gesellschaft hausen lassen.“
„Das wirst du nicht tun, Lucius!“, schrie Narcissa, aber Lucius, der absolut unbeeindruckt von dem Ausbruch seiner Frau war, ging langsam an ihr vorbei. „Ich werde zu Bett gehen. Und ob du willst oder nicht, ich werde morgen unseren Sohn zurückholen. Mir reicht es, von meiner eigenen Frau und deren Abschaum von einer Schwester verbieten zu lassen, meinen Sohn zu sehen, nur weil ihr unter unbegründeter Paranoia leidet.“
„Unbegründet? Ist das dein Ernst? Willst du ernsthaft behaupten, dass diese Leute eben der richtige Umgang für ein Kleinkind sind? Für dein Kind?“
Bei diesen Worten drehte Lucius sich um und sah seine Frau drohend an. „Ich warne dich, Narcissa. Du solltest nicht vergessen, auf welcher Seite du stehst. So wie du redest, könnten einige Leute falsche Schlüsse ziehen.“
Narcissa sah ihrem Mann nach und konnte nicht glauben, dass er sich nach so kurzer Zeit wieder in den Kreisen des dunklen Lords verloren hatte. Er zeigte nur wie anfällig er dafür war, jemanden zu folgen, der seiner Meinung nach die Möglichkeit hatte die magische Welt zu beherrschen, vielleicht sogar noch mehr. Sein Streben nach Macht, ließ ihn das aus den Augen verlieren, was viel wichtiger war – seine eigene Familie. Sie kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er seine Drohung wahr machen würde.

Es dauerte eine ganze Weile, bis Narcissa sich wieder beruhigt hatte und langsam zu ihrem Schlafzimmer ging. Lucius lag bereits im Bett und schien sogar schon zu Schlafen. Er sah aus, wie der Mann, den sie geheiratet hatte und nicht wie derjenige, der seine Familie in Gefahr brachte.
Bevor sie weiter darüber nachdachte, hatte Narcissa schon ihren Zauberstab gezogen und zielte auf ihren schlafenden Ehemann.
„Es tut mir leid, Lucius, aber du lässt mir keine andere Wahl“, flüsterte sie. „Obliviate!“
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