Die Schattenseite der perfekten Welt

GeschichteAllgemein / P16
OC (Own Character) Sophie Koch Sören Petersen
24.02.2017
03.07.2020
33
48.786
15
Alle Kapitel
105 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.02.2017 468
 
Hallöchen ihr Lieben,
hier ist das zweite Kapitel! Ich würde mich über Rückmeldung freuen:)
Viel Spaß:)

Stella:

Nach längerem, irgendwie unangenehmen, Schweigen, sprang plötzlich die Tür auf und meine Mutter kam herein.

Sofort krampfte sich mein Bauch zusammen und ich verspürte das Bedürfnis mich einfach einzurollen und hin und her zu wiegen. Doch da meine Mutter viel wert auf eine gerade Haltung legte, und sie sowieso schon sauer sein würde, mich abholen zu müssen, richtete ich mich weiter auf und zog meine Schultern noch etwas mehr zurück.

Wie immer war sie schick gekleidet mit ihrer teuren Handtasche, ihrem Bleistiftrock und dem dazu passenden Blazer. Ihre hohen Pumps ließen sie noch größer und eindrucksvoller wirken als sie ohnehin schon war und ihre Haare waren zu einem strengen Dutt hoch gebunden.

Um sich als gute, liebevolle Mutter zu präsentieren, kam sie auf mich zu und fragte: „Was war denn los, mein Schatz?“
Doch auch wenn sie ihr nettes Lächeln aufgesetzt hatte, mich herzlich umarmte und besorgt anschaute, konnte ich das Blitzen in ihren Augen erkennen, dass mich schon einmal auf zu Hause vorbereitete.
Trotz meiner Angst spielte ich ihr Spiel mit und sagte: „Mir ging es einfach nicht so gut. Danke fürs Abholen.“

Nun wandte sich meine Mutter an Sophie und ich betete, dass diese vergessen hatte, sie auf meine Noten anzusprechen.

„Ich bin Stellas Mutter, Lydia Collins. Tut mir Leid, dass ich mich nicht sofort vorgestellt habe, aber ich habe mir so große Sorgen gemacht. Was war denn mit meiner Tochter los?“, fragte meine Mutter scheinheilig und mit falschem Lächeln.

„Ich bin Sophie Koch. Schön Sie kennenzulernen, Frau Collins. Ihre Tochter hatte eine kleine Panikattacke, aber ich glaube, jetzt geht es ihr wieder besser, oder?“

Ich zwang mich zu einem Lächeln als Bestätigung, denn ich wusste, wie sehr meine Mutter es hasste, wenn ich Schwäche zeigte.

„Ja, alles wieder gut.“

„Schön“, sagte meine Mutter und fragte dann: „Wollen wir dann, Stella?“

Hätte ich nicht auf einem Stuhl gesessen, wären mir bei ihrem kalten Blick und Tonfall sofort die Beine eingesackt.

„Ja“, sagte ich so fröhlich wie möglich und stand auf.

„Vielen Dank, Sophie.“, verabschiedete ich mich. Ich hörte noch, wie Sophie mir hinterher rief: „Komm mich mal wieder besuchen!“, ehe meine Mutter meinen Arm mit eisernem Griff packte und mich aus der Tür zog.


Sophie:

„Komm mich mal wieder besuchen!“, waren meine letzten Worte, ehe die Tür zu schlug und Stella mit ihrer Mutter verschwand.

Was würde sie zu Hause erwarten. Wäre ihre Mutter wirklich so sauer wegen der 2- oder war das Stellas Fantasie entsprungen?

Man hatte sehen können, dass das Mädchen ein wenig Angst vor ihrer Mutter hatte, doch diese schien ziemlich besorgt und liebevoll zu sein. Sie war nicht der Typ von Mutter, der seine Tochter vernachlässigte oder misshandelte. So sah sie zumindest nicht aus...
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