Moonlight Shadow & Pretty Crimson

GeschichteRomanze, Horror / P18
Laughing Jack OC (Own Character) Toby "Ticci" Erin Rogers
24.02.2017
31.03.2019
90
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20
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So, heute ein bisschen früher weil ich zu ner Freundin geh und ich meinen Laptop nicht mitnehm ^^
Kein langes Gerede...
Viel Spaß beim Lesen<3
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Moonlight Shadows Sicht:

„Und du willst wirklich gehen?“ „Ja.“ „Auch wenn du weißt was diese Halbdrachen können?“ „Ja.“ „Nach der Geschichte mit dem Drachenfeuer?“ „Ja!“ Warum zum Henker wollten die lieben Bewohner dieses Hauses nicht überreißen, dass ich mich durch nichts in der Welt davon abhalten lassen würde meiner Schwester zu helfen?! Im Moment saß ich in der Küche auf einem Stuhl, hatte einen seltsamen Mantel um und ließ mir von Jane die Haare schneiden. Es machte mich zwar schon traurig die hellen Büschel auf den Boden fallen zu sehen, aber ich wollte nicht länger herumlaufen wie eine fransige Straßentöle! Am Tisch saßen derweil Jeff, die beiden Jacks und die beiden Proxies. Alle fünf waren in der letzten halben Stunde damit beschäftigt gewesen, mich zum Hierbleiben zu überreden, ich blieb jedoch standhaft. Gestern hatte ich endlich meine Fähigkeit zur Teleportation zurückbekommen, ich konnte schweben, und hatte auch zum großen Teil die Kräfte der einstigen Moonlight Shadow zurück. Alles in allem gab es also keinen Grund mehr, meine Schwester allein in einer gefährlichen Situation zu lassen. Außerdem hatte ich nachgedacht. Selbst mit Toby an ihrer Seite, war Pretty gegen die Drakoni machtlos! Wie sollte sie sich in Sicherheit bringen wenn sie angegriffen wurden? Von Safira wusste ich, das ihre Art sehr schnell und stark war, es war nahezu unmöglich ihnen auszuweichen wenn man sich nicht porten konnte… „Lighty-chan, bitte überleg es dir noch einmal.“, die flehende Stimme von LJ riss mich aus meinen Gedanken. Ich schüttelte entschieden den Kopf: „Habt ihr euch überhaupt schon mal in meine Lage versetzt?“ Ich sah jeden von ihnen eindringlich an, wärend Janes Schere weiter um meinen Kopf klapperte. „Wenn ihr eine Schwester hättet, die euer ganzes Leben an eurer Seite war und auf euch aufgepasst hat, würdet ihr sie im Stich lassen? Würdet ihr ihr nicht helfen, wenn ihr die Möglichkeit dazu hättet?“ EJ, Masky und Hoodie senkten die Köpfe, sie konnten sich wohl doch gut in mich hineinversetzen. LJ sah mich weiter flehend an, und Jeff… er hatte seinen Blick starr auf mich gerichtet, aber seltsamerweise glaubte ich in seinen Augen zu erkennen, dass er sehr wohl wusste wie ich mich fühlte. Aber… er wirkte nicht betroffen… sondern mehr… wütend? Seine stechenden blauen Augen funkelten mir kalt entgegen, bevor er leicht den Kopf zur Seite drehte und seine Hände, die auf dem Tisch lagen, zu Fäusten ballte. Kurz erwog ich, ihn zu fragen ob er eine Schwester hatte, aber in der Furcht, dass es mit einer riesigen Diskussion oder mit einem Streit enden würde, lies ich es.

Jane legte derweil die Schere weg und meinte, als sie nach einer Haarbürste griff: „Also ich kann dich verstehen Lighty-chan, und wenn du dir sicher bist, dann solltest du tun, was du für richtig hältst.“ Ich schielte zu ihr und sie zwinkerte mir zu: „Irgendjemand muss dich ja unterstützen.“ Ich grinste dankend und sah dann wieder zu den Jungs mir gegenüber: „Ich weiß zu schätzen, dass ihr euch Sorgen macht, aber ich muss meiner Schwester… und auch unseren Freunden helfen. Versteht ihr? Ich muss einfach!“ Mein Freund ließ den Kopf hängen: „Wenn du es so unbedingt willst… aber ich komme mit dir!“ „In Ordnung.“

Ich erhob mich und tastete mit beiden Händen nach meinen Haaren. Sie reichten mir nicht mal mehr bis zu den Schultern… Als Jane mir einen Spiegel reichte schluckte ich schwer, bevor ich mich zusammennahm und auf die reflektierende Oberfläche sah. Meine schönen Haare… seit ich mich erinnern konnte waren sie lang, seidig und wehten in einem geisterhaften Luftzug. Und nun… Naja… es könnte schlimmer sein. Ich mochte meine neue Kurzhaarfrisur zwar nicht übermäßig, aber sie sah wenigstens ordentlich aus. Als ich mit den Fingern die untere Kante der Haare entlangfuhr merkte ich außerdem, dass sie glatt und weich war… Hm… Schien wohl so als müsste ich damit zurechtkommen. Vielleicht wuchsen sie ja schnell wieder nach… Ich schüttelte leicht den Kopf und reichte den Spiegel mit den Worten: „Viel Dank, sieht gut aus.“, an Jane zurück. Sie zwinkerte mir zu und versprach: „So eine Frisur steht dir auch.“ „Sie hat Recht.“, pflichtete LJ bei, der plötzlich hinter mir stand und die Arme um mich legte: „Und deine Haare werden auch schnell wieder wachsen, damit du aussiehst wie die alte Moonlight Shadow.“ Ich lachte leise und scherzte: „Wer weiß, vielleicht mag ich den neuen Stil ja bis dahin, und schneid mir dann immer die Haare.“ Jack stutzte, löste sich ein Stück von mir und musterte mich prüfend: „Nein… lass sie nur wieder wachsen.“ Vom Tisch her erklang Gelächter. Ich drehte mich grinsend aus LJs Umarmung heraus und atmete dann noch einmal durch: „Nun gut, dann gibt es jetzt wohl keinen Grund mehr zu warten!“ Augenblicklich kehrte Ruhe ein. Die Jungs schienen mich immer noch hier behalten zu wollen… doch Gott sei Dank gab es Jane. Sie trat zu mir und umarmte mich: „Tu was du nicht lassen kannst. Aber bitte pass auf dich auf, ja?“ Ich umarmte sie ebenfalls und flüsterte: „Mach ich.“ „Außerdem bin ich ja auch noch da.“, warf LJ von der Seite ein, und wir kicherten. „Kommt schnell mit allen zurück.“, bat die Schwarzhaarige ein letztes Mal und ich nickte nur stumm. Dann drehte ich mich zu Jack um: „Also dann. Soll ich dich mitnehmen, oder reist du selbst?“ Mein Freund grinste breit, küsste mich ohne Vorwarnung und gleichzeitig hüllte mich sein schwarzer Rauch ein. Hätte ich mir ja eigentlich denken können… aber gut, immerhin kam mir die Reise dann nicht so lang vor.

Als ich wieder zu mir kam stand ich in einer düsteren Seitengasse. Warum war Jack ausgerechnet hier her gekommen? Mit einem fragenden Blick drehte ich mich zu meinem Freund der mir fröhlich eine Zeitung entgegen hielt. Mit einem Finger zeigte er auf einen kleinen Artikel am Schluss der Seite. Ich überflog ihn und legte nur verwirrt den Kopf schief: „Ein Student wurde tot in seiner Wohnung gefunden. Und?“ Jack lachte: „Ließ genauer! Er starb durch die Verletzungen die von einer Axt und einer Kettensäge verursacht wurden.“ Ich sah nochmals auf den Artikel: „Na gut, dann waren eben Pretty und Toby hier, aber das war gestern… Wenn die Polizei schon vor Ort war, dann sind sie nicht mehr dort, und ich kann meine Schwester auch nirgendwo hier wahrnehmen.“ Das Lächeln meines Freundes erstarb ein klein wenig: „Nicht? Nun gut… war zu erwarten, da eure Freunde ja abgehauen sind… sind Pretty und Toby ihnen vermutlich nach…“ „Und wie sollen wir sie jetzt finden?“, fragte ich gespannt: „Ich habe leider nicht die Fähigkeiten eines Spürhundes, ich kann meine Schwester nur finden wenn sie sich in meiner näheren Umgebung aufhält, und jetzt spüre ich sie nicht.“ Jack sah überlegend zum Himmel auf: „Ich könnte nochmal schauen, ob ich einen von diesen Halbdrachen aufstöbern kann.“ Ich biss mir auf die Lippen: „Der letzte war aber auch schon nicht sehr gesprächig, glaubst du das bringt was?“ Mein Freund erstarrte und senkte den Kopf: „Schwer zu sagen, es sind keine Menschen… anscheinend plaudern sie auch dann nicht wenn man sie foltert oder mit dem Tod droht…“ „Eben.“ „Aber einen Versuch ist es wert, ich suche nach einem jungen Weibchen von denen.“ Ich überlegte und lenkte dann ein: „Hast Recht, versuchen können wir es. Treffen wir uns im Park?“ „Abgemacht, dann schau ich mal ob ich es nochmal schaff bei dieser Villa eins von den Biestern aufzugabeln.“

Keine 20 Minuten später stellte sich heraus, dass Laughing Jack es sehr wohl noch einmal geschafft hatte. Und die weibliche Drakoni die er im Schlepptau hatte wirkte auch tatsächlich sehr jung… nichts desto trotz führte sie sich wie eine Furie auf. Eine Besonderheit die mir auffiel war, dass dieses spezielle Wesen wohl von vorn herein keine Flügel besessen hatte, denn an ihren Rücken waren keine Spuren davon, das LJ ihr diese Körperteile abgerissen hatte… Dafür waren ihre Beine die eines Drachen, und obwohl die augenscheinlich gebrochen waren, schlug sie wild um sich. „Lass mich los du Bastard! Nimm deine dreckigen Griffel von mir!“ Sie versuchte vergeblich meinen Freund mit ihren langen Fingernägeln zu kratzen oder mit ihren, ebenfalls gebrochenem, Schweif zu schlagen. Der monochrome Clown reagierte aber nicht im Mindesten auf ihre Bemühungen und warf sie nun grob zu Boden. Aus ihrer Reaktion schließend, nahm ich an, dass sie mich entweder noch gar nicht bemerkt oder aber nicht als Moonlight Shadow erkannt hatte. Ihren gebrochenen und verdrehten Beinen zum Trotz sprang sie mit einem Wutschrei auf meinen Begleiter zu, duckte sich unter seinen Klauen durch und rammte ihm die Schulter in den Magen. LJ stieß schmerzerfüllt die Luft zwischen seinen Zähnen aus und krümmte sich leicht. Gleich darauf knurrte er aber wie ein wildes Tier, schleuderte die Drakoni erneut zu Boden und nagelte ihre Arme wortwörtlich mit seinen spitzten Fingern an den Boden. Ihr gellender Schrei zerriss die Nacht, wurde aber gleich darauf zu einem kläglichen Wimmern. Ich legte überrascht den Kopf schief, diese Vertreterin ihrer Rasse hatte definitiv Feuer im Blut. Jetzt wo sie endlich still lag und nur noch schwach zuckend versuchte sich zu befreien konnte ich sie näher in Augenschein nehmen. Ausdrucksvolle, hellblaue Augen, blonde Haare, eine rundes sommersprossiges Gesicht und dunkelbraune Klamotten aus Leder und rauem Stoff. Eine Minute wartete ich noch, doch als das Wesen keine Anstalten machte irgendein Feuer los zu lassen traute ich mich näher. Die junge Frau sah mich wohl aus den Augenwinkeln und drehte den Kopf. Ihr Blick zuckte schnell über meinen Körper und sie wurde noch blasser als sie es gerade schon geworden war. „Moonlight Shadow…“, hauchte sie tonlos und ich kam nicht umhin mich zu freuen: „Du erkennst mich? Vortrefflich, dann weist du vielleicht auch was ich von dir wissen möchte.“ Ich gab mir die größte Mühe meine Stimme nach einem seelenlosen Wispern aus der Totenwelt klingen zu lassen. Leider verfehlte dass seinen Effekt. Die Blonde biss fest die Zähne zusammen und zischte mit funkelnden Augen: „Ich habe einen Eid geschworen! Von mir erfährst du gar nichts! Dämon!“ Im Stillen zollte ich ihr Respekt, denn noch nie hatte mich jemand mit so einer abgrundtiefen Verachtung als Dämon betitelt. Selbst „dreckige kleine Made“ hätte, von jemand anderem ausgesprochen, in diesen Fall dagegen freundlich gewirkt… Ich überspielte es aber und meinte nur kalt: „Königin der Dämonen, mit Verlaub! Und wenn du mir nicht meine Fragen beantwortest, dann werden meine Untertanen große Freude daran finden deine Seele in Millionen kleine Teile zu zerreißen!“ „Du kannst mir ´n Scheiß!“, fauchte sie und spuckte aus. Auch LJs wütendes Knurren und den harten Schlag den er ihr mit seinem Knie in die Rippen verpasste steckte sie einfach weg und fauchte nur unterdrückt. Ich schüttelte missbilligend den Kopf und meinte: „Das bringt nichts.“ Jack sah auf und nickte zustimmend. Mit einer blitzschnellen Bewegung riss er sein Klauen aus ihren Armen und rammte die eine in ihr Herz, die andere in ihren Kehlkopf. Das Halbdrachen-Weibchen röchelte noch einmal und erschlaffte dann. „Damit hat sich´s dann, es hat nichts gebracht.“, kommentierte meine Begleitung und erhob sich. Ich achtete jedoch nicht darauf, denn mir war etwas aufgefallen. Zwar trug die nun tote Drakoni keinerlei Waffen bei sich, doch an einem Gürtel war eine kleine Tasche befestigt aus der etwas herausgefallen war. Es war ein Zettel und ich ging neugierig zu ihm um ihn aufzuheben. Laut las ich vor: „Nachricht an General Keith, wir haben das gesuchte Objekt „Pretty Crimson“ in Gewahrsam genommen. Sie wird augenblicklich zu unserem Standort auf Oshima Island, zur sicheren Eliminierung gebracht. Der Befehl, nach dem Objekt „Moonlight Shadow“ zu suchen gilt weiterhin. Gezeichnet, Sine Larifera.“ Mir wurde ganz schlecht… Jack trat zu mir und las nochmals den Brief durch. Mit ernster Stimme stellte er fest: „Das heißt sie haben sie… und vermutlich auch Toby. Wir dürfen keine Zeit verlieren! Wir müssen sofort los oder sie werden sie töten!“ Er packte mich fest am Arm und sah mir in die Augen: „Lighty-chan hörst du?“ In Trance nickte ich, doch eigentlich war ich noch damit beschäftigt den Sinn dieser Worte zu erschließen… Diese Drakoni hätte also eine Nachricht überbringen sollen… an einen gewissen General Keith… sie hatten Pretty erwischt… sie würden sie töten… Moment! Sie würden Pretty töten?! Ich fuhr wie aus einer Schockstarre hoch und fragte Jack schon fast panisch: „Oshima Island! Wo ist das?!“ „Eine Vulkaninsel draußen im Meer, ich bring uns hin.“ Und ehe ich noch ein Wort verlieren konnte hüllte mich der schwarze Rauch wieder ein.

Pretty ich komme! Ich betete inbrünstig zu allen Göttern und mächtigen Wesen dieser Welt das ich nicht zu spät kommen würde. In diesem Augenblick waren mir Safira und Laika egal geworden, vermutlich hatte man sie eh schon erwischt… Das war mir gleich, aber nicht Pretty! Nicht meine Schwester! Ich musste sie retten! Ich konnte nicht zulassen, dass sie getötet wurde! Das durfte ich nicht! Halt durch Pretty, ich komme und hol dich da raus! Ich hätte sie nie allein lassen dürfen! Die konnten was erleben! Ich hatte meine Kräfte zurück und nichts konnte mich aufhalten!

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Ich hoffe es hat euch gefallen XD
Lasst mir doch ein Review da, ich mein, lange geht diese Story ja nicht mehr, und es wäre traurig, wenn sie zum Ende hin irgendwie so... alleingelassen wird? :-/
Bis zum nächsten Mal <3
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