Moonlight Shadow & Pretty Crimson

GeschichteRomanze, Horror / P18
Laughing Jack OC (Own Character) Toby "Ticci" Erin Rogers
24.02.2017
31.03.2019
90
233712
20
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Jaaaaaa…. sehr spät wieder, ich weiß *-*
Vergebt mir bitte T-T
Deswegen auch kein langes Gelaber und ja...
Viel Spaß beim Lesen <3
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Pretty Crimsons Sicht:

Silvester also. Kaum zu glauben das schon wieder ein Jahr vergangen war. Nun, eigentlich machte es kaum einen Unterschied… Toby und ich hatten uns auf den Weg gemacht um den Drakoni zu folgen. Kurz nach Einbruch der Dämmerung hatte ich einen echten Glückstreffer gelandet. Fast wäre ich in meinen Tod gerannt, als ich völlig unerwartet, an einem Hinterhof vorbeilief und nur durch Zufall ein paar Gesprächsfetzen aufschnappte. „Nach Osten? Sind sie sich da sicher?“ „Ja, sie haben Safira eingekreist, und wahrscheinlich finden sie sie noch heute Nacht.“ „Aha, und warum sollen wir da auch hin, unsere Befehle waren es hier zu bleiben und zu sehen ob wir irgendwelche Hinweise darauf finden, was es mit diesem Dämonen auf sich hatte der bei der Villa war.“ „Die brauchen Verstärkung, Safira hat vielleicht eine Armee aufgestellt und wir brauchen so viele Krieger wie möglich. Sine persönlich hat auch dich angefordert.“ „Na toll, dieses Mädchen wird sich nochmal ordentlich verrennen, wenn sie immer über alle Köpfe hinweg entscheidet und Befehle erteilt.“ „Tja…“ „Nach Osten also?“ „Ja.“ Meine Augen waren fast Tellergroß geworden. Kurz nach diesem Gespräch hatte ich meinen persönlichen Rekord in Sachen Sprinten hingelegt. Schneller als ich mir selbst je zugetraut hätte, war ich zurück zur Wohnung gerannt und hatte dabei inbrünstig gehofft, Toby möge auch da sein. Und offenbar hat mein Schutzengel heute einen guten Tag, oder vielmehr eine gute Nacht, denn ich erwischte den braunhaarigen Jungen, gerade als er zur Tür raus wollte.

„Toby warte!“ „Pretty?!“ „Ich weiß wo wir hin müssen!“, rief ich atemlos als ich nur knapp vor ihm abbremsen konnte und mir die Haare aus der Stirn strich: „Du wirst nicht glauben was für ein Glück ich eben hatte!“ Ich lachte und holte tief Luft. Toby sah mich etwas verunsichert an: „Ähm… würdest du es mir erzählen?“ Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen: „Ich bin grade eben nur durch Zufall, an so einem Hinterhofeingang vorbeigegangen, und rate wen ich gehört habe.“ „Dieses Mädchen das wir suchen, Suna?“ „Nein, das wäre ja noch besser. Nebenbei, ich weiß ja nicht mal mehr genau wie sie sich anhört. Nein, ich hab zwei Drakoni gehört!“ Toby riss geschockt die Augen auf: „Haben sie dich bemerkt?!“ Beruhigend schüttelte ich den Kopf: „Nein, die waren mit sich beschäftigt. Aber jetzt hör doch mal was ich rausgefunden habe. Die haben Safira anscheinend geortet! Irgendwo östlich von hier!“ Der Proxy wirkte enttäuscht: „Das bringt uns jetzt aber weiter.“ Augenrollend entgegnete ich: „Na hör mal, immerhin können wir dann auch unseren Suchradius eingrenzen!“ „Wenn du meinst… ich zweifle aber immer noch…“ Ich stockte: „Du meinst… das wir schon zu spät sind?“ Er nickte. Er hatte natürlich Recht, es könnte schon sein, das es für Safira und Laika zu spät war bis wir sie fanden… dennoch: „Wir müssen es wenigstens versuchen!“ Toby sah mich an, sein Blick war undefinierbar: „Warum „müssen“ wir das? Ich will nicht sagen dass wir es sein lassen sollten. Aber wir beide wissen wie gefährlich das für uns werden könnte. Ich mach mir nur Sorgen… um dich…“ Zuerst wollte ich ihm erklären, das Safira und Laika zu den wenigen zählten, die Lighty-chan und ich als Freunde bezeichnen könnten, und das es deshalb unsere Pflicht war ihnen zu helfen, doch die Art, wie Toby den letzten Teil des Satzes ausgesprochen hatte lies mich zögern: „Du… sorgst dich um mich?“ Er sah zu Boden: „Natürlich tue ich das.“ „Warum?“ „Weil… weil…“, er schien nicht ganz zu wissen was er sagen sollte: „Naja… du gehörst doch zur Familie… und in einer Familie passt man auf sich auf…“ Ich staunte. Ich hätte nicht erwartet, solche Worte aus dem Mund des braunhaarigen Jungen zu hören. Irgendwie… war es niedlich! Schmunzelnd trat ich einen Schritt näher zu ihm und legte ihm eine Hand unters Kinn damit er mir in die Augen sah. „Wir passen doch auch aufeinander auf. Ich bin wirklich froh, dass du hier geblieben bist um mir zu helfen, weil ich dich gern hab. Aber ich habe meiner Schwester fest versprochen unseren Freunden zu helfen! Und dieses Versprechen werde ich einhalten. Kannst du das verstehen?“ Niedergeschlagen sah er zur Seite und flüsterte: „Ja, kann ich…“ Schuldbewusst zog ich meine Hand zurück und wusste nicht ganz wie ich ihn aufmuntern konnte… Doch Toby riss sich von selbst zusammen: „Nach Osten sagst du? Soll ich mal schauen ob ich irgendwo ein Auto herbekomme? Dann können wir fahren.“ Ich war mir nicht sicher, ob er sich wirklich mit meiner Entscheidung abgefunden hatte, oder ob er im Moment nur gut schauspielerte um seine wahren Gefühle zu verbergen. Um nicht noch etwas Falsches zu tun nickte ich nur: „Ja… wäre gut… ich warte dann so lange in der Wohnung…“

Fünf Minuten später ließ ich mich aufs Sofa fallen und machte mir Vorwürfe. Ich hätte besser auf ihn eingehen sollen! Er machte sich Sorgen und ich hatte nichts anderes im Kopf als mein Vorhaben durchzusetzen. Toby war mit mir in Japan geblieben um mir bei meiner Suche zu helfen und mich zu beschützen, und ich hatte nicht eine Sekunde daran gedacht, dass ich so auch ihn mit in die Gefahr zog! Was war ich für eine Person?! Beschämt ließ ich den Kopf hängen und erschreckte mich heftig als das Telefon plötzlich klingelte. Wer war das? Ich blieb versteinert sitzen und wartete bis der Anrufbeantworter ranging. Nachdem dann der Signalton ertönt war erklang eine weibliche Stimme: „Hallo Schatz, ich bin es, Mizuki! Ruf mich doch zurück, ich wollte wissen ob du heute zu einer Silvesterfeier zu mir kommst. Yuno wird auch da sein. Bis später!“ Dann legte sie auf und ich ließ wieder den Kopf hängen. Wir mussten wohl so oder so heute verschwinden, nicht das dieses Mädchen sich noch Sorgen machen würde und es kam doch noch jemand hier vorbei! Ich lehnte mich zurück und sah an die Decke. Silvester! Was für ein Schwachsinn! Warum machte jeder daraus so eine große Sache? Ein Jahr endete und ein neues begann, es passierte alle 356 Tage wieder. Für mich persönlich war der Geburtstag ein größeres Event, immerhin markierte der einen wichtigen Abschnitt im eigenen Leben!

Erschöpft ließ ich mich zur Seite aufs Sofa kippen und schloss für einen Moment die Augen. Nur einen kleinen Moment ausruhen. Wenn Toby demnächst ein Auto finden würde, und wir dann den Drakoni nach Osten folgten, war es sicher keine dumme Idee ausgeruht zu sein. Und wieder war da eine kleine gemeine Stimme in meinem Kopf: „Ja, ruh du dich ruhig aus, während Toby die Arbeit hat, er braucht ja keine Pause.“ Ich schlug die Augen auf und schluckte schwer. Nutze ich ihn wirklich so aus? Wenn ja dann musste ich das schnellstmöglich ändern! Immerhin… mochte ich ihn, sogar sehr… ich liebte ihn.

Zwei Stunden später rüttelte mich jemand sanft an der Schulter: „Pretty, aufwachen, ich hab ein Auto gefunden.“ Gähnend blinzelte ich und setzte mich auf. Neben dem Sofa stand mein Begleiter und sah mich aufmunternd an: „Na komm, wenn du willst kannst du im Auto weiterschlafen.“ Ich grinste matt und stemmte mich hoch. Mit meiner geliebten Säge über der Schulter torkelte ich dann zur Wohnungstür und die Treppen nach unten. Ein paarmal wäre ich fast über eine Stufe gestolpert und gefallen, doch Toby hielt mich fest. Allerdings nicht ohne belustigt zu grinsen und am Schluss zu fragen ob er mich besser tragen sollte. Davon doch etwas gekränkt hob ich stolz mein Kinn und lief selbstbewusst weiter: „Danke, ich schaff das allein.“

Nichts desto trotz… kaum saß ich Auto und der Motor lief, war ich schon wieder eingeschlafen. Es war zwar bei weiten nicht so bequem wie auf dem Sofa, und das hieß schon was, aber das sanfte Rumoren des Autos, die Wärme und das unausgesprochene Versprechen auf Sicherheit, ließen mich sanft wegdämmern. Ab und zu tauchte ich aus meinem Schlaf in eine Art Halbschlaf auf und konnte dann die dunkle Nacht, die Straße mit vereinzelten Laternen und Toby am Steuer sehen. Diese Phasen waren aber immer nur sehr kurz. So war ich, als ich dann doch einmal richtig wach wurde, mehr oder weniger überrascht, dass wir uns auf einer breiten Schnellstraße befanden und ich sogar ein Auto sehen konnte, dass uns gerade entgegenkam. Mit rauer Stimme fragte ich: „Wo… wo sind wir?“

Toby drehte leicht den Kopf zu mir und grinste: „Ein gutes Stück weiter als vorher.“ Ich verdrehte die Augen, was war das denn bitte für eine Auskunft? „Wie meinst du das?“, hakte ich also nach und die Antwort des Proxys machte mich dann endgültig wach. „Ich habe vorher ein bisschen das Radio angemacht und dabei etwas Interessantes mitbekommen. Offenbar schmeißt ein bekannter Politiker Japans heute eine große Silvesterfeier. Sein Name ist Karl Heinz. Das allein ist nichts Besonderes, aber dann haben sie etwas weiter über diesen Mann berichtet, unter anderem auch, dass er einen zweiten Namen besitzt, nämlich Tougo Sakamaki. Hier wird es spannend. Laika und Safira haben doch bei Vampiren gelebt, und die hießen mit Nachnamen auch Sakamaki. Jetzt meine Schlussfolgerung. Warum sollte ein Politiker, an einem x-beliebigen Ort eine Silvesterparty veranstalten, es sei denn an diesem Ort hält sich eine bestimmte Person auf. Zum Beispiel seine Söhne, und wenn sie es tun, dann werden auch Laika und Safira dort sein. Natürlich kann ich mich irren, aber es würde zusammenpassen und ganz am Rande bemerkt, der Ort oder besser das Haus wo die Feier stattfinden liegt genau im Osten vom Standort aus betrachtet, an dem du die Drakoni belauscht hast.“ Er sah mich triumphierend an. Ich war beeindruckt: „Wow… alles klar… das ist wirklich ein gutes Stück weiter als wir vorher waren.“ Ich lachte unsicher und sah, dass Toby breit grinste, kurz darauf lenkte er aber ein: „Vorausgesetzt natürlich, ich habe Recht… wie gesagt, ich kann auch falsch liegen.“ Als Reaktion schüttelte ich nur den Kopf: „Es ist immerhin eine Idee die sich zum Teil auf Fakten stützt, und nicht nur auf Vermutungen und blindes Rumsuchen.“, ich sah ihn zuversichtlich an: „Außerdem glaube ich du hast Recht. Ich meine, du bist ja nicht blöd.“ Die Augen des Jungen weiteten sich ein kleines Stück, dann lächelte er glücklich und ließ den Blick über die Straße wandern. Auch ich richtete meinen Blick nach vorne, aber anders als Toby galt meine Aufmerksamkeit eher den grauen Wolken, die vor dem nachtschwarzen Himmel kaum zu erkennen waren. Ich versuchte mir vorzustellen wie dort oben in rasender Geschwindigkeit ein Halbdrache dahinsauste und sofort fragte ich mich wieder, ob es nicht schon zu spät war. Zu spät um Safira und Laika vor Safiras Artgenossen zu retten. Zu spät, um sie überhaupt noch lebend zu finden… oder überhaupt zu finden… Energisch stieß ich diese Gedanken von mir. Solange wir es nicht mit Sicherheit sagen konnten, mussten wir weiter versuchen ihnen zu helfen. Und wenn es zu spät war, dann mussten wir wohl wieder gehen, aber immerhin hatten wir es dann versucht! Punktum!

Einige Zeit später bog Toby plötzlich auf einen kleinen Rastplatz ab und parkte den Wagen. Fragend sah ich zu ihm und erkannte sofort warum er anhielt. Mein Begleiter sah hundemüde aus und rieb sich mit dem Handrücken über die Augen. „Entschuldige bitte…“, nuschelte er: „Aber wenn ich weiter fahre, landen wir am Schluss im Straßengraben.“ Ich nickte verstehend. Leider konnte ich kein Auto fahren, sonst hätte ich vorgeschlagen einfach Plätze zu tauschen, so blieb aber nur eine Möglichkeit: „Kein Ding. Ruh dich aus, wenn man es sich ein bisschen bequem macht, dann kann man ganz gut hier drin schlafen.“ Toby grinste nur matt und lehnte sich dann erschöpft zurück: „Ich verspreche wir fahren bald weiter.“ „Keine Hektik, schlaf dich lieber aus bevor du einen Unfall baust, dann wäre unsere Reise wohl vorbei.“, witzelte ich lahm und setze mich schräg auf meinen Sitzt, sodass ich nun mit dem Rücken an der Autotür lehnte: „Ich bleib wach und pass auf, dass niemand kommt.“ Der braunhaarige Junge nickte dankend, stellte die Sitzlehne nach hinten ein und legte sich auf den Rücken. Nach kaum einer Minute schien er eingeschlafen zu sein, und ich war mit meinen Gedanken alleine. Tja, dann hieß es jetzt wohl warten… Das könnte eine lange Nacht werden. Hauptsache es kam niemand vorbei, denn wenn ich hier auf dem Rastplatz ein Gemetzel veranstalten würde, könnte mich jeder von der Straße aus sehen und die Polizei wäre schneller hier als ich bis hundert zählen könnte!

Mein Blick glitt über den Parkplatz… Ein paar Laternen… zwei Mülleimer… Müll auf dem Boden… schmutziger Asphalt… nichts Besonderes. Ich sah kurz zu Toby und schmunzelte. Er sah so süß und unschuldig aus wenn er schlief! Egal was passieren würde, ich würde ihn beschützen! Ich würde bis zur Dämmerung warten, wenn er dann nicht wach war, würde ich ihn wecken.

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Also dann, ich hoffe es hat euch gefallen^^
Und entschuldigt nochmals die späte Uhrzeit XD
Bis zum nächsten Mal <3
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