Moonlight Shadow & Pretty Crimson

GeschichteRomanze, Horror / P18
Laughing Jack OC (Own Character) Toby "Ticci" Erin Rogers
24.02.2017
31.03.2019
90
233712
20
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Hallo und herzlich willkommen zu einer weitern Geschichte von mir<3
Ich weiß nicht ob ihr mich schon kennt, aber es ist jeder eingeladen zu bleiben ;-)
Im Vorab, ich schreibe gleichzeitig an der Geschichte "Bloodsisters", diese wird mit dieser Geschichte hier zusammenhängen, aber ob ihr Bloodsisters nun lest oder nicht ist euch überlassen, es ist nicht so dringend erforderlich schätze ich.
Nun will ich auch gar nicht lange reden und wünsche euch,
Viel Spaß beim Lesen <3
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Sicht des Zuschauers:

Zeitungsbericht vom 3. November 2016; Peking:


In der Nacht vom 3. November zwischen 10 und 11 Uhr am Abend wurde am nördlichen Stadtrand eine Diskothek verwüstet, sämtliche Gäste die zu dieser Zeit anwesend waren, wurden ermordet. Die Überwachungskameras wurden vor dem Angriff deaktiviert, sodass kein Videomaterial verfügbar ist, teilte die Polizei mit. Dennoch gehen die Behörden von zwei Tätern aus, da an der Wand über dem Tresen die Namen „Moonlight Shadow & Pretty Crimson“ mit Blut geschrieben wurden. Es handelt sich nicht um die erste Tat der beiden Mörder, schon im vorangegangenen Jahr wurden im restlichen China und anderen Ländern ähnliche Morde verzeichnet. Es handelt sich um Serienkiller die an jeden Tatort ihre Signatur hinterlassen. Der Sicherheitsdienst warnt ausdrücklich davor die Häuser nach Einbruch der Dunkelheit zu verlassen. Halten sie Türen und Fenster verschlossen, und informieren sie sich bei er örtlichen Polizeiwacht.


Lachend warf das Mädchen die Zeitung in einen der Container die hier im Hinterhof standen. Sie dachte zurück an den gestrigen Abend. Sie grinste irre als sie sich an das Gefühl der Kettensäge in ihrer Hand erinnerte, das Blut hatte nur so gespritzt, die Wände, Möbel und Boden waren rot geworden. Oh ja, sie wusste wer all diese Leute umgebracht hatte. Sie, Pretty Crimson, und ihre geliebte Schwester, Moonlight Shadow. Die Leute wollten eine Show haben? Bitte! Die würde sie bekommen, die größte und letzte Show in ihrem Leben, denn der Eintrittspreis war ihr Leben. Sie griff nach der Kettensäge die an der Wand gelehnt hatte und verließ den Hinterhof. Die Dunkelheit hüllte die Straßen ein, Zeit Lighty-chan zu suchen.

Im spärlichen Licht der Straßenlaternen lief sie dahin, trotzt der 20 cm Absätze legte sie ein beeindruckendes Tempo hin. Der Saum ihres kurzen, pinken Kleids raschelte um ihre Beine. Sie hielt vor einem kleinen Geschäft an und betrachtete ihre Schaufensterspiegelung. Sie trug hohe Strümpfe die ihr bis zur Mitte des Oberschenkels gingen und mit Strumpfbändern an ihrem Platz gehalten wurden. Ihr Blick wanderte weiter über ihre mit einem, ebenfalls pinken, Korsett geschnürten Taille zu ihren freien Schultern. Und dann nach oben in ihr Gesicht. So wunderschön, das eine Auge grell grün, das andere schwarz-weiß kariert, der Mund mit den schmalen Lippen, an den Seiten einstmals aufgeschnitten und wieder zusammengenäht. Ihr blasses Gesicht, umrahmt von leicht lockigen Haaren, die stets zu zwei Pferdeschwänzen hochgebunden waren. Vom Scheitel aus war die eine Hälfte pink und die andere Hälfte dunkelblau gefärbt. Wenn ihre Haare in den hohen Pferdeschwänzen gebunden waren, reichten sie ihr bis knapp über die Schultern. Kurz gesagt, sie war verrückt, aber wunderschön, wie ihr Name es schon verriet.

„Pretty, wenn du weiter ins Schaufenster starrst, dann wird es an deiner Schönheit zerbrechen.“, erklang ein seelenloses Wispern hinter ihr. Pretty Crimsons Grinsen wurde breiter: „Lighty-chan!“, rief sie fröhlich und drehte sich zu dem geisterhafte Wesen um, das hinter ihr schwebte.

Mit vollem Namen Moonlight Shadow war tatsächlich ihre richtige und leibliche Schwester, auch wenn man es vom Aussehen her niemals vermutet hätte. Moonlight Shadow sah nicht aus wie ein Mensch, sie war sehr groß, 1,85 Meter, und extrem Mager. Ihre Rippen traten an manchen Stellen schon hervor, und wenn sie ihren Rücken krümmte, dann zeichnete sich deutlich ihre Wirbelsäule ab. Ihre Haut war weiß, überzogen mit einem türkisenen Schimmer. Ihre Haare vielen in langen Wellen bis zu ihren Kniekehlen, sie waren am Ansatz schwarz, wurden aber nach unten hin schnell weiß. Sie trug ein ebenfalls weißes Kleid, das ihr bis knapp über die Knie ging. Doch was Pretty an ihrer Schwester am faszinierendsten fand, das waren die Augen. Seit diesem Ritual besaß Moonlight Shadow weder eine Iris noch Pupillen, ihre Augen waren einheitlich strahlend türkis. Wen sie damit fixierte und in ihren Bann zog, der war des Todes. Lighty-chan trug auch keine Schuhe, sie schwebte einfach immer ein Stück über dem Boden, und ihre Flughöhe entschied, wie viel größer als Pretty sie war.

Grundsätzlich war Pretty nur 1,58 Meter groß, aber sie trug zu jeder Zeit ihre 20 cm Absätze und war somit nur wenig kleiner als ihre Schwester. Die beiden waren ein tödliches Team. Sie gingen hin wo sie wollten, und weder Gesetzte noch Grenzen hielten sie auf. Lighty-chan besaß die praktische Fähigkeit sich zu teleportieren, und so war das Reisen für die beiden kein Problem, Pretty brauchte sich nur bei ihrer Schwester einzuhaken und schon ging es los. Zwar nur in einem Umkreis von einem halben Kilometer Radius, aber das dafür in einer halben Sekunde. Sie tauchten immer für eine halbe Sekunde an einem Ort auf, und im nächsten Moment schon einen halben Kilometer weiter, das war schneller als mit dem Flugzeug.

So konnten sie selbst übers Meer gelangen. Und was das Gepäck anging, kurz gesagt, sie hatten keines. Es gab nichts in ihrem Leben was ihnen wichtig war, ausgenommen Prettys Kettensäge. Moonlight Shadow benötigte keine Waffen. Und auch das Essen war kein Problem. Sie waren Kriminelle, Verbrecher, Mörder, wenn sie Hunger hatten, dann gingen sie in ein Lokal, egal ob es zwei oder sieben Sterne hatte. Sie schlachteten die Gäste und das Personal ab und bedienten sich dann an den Sachen die auf den Tischen standen.

Ja, die beiden waren verrückt, frei, wild und ungebändigt. Sie waren weltweit gesucht, und in jedem Land wo es erlaubt war, wartet auf sie die Todesstrafe, aber sie wurden nie erwischt. Und selbst wenn es einmal so weit kommen sollte, Moonlight Shadow hätte weniger als eine Minute gebraucht um sie raus zu hohlen. Dabei galt allerdings trotz allem, die beiden waren nicht unverwundbar, Pretty Crimson war eine Wahnsinnige, aber trotzdem ein Mensch, und so seltsam es klingen mag, auch Moonlight Shadow hatte Schwächen. Zwar konnten ihr normale Pistolen und Gewehrschüsse genauso wenig anhaben wie Messerstichen, aber Hitze war für sie gefährlich. Feuer oder Glühendes Eisen konnte ihr unerträgliche Schmerzen bereiten, und eine glühende Klinge, war durchaus in der Lage sie zu Töten. Die Hitze im Sommer konnte sie zwar aushalten, aber dennoch hielt sie sich zu dieser Jahreszeit im Schatten, in Wäldern oder Höhlen versteckt und kam nur in der Nacht heraus. Generell war die Nacht die Zeit in der die Beiden unterwegs waren. Nachtzeit war Jagdzeit.

Die Schatten waren ihre Freunde, sie gewährten ihnen Schutz und hüllten sie ein, wie ein schützender Mantel. Sie konnten sich im Schatten der Häuser verstecken, und nur ihre leuchtenden Augen waren zu sehen.

Das war auch die „Jagdmethode“ von Moonlight Shadow. Sie verbarg sich im Schatten, und wenn ein passendes Opfer vorbeikam, fixierte sie es mit ihren Augen, machte die Person willens- und bewegungslos. Dann stand sie von einer Sekunde zur anderen direkt vor einem und saugte ihnen die Seelen aus. Seelen waren für sie so wichtig wie normales Essen, sie brauchte die Energie eines Menschen um selbst zu leben. Nebenbei machte es ihr Spaß, wenn sie den Körper unter ihren Berührungen zittern spürte, wenn sie in dessen Augen den lautlosen Todeskampf und die Qualen sehen konnte. Doch egal wie sehr ihre Opfer litten, wenn ihnen die Lebenskraft entglitt, niemals würden sie etwas Vergleichbares ertragen müssen wie die beiden Schwestern.

Wenn dann der Körper schließlich völlig leer von Leben, als tote Hülle auf den Boden sank, huschte ein Lächeln über die kalten Lippen von Lighty-chan. Es war ihre Art des Lachens, angepasst an ihre sonst auch so kalte und stumme Welt, ohne Gefühle, ohne Regungen. Wenn sie ihre Lippen zu diesem gespenstischen Grinsen verzog, dann war es so, wie wenn Pretty Crimson schallend lachte, wenn sie über einem Berg aus Leichen stand, zerstückelt mit größter Sorgfalt und Präzision.

Auch Pretty fand Gefallen am Tod der anderen. Sie hatte ein besonderes Geschick dafür entwickelt, die Personen nicht auf der Stelle zu töten, sondern sie so lange wie möglich lebendig zu halten, sodass sie viel Zeit zum Leiden hatten. Egal wie viele die Schwestern umbrachten, und auf welche grausame Art auch immer, es würde nie ihr Maß an Leid, Trauer und Verzweiflung auffüllen, aber es gab ihnen das Gefühl nicht die einzigen zu sein, denen schlimme Dinge wiederfuhren. Es gab ihnen ein berauschendes Gefühl von Macht, dass sie nur zu gern auslebten. Die ganze Welt gehörte ihnen, und sie würden jeden Flecken mit Blut überziehen, teils um ihre Sekte zu rächen, zum andern Teil um Genugtuung zu erhalten, für ihr eigenes schweres Schicksal, und nicht zuletzt um es der ganzen Welt heimzuzahlen, die ihnen auch nicht geholfen hatten, als sie es gebraucht hätten. Jetzt musste der Planet sich eben mit etwas viel gefährlicherem abfinden.

Pretty Crimson ging grinsend auf ihre Schwester zu und hakte sich bei ihr ein, die Kettensäge hing lässig mit dem Griff um ihren Arm. „Na Lighty-chan, schon jemandem auf dem nicht vorhandenen Gewissen?“, fragte sie mit einem irren Grinsen. Die Augen von Moonlight Shadow leuchteten auf und ihr Mund bildete wieder das jenseitige Lächeln. Das hieß ja. Pretty klopfte ihr auf die Schulter: „Wunderbar! Also wohin geht es als nächstes?“ „Nach Shanghai.“, war die gewisperte Antwort. Dann waren beide weg.

Immer im Abstand von einem halben Kilometer tauchten für den Bruchteil einer Sekunde zwei Gestalten auf und waren gleich darauf wieder weg. Hätte ihr Weg, den eines Spaziergängers gekreuzt, der eine nächtliche Runde drehte, er hätte es nicht mal richtig wahrgenommen. Es war eine praktische Art zu reisen. Die Polizei hatte nicht den Hauch einer Chance, ihren Weg zu verfolgen, sie konnten einfach überall hin, ohne das sei Irgendwer aufhalten hätte können. Innerhalb von ca. 17 Minuten waren sie an ihrem Ziel. Sie hatten eine Strecke von ungefähr 1000 km zurückgelegt. Lightychan konnte sich immer einen halben Kilometer teleportieren, daraus folgte, das sie sich 2000 mal Porten mussten, da sie für einen Ortswechsel nur eine halbe Sekunde benötigten kam man auf 1000 Sekunden, also gerundet 17 Minuten. (Ich weiß das, dass garantiert von der Entfernung nicht hinhaut, bitte nicht böse sein deswegen *-*)

Die beiden Mädchen standen außerhalb der Stadt in einem kleinen Waldgebiet und sahen zu der leuchtenden Metropole hinüber. In Städten war es schwieriger als in Wäldern, dort zwischen den Hochhäusern und all den leuchtenden Reklametafeln war es nicht so einfach sich im Schatten zu verbergen. Die beiden mieden meistens öffentliche Plätze die von vielen Lichtern erfüllt waren, und hielten sich in Seitengassen und Hinterhöfen auf um betrunkene Teenager abzufangen. Es war zwar eine leichte und billige Beute, aber wenn das Blut erstmal floss, war es nebensächlich von wem es stammte.

„Also, viel Spaß, ich sammle dich später wieder auf, mal sehen wo ich dich diesmal finde.“, hauchte Lighty-chan, bevor sie verschwand. Pretty Crimson lachte auf. Ja, wo würde sie heute landen? Im Fettnäpfchen, auf hundert achtzig, am Rand der Verzweiflung oder auf Wolke sieben? Vermutlich letzteres, wenn das berauschende Gefühl einsetzte, das sie wie Ströme aus Feuer durchzog. Das sie immer bekam wenn Blut ihre Hände bekleckerte. Wenn ein eisenhaltiger Geruch in der Luft lag, und sich ein zuckender Körper vor ihr auf dem Boden wand und um Gnade bettelte. Als würde sie irgendjemandem Gnade gewähren. Sie selbst hatte einmal um Gnade gewinselt, danach hatte sie verstanden wie grausam die Welt war, und das nur Stärke zählte, danach, hatte auch sie, nie wieder Gnade mit irgendjemandem gehabt.

Sie erinnerte sich noch gut an die eine Nacht, in der ihr ein 14 jähriger Junge mit blonden Haaren und Brille über den Weg gelaufen war, sie wusste noch genau das seine Haare durchgegelt wie sonst noch was gewesen waren. Sie war aus dem Schatten auf ihn zugetreten und hatte gegrinst. Zuerst hatte er noch auf lässig getan, aber sie hatte sofort gewusst dass er Angst hatte. Der erste Schnitt mit der Kettensäge hatte ihn in der Magengegend getroffen, er war nicht sonderlich tief gewesen, aber es war sofort eine Menge Blut ausgetreten. Der Junge war zu Boden gestürzt und sein Gesicht war eine Schmerzverzerrte Fratze gewesen. Zum Spaß hatte Pretty Crimson ihm die Füße und Hände mit einer schnellen Bewegung abgetrennt. So konnte er ihr nicht mehr abhauen, aber der Idiot hatte dadurch wie am Spieß geschrien. Er hatte es sich also selbst zuzuschreiben, dass der nächste Schnitt seinen Kehlkopf samt Stimmbänder durchtrennte. Er hatte sich dir Arme vor die Kehle geschlagen und hatte nur noch gegurgelt. Bei dem Geräusch war sogar Pretty schlecht geworden. Um ihm zu zeigen dass sie das gar nicht gut fand, rammte sie ihre Kettensäge genau zischen seine Beine. Trotz des Blutes in seiner Kehle war der Schrei Ohrenbetäubend gewesen. Da das jetzt sicher jemand gehört hatte, durchtrennte sie noch Blutbahnen in den Armen und fügte ihm noch zwei tiefe Schnitte im Bauch zu. Dann machte Pretty Crimson sich aus dem Staub bevor die Polizei ankam. In der Zeitung war zu lesen gewesen, dass es der grausamste Mord, seit langem gewesen war, und der Junge hatte den Namen Leopolt Mandell getragen. Normalerweise interessierte es Pretty nicht, wie ihre Opfer hießen, aber im Stillen hatte sie sich bei ihm bedankt, da er ihr geholfen hatte diesen Erfolg zu erreichen. Sie hatte schon oft davon geträumt einen Mord zu begehen der als einer der grausamsten galt, und das war nun auf ihrer To-do-Liste abgehakt.
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Da sind wir schon wieder am Ende des ersten Kapitels.
Ich hoffe es hat euch gefallen, und von der Gewalt her wird es auch nicht viel schlimmer werden. Die nächsten Kapitel kommen dann zu meinen gewohnten Uploadzeiten, das heißt immer Montag und Freitag. Rechtschreibfehler und Verbesserungsvorschläge dürft ihr mir sehr gerne mitteilen.
Bis zum nächsten Mal <3

PS: Hier seht ihr wie die beiden aussehen, ihr müsstet den Link allerdings mit dem Handy anklicken, mit dem Laptop bzw. Computer funktioniert es glaub ich nicht. Und wenn es trotzdem nicht klappt, bitte sagt es mir. BILD
Ok vielleicht funktioniert er doch auf dem Laptop bzw. Computer...
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