Valentinstag in Eldarya

KurzgeschichteHumor, Romanze / P16
Ezarel Keroshane Leiftan Nevra OC (Own Character) Valkyon
23.02.2017
23.02.2017
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Wie man sehen kann, ist das hier meine erste FF in diesem Bereich ^^ aber es wird auch endlich mal Zeit, dass dieser Fandom an neuen Geschichten gewinnt :D
Viel Spaß beim Lesen!

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Es war noch mitten in der Nacht, als du dich aus deinem Zimmer schlichest. So leise wie nur irgendwie möglich, schlossest du die massive, rote Tür hinter dir, welche mit goldenen Schnörkeln verziert wurde. Unter deinen Berührungen nahmst du jede Unebenheit der Türklinke wahr und ließest sie langsam los.
Sichtlich erfreut, befandest du dich nun auf dem Korridor, welcher weiter zu denen der anderen Garden führte. Auf Zehenspitzen gehend, tapstest du an den Zimmern deiner Freunde vorbei. Einer von ihnen, welcher bereits seit eurer ersten Begegnung dein Herz gestohlen hatte, würde heute eine leckere Köstlichkeit auf seiner Zunge zergehen lassen. Denn einmal im Jahr konnte man seinem Liebsten Pralinen und andere süße Speisen schenken, um ihm so zu zeigen, dass man ihn weitaus mehr als nur gern hatte. Es war der Tag der Liebenden gekommen – Valentinstag.
Du warst dir nicht sicher, ob dieser Feiertag auch in Eldarya gefeiert wurde. Aber es schadete deiner Meinung nach nicht, deinem Schwarm trotzdem eine Süßigkeit zu überreichen. Es sollte nämlich eine freundliche und gutgemeinte Geste darstellen. Allerdings würdest du ihm keine Erklärung abliefern, warum du ausgerechnet ihm so etwas aushändigtest.
Mit jedem Schritt, den du näher an die Speisekammer kamst, verließ dich jedoch dein Mut. Allmählich begannst du zu zweifeln. Du fragtest dich, ob es wirklich sinnvoll war, extra Pralinen anzufertigen, obwohl man dieses Event hier nicht kennen könnte. Er würde sie sich schmecken lassen und anschließend mit seiner Arbeit in der Garde fortfahren. Oder aber er würde es in den falschen Hals bekommen und herum posaunen, dass ausgerechnet du, ihm Süßigkeiten überreichtest. Solltest du da nicht auch welche für deine anderen Freunde machen? Zumindest für die Jungen?
Du beschlossest, dass du allen männlichen Personen, die dir durch die schwierigen Zeiten geholfen hatten, Pralinen machen würdest. Sei es nur ein oder zwei der Leckereien. Deinem Liebling würdest du aber mehr zubereiten. So würde er wissen, dass du ihm wichtig warst!
Festentschlossen mit dem Backen anzufangen, begabst du dich auf flinken Füßen weiter zu der Speisekammer. Alles um dich herum war still. An manchen Türen, die du passiertest, hörtest du lautes Schnarchen. Du warst erleichtert, dass somit dich Chance geringer wurde, entdeckt zu werden. Immerhin würdest du aus dem Vorrat der Garde Lebensmittel entwenden! Ob du Ärger bekommen würdest, war dir zu diesem Zeitpunkt noch egal, wobei es dir schon Angst machte, wie Miikos Reaktion ausfallen würde.

Guter Dinge setztest du deinen Weg fort. Immer darauf bedacht, dich im Schatten zu verbergen. Als du am Kristallsaal vorbeilaufen wolltest, vernahmst du Stimmen. Ein leises >Mist< kam über deine Lippen, worauf du dich hinter einer Säule verstecktest. Du versuchtest, dich so klein wie möglich zu machen. Doch dir war klar, dass dich jeder Blinde da entdecken würde. Also kniffest du deine Augen fest zusammen und betetest, dass dich niemand sehen würde.
Doch zu deinem Glück verschwanden die Stimmen schnell. Anscheinend wollte sie nicht in deine Richtung laufen. Erleichtert atmetest du aus, denn aus Panik hattest du deinen Atem angehalten. Noch vorsichtiger, als du sonst schon warst, liefst du an dem Eingang des Kristallsaals vorbei, an dessen Türrahmen sich ganz oben in der Mitte eine blauweißleuchtende Perle befand. Dein Blick galt für wenige Sekunden dieser prachtvollen Schönheit. Bisher war dir nie aufgefallen, dass da eine hing. Warst sonst immer am Tag unbeirrt hier entlanggegangen.
Nachdem du dein Augenmerk von dieser gelöst hattest, schrittest du weiter auf dem roten Teppich entlang, welcher am Rand ein goldenes Muster aufwies. Immer mehr Details fielen dir auf, obwohl es um dich herum relativ dunkel war. Du musstest kurz mit dem Kopfschütteln. Leise ermahntest du dich selbst, konzentriert zu bleiben.
Mit schnellen und vorsichtigen Bewegungen deiner Füße nahmst du Kurs auf die Halle der Pforten. Dazu war dir der Teppich wie immer eine große Hilfe, da er dich direkt zu deinem Ziel führte. Bevor du aber in diese Räumlichkeit eintratest, schautest du, ob die Luft rein war. Und tatsächlich war keiner der Wache zu sehen. Ein siegessicheres Lächeln bildete sich auf deinen Gesichtszügen, worauf du auf deinem Versteck hervortratest und schnell an dem Baum vorbei in die Speisekammer ranntest.
„Warte mal? Ein Baum!“, flüstertest du entsetzt und richtetest deinen Blick noch einmal aus der Speisekammer heraus. Zu deiner Verblüffung befand sich wahrhaftig ein recht großer Baum in der Eingangshalle. Seine mächtige Baumkrone erstrahlte auch in der Dunkelheit in einem saftigen Grün. Er war sogar etwas größer als die Türen. Erneut glitten deine Augen über die Ausstattungen des riesigen Raumes, wobei du einen weiteren Baum auf deiner linken Seite erblicktest. Du konntest es nicht fassen, dass ohne Scheiß eine so enorme Pflanze in einem Gebäude stand. Diese hatte sogar Erde, um weiterzuwachsen!
Noch nie zuvor warst du so erstaunt über die Einrichtung des Gebäudes gewesen. Nun ja, wenn man die deines nun herrlichen Zimmers vergaß. Sowie den riesigen Kristall in dem anderen Saal. Okay, hier war so einiges merkwürdig, wie du feststellen musstest.

Kurze Zeit später löstest du deinen Blick von den Bäumen, begannst mit der Arbeit. Zuvor machtest du jedoch eine kleine Kerze an, mit deren Hilfe du besser in der Dunkelheit sehen konntest. Allerdings warst du immer darauf bedacht, dass die keiner sah.
Abermals blieben deine Augen an dem bienenwabenartigen Schrank in der Mitte des Raumes hängen. Schon bei deinem ersten Besuch hier, fandest du dieses Möbelstück faszinierend. In deiner Welt hattest du bisher nichts Vergleichbares entdeckt. Als du am länglichen Tisch mit nach Käse aussehenden Speisen vorbeiliefest, betrachtest du die Lebensmittel in den Regalen. Brot und Obst, welches sich auf dem anderen Tisch befand, brauchtest du nicht.
Kurz überlegtest du, was für Zutaten du für deine Leckereien benötigtest. Zuerst fiel dir Salz und Zucker ein. Diese erforderte jeder Teig deiner Ansicht nach. Nachdenkend legtest du deine rechte Hand ans Kinn und ließest deinen Blick über alles schweifen. Da kam es dir plötzlich wieder in den Sinn, dass so gut wie alle der Jungs Honig liebten. Sie stritten sich gelegentlich darum, besonders aber Ezarel. Daher sollte dieses Lebensmittel nicht fehlen. Auch Schokolade oder aber Kakao sollte in deinen Pralinen nicht fehlen. Somit hattest du alle nötigen Beigaben in den Teig im Kopf beisammen.
Weil du deine Checkliste nur noch abarbeiten musstest, suchtest du in allen Gefäßen, die dir zwischen die Finger kamen, nach den Nahrungsmitteln. Zu deinem Glück standen an manchen der Behälter der Inhalt drauf. Deshalb erleichterte es deine Suche nach den Zutaten. Aber es wunderte dich sehr, dass es ‚salzigen Zucker‘ und ‚süßes Salz‘ gab. Vorsichtig nahmst du diese aus dem Regal und legtest sie auf eine Tischplatte, welche du bereits mit einer Schüssel und anderen Materialien vorbereitet hattest.
Zuletzt fehlten dir noch zwei Zutaten, die du nach einiger Zeit fandest. ‚Zartliche Kakaobohnen‘ und ‚Honigfruchtkaramellmarmelade‘ hießen diese. Allmählich hofftest du, dass du Jungs nicht wegen eines Zuckerschockes krepieren würden. Daher waren die rationierten Portionen ideal, um nicht an so etwas zu erleiden.

Nachdem alles zu deiner vollsten Zufriedenheit verlief und die Pralinen zudem noch schmackhaft aussahen, legtest du sie in eine kleine Schachtel und schlichest mit ihr aus der Speisekammer. Zuvor hattest du aber noch die Kerze ausgepustet, damit du nichts ausversehen abfackeltest.
Leise und darauf bedacht, keinen Mucks von dir zu geben, verließest du die Räumlichkeiten. Bisher hattest du das Glück wirklich auf deiner Seite. Doch mit einem Mal stand ein blauhaariger Elf vor dir, der dich verdächtig angrinste.
„E-Ezarel! Was machst du denn hier?!“, kam es unerwartet laut von dir, worauf du dir mit der linken Hand den Mund zuhieltest. Du wolltest immerhin nicht die ganzen Einwohner aufwecken.
„Das wollte ich dich auch gerade fragen, [Name]“, lachte dich dieser an oder wohl eher aus. Schon wieder hatte er dich beim Stehlen der Lebensmittel erwischt. Langsam wurde dies zur Gewohnheit!
Neugierig, wie Ezarel nun einmal war, schielten seine Augen gleich auf die Schachtel unter deinem rechten Arm. Glücklicherweise hattest du einen Deckel auf diese getan, wodurch sie nicht gleich den Inhalt Preisgab.
„Wolltest dir wohl noch einen Nachmitternachtssnack besorgen, was?“, meinte der junge Elf und grinste dich spitzbübisch an. Kurz darauf sagte er noch: „Nicht, dass Miiko wieder ausrastet. Da musst du mir wohl deine Ration Honig überlassen, damit ich nichts verrate.“
Mit hochgezogenen Augenbrauen sahst du ihn an, wobei du deinen ist-das-dein-Ernst-Blick aufgesetzt hattest. Er war wirklich unverbesserlich. Erst betrog er den lieben Kero um seine Portion und jetzt auch noch dich.
„War ja mal wieder klar“, gabst du eingeschnappt von dir.
Ohne eine Mimik zu verziehen, äußerte er: „Was hast du anderes erwartet? Das ist der Preis für deine Langfinger.“
Frustriert atmetest du aus. Diese Reaktion lässt den Elf abermals grinsen. Er mochte es sehr, dich zu nerven. Aber er wollte auch zu gerne wissen, was du vor ihm verstecktest. Daher sprach er es sogleich an: „Was hast du denn da drin? Vielleicht ein Geschenk für mich?“ Dabei zeigte er auf die Schachtel, welche du weiter hinter deinen Rücken versuchtest zu verstecken.
„N-Nein, gar nicht“, brabbeltest du, wobei deine Wangen leicht rot wurden. „Das ist strenggeheim!“
Nun hattest du eindeutig Ezarels Aufmerksamkeit geweckt. Er würde nicht solange lockerlassen, bis du ihm den Inhalt präsentiertest. Doch das wolltest du um jeden Preis verhindern. Daher entschlossest du dich, einfach vor ihm wegzulaufen. Dabei achtetest du jedoch, dass die Schachtel nicht zu sehr ins Schaukeln geriet, um den Inhalt nicht zu beschädigen.

Erleichtert, dass er dir nicht gefolgt war, schlossest du die Tür hinter dir. Du begabst dich zu deinem Schrank und holtest die kleinen Tütchen heraus, welche du extra für den Valentinstag besorgt hattest. Du warst nämlich auf Nummer sicher gegangen und besorgtest gleich mehrere von ihnen. Sie waren so groß, dass da ein paar der Köstlichkeiten hineinpassten. Besonders für deinen Liebsten war es dir wichtig, dass bei ihm mehrere Platz fanden.
Für jeden der Jungs machtest du zwei Pralinen in das kleine Beutelchen und zogst die Schnüre zu, damit nichts herausfiel. Aber für Nevra stecktest du vier hinein. Nachdem alles verstaut war, gönntest du dir auch einen und ließest dir den Geschmack der Schokolade auf der Zunge zergehen. Es war eine kulinarische Explosion, welche sich in deinem Mund ausbreitete, als noch der Honig dazukam. Einfach nur atemberaubend gut.
Jetzt freutest du dich umso mehr auf seine Reaktion, aber auch auf die der Anderen. Aber jetzt musstest du nur noch überlegen, wie du es ihnen am besten überreichen solltest. Da Ezarel wach war, konntest du es schlecht vor die Türen packen und es selbst abzugeben, warst du zu schüchtern. Zwar hättest du dadurch gleich deren Eindruck über das Geschenk gesehen, aber du wolltest es nicht riskieren, dir eine Blamage einzuhandeln.
Deshalb überlegtest du weiter, bis dir einfiel, dass man es auch nach dem Aufstehen machen könnte. Dann wäre keiner mehr in seinem Zimmer und du könntest ungehindert es auf das Bett der Jungen legen. Ja, das empfandest du als eine grandiose Idee.
Allerdings hattest du noch ein wenig Zeit bis dahin, weshalb du dich in dein Bett begabst, um wenigstens noch ein paar Stunden die Augen zuzumachen.


Am späten Morgen öffnetest du langsam deine Augen. Du warst noch hundemüde, aber der Gedanke daran, dass heute Valentinstag war, machte dich munterer. Herzlich gähnend standest du auf. Der Uhr in deinem Zimmer zufolge, war es kurz vor neun Uhr. Also hattest du zwar verschlafen, jedoch die Zeit eingespart, die du hättest aufbringen müssen, um zu warten, bis die Jungs aus ihrem Zimmer verschwunden waren.
Gemütlich bereitetest du dich vor, zogst dich um und putzest die Zähne. Nachdem du fertig warst, entschlossest du dich mit Hilfe deines Gefährten, die Pralinen zu verteilen. Du gabst ihm den Auftrag, Kero, Jamon, Chrome und Mery ihre Pralinen zu bringen, wobei du die anderen vier übernahmst. Also Ezarel, Valkyon, Leiftan und zuletzt Nevra.
Ständig auf der Lauer, dass dich keiner erwischte, schafftest du dich in jedes einzelne Zimmer einzuschleusen, wobei alles zu deiner Erleichterung glatt verlief. Auch dein Gefährte kam nach einiger Zeit zurück und schien glücklich zu sein. Daher nahmst du an, dass er alles erfolgreich abliefern konnte. Zur Belohnung gabst du ihm auch sein geliebtes Futter und wünschtest ihm einen schönen Valentinstag. Du ignoriertest seinen schrägen Blick, welchen er wegen deiner Worte machte.

Zu deinem Glück verging der Nachmittag recht schnell und es kehrte in Eldarya Ruhe ein. Du hattest einige Besorgungen für die Licht-Garde erledigt und konntest nun entspannen. Verwunderlich war aber nur, dass du keinen der Jungs antrafst. Anscheinend waren alle höchstbeschäftigt.
Was du nicht mitbekamst, war ein Streit, welcher zur Mittagszeit am Pavillon stattfand. So gut wie alle der Jungen, die du beschenkt hattest, hatten sich dort versammelt. Sie diskutieren darüber, von wem sie wohl die Pralinen erhalten hatten. Nach kurzer Zeit waren sie sich alle einig, dass du diejenige warst, welche sie beschenkte. Vor allem Ezarel brachte den entscheidenden Hinweis.
Nun musste aber eine andere Frage geklärt werden, welche Valkyon in die Runde warf: „Warum schenkt [Name] uns Pralinen?“
Kero, der mal wieder alles aus der Sicht der Logik betrachtete, beantwortete ihm schnell seine Anmerkung: „In der menschlichen Welt ist es ein Brauch, dass die Mädchen ihrem Angebeteten eine Süßigkeit schenkt, aber dies kann auch andersherum geschehen. Dieser Tag nennt sich auf der Erde Valentinstag. Eins der häufigsten Präsente sind unter anderem rote Rosen, da sie symbolisch für die Liebe stehen.“
„Heißt das etwa, dass [Name] mich liebt?“, fragt Mery laut und lächelt dabei ganz breit. Alle beginnen zu seufzen. Kero klärt den Kleinen sogleich auf: „Nein, Mery. Ich denke, dass sie damit ihre Dankbarkeit ausdrücken wollte. Immerhin hatten wir ihr am Anfang sehr geholfen.“
Alle nickten verstehend. Doch einer von ihnen, Nevra, fragte sich, warum alle außer ihm nur zwei Pralinen erhielten. Innerlich musste er spitzbübisch grinsen. Er wollte sehen, ob er recht hatte, weshalb er einen Plan schmiedete, welchen er bald umsetzen würde.

Als es Abend wurde, begabst du dich mit langsamen Schritten in die Richtung deines Zimmers. Du hattest zu deiner Freude von allen ein Dankeschön bekommen, welche du beschenkt hattest. Nur Nevra war wie vom Erdboden verschwunden. Ausgerechnet nach seiner Antwort ersehntest du dich sehr.
Traurigkeit trübte deine Sinne, weshalb du erst spät mitbekamst, dass Licht aus deiner Räumlichkeit kam. Somit beeiltest du dich, um deine Tür geschwind zu öffnen. Deine Augenbrauen schnellten in die Höhe, als du Nevra auf deinem Bett liegen sahst.
„W-Was machst du hier?“, erkundigtest du dich bei dem Schwarzhaarigen, welcher sich in deine Richtung drehte und mit der rechten Hand den Kopf abstütze. Ein breites Grinsen zierte seine Lippen.
„So wie du mir ein Valentinsgeschenk auf das Bett gelegt hattest, bekommst du auf die selbe Art deins präsentiert“, äußerte er frech, worauf du rot anliefst. Also wusste er doch Bescheid, wie du feststellen musstest.
Zu deiner Erleichterung richtete sich der Vampir auf und erhob sich von deinem Bett. Allerdings kam er mit gezielten Schritten auf dich zu und legte dir seine rechte Hand an die Wange. Sein Kopf war deinem Gesicht so unglaublich nahe, dass du direkt in sein graues Auge blicken konntest.
Dein Herz setzte in diesem Moment eine Sekunde aus, um darauf doppelt so schnell weiterzuschlagen. Es raste förmlich in deiner Brust, weshalb du Angst hattest, dass es versagen könnte. Dir wurde unsagbar heiß im Gesicht, was Nevra an der leichten Rötung deiner Wange erkannte. Wissentlich begann er zu grinsen.
„Die Pralinen waren sehr köstlich, danke [Name]“, vernahmst du seine liebliche Stimme, welche immer mehr deine Sinne vernebelte. Er hatte so eine hypnotische Wirkung auf dich, was dich zum dahin schmelzen brachte. „Aber jetzt möchte ich noch etwas Anderes kosten.“
Bei diesem Satz rutschte dein Herz in die Hose. Du wusstest nicht, was jetzt auf dich zukam. Doch als sich seine unvergleichlich weichen Lippen auf deine legten, war dein Kopf vollkommen leer. Du konntest keinen klaren Gedanken mehr fassen, schlossest einfach die Augen und erwidertest den Kuss.
Du genossest das Gefühl, welches sich in deinem Körper ausbreitete. Jede Kleinigkeit nahmst du in diesem Augenblick wahr. Dein Herzschlag, welcher gegen deine Brust donnerte. Seine Lippen, die deine immer mehr in den Besitz nahmen. Sowie deine Hände, die den schwarzen, enganliegenden Stoff entlang glitten und die Unebenheiten seines Oberkörpers erkundschafteten.
Der Druck, welcher auf deinen rosigen Lippen lastete, wurde stärker. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher. Du kamst nicht drum herum, in diesen hinein zu stöhnen, so sehr gefiel er dir. Nerva schlang seine Arme um deinen Leib und drückte dich näher an sich. Er wollte mehr, begehrte dich mit jeder Faser seines Körpers.
Allerdings musste jeder Kuss einmal enden, weshalb du nach Atem ringend in sein zufriedenes Gesicht sahst. Du konntest nicht glauben, was gerade mit dir geschah. Seit deiner Ankunft hattest du davon geträumt und endlich wurde es wahr.
„Was für ein schöner Valentinstag“, kam es von Nevra, welcher deine Hand nahm und sie mit seiner umschloss. Du musstest zustimmend nicken, bekamst in diesem Moment kein Wort heraus.
„Und gleich mache ich ihn um so schöner“, vernahmst du dicht an deinem Ohr, worauf du rotanliefst. Du hattest keine Ahnung, was er damit meinen würde. Du konntest es aber deiner Ansicht nach kaum noch erwarten, es herauszufinden.
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