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Shadows beyond her Eyes

von Nyian
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Mix
Blackwall Cullen Dorian Inquisitor (männlich) OC (Own Character) Sera
22.02.2017
14.04.2021
73
125.901
21
Alle Kapitel
88 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
22.02.2017 1.104
 
So hier sind die ersten Kapitel einer neuen FF von mir ^^
Wer mein kleines Valentinstagsspecial ("Es hätte ein so schöner Tag werden können...")gelesen hat, weiß worum es gehen wird.
Wer nicht ... lasst euch nicht spoilern ;) Oder vielleicht doch... ich halte euch nicht davon ab xD
Aber jetzt genug Gequatsche, viel Spaß beim lesen und wie immer freue ich mich über fleißige Reviewschreiber ^^
Liebe Grüße Eure Nyian
PS Schaut doch mal auf meinem Profil vorbei ;) Vielleicht habe ich ja etwas interessantes in meine Ankündigungs-Ecke in meiner Bio geschrieben, das euch interessieren könnte

***


Es war nass. Es war kalt und ich war müde. Seit einer Ewigkeit saß ich nun im Regen auf der Brüstung der gewaltigen steinernen Brücke und starrte durch den Nebel die Himmelsfeste an. Die Kapuze meines Umhang tief ins Gesicht gezogen lehnte ich mit dem Rücken gegen einen der Standartenmasten, die in regelmäßigen Abständen auf der Brüstung standen. Den gesamten Weg bis zu den Toren der Burg säumten die rot-goldenen Standarten der Inquisition. Sollten sie den Pilgern als Wegweiser dienen? Oder zeigten sie nur wie eingebildet und von sich selbst eingenommen der Inquisitor war?
Ich seufzte und legte meine Feder bei Seite. Mit gerunzelter Stirn sah ich auf das Blatt Pergament auf meinem Schoß. Bei dem Regen konnte ich beim besten Willen nicht zeichnen. Ich zerknüllte das durchnässt Pergament und steckte mir die Feder hinter das Ohr. Dann sprang ich von Der Brüstung. Die umstehenden Leute beäugten mich misstrauisch. Auch wenn die Inquisition den Krieg zwischen Magiern und Templern beendet und die Templer bei dich aufgenommen hatte, trauten die meisten Leute Magiern immer noch nicht. Und durch meine dunkelblaue Robe, dem silbernen Umhang, vor allem aber durch meinen Stab aus hellem Holz erkannte man sofort, dass ich eine Magierin war. Ich zog mir die Kapuze tiefer ins Geschichte und versuchte die Blicke der Leute zu ignorieren.
Stunden vergingen und die Schlange der Pilger bewegte sich nur schleppend voran. Es schien als hätten die Soldaten der Inquisition auch keine Lust bei dem Wetter draußen zu stehen. Schritt um Schritt, dann wieder warten. Mittlerweile war es Nacht geworden. Zwar hatte es aufgehört zu regnen, doch dafür war es nun eiskalt geworden. Keine Gute Mischung, erst der Regen, dann die Kälte. Verstohlen warf ich meinen Blick zu der kleinen Gruppe von Frauen, die vor mir standen. Es waren drei junge Frauen, von denen zwei kleine Kinder auf dem Rücken trugen. Die dritte war eine Elfe, etwas älter als die anderen beiden. Sie hielt ein nur wenige Monate altes Baby in ihrem Arm und an ihrer Seite stand ein etwa sieben jähriges Mädchen. Sie zitterte leicht. Doch die Frauen waren so in ihr Gespräch vertieft, dass sie sie nicht bemerkten. Ihre Augen weiteten sich, als ich mich ihr näherte. Etwas schüchtern erwiderte sie mein Lächeln. "Ist dir kalt?", fragte ich und sie nickte. "Hast du denn keinen Umhang? Oder einen Mantel?" Sie schüttelte den Kopf. "Rina wollte nicht, dass ich zurück zur Hütte gehe", erklärte sie mir. "Ich glaube, weil sie es traurig macht, dass Mama da drin gestorben ist. Aber sie hat ja noch Seth und mich. Ich kann sie und das Baby beschützen" Fast musste ich lächeln über ihren Blick, der so voller kindlicher Ernsthaftigkeit war. "Weißt du was, ich gebe dir meinen Umhang", sagte ich und löste die schwere Schnalle vor meiner Brust. "Ich brauche ihn nicht. Aber ein so tapferen Mädchen sollte nicht erfrieren. Du musst ja noch deine Familie beschützen" Ich ging vor dem Mädchen auf die Knie und zog mir meinen Umhang von den Schultern. Ein Kreischen ging durch die Menge und ich wurde umgestoßen. Mit dem Kopf fiel ich auf den harten Stein. Benommen richtete ich mich wieder auf. Die junge Frau mit dem Baby hatte das Mädchen zurück gezogen und starrte mich mit großen Augen an. Die Menge um mich herum hatte sich zurück gezogen. Als wäre ich ein Dämon oder ähnliches starrten sie mich alle an. Ich fühlte mich wie ein Hase in der Falle. Aber ich konnte ihre panischer Blicke und ihr Misstrauen verstehen. Mein schwarzes Haar, das mit bis zur Brust fiel, ließ meine ohnehin schon helle Haut noch blasser wirken. Durch die lange Reise war ich dünn, beinahe dürr geworden und meine Wangen waren eingefallen. Doch das, was mein Aussehen so erschreckend wirken ließ war nicht mein Körper, nicht einmal die seltsame weiße Strähne in meinem dunklen Haar. Viel mehr waren es meine Augen. Schon seit meiner Geburt hatten sie diese seltsame Farbe und als Kind wurde ich oft deshalb gehänselt. Die Magier des Zirkels hatten mich des öfteren als Objekt ihrer Studien benutzt. Ihre Theorien handelten von einem Geburtsfehler oder einer uralten, noch unbekannten Rasse irgendwo in meinem Stammbaum. Einige versuchten sogar zu beweisen ich sei aus der Liebe eines Menschen und eines Dämons der Wollust entstanden. Doch keine dieser Theorien erklärte glaubhaft, warum meine Augen lila waren. Sie schienen nur die Angst der anderen Schüler im Zirkel zu bestätigen, weshalb ich gern für mich blieb und als ich endlich alt genug war, dass man mich ohne ständige Begleitung eines ganzen Teams von Forschern durch den Turm gehen lassen konnte, hatte man mir es auch endlich gestattet allein zu lernen. Nur eine Templerin war an meiner Seite. Doch nun war Evolet tot und ich war wieder allein. Meiner einzigen Freundin beraubt hatte ich nicht gewusst, wohin ich sollte. Bis ich von der Inquisition hier im Frostgipfelgebirge gehört hatte und dass sie Flüchtige aufnahmen.
Mit gesenktem Blick lief ich rückwärts von den Leuten weg. Stimmen drangen an mein Ohr. Leute bezeichneten mich als Ungeheuer, als Monster. Andere tuschelten darüber ob ich wohl besessen sei, eine Abscheulichkeit oder vielleicht doch ein Dämon...
Ein Stein traf mich am Kopf und ich taumelte zurück. Ein weiterer Stein traf mich, dann ein Dritter. Ich seufzte. Angst war ein gefährliches Gefühl. Es machte die friedlichsten Leute zu Mördern. Aus Angst habe ich selbst viel schlimmes getan, deshalb konnte ich den Leuten nicht böse sein. Ich war es ja auch gewohnt. Ich griff nach meiner Umhang, der völlig durchnässt in einer Pfütze lag und warf ihn mir über. Mit gesenktem Blick drängte ich mich zwischen den Leuten durch. Vielleicht sollte ich zurück. Ich hatte gehört, dass einige wenige Magier aus Redcliff geflohen waren und nun in Denerim einen Unterschlupf hatten. Vielleicht würden sie mich ja aufnehmen. Ob man mich hier aufnehmen würde, wusste ich schließlich auch nicht. Ich war hier her gekommen, da ich gehofft hatte meinen Bruder zu finden. Aber ich wusste nicht einmal ob, er mich sehen wollen würde.
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