Es gibt nicht nur den einen Weg

von moere1112
GeschichteRomanze, Familie / P16
20.02.2017
12.01.2019
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Huhu...
ich habe heute beschlossen ich schreibe auch hier mal weiter auch wenn ich mit dem was ich euch heute bieten werden nicht ganz zufrieden bin. Es hat irgendwie kaum Struktur und auch so gefällt mir der Inhalt nicht aber es ist halt auch eher ein Pausenfüller um die Geschichte etwas voran zu bringen und um nicht all zu viele Zeitsprünge einbauen zu müssen.

Sorry....
Trotzdem viel Spaß
Eure Moere


Kurz bevor es jedoch erster wurde, ging ich einen Schritt zurück. Philipp schaute mich fragend und unsicher an.
„Verstehe mich nicht falsch aber ich glaub das ist grade nicht das Richtige. Lass es uns langsam angehen ok. Nicht das wir es später bereuen.“ Versuchte ich ihm meinen Rückzieher zu erklären. Ohne ein weiteres Wort, packte ich meine 7 Sachen zusammen und machte mich wieder auf den Weg zurück zum Bus. Philipp schien mir nicht zu folgen, wenn er nur wüsste wie sehr ich mich nach seiner Nähe gesehnt habe und wie gut das tat. Ich wollte ihn jetzt nicht verletzen, wenn ich das überhaupt getan hatte aber ich wollte es diesmal Richtig machen und nichts überstürzen, zu viele Nerven hatte er mir schon geraubt, zu viel schmerz schon zugefügt.

„Laura?“ hörte ich es aus dem Funkgerät.
„Laura , hier“ meldete ich mich zurück, ich saß gerade in meiner Koje um noch etwas auszuspannen.
„Hier ist Dino, wo bist du?“
„Im Bus? Was gibt es denn?“
„Kannst du mal zum Personaleingang kommen?“
„Jep, bin in 5 Minuten da!“
Ich zog mir meine Schuhe an, schnappte meine Kippen und stiefelte zum Eingang, wo Dino schon auf mich wartete.
„Du wir haben ein Problem!“ fing er an, ich war nicht einmal ganz da. Ich runzelte die Stirn „Was ist los?“
„Einer von unserer Security hatte eben einen Autounfall, nichts schlimmes aber er kann heute nicht arbeiten. Meinst du, du könntest dein Mischpult heute gegen einen Platz vor der Bühne tauschen?“
„ICH!?“ kam erschrocken von mir, ich mein ich sehe nicht unbedingt so aus , als würde ich MASSEN davon abhalten können auf die Bühne zu stürmen und gar jemanden da herausziehen.
„Es werden genug Männer vorne sein, es geht nur darum, das wir Abschnitt 3 , direkt vor der Bühne besetzt haben. Die Jungs passen auch auf dich auf und helfen dir wenn was ist!“ kicherte er, er verstand sofort meine Sorge und ich musste deshalb auch nicht lange überlegen. „Ok, wenn Alex nichts dagegen hat!?“
„Mit ihm habe ich zuvor gesprochen, er gibt dich zwar ungern ab aber kann damit Leben.“
„Gut. Ok wenn du mir nachher noch mal genau erklärst was genau meine Aufgabe ist?“
„Kann ich auch jetzt tun. Beobachten, bei Bedarf eingreifen und schauen das keiner über die Abtrennung geht!“
„Das sollte ich hinbekommen aber nur wenn ich auch so ein tolles Shirt bekomme!“ funkelte ich ihn an.
„Das sollte nicht das Problem sein, Danke du bist die Beste“
Mittlerweile waren wir in der Halle angekommen, wir liefen während wir uns unterhalten hatten. „Wo sind eigentlich die anderen, ist relativ wenig los hier!“ stellte ich fest.
„Die Vier haben im Backstage ein Interview und der Rest lässt es sich am Büfett gut gehen. Hunger?“ schaute er mich an. „Jetzt wo du es sagst!“ grinste ich und gemeinsam liefen wir in den kleinen Essbereich im Backstage. Es gab natürlich traditionelle Südtiroler Gerichte doch auf all das hatte ich keinen Appetit und so nahm ich mir was von der Curry Wurst und den Pommes die mich anlächelten. Gerade als ich mich an den Tisch gesetzt hatte, kamen auch die vier zum Essen rein.
Ich konzentrierte mich nur auf mein Essen und auf meinen Teller, ich schaute nicht hoch, ich wusste nicht wie ich Philipp gegenüber sein sollte. Ob er es mir böse nahm? Ob alles beim alten war?
„Ich hab gehört du bist heute dafür zuständig uns zu beschützen!?“ hörte ich nun seine Stimme, er hatte wohl auch am Tisch platzgenommen. Ich schaute nun hoch und ihn direkt an. „Ja einer muss es ja tun!“
„Ist ja fast wie früher, hm. Bulli hat immer ein Auge auf uns!“ kam nun von Föhre. „So ungefähr, nur das es damals wesentlich kleinere Bühnen waren und auch die Menge der Zuschauer deutlich weniger war.“ Grinste ich „Aber eins kann euch gewiss sein, stürmen die auf mich zu, bin ich die erste die sich in Sicherheit bringt!“ lachte ich nun.
„Das war klar!“ kam nun von Zegga. „Wenigstens bin ich ehrlich“  zwinkerte ich ihm nun zu. „Wie war eigentlich das Interview? „Ganz ok, gab schon schlimmer aber auch bessere.


Die Stunde der Wahrheit war gekommen, die Türen sollten sich in wenigen Augenblicken öffnen und uns wurde gesagt, das bitte jeder seinen Platz einzunehmen hatte. Ich wirkte hier vorne eher wie ein Mäuschen zwischen den ganzen Durchtrainierten Bullen. Tim, so hatte er sich vorgestellt, stand rechts von mir und hatte Abschnitt 2 zu überwachen, er sah wirklich nicht schlecht aus, war durchtrainiert und schien ernsthaft mit mir zu Flirten. Es schmeichelte mir wirklich ein wenig, schließlich mag jeder etwas Zuspruch haben oder nicht? Überall um uns herum wurde noch fleißig herum gewuselt um die letzten Arbeiten zu erledigen auch die Jungs huschten noch mal schnell durch die Halle.
„Laura?“ hörte ich hinter mir. Ich wusste sofort wer es war. „JA Bocki!?“ grinste ich und drehte mich um zur Bühne, dieser stand auf seinen Platz. „Meinst du nicht du bist etwas zu zierlich für den Job?“
„Meinst du nicht, das dir die Eier fehlen um sich mit mir anzulegen?“ kicherte ich und er zwinkerte mir nur belächelnd zu. „Ich wünsche euch nachher viel Erfolg“
„Danke und dir , Hals und Bein bruch“
„Du mich auch“ winkte ich ab als er die Bühne verlies und drehte mich nun wieder mit dem Rücken zu dieser. Ich hatte von Dino noch eines der schwarzen Shirts erhalten, was mir 2 Nummern zu groß war, aber das war ja egal.
„Also du Arbeitest für das Label?“ griff Tim das Gespräch von eben wieder auf.
„Ja genau, ich bin in der Musikproduktion tätig und arbeite mit Alex zusammen.“
„Wow. Darf ich dir mal sagen, das du eine verdammt hübsche Frau bist?“
„Danke, das geht runter wie öl, gerade weil ich dieses Nachthemd hier anhabe!“
„Laura?“ hörte ich es durch das Funkgerät. „Laura hier, wer da?“ meldete ich mich „Föhre. Sag mal Flirtest du da unten?“ kam grinsend und ich schaute mich reflexartig um, ich entdeckte Föhre, Philipp und Zegga oben rechts bei den Sitzplätzen.
„Nein, ich unterhalte mich nur und ihr solltet vielleicht in den Backstage gehen, denn die Türen gehen gleich auf!!!“
„Sieht von hier unten anders aus!“
„Typisch Mann. Ab mit euch nach Hinten!“  sagte ich und rollte die Augen, wohlwissend das sie es nicht sehen würden.
„Ja Mama!“ kam nun von Zegga. Sie verschwanden über die Treppe und von Dino kam das ´Go´ das es jetzt los gehen würde. Dino selbst ist am Eingang tätig und würde erst zu beginn des Konzertes zur Bühne kommen.
Es war Krass zu sehen, mit welch einer Geschwindigkeit die ersten rein gerannt kamen und wie schnell sich vor allem die Halle füllte. Tim nahm seine Position ein und auch stellte mich auf den von Dino zugewiesenen Platz. Direkt vor mir eine Traube Mädels, Junge Mädels, vielleicht 15 Jahre alt. Sie waren Bildhübsch und unterhielten sich über die Band, naja ok , vielmehr über Philipp.
„Er …Er ist einfach so süß und so charmant. Wenn er mich nur erst kennen würde, dann würde er alles andere vergessen und mich Lieben!“ sagte die eine und ich musste mich wirklich zusammen reißen , ich war kurz davor lachend zusammen zu brechen. Was bitte geht in ihnen vor, das sie so dachten. Schließlich ist Philipp doppelt so alt wie sie. So ging das die ganze Zeit hin und her, es wurde über Philipp Philosophier was das Zeug hält. Ich schaltete bald ab und versuchte mich auf alles andere zu Konzentrieren.
Das war nun mal Philipps leben, Fans, Groupies, Frauen , Hübsche Frauen.

„Letztes Jahr zu Alpen Flair, habe ich mit ihm ein Bier getrunken, er gab mir seine Handynummer“ „Nein!“ es war eine Unterhaltung, zwischen zwei Damen aus der Ersten Reihe, eine Schöner als die andere. Meine Ohren wurden größer. „Doch! Ich habe ihm natürlich nach dem Festival geschrieben, wir waren noch 3 Tagen in Brixen.“ „Und“ fragte die Blondie die Brünette. „Er hat sich zurück gemeldet, wir haben uns dann getroffen und… und dann“ ab hier fing sie an zu flüstern , so das ich nichts mehr verstehen konnte.
Philipp traf sich ernsthaft mit Fan´s? War er da noch mit seiner Frau zusammen? Ich habe ihm echt viel zugetraut aber seinen Status auszunutzen, hm das hätte ich wirklich nicht von ihm gedacht. Meine Stimmung wirkte natürlich gleich umso gedrückter.  Doch viel zum grübeln hatte ich nicht, Goitzsche Front sollte jeden Moment den Abend beginnen und so musste ich mich konzentrieren.

Der Bass dröhnte mir in die Ohren, mein Körper vibrierte und ich nahm alles nur wie in einem Tunnel wahr. Ich hielt Ausschau nach Unruhe Stiftern und die Zeit verflog einfach so dahin. Selbst Frei.Wild kündigte gerade schon ihr letztes Lied an. Wo war die Zeit geblieben? Wo war sie hin? Man kann sich gar nicht vorstellen wie schnell so ein Abend vorbei sein kann. Zumal es das letzte Konzert vom 1 Block war.
Die Jungs waren fertig und die nächste Anweisung von Dino war, das Abschnitt 1 und 4 vor zum Eingang sollten, Ich und Tim sollten an der Bühne bleiben und hier alles im Auge behalten.
„Hast du eigentlich einen Freund?“ fiel er mit der Tür ins Haus, als fast alle Fan´s weg waren. Verdattert sah ich ihn an. „Offiziell nicht!“ sagte ich nun. „Wie jetzt?“
„Es bahnt sich was an.“ „Aha ok, also bist du ja offiziell noch Single?“
Ich runzelte meine Stirn und stieß ein „Ja“ raus „Wieso fragst du“ fügte ich hinzu. „Hab gedacht wie könnten nachher noch eins trinken im Backstage!?“
„Sorry aber ich bin dann mit im Bus und ich denke nicht!“ „Schade“ kam nun etwas enttäuscht.

Ich war froh als unsere Arbeit getan war und Dino uns das Zeichen gab, das wir nun aufräumen können. Hier zog es mich natürlich zu Alex, ich wollte nur schnell weg von Tim, er wurde immer aufdringlicher und es war mir unangenehm.
„Na wie war es an der Front?“
„Amüsant!“ lächelte ich „Wie?“ fragte er mich nun, „Naja, die Fangemeinde hat sich weiterentwickelt! Es gibt sogar schon Groupies!“ lachte ich los. „Hat die nicht jede Band?“ „Schon , trotzdem sehr amüsant. Wie lief es bei dir?“ „Eins zwei Störungen aber sonst alles gut!“ „Sehr schön!“

Wie verstauten alles wieder in den Kisten, diese wurden anschließend verladen und dann hieß es anstehen beim Duschen. Ich war froh, als ich wieder zurück im Bus war, wo schon der rest frisch geduscht saß und sich ein Bierchen genehmigte.
„Bummelletzte“ wurde ich herzlich von Föhre empfangen. „Hättest du nicht so lange geduscht, wäre ich auch schon längst fertig“ streckte ich ihm die Zunge raus und setzte mich mit dem Bier zu den Jungs an den Tisch.
Philipp saß an dem anderen und unterhielt sich angeregt mit Kai. Alex und ich redeten über die neue Band die wir unter Vertrag genommen hatten und Föhre schlief schon fast im Sitzen ein.
„Schätzelein, meinst du nicht, das du reif fürs Bett bist?“ fragte ich ihn, als sein Kopf immer mehr dem Tisch näherte. Doch dieser schüttelte nur den Kopf und richtete sich wieder auf.

Langsam verzogen sich alle zurück in ihre Betten, bis zum Schluss nur noch Philipp und ich auf dem Ledersofa saßen und einen Film sahen, auch meine Augen kämpften mit der Müdigkeit und ich würde wohl auch bald das Bett aufsuchen müssen.
„Laura?“ flüsterte es neben mir
„Hm“ brummte ich schon fast schlafend.
„Ich wollte dir nur sagen, das du vollkommen recht hast mit dem was du heut Mittag gesagt hast.“
Ich öffnete meine Augen und sah zu ihm rüber. „Danke, ich hatte schon angst das du es mir Krumm nimmst“
„Meinst du , Kuscheln wäre eine spur zu schnell?“ ich lächelte ihn daraufhin nur an und rutschte die wenigen Zentimeter rüber die uns trennten. Sein Arm legte er um mich und mein Kopf fand auf seiner Brust einen gemütlichen Platz. Es fühlte sich einfach so gut an, seine Nähe war wie Medizin für mich. Zu viel würde mich umbringen aber richtig dosiert, war es einfach himmlisch.
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