Es gibt nicht nur den einen Weg

von moere1112
GeschichteRomanze, Familie / P16
Philipp Burger
20.02.2017
12.01.2019
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Tour Tag 4:
Mal wieder war es ein gelungener Abend und wir bauten bereits an der nächsten Halle auf, dies war das letzte Konzert für den 1. Block und unsere Wege würden sich morgen für 4 Tage trennen.
Philipp und die Jungs machten wie immer ihren Soundcheck, Alex und ich gaben unser O.K wenn alles passte und anschließend verzog sich jeder in irgendeine Ecke. Ich machte mich zurück in den Bus um mich umzuziehen. Ich schnappte mir also ein Bardly-shirt eine helle Röhren Jeans und frische Unterwäsche und wollte mich gerade auf den Weg zu den Duschen machen, als Philipp und ich an der Tür von Bus ineinander rannten.
„Sorry“ sagte ich und ging einen Schritt zurück.
„Alles gut, ist niemand verletzt“ lächelte er, dann schaute er auf die Sachen in meiner Hand. „Willst auch Duschen gehen?“ fragte er nun. „Auch?“ schaute ich in verwirrt an. „Ich wollte mich auch noch mal schnell frisch machen“ grinste er und ging an mir vorbei die Treppe hoch, „Wartest du auf mich“ rief er von oben runter. Ich atmete kurz durch und antwortete mit einem „Nur wenn du dich beeilst!“ Doch wie ich es aussprach kam er schon mit einer Hand voller Wäsche die Treppe runter.
„Fertig“ grinste er und ich erwiderte es, gemeinsam und wortlos liefen wir Richtung Halle und anschließend zu den Duschen. Zum Glück hatte jemand meine stillen Gebete erhört und es gab getrennte Duschkabinen und ich steuerte beim betreten auch gleich eine an.
„Frohes Schaffen“ sagte ich noch lachend und stellte das Wasser an. Es gibt doch nichts schöneres als eine heiße Duschen. Ich stand bestimmt minutenlang einfach nur unter der warmen Brühe ohne mich zu bewegen. Ich dachte wieder an diesen Sommer 2007, da wo alles begann.

***
Ich und zwei Freunde waren gerade dabei unser „Lager“ aufzubauen als mit Zegga entgegen kam, er wusste genau wo wir uns breit gemacht hatten und hatte geschaut, das wir nicht allzu weit auseinander liegen.
„Na du Nudel!“ begrüßter mich und zog mich anschließend in eine Umarmung
„Naaaaa!“ grinste ich und wir lösten die Umarmung. Mit ihm verstand ich mich bisher am Besten.
„Wo genau steht ihr?“ fragte ich nun, denn ich sah den Wohnwagen nicht.
„Ein Block weiter, es gab leider keinen Platz mehr hier.“ Sagte er und zündete sich eine Zigarette an, ich tat es ihm gleich und setzte mich auf einen der schon stehenden Campingstühle.
„Bier?“ fragte ich ihn und er nickte. So nahm ich 2 Bier aus der Kühlbox. Ich hatte es immer am einfachsten, denn ich hatte meinen Bulli, alle anderen mussten erst ein Zelt aufbauen und verzweifelten meist schon bei den Stangen die in die Halterungen eingeführt werden mussten. Festivals, ja das war genau mein Ding, einfach Abschalten und aus dem Alltag entfliehen.
Wie stießen auf ein geniales Wochenende an und nahmen einen Schluck.
„ZEGGAAAA!“ hörte ich schon jemanden rufen und er drehte sich um, es war Philipp der nun direkt auf uns zusteuerte.
„Hi“ sagte er mit einer leichten Handbewegung zu mir und schaute dann zu Zegga, „wir wollen schon ein bisschen vorglühen!“ sagte er nun und Zegga schaute zu mir. Magst du mitkommen?“ fragte er mich und ich schaute zu meinen Freunden, da diese noch beschäftigt waren ihr Zelt aufzubauen beschloss ich mit zu den anderen zu gehen. „Bin bei den Jungs am Wohnwagen wenn ihr mich sucht!“ sagte ich und lief den zweien hinter her. Nicht nur meine Freunde hatte mit dem Zelt zu kämpfen auch einige andere, musste ich feststellen. Was bitte ist denn daran so schwer, dachte ich mir nur und schüttelte belustigt den Kopf als ich wortlos hinter den zweien her lief. Wir kamen wenig später bei den Jungs an und Jonas bat mir gleich einen Platz auf den Boxen an. Alles sah der Provisorisch aus und eher Amateurhaft. Die Jungs fingen also an zu spielen und es ertönte die Melodie von den Onkelz durch die Boxen. „Auf Gute Freunde“  Einer meiner Favoriten dieser Band und ein Text den ich auswendig konnte, vor , sowie rückwärts.
Ich beobachtete die vier wie sie da standen und man sah ihnen an, das sie wirklich liebten was sie taten. Ich trällerte also den Text mit und mir entging natürlich nicht, das Philipp oder auch Fips genannt, mich immer wieder ansah. Was bitte war sein Problem, hatte meine Ansage beim letzten zusammentreffen nicht gereicht? Ich mein er ist jetzt nicht so hässlich aber auch nicht wirklich mein Typ und sein Charakter naja also der war eh für´n Arsch.
Ich versuchte es zu ignorieren, ich wollte ja nicht immer der spielverderben sein und so genoss ich einfach die Musik. So langsam tummelten sich auch ein paar andere Festival Besucher um uns und lallten die Texte der Onkelz lautstark und weiß Gott ohne ende Schief mit Die Stimmung war ausgelassen und da heute eh noch nichts auf dem Gelände war, versammelte sich dann doch alles hier und wie feierten ordentlich.
Als ich anschließend am nächsten Morgen in meinem Bulli wach wurde, wusste ich kaum noch was, ich wusste wir hatten irgendeinen Schnaps getrunken und ab da war alles schwarz. Als ich jedoch aufstehen wollte und merkte das mich irgendwas von hinten umklammerte, stockte in meiner Bewegung und schaute auf den Arm an meinem Bauch, erst jetzt fiel mir auch, das ich nackt war.
Oh nein! Dachte ich und drehte mich langsam um , um zu sehen mit wem ich das vergnügen hatte.
-Wirklich jetzt- meckerte ich mit mir selber, - Über 3000 Besuchen und du steigst gerade mit ihm in die Kiste?- fragte ich mich Gedanklich. Ich hob seine Decke an und schaute ob auch er nackt war und Tatsachen, er war es.
Ich befreite mich aus seinem Griff und stand langsam auf, suchte meine Sachen zusammen und schmiss ihm anschließend seine ins Gesicht „Aufstehen !“ sagte ich genervt.
***

Da hatten wir das erste mal miteinander geschlafen, da wusste ich noch nicht in was ein Gefühlschaos ich mich begeben würde. „Laura?“ hörte ich nun seine Stimme. „Ja“ gab ich zurück.
„Alles gut? Du duscht ja immer noch!“ sagte Philipp, der anscheinend schon fertig war und sich anzog.
„Ja“ lachte ich nun als ich selber feststellte, das meine Haut schon ganz aufgequollen war
„Ich gehe schon mal wieder zurück zum Bus“ sagte er und die Tür fiel ins schloss. Ich Duschte nun fertig und weil in der Kabine alles nass war und sie zudem zu klein war, band ich mir ein Handtuch um und ging nach draußen. Dort trocknete ich mich ab und zog mir BH sowie Slip an. Ich griff gerade nach meinem Shirt, als die Tür aufflog. „Oh Sorry“ stammelte Philipp herum und hielt sich die Hand vor die Augen „Ich hab nur mein Deo hier vergessen“ sagte erun versuchte fast Blind danach zu greifen. „Alles gut, ich hab ein Shirt drüber“ musste ich schon fast lachen, „Du kannst die Hand weg nehmen“ fügte ich anschließend hinzu.
„Hast es wohl auch mal geschafft, hm!“ kam nun von ihm. „Tja, ich bin nun mal nen warm und lang Duscher“ zwinkerte ich ihm zu und zog mir meine Hose an.
Ich stand gerade vor dem Spiegel und schminkte mich, Philipp stand derweil nur da und starrte mich an, immer wieder schaute ich ihn durch den Spiegel an um zu verstehen was nun in ihn gefahren war, doch auch so wurde ich nicht schlauer. Er ging nun einen Schritt auf mich zu, so das er hinter mir stand. Ich hörte auf mich zu schminken und schaute ihn erneut durch den Spiegel an. „Philipp alles gut?“ fragte ich ihn und immer noch kam keiner Reaktion, also drehte ich mich zu ihm um und es kam wie es kommen musste, unsere Blicke trafen sich und wir behaarten in dieser Position. Wenig später lagen dann auch schon seine Lippen auf meinen und ich wusste nicht wie mir geschieht.
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