Es gibt nicht nur den einen Weg

von moere1112
GeschichteRomanze, Familie / P16
Philipp Burger
20.02.2017
12.01.2019
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Der Arbeitstag zog sich so dahin, die Zeit wollte einfach nicht vorbei gehen obwohl es ordentlich zu tun gibt.
Als meine Schicht dann endlich vorbei war, schlenderte ich durch die Straßen bis nach Hause, meine Wohnung lag nicht weit davon entfernt, doch es reichte das ich mich Gedanklich mal wieder im Jahr 2007 befinde.

Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen und fühle als wäre es gestern gewesen. Ich war damals 20 Jahre alt und hatte mich heimlich in Philipp verliebt oder wie man den Zustand nennt wenn man dauerhaft Schmetterlinge verspürt, es kribbelt wenn er in deiner Nähe ist und du ihn nie wieder gehen lassen willst jedoch war das, da bin ich mir Sicher nur von meiner Seite. Wie ich darauf kommen? Also während es in dieser Zeit nur Philipp für mich gab, hat er sich so auch mit anderen vergnügt, ich glaub das ist ja eindeutig genug. Naja irgendwann ist ja dann der Kontakt abgebrochen und ich bin drüber weg gekommen und heute lach ich mich selber aus, wenn ich überlege wie ich ihm  in dieser Zeit hinterher gelaufen bin.

Ich ging die Treppen bis in meine Altbauwohnung hoch und verfluchte mich wie jeden Tag, dass ich in den 4 Stock gezogen bin.
Ich kam leicht außer Atem oben an und schloss erschöpft meine Tür auf, ich schmiss meine Schuhe in die eine Ecke und meine Jacke in die andere Ecke und ging in die Küche, schenkte mir ein Glas Sekt ein und ging auf den Balkon.
Dort zündetet ich mir eine Zigarette an und zog genüsslich an den Glimmstängel, während ich auf Facebook Philipp Burger in die Suchmaschine eingab. Das alles hatte mich irgendwie etwas nach hinten geworfen, ich schaute mir einige Bilder an und merkte wie alt er eigentlich geworden war. Wie alt war er jetzt? 35?! damals war er 25 oder 26 Jahre alt, ein Rebell durch und durch, er liebte das leben und genoss es jede Sekunde, das gefiel mir auch so an ihm, er dachte nicht darüber nach was morgen ist sonder lebte immer im hier und jetzt. Ich öffnete ein Bild wo man seine Zahnlücke sieht, ich musste sofort lachen, wie oft hatte ich ihn mit dieser Aufgezogen obwohl ich sie schon süß fand, es passt einfach zu ihm.

Mein Handy in der Hand fing an zu vibrieren und auf dem Display erschien Pia´s Nummer.
"Hallöchen" meldete ich mich grinsend
"Na hast du endlich Feierabend? Was machst du heute noch?" redete Pia gewohnt schnell.
"Ja zum Glück hat sich ja noch mal mega gezogen. Stehe grad mit einem Glas Sekt auf den Balkon sonst habe ich nicht geplant für heute Abend."
"Lust in die Kneipe zu kommen?"
"Ganz ehrlich Maus?! Ich bin irgendwie fertig, also eher nein."
"Ok. Sehe wir uns vor Freitag noch?"
"Denke schon. Sehe uns doch eh jeden Tag" lachte ich nun.
"Stimmt. Na gut dann gehe ich mal wieder rein zu den anderen, bis morgen"
"Viel Spaß und Grüß die anderen, bis morgen"

Wir legten auf und ich ging anschließend wieder rein, ich war wirklich müde und beschloss heute einfach mal früher ins Bett zu gehen.


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Heute war der Tag des Konzert´s und ich war wirklich nervös als ich am Morgen aufgestanden bin, ich machte mir wie jeden Tag meinen Kaffee und ging Duschen. Pia hatte schon kontrolliert ob ich wach bin und schrieb mir ein paar "AUFSTEHEN!" Nachrichten, die ich mit einem "Du bist zu Spät, bin wach" beantwortete.
Mit einem Handtuch um den Körper und eins um meine langen Straßenköter blonden Haaren gewickelt, genieße ich noch etwas die Ruhe mit meinem Kaffee in der Hand denn Pia sollte bald mit den anderen hier auftauchen, wir vereinbarten das wir und bei mir Treffen würden.
Nach dem ich Gedankenleer in meiner Küche den Kaffee ausgetrunken hatte und ins leere gestarrt hatte, zuckte ich zusammen als die Klingel ging. Ohne zu hören wer da ist, drückte ich auf den Summer und lies die 3 Chaoten rein, ich verschwand erst mal schnell im Schlafzimmer und suchte mir mein Outfit raus, dies gestaltete sich doch schwere als gedacht.
Ich entschied mich für eine schwarze Röhrenjeans, Chucks, ein Frei. Wild Shirt und zog eine dünne Schwarze Jacke darüber. Die Chucks waren Rot, so zog ich einen Roten Gürtel dazu an.
Ich ging angezogen zu den anderen, die dabei waren meine Küche auseinander zu nehmen.
"Wie immer Top durch gestylt." sagte Fred.
"Hast du was anderes erwartet?"
"Nicht wirklich." lachte er und reichte mir gleich ein Bier.
Ich schaute kurz auf die Uhr, es war halb zwölf, wir wollten punkt 12 los also verschwand ich schnell im Bad.
Dort vollendete ich mein Outfit für heute, ich trug etwas Make up auf, betonte meine Augen und legte wie immer meinen Knallroten Lippenstift auf, meine Harre lies ich offen, ich hatte glatte bist zur Brust gehende lange Straßenköter blonde Haare.
Zufrieden mit dem Ergebnis, ging ich zu den anderen raus.
"So wir können" grinste ich
John fuhr nach Chemnitz, er trank dann vor Ort eine Kleinigkeit, wir hingegen legten schon richtig gut los, sangen zu Frei.Wild und Onkelz Liedern mit und machten Videos.
Von Weimar nach Chemnitz dauerte es grad mal eine Stunde, wir kamen gut durch und Parkten dann auf dem Parkplatz vor der Halle.
Es waren schon einige da, wie immer gingen wir erst einmal an den Getränke Wagen und holten Nachschub, dann schauten wir im Rock´n´Trailer vorbei, dann stellten wir uns in die Reihe und quatschten mit anderen Fan´s. Also alles wie immer, denn so lief es immer ab.
Angetrunken ging es dann um 18 Uhr in die Halle und ich verfluchte meine Freunde, die sich zu meinem Übel in die erste Reihe gekämpft hatten. Hier stand ich jetzt nun, erste Reihe auf der Höhe zwischen Zegga und Philipp, genau im Blickfeld. Ich stellte mich wie gesagt nie so weit nach vorne, damit die Gefahr , das sie mich wieder erkennen nicht zu Groß ist aber heute war ja alles anders als sonst. Meine Gedanken hingen an der Aftershow Party, die ich immer noch am Liebsten umgehen würde.

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Die Jungs kamen auf die Bühne und wurden wir immer laut Begrüßt, ich konnte abschalten , alle Sorgen waren weg denn die Musik half mir immer alles um mich herum zu vergessen.
Sie spielten grad den Anfang von Feinde deiner Feinde, mein Blick ging Richtung Bühne und ich schaute genau in Zegga´s Gesicht, sein Blick fiel auch auf mich und es war mir mehr als unangenehm. Er schaute mich mit zusammen gezogenen Augenbrauen an und ich hatte irgendwie das Bedürfnis zu flüchten, doch die Flucht aus der Ersten Reihe war zwecklos und nicht möglich. Ich schaute einfach weg, wer weiß was der hatte, ich glaubte nicht das er mich ansatzweise erkannt hat, meine Haare waren länger und auch so hab ich mich in den letzten 9 Jahren verändert.
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