Sunshine on Mars

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
OC (Own Character) Shannon Leto
19.02.2017
22.09.2019
22
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Hallöchen zusammen,

ich weiß noch nicht, was mich hierzu getrieben hat, aber vermutlich hat der Planet Mars eine zu große Wirkung auf mich.
Ich hoffe, ihr habt ebenso viel Spaß beim Lesen der Geschichte wie ich, als ich sie geschrieben habe. Sie hat schon einen ziemlich großen Umfang angenommen, demzufolge wird es auch ne Menge zu Posten geben, und nun soll es damit auf die Reise in die weite Welt gehen. Ich freue mich über eure Kommentare und Hinweise, aber gern auch über Kritik. Immer her damit!

Habt einen entspannten Restsonntag!
Sonnenkeks



1.

Die Sonne brannte heute heiß auf ihren Nacken und ließ ihr ein paar Schweißtropfen die Stirn herunterlaufen. Völlig gebannt sah sie durch den Sucher und versuchte dieses kleine Etwas scharf einzufangen. Da war dieser kleine, dicke, runde Körper mit Punkten, schwarz auf rotem Untergrund. Amy liebte Marienkäfer und dieser war ein besonders schönes Exemplar, bei dem die Punkte auf beiden Seiten der Flügel ein wenig asymmetrisch waren. Er war nicht perfekt, doch für Amy war gerade diese Asymmetrie genau das, was ihn für sie so perfekt machte. Eben einfach das nicht so Normale faszinierte sie.
So, jetzt bloß nicht wackeln. Das Atmen war einzustellen und die Zeit sollte am besten stehen bleiben, damit dieses kleine Geschöpf nicht jeden Augenblick wegfliegen konnte.
„Mist. Scheibenkleister. Verdammte Scheiße aber auch nochmal!“ fluchte sie lautstark, war ihr dieses kleine V…  wunderbare Wesen doch entwischt. Genau in dem Moment als sie den Auslöser halb herunterdrückte und das Bild sich scharfstellte, flog dieses winzige Ding in die Luft und vor ihrer Linse davon.
Amy lachte auf und ihr selbst entging nicht der Sarkasmus, der in diesem kleinen Lachen lag.
Was soll‘s! Hatte halt nicht sollen sein! Wie so vieles in ihrem Leben nicht sein sollte. Irgendwie musste es sich ja wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehen.
Vorsichtig steckte sie ihre Hand in ihre Jackentasche und fühlte nach dem Stückchen Papier darin. Gut, es war immer noch da, wo sie es hingesteckt hatte. Ihre Finger angelten danach und Stück für Stück zog sie es heraus.
Die wichtigsten Daten lauteten:

Flugticket am 14.05.
von New York nach Seattle
Abflug um 14:35 (Gate 3)
Flug AN1509


Von einem Tag auf den anderen war ihr plötzlich die Kündigung ins Haus geflattert, von dem Job, den sie nur wegen des Geldes angenommen hatte, und der ihr irgendwie ein bisschen Prestige einbrachte. So die Meinung anderer. Aber so wirklich zufrieden hatte es sie nie gestellt. Sie brauchte kein Prestige, sie wollte eigentlich nur abends mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, an etwas Besonderem teilzuhaben.
Lange hatte sie schon gespart, jeden Cent nochmal umgedreht und ihre kompletten Ausgaben mindestens dreimal überdacht. Sie wollte etwas in ihrem Leben verändern, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Dieses Flugticket würde ihr Neuanfang sein, das hatte sie sich geschworen. Einfach ans andere Ende dieses Landes fliegen, neu durchstarten und alles hinter sich lassen, was ihr hier den Weg versperrte. Ab jetzt würde sie die Entscheidungen in ihrem Leben treffen und sie nicht mehr anderen Menschen überlassen. Sie hatte ihren eigenen Plan! Heute sollte der erste Tag ihres neuen Lebens sein. Niemand würde je wieder…Sie spürte die aufkommenden Tränen. Nein! Sie würde nicht weinen. Nicht weil sie sentimental wurde. Amy straffte ihre Schultern und wischte sich bestimmt die Tränen aus den Augen. Sie hatte diese Entscheidung getroffen und sie musste das ganze Projekt durchziehen. Ein Zurück konnte es jetzt nicht mehr geben.

Ihr Blick fiel auf die große Uhr über dem Eingang des Flughafens. Sie hatte noch zwei Stunden bis ihr Flieger ging. Es war also noch genügend Zeit. Sie setzte sich auf die kleine Steinmauer auf der anderen Seite der Straße und beobachtete die Menschen, wie sie hektisch in das Flughafengebäude liefen, um womöglich ihren Flug nicht zu verpassen. Oder da war noch die Sorte von Menschen, die genauso angespannt den Flughafen verließen und sich wie die letzten Rüpel benahmen, wenn sie sich gegenseitig ein Taxi wegschnappten. Besonders an dieser Stelle wünschte sie sich ein wenig mehr Nächstenliebe für den jeweils anderen.
Und dennoch, Amy liebte diese Hektik. Wenn es drunter und drüber ging und hinterher nichts war, wie es sein sollte, dann wurde sie ganz ruhig und vertiefte sich in ihren Gedanken. Genau dann konnte sie die Welt ausschalten und es wurde ganz friedlich und still in ihr. Die Menschen rasten nur so an ihr vorbei und doch blieb die Zeit für sie einfach stehen. Sie sog die Luft ganz tief in ihre Lunge und das Gewusel der Menschen in sich auf. Genau das, was sie gerade brauchte. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und sie spürte, wie die Laune in ihr stieg.
Ihr Blick ging durch den Sucher ihrer Kamera, während sie die Menschen beobachtete. Dabei blieb sie an einem älteren Ehepaar hängen, das so gar nicht in das Bild der fahrigen Menschenmasse passen wollte. Die Frau hatte sich bei ihrem Mann untergehakt und gemeinsam warteten sie darauf, auch endlich ein Taxi zu bekommen. Ihr Mann startete immer wieder einen Versuch eines zu rufen, doch genauso oft, wurde es ihnen wieder weggeschnappt. Dennoch ließen sie sich scheinbar dadurch nicht aus der Ruhe bringen.
Amy hatte Mitleid mit ihnen und packte die Kamera in ihre eigens dafür vorgesehene Tasche, schnappte sich ihren Koffer und ging hinüber auf die andere Straßenseite. Dort stellte sie den Koffer genau neben den des älteren Paares, trat selbst ganz nah an den Bordstein und stieß einen lauten Pfiff aus, der definitiv nicht zu überhören war. Es vergingen keine fünf Sekunden, als genau vor ihr ein Wagen mit quietschenden Reifen hielt.
„Ma‘am, Sir, ihr Taxi ist startklar!“ Amy öffnete die Tür und bat die beiden mit einer Handbewegung sich hineinzusetzen. Völlig entgeistert sah das ältere Ehepaar Amy an.
„Kommen Sie ruhig. Sie wollen doch heute noch von hier weg, oder?“
„Sind sie sich sicher, dass sie das Taxi nicht brauchen? Wir haben Zeit, wir können das nächste nehmen!“ entgegnete ihr der ältere Herr.
„Keine Sorge, ich brauch keins, mein Flieger geht bald. Aber ich fand, sie sahen so aus, als könnten sie eins gebrauchen.“
Aus dem Augenwinkel nahm Amy wahr, wie ein Mann in Anzug auf den Wagen zu steuerte, es umrundete und die Tür auf der anderen Seite öffnen wollte.
„Hey, wenn sie es auch nur wagen, darüber nachzudenken, in dieses Taxi einzusteigen, Gnade ihnen Gott!“ fuhr sie den Mann scharf an, der ebenso schnell die Tür wieder schloss, wie er sie geöffnet hatte.
„Ich bezweifele, dass ich ihr Taxi noch länger verteidigen kann. Sie sollten es also ziemlich schnell in Beschlag nehmen.“ Als wäre nichts geschehen, sah sie das Paar an und lächelte.
„Klar, selbstverständlich. Rose, komm, bevor wir heute Abend noch hier stehen.“
Zufrieden lächelte Amy. Jeden Tag eine gute Tat! Damit konnte man doch gut leben! Wie süß die beiden Alten waren und es machte sie etwas traurig, dass sie nicht die Chance darauf hatte so etwas erleben zu können. So sollte es eben nicht sein!
„Eine gute Reise und vielen Dank für ihre Hilfe!“ wandte sich der Herr an Amy, bevor er ins Taxi stieg.
„Gern geschehen, es war mir ein Vergnügen!“
„Wissen Sie, man begegnet sich immer zweimal im Leben und falls das der Fall sein sollte: Wir sind Jim und Rose Talbott! Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder“, sprach die alte Dame zu ihr und tätschelte Amy die Hand, bevor sie ebenfalls in das Taxi stieg.
Amy beugte sich für ihre letzten Worte kurz zu den beiden in den Wagen.
„Vielleicht tun wir das! Für den Fall: Ich bin Amy Costello! Kommen sie gut an, wo auch immer ihr Ziel ist!“

„Ich fasse es nicht! Warum müssen uns diese Paparazzi immer verfolgen? Ich verstehe nicht, was so weltbewegend daran sein soll, dass wir in ein Flugzeug steigen. Wie viel Marktwert kann das schon haben, was andere tagtäglich machen.“ Jareds Blick ging auf die andere Straßenseite hinüber und Shannon tat es ihm gleich.
Dort drüben stand eine Frau, die gerade durch den Sucher einer Kamera das Flughafengebäude betrachtete. Shannon war sich dabei aber nicht so sicher wie sein Bruder, dass sie die kleine Gruppe vor dem Eingang beobachtete.
„Emma, wir müssen noch klären, wie die kommenden Interviews abzulaufen haben. Die Reporter sollen ganz genau wissen, zu welchen Fragen wir Stellung nehmen und zu welchen nicht.“
Während er Jared nur mit halbem Ohr zuhörte, ließ er die Frau auf der anderen Seite der Straße nicht aus den Augen. Was machte sie denn da? Shannon streckte seinen Hals und beobachtete sie dabei, wie sie im Gras saß und etwas versuchte zu fotografieren.
„Ich will nicht wieder so ein schreckliches Interview führen wie das letzte Mal. Denen muss genau klar sein, was sie zu erwarten haben. Shannon! Von dir verlange ich, dass du dich diesmal…. Shannon? Shaaaaaannnooon?“ Jared tippte seinem Bruder auf die Schulter und versuchte seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
„Shannon, du musst mir schon zuhören, wenn ich dir etwas sage! Das ist verdammt nochmal wichtig! Nicht, dass du wieder mit der Reporterin flirtest!“
„Gleiches Recht für alle, Bruderherz! Warum soll ich dabei zusehen, wie du versuchst die Reporterin um den kleinen Finger zu wickeln, wenn ich das genauso gut hinbekommen kann. Wenn nicht sogar noch besser!“
Shannons Feststellung folgte nur ein Augenrollen seines kleinen Bruders. Sollte er doch! Ihm war es egal. Er wollte sich nicht die gute Laune verderben lassen, die er heute hatte und schon gar nicht durch seinen kleinen Bruder, den er mal wieder ohne Rückfahrschein zum Mond hätte schicken wollen. In letzter Zeit war ihr Verhältnis ohnehin recht angespannt gewesen.
Eigentlich hasste Shannon dieses Konkurrenzdenken zwischen ihnen, aber hin und wieder konnte er dem einfach nicht widerstehen und musste seinen Bruder mit seinen kleinen Macken aufziehen.
„Warum kannst du dich nicht wenigstens einmal zusammenreißen und dich wie ein erwachsener Mensch benehmen?“ fragte dieser entnervt. Nicht schon wieder die alte Leier.
„Weil mein Leben dann nur halb so schön sein würde, wenn ich meinem kleinen Brüderchen nicht dermaßen eins reinwürgen könnte“, sprach Shannon, legte den Arm um die Schulter von Jared und grinste das breiteste Lächeln, was er bieten konnte.
Jared schüttelte seinen Kopf und konnte sich trotzdem ein Schmunzeln nicht verkneifen.
„Durchgeknallt wie immer!“
„Eben! Ich sag doch, das Leben wäre dann nur halb so schön! Außerdem hast du ja schon genug Macken für zehn, da bleibt mir nur die Position des Durchgeknallten.“
Shannon zog Jared noch mehr in seine Arme und gab ihm einen dicken Schmatzer auf die Wange.
„Emma, der Durchgeknallte benötigt einen Einzelplatz! Ich will nicht neben so Einem sitzen. Kannst du die Reservierung noch ändern? Am besten du gibst ihm einen Platz in der Economy“, rief Jared seiner langjährigen Assistentin zu, während er versuchte Shannon auf Abstand zu bringen und sich aus der Umarmung zu befreien.
„Ich fürchte, Jared, das geht nicht, das Flugzeug ist ausgebucht.“
„Tja, Pech gehabt, Brüderchen!“ sprach Shannon und klopfte Jared mit der flachen Hand gegen die Brust.
„Da musst du jetzt wohl durch!“
„Das werden wir noch sehen!“ entgegnete Jared und schob sich den Arm seines Bruders von der Schulter.
Shannon hörte noch wie Jared Tomo fragte, ob er mit ihm tauschen könne, doch Tomos Antwort hörte er schon nicht mehr, da beide im Inneren des Flughafengebäudes verschwanden.
Sein Blick richtete sich auf Emma, die ihn eingehend betrachtete.  
„Wie viel Zeit haben wir noch, Emma?“
„Der Flug geht in circa zwei Stunden. In einer halben Stunde solltest du spätestens am Check-In sein, dann haben wir immer noch genügend Zeit.“
„Okay, ich werde pünktlich sein!“ sagte er geistesabwesend.
„Sicher?“
„Ja, das bin ich!“
„Ich sage dazu nur Chicago! Ich hoffe, du erinnerst dich noch wie Jared ausgeflippt ist, weil wir für dich einen Flug nachbuchen mussten.“
Oh ja, Chicago war ihm noch gut in Erinnerung. Aber vor allen Dingen, war ihm da dieses süße Ding in Erinnerung geblieben, das ihn für ein paar Minuten die Zeit vertrieben hatte. Leider hatte sie es geschafft, dass er die Zeit komplett vergessen und letztendlich sogar seinen Flug verpasst hatte.  Er war vier Stunden später in Chicago eingetroffen als geplant. Aber immerhin noch pünktlich zum Konzert. Jared hatte ihn die ganze Zeit angebrüllt, als er es endlich ins Hotel geschafft hatte. Eigentlich wollte er schlafen, aber sein Bruder hatte einen Graben in den Boden seines Hotelzimmers gelaufen. Seine Tiraden an Belehrungssprüchen, wie verantwortungslos er gegenüber der Band und der Echelon-Familie war, nahmen an diesem Tag einfach kein Ende. Immer wieder fing er von vorn an. Aber die Kleine war auch echt spitzenmäßig gewesen. Shannon konnte sich sein breites Grinsen einfach nicht verkneifen.
„Keine Sorge, ich werde diesmal pünktlich sein. Versprochen! Ich werde mir einfach“, er zog sein Handy aus der Hosentasche und tippte etwas ein, „den Wecker stellen, dann kann nichts schiefgehen. Heiliges Indianehrenwort!“ Zur Unterstreichung seiner Worte hob Shannon zwei Finger seiner rechten Hand.
Emma beugte sich nach vorn und sah hinter seinem Rücken, ob er nicht den Schwur mit gekreuzten Fingern ableistete.
„Ich bin entsetzt, dass du mir so wenig vertraust!“ stellte er entrüstet fest.
Emma lächelte sanft.  
„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ entgegnete sie ihm nur, schnappte sich ihr Gepäck und folgte den anderen ins Flughafengebäude.
„Nicht vergessen: Bis gleich!“ rief sie ihm noch zu.
Völlig gelassen rückte sich Shannon seine Sonnenbrille zurecht, schob seinen Koffer in die Sonne und setzte sich darauf, um noch ein paar Strahlen zu genießen, bevor er in dieses Flugzeug steigen musste. Neben ihm stand ein älteres Ehepaar, welches ihn kurz misstrauisch anblickte. Das war nichts Neues für ihn. Hin und wieder wurde er so angesehen. Aber er konnte damit leben, dass er nicht wie der typische Mittvierziger aussah.
Er mochte die Geräuschkulisse, die an solch hektischen Plätzen herrschte. Mal freundliche Worte, mal nicht so freundliche Worte oder gar Beleidigungen vernahmen seine Ohren. Quietschende Reifen, Hupen und laute Pfiffe durchbrachen immer wieder die Sinfonie der Worte und plötzlich war da ein ganz lauter Pfiff, der in seine Ohren drang. Da hatte aber jemand ein paar kräftige Lungen!
Langsam hob er seine Brille an und suchte nach der Ursache, die gar nicht allzu weit von ihm entfernt stand. Da steckten zwei lange Beine in einer knappen Shorts und ein scheinbar guttrainierter Körper in einer weiten Bluse, die im Gegensatz zu den Shorts nicht ganz so viel freigab. Ganz sanft beleuchtete das Licht der Sonne ihre Silhouette durch den Stoff.
‚Nettes Hinterteil!‘ ging es ihm durch den Kopf.
Er beobachte die Szene, die sich ihm da bot.
Es war die junge Frau, die Jared für einen Paparazzo gehalten hatte. Sie hatte ein Taxi herangepfiffen und hielt für dieses ältere Pärchen die Tür auf, als ein versnobter Businesstyp es wagte in dieses Taxi einsteigen zu wollen.
Meine Güte, hatte die Lady Haare auf den Zähnen, so wie sie den Mann anschnauzte. Mumm hatte sie, keine Frage.
Shannon konnte sich nicht helfen, aber er musste einfach nur lachen. Die Situation war zu komisch. Wie sie diesen Typen im strengen Anzug über das Taxi hinweg ankeifte und im gleichen Atemzug total freundlich und hilfsbereit zu dem älteren Ehepaar war. Er beobachte die Szene, wie sie ihnen ins Taxi half und dem Ehepaar zum Abschied winkte.
Ein warmes Lächeln lag auf ihren vollen Lippen, als sie ihren Arm herunternahm und das Lächeln von ihrem Gesicht langsam verschwand. Mit ihren Gedanken musste sie gerade an einem ganz anderen Ort sein.
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