Vampire Desire (Eldarya/Nevra FF)

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Ezarel Miiko Nevra OC (Own Character) Orakel Valkyon
18.02.2017
19.06.2017
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~Ein paar Stunden vorher~

Der Drache wendet blitzschnell, schaut mir in die Augen und faucht beinahe katzenartig, ehe er sich wieder in die Lüfte erhebt und davonfliegt - Genau zum Hauptquartier.
"Verdammt!", fluche ich los und renne ihm nach, den blauhaarigen Elfen ignorierend, der immer noch ganz paralysiert dasteht und verarbeiten muss, dass er beinahe Drachenfutter geworden ist.

Keuchend sehe ich nach oben. Die riesige Bestie trägt eine silberne Rüstung, die den Bauch jedoch nicht schützt. Dort ist seine Scbwachstelle und gleichzeitig meine Chance.

Ich überhole das bestialische Wesen zwar nicht, aber komme gleichzeitig mit ihm beim Palast an. Der Drache steigt auf das Dach und ich stürme durch die riesigen Eingangstore. Anscheinend platze ich in eine Unterhaltung, denn es schrecken einige Leute auf und ein Mann unterbricht seine Worte.

"Verschwindet!", keuche ich atemlos, "Na los! Geht! Ihr werdet alle sterben!"
"Wer bist du?", ertönt eine Frauenstimme, aus der Gruppe löst sich eine junge Frau - Miiko.

Ich kann nicht antworten, da kracht es plötzlich unnatürlich laut und Gesteinsbrocken fallen auf uns herab. Das Vieh hat tatsächlich ein Loch in die Kuppel des Palastes geschlagen! Nun zwängt es sich durch dieses und kracht zu Boden.
Die Gruppe stäubt auseinander, alle nehmen Kampfstellung ein.
"Ihr müsst gehen! Ihr könnt ihn nicht besiegen!", rufe ich beinahe ärgerlich und lenke damit die Aufmerksamkeit des Viehs auf mich. Die Rubinroten Augen funkeln mich wütend an, langsam schleicht es auf mich zu und ich zücke mein Schwert.
"Nur zu", murmle ich, "Wir haben uns nie gemocht, lass es uns endlich zuende bringen..."
Der Drache brüllt. Zu meinem Glück kann er kein Feuer speien, allerdings ist er stark und den Klauen und Zähnen will ich lieber nicht begegnen.

Er ist gar nicht mehr weit von mir entfernt, da ertönt ein angriffslustiger Aufschrei und plötzlich brüllt der Drache aggressiv und wirbelt herum. In seinem bestimmt fünf Meter langen Schwanz steckt die polierte Klinge eines Schwerts. "Nein!", rufe ich wütend, "Ihr Vollidioten könnt ihn nicht besiegen!"

Ich will auf den Weißhaarigen - bestimmt Valkyon - zustürmen, vor dem sich das Biest, welches ganz sicher vier Meter groß ist, aufbaut, als jemand von hinten meine Handgelenke packt und sie hinter meinem Rücken zusammenhält.

"Hey!", rufe ich aggressiv und drehe meinen Kopf, "Lass mich los!"
Hinter mir steht ein riesiger Mann - mehr ein Warzenschwein als ein Mensch - und sieht böse auf mich hinab. "Kapuze. Abnehmen", knurrt er. "Lieber sterbe ich!", fauche ich aufgebracht. Sie dürfen mich nicht erkennen, sonst bringen sie mich und und dabei will ich ihnen doch nur helfen nicht zu krepieren!

Auf einmal schreit Miiko los. Das Schwein lässt mich los und rennt zu ihr. Das Mädchen ist von dem Drachen in die Enge getrieben worden und mit ihrer Magie kann sie ihm nichts anhaben - sie ist vollkommen wehrlos.

Bevor ich aber etwas unternehmen kann, erklingt ein aggressives "Hier, du dämmliches Vieh!" Und jemand wirft einen langen, eisernen Speer, welcher sich durch den einen Flügel bohrt. Sofort schreit der Drache los, dreht sich um und prescht auf den lebensmüden Idioten zu - Es ist dieser Vampir der Schattengarde, Nevra sein Name.

Valkyon kann ihm gerade noch ein "Nevra, pass auf!", zurufen, da setze ich mich in Bewegung, springe über das Geländer ein Stockwerk hinab, auf den Nacken des Drachens, welcher Nevra beinahe erreicht hat. Der Vampir derweil stolpert immer weiter von der Bestie davon. Er kann zwar gut kämpfen, doch gegen dieses Vieh hätte er nicht den Hauch einer Chance. Der Einzige wäre Valkyon, der eine kleine Chance hätte.

Und natürlich Ich.

Mit einem wütenden Aufschrei hebe ich mit beiden Händen mein Schwert und ramme es dann tief in den Nacken des Tieres, welches ein lautes Kreischen von sich gibt. Blut spritzt aus der tödlichen Wunde, der Drache stolpert und fällt. Ich springe ab und setze auf die Eingangstür zu.
"Hey!", erklingt Nevras Stimme, "Bleib stehen!"

Ich bleibe tatsächlich stehen, schaue nach hinten, zu dem Schwarzhaarigen. "Wer bist du?", fragt er eindringlich.

"Das brauchst du nicht zu wissen."
Mit diesen Worten verschwinde ich durch das Fenster.

Schmerz.
Das ist das erste, was ich wahrnehme.
Mein gesamter Körper schmerzt.
Von meinen Schultern abwärts, bis zu den Knien tut mir alles weh.
Alles.

~Jetzt~

Stöhnend richte ich mich auf und sehe mich verwirrt um.Tatsächlich sieht es ganz so aus (und dementsprechend fühle ich mich auch) als wäre ich noch am Leben. Allerdings ist die Gasse umgetauscht worden in eine kleine Kammer, ohne große Einrichtung. Ein Tischchen, ein Schrank, ein schlichter Stuhl in der Ecke und das kleine Bett auf dem ich mich befinde.

Mir ist das Zimmer nur recht und ich will mich auch keineswegs beschweren, wäre da nicht die Tatsache, dass ich nicht von selbst hier her gelangt bin.

Wer um alles in der Welt hat mich aus der Gasse hierher gebracht?!

Ich schließe meine Augen und beginne mich zu konzentrieren. Draußen höre ich Kinderlachen, aufgeregte Rufe, im Haus selbst vernehme ich das Rascheln einer Verpackung, Schwerter, deren Klingen aufeinandertreffen, das gleichmäßige kochen einer Flüßigkeit über offenem Feuer, abgedämpfte Stimmen und hallende Schritte.

Verwirrt öffne ich meine Augen wieder.
Wo bin ich hier gelandet?!

Dann ertönen in ziemlicher Nähe gleich mehrere Schritte und sie alle halten direkt auf mich zu. Mit klopfendem Herzen springe ich vom Bett laufe rückwärts ans andere Ende des Zimmers, während die Schritte stetig näherkommen.

Schließlich verstummen sie und die Tür wird aufgeschlossen. Moment; Man hat mich eingeschlossen?!

Die Tür schwingt mit einem leisen Knarren auf und ich sehe sechs Personen da stehen.
Mit geweiteten Augen starre ich die Leute an.
"Nein!", murmle ich. Jetzt wäre es mir lieber, tot zu sein.
Einer von denen hat mich aufgegabelt?!

Das darf nicht wahr sein!

"Hallo", sagt Valkyon mit einer Stimme aus Eis, "Feind!"
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