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Ungeklärtes

GeschichteAllgemein / P12
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
18.02.2017
26.10.2020
12
14.773
 
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1 Review
 
09.07.2019 1.242
 
Moin ihr Lieben,
tut mir leid, dass ich mich über ein halbes Jahr nicht gemeldet hab. Aber es geht weiter. Eigentlich wollte ich mit Frieda x Maik weiter machen, aber... mir fehlen zu viele Erinnerungen an das Buch. Bevor ich mir da zu viel zurechtspinne, bin ich bei Fred und Sprotte gelandet. Liest das überhaupt noch jemand, wo hier seit über zwei Jahren gearbeitet wurde?
Ich versuche mehr zu posten, aber versprechen kann ich das leider nicht.
MFG
XxNobody15xX
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Erleichtert verlässt Sprotte das Auto ihrer Mutter, nachdem diese die anderen Wilden Hühner heimgebracht haben. Sie streckt sich und schnappt sich ihre Tasche um diese in ihr Zimmer zu bringen. Auf der Treppe trifft sie natürlich noch den Klugscheißer. Entgegen wie sonst drückt sie sich nicht an ihn vorbei, sondern grüßt ihn sogar.
„Hallo, Mossmann. War der Urlaub schön?“
Erstaunt zieht dieser eine Augenbraue hoch.
„Hallo, Charlotte. Ja der Urlaub mit deiner Mutter war sehr schön. Hast du die Ferien auf dem Reiterhof genossen?“
Zufrieden nickt die Rothaarige. Er hat sich endlich die gewünschte Anrede gemerkt.
„Ja sehr. Ich geh dann mal in mein Zimmer.“
Kaum als sie dies gesagt hat, betritt Sybille Slättberg das Treppenhaus und begrüßt Thorben Mossmann mit einem Kuss, wo sich Sprotte direkt in die Wohnung verzieht und ihr Zimmer geht. Dort öffnet sie sofort ihre Tasche um ein T-Shirt zu retten, welches sie immer bei den Pferden getragen hat. Am liebsten würde das Mädchen den Geruch einschließen und immer wenn es ihr schlecht geht, daran riechen. Daher packt sie das Kleidungsstück in den Frischhaltebeutel, wo vorher ihr Shampoo verstaut war. Die Tasche lehrt Sprotte in den Wäschekorb, damit ihre Mutter nicht nach der schmutzigen Wäsche sucht und ihr T-Shirt findet, welches sie in ihrem Regal versteckt.
Plötzlich hält das Mädchen inne und sprintet zum Wäschekorb, wo sie ihre Reiterhose rausfischt. Schnell tastet die Rothaarige die beiden Hosentaschen ab und pult aus der rechten schließlich einen Brief. Sie seufzt erleichtert auf. Nicht vorzustellen, was passiert wär, wenn ihre Mutter den Brief gefunden hätte oder noch schlimmer den Brief mitgewaschen hätte. Auch wenn das Mädchen es vor ihren Freundinnen nicht zugeben würde, es hätte sie echt traurig gemacht, wenn ihr erster Liebesbrief unleserlich geworden wär.
Na gut, wenn das wilde Huhn ehrlich ist, würde sie es Frieda erzählen aber nicht den anderen Hühnern.  Apropos Hühner… Wenn Sprotte ehrlich zu sich selber ist, hat sie verdammte Sehnsucht nach den Hühnern am Wohnwagen. Entschlossen faltet das Mädchen den Brief zusammen und steckt ihn sich in die Hosentasche. Danach schnappt sie sich ihre Jacke und die Umhängetasche und verlässt die Wohnung, nachdem sie ihrer Mutter ein „ Ich bin beim Wohnwagen. Bis später.“ zugerufen hat. Die Rothaarige schnappt sich ihr Fahrrad, was angeschlossen an der Hecke steht und nachdem sie es losgeschlossen hat, macht sie sich auf dem Weg. Erleichtert fährt das Mädchen den Feldweg entlang zu dem Wohnwagen. Endlich wieder die Hühner sehen. Am liebsten möchte das Mädchen eins fangen, dann etwas Salat nehmen und sich auf der Bank hinsetzen um mit einem Huhn zu kuscheln. Am liebsten sogar mit Isolde.
Mit diesen Gedanken tritt das Mädchen stärker in die Pedale um schneller am Wohnwagen anzukommen.

Außer Atem schließt das Mädchen das Tor auf und schmeißt ihr Rad in das hohe Gras. Dann stapft sie rüber zu dem Hühnerauslauf und bemerkt, dass die Hühner noch nicht im Schuppen eingesperrt sind. Wahrscheinlich wird später noch einer der Pygmäen vorbei kommen und die Hühner in den Stall sperren.  Die 15 jährige zupft ein bisschen Salat vom Beet und öffnet die Tür zu Auslauf, wo sie schnell durchschlüpft, bevor ein Huhn sich in den Garten begeben kann. So ein Abenteuer wie mit Daphne kann sie garantiert nicht brauchen.  Mit dem Geraschel des Salates lockt sie die Hühner zu sich, eh sich Sprotte mit geübten Griff Isolde greift.
Mit einer Hand öffnet die Rothaarige das Tor, welches sie direkt wieder schließt und schnappt sich noch mehr Salat, eh das Mädchen mit dem Huhn auf der Treppe von dem Wohnwagen niederlässt. Zufrieden streichelt sie das Huhn in ihrem Schoß und hört dem Gegacker der Hühner in dem Auslauf zu. Pferde sind schon tolle Tiere, aber für Charlotte gibt es keine tolleren Tiere als die eigenen Hühner. Das Reiten macht zwar viel Spaß aber nix erfüllt Sprotte mit mehr Stolz als aus den gefundenen Eiern Spiegelei oder Rührei zu machen.
Das leise Glucksen von Isolde auf ihrem Schoß beruhigt das Mädchen sehr und sie schließt kurz die Augen um die Geräusche in sich aufzunehmen. Nicht mal 5 Minuten später quietscht das Tor und das Mädchen öffnet genervt die Augen. Wann werden alle wilden Hühner daran denken, das alte Tor zu ölen? Aber wie das Mädchen die anderen Mädchen und sich selber kennt, wird das noch mindestens ein Jahr dauern. Tendenz eher steigend, da  die fünf es in den letzten drei Jahren es sich immer und immer wieder vorgenommen haben und am Ende ist es entweder am Taschengeld oder am Erinnern gescheitert.
Kurz schüttelt das Mädchen den Kopf um die Gedanken zu vertreiben und steht dann mit Isolde aus und guckt hoch. Wie erstarrt bleibt das Mädchen auf der Treppe stehen, während der Junge da steht und sich mit einer Hand nervös durch die Haare fährt.
„Hey, Oberhuhn.“, begrüßt der Junge sie.
„Hey, Pygmäenboss.“, begrüßt das Mädchen ihn mit hoher Stimmer.
Verdammt, schießt ihr durch den Kopf. Wo ist denn meine Stimme hin?
Charlotte deutet mit dem Kopf auf den Auslauf.
„Hilfst du mir Isolde freizulassen und dann Eier zu suchen?“
Fred nickt begeistert und hält das Gatter auf und schließt es direkt, als er und Sprotte durchgeschlüpft sind. Die 15 jährige setzt das Huhn auf den Boden und geht an die blaue Tonne und wirft zwei Hände voll Körnerfutter auf dem Boden, eh sie sich den Korb schnappt, welcher in der Tonne versteckt ist. Vorsichtig treiben die beiden Jugendlichen die Hühner in den Verschlag, wo die beiden sich auch reinbegeben. Immer wieder hält das Mädchen inne, um die Hühner zu streicheln, während der Junge Eier sucht und findet und dies lächelnd beobachtet.
„Meine Eltern und mein Großvater haben die frischen Eier geliebt. Durften die doch nehmen, oder?“
Sprotte nickt nur und streichelt ein weiteres mal Huberta, eh sie sich auch die zwei Eier schnappt, auf welchen Huberta sitzt. Mit einer Ausbeute von 9 Eiern verlassen die beiden den Stall.  Sprotte drückt Fred den Korb in den Hand.
„Wegdrehen!“, bestimmt das Mädchen und der ebenfalls 15 jährige dreht sich um. Sprotte fischt den heimlichen Ersatzschlüssel unter den Blumentopf am Eingang hervor und schließt den Wahnanhänger auf.
„Hereinspaziert in die warme Stube.“, sagt Sprotte mit einem Grinsen auf den Lippen.
„Hast du auch Lust auf Rührei?“
Begeistert nickt der Junge und drückt dem Mädchen den Korb in die Hände.
„Ich ernte schnell die Kartoffeln. Vielleicht haben wir noch Glück und finden etwas Salat und Gurke sowie Tomaten.“
Lächelnd lässt Sprotte den Jungen in den Garten. Ihr wird klar, dass er so ziemlich die einzige Person ist, den sie allein in den Garten lässt. So wie Frieda das prophezeit hat, ist der Garten ihr Reich geworden. Das Mädchen stellt die Eier in die Spüle, wo sie diese kurz abspült.
Zufrieden sieht Fred rüber zum Wohnwagen. Sprotte hat ihn eingeladen mit ihm zu essen. Besser hät sie den Brief nicht aufnehmen können. Da ist der Junge sich ziemlich sicher. Er wendet sich von dem Wohnwagen ab und geht zu dem Feld, wo die Kartoffeln wachsen.
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