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Ungeklärtes

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
18.02.2017
29.11.2020
13
15.740
1
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13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.04.2020 1.397
 
Moin, moin. Hier ist das Kapitel, was vor dem Kapitel Erste Annäherungen. In den nächsten Wochen werde ich das Kapitel verschieben, aber da das für viele verwirrend ist,  kommt es zuerst als letztes. Viel Spaß beim Lesen. Ich hab es endlich nach knapp 3 Monaten oder so geschafft zu verschieben.
LG
XxNobody15xX
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Dank Mona erreichen die Pygmäen diesmal ohne Vorkommnisse den Bahnsteig und kontrollieren diesmal sogar die Mal, ob dies der richtige Zug ist. Noch mal den selben Stress wie auf der Hintour, das wär die Hölle. Nachdem die Jungs diesmal richtig sicher sind, heben sie die Räder in die Bahn und springen hinterher.
Geistesabwesend setzt sich Fred auf einen der Sitze während die anderen drei mit den Rädern kämpfen. Ob es eine gute Idee war dem Oberhuhn den Liebesbrief jetzt zu geben? Wahrscheinlich nicht, aber so kann sie sich wenigstens den Kopf darüber zerbrechen und kann nicht impulsiv handeln.  Auch wenn Fred die impulsive Art von ihr sehr mag, so ist diese Charaktereigenschaft hier eher vom Nachteil.
Als die anderen Pygmäen endlich die Fahrräder gebändigt haben, setzen sie sich zu Fred. Willi guckt abwesend aus dem Fenster. In Gedanken wahrscheinlich an Melli und was dieses Wilde Huhn gerade macht. Aber wenn Fred ehrlich zu sich selber ist, ist er neidisch auf Willi, denn dieser kann einfach zu Melli gehen und küssen, was sich Fred auch bei Sprotte wünschen würde. Anders als bei der Hinfahrt ist die Rückfahrt sehr leise. Steve lernt leise, Torte liest diesmal „Romeo und Julia“ um Frieda weiter zu nerven, Willi liest zum x.ten Mal den Brief von Melli und Fred starrt nur aus dem Fenster.
„ So grenzenlos ist meine Huld, die Liebe so tief ja wie das Meer. Je mehr ich gebe, je mehr hab’ ich: Beides ist unendlich.“, murmelt Torte leise.
„Halt doch endlich mal den Mund. Bald kann ich Romeo und Julia mitsprechen und das ist auf lange Sicht nicht mein Ziel.“, brummt Willi mürrisch.
„Als ob Melanies Brief mit dem Schreiben von Shakespeare mithalten kann.“
„Ihr Brief ist besser. Das sind ihre Gefühle, nicht die von einem Schriftsteller, der seit über 400 Jahren Tod ist.“
„Da muss ich Willi recht geben“, springt Fred ein und Steve nickt auch.
Beleidigt liest Torte leise weiter, während sich Willi wieder dem Brief von Melli zuwendet.
„Andere Sache, kann jemand heute Abend nach den Hühnern gucken? Mein Großvater wird heute entlassen und ich will den Garten vorher noch mal auf Vordermann bringen und dabei sein. Morgen übernahm gern ich.“
„Alles klar. Kann ich machen. Meint ihr ich dürfte die Eier meiner Mutter mitbringen?“, fragt Steve.
„Ja mach ruhig. Sonst nehm ich es auf meine Kappe.“, beruhigt Fred ihn.
„Das schulde ich dir, wenn ich dadurch meinen Großvater entlasten kann.“

„Oh, nächste Station ist unsere.“, ruft Steves auf ein Mal eine halbe Stunde später.
„Sa wär ja was, wenn wir schon wieder unsere Station verpassen.“, antwortet Willi trocken und steht auf.
Er löst die Räder und setzt sich den Rucksack auf den Rücken. Auch die andern Pygmäen setzen sich die Taschen auf den Rücken und befreien die Fahrräder von den Spanngurten.  
Zusammen heben die vier ihre Räder aus der Bahn und schleppen diese die Treppen runter hinaus auf die Straßen. Steves kriegt noch schnell Geld aus der Bandenkasse, damit er seine Mutter von der Planänderung informieren kann. Aber von allen Pygmäen hat er bei der Überzeugungsarbeit am wenigstens zu tun. Vor allem, wenn sie hört, dass dadurch frische Eier heute Abend auf dem Tisch stehen. Und falls es nicht klappt, springt Torte ein.
Von weitem sehen die drei, wie Steve während des Telefonates den Daumen hoch hält.
Erleichtert machen sich Willi und Fred auf dem Heimweg. Willi fährt möglichst schnell heim, damit er zuhause ist, bevor sein Vater da ist. Dadurch würde es wegen der entstandenen Wäsche deutlich weniger Ärger geben. Denn seine Mutter betüpfelt ihn ja rund um die Uhr und deswegen ist Willi ein verweichlichtes Muttersöhnchen. Und Fred beeilt sich um den Garten seines Großvaters noch mal vom Laub befreien zu können, damit er nicht das Bedürfnis hat direkt die Harke zu schwingen. Das wär nach einem Herzinfarkt ne verdammt dämliche Idee. Außerdem möchte Fred Bescheid wissen, wie es ihm endlich geht. In den letzten beiden Telefonaten von dem Telefon bei Mona konnte seine Mutter ihn zwar beruhigen, aber die wirkliche Angst verschwindet erst, wenn man den Opa wirklich und wahrhaftig vor sich stehen sieht.
Der Rothaarige schnappt sich den Schlüssel, welcher neben der Regentonne versteckt ist, damit er das Material aus dem Schuppen holen kann. Zusätzlich holt er noch einen alten Korb, sowie eine alte Einkaufstüte. Routiniert befreit der 15 jährige das Grundstück von Blättern, welche er auf dem Komposthaufen schmeißt. Von dem Kohl fügt er die leicht welken Blätter ab, welcher er am nächsten Tag den Hühnern mitbringen will, wenn er sie morgens rauslässt.
Voraussichtlich das letzte Mal, denn am Tag darauf kommen die Hühner wieder und der Pygmäenboss hat Zweifel, ob Sprotte ihn regelmäßig in die Nähe der Hühner lassen würde. Wobei wenn es um alte Kohlbätter für ihre heißgeliebten Hühner geht, vielleicht schon.
Der Junge erntet schnell die übrigen reifen Tomaten und die Gurken, eh er das Kartoffelbeet umgräbt um noch ein paar Kartoffeln aus der Erde zu holen. Dann kann sein Großvater noch was zum Abend essen. Denn wie er seine Eltern kennt, besorgen diese Fleisch und Fisch, sowie auch den Krempel, welcher hier hinten im Garten wächst. Wahrscheinlich kriegt er wieder die Sachen für die Hühner.  Auch hier sperrt er das Haus mit dem Schlüssel auf, welchen er von der Nachbarin geholt hat.
Schnell räumt er die Ernte weg und Hängt seine Tüte mit den Blättern an den Garderobenhaken.

Müde schleppt sich Fred zu dem Wohnwagen der wilden Hühner. Das Willkommensessen seines Großvaters ging bis kurz vor ein Uhr nachts. Aber er hat es Sprotte ja versprochen und ein versprechen ihr gegenüber würde er nie brechen. Er schmeißt die Kohlblätter, nachdem er die Hühner rausgelassen hat, in das Freilaufgehege und sucht den Zaun noch nach Löchern ab.
Zufrieden lässt der Pygmäe sich auf die Bank vor dem Wohnwagen fallen und schließt die Augen um eine Runde zu dösen.
Etwas wacher verlässt Fred eine Stunde später den Wohnwagen und macht sich auf dem Weg zu dem Baumhaus, wo er den restlichen Tag mit den Jungs verbringt. Dort beratschlagen sie sich, ob sie nicht eine Feier für die Wilden Hühner machen wollen, entscheiden sich aber eindeutig dagegen, da Willi Melli mit einem Picknick überraschen will. Steve muss die nächsten Tage eher heim, da seine Mutter Angst hat, dass er sonst vom Fleisch fällt. Und Torte muss heim, da seine Tante zu Besuch kommt. Und der Rothaarige würde nie im Leben allein eine solche Feier organisieren. Zumal er dann nur wenig Zeit für die Rothaarige hätte und sich um die anderen vier Hühner auch kümmern müsste. Auf der anderen Seite wär er mit dem Oberhuhn dann nicht allein, weswegen sie das Thema nie ansprechen würde..
Nach und nach verabschieden sich die anderen Pygmäen, bis Fred allein da ist. Scheufzend schließt er die Tür ab und begibt sich zu dem Wohnwagen um die Hühner einzusperren und die gelegten Eier mitzunehmen. Auch er schnappt sich wieder Daphne, als die wieder mit rausschlügen will. Früher hat er nie gedacht, dass Hühner solche Charaktertiere sind. Morgen früh will Torte hier vorbeikommen, da er mit dem Hund seiner Tante unbedingt gehen muss. Daher hat Fred die Ehre die Hühner am Abend einzusperren.

Vollgefressen von dem Kaffeeessen bei seinem Großvater mit seinen Eltern macht sich Fred auf dem Weg zu den Hühnern. Dort will er noch mal über die Beete gucken und dann die Hühner einsperren.  Diesmal lässt er sein Fahrrad an der Hecke stehen, da er nicht beim Ernten andauernd über sein Fahrrad übersteigen will. Als er dann das Tor öffnen will, sieht er das Sprotte auf der Treppe mit geschlossenen Augen  sitzt. Kurz bleibt er an dem Tor stehen und beobachtet das Mädchen. Nervös kaut er auf seiner Lippe rum. So hat er sich ein Wiedersehen nicht vorgestellt, aber wann ist bitte der perfekte Zeitpunkt. Hier sind die beiden zumindest allein und nicht so viele Klassenkameraden um sie herum. Eindeutig besser.  Nach einem Moment reißt sich der Junge von ihrem Anblick los und öffnet das alte quietschende Tor.  Aufgeregt bleibt der Junge stehen und fährt mit einer Hand durch das Haar.
„Hey Oberhuhn.“
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