Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ungeklärtes

GeschichteAllgemein / P12
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
18.02.2017
26.10.2020
12
14.773
 
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.12.2018 1.342
 
Moin, ich bin mal wieder da. Hat ja nur knapp 5 Monate gedauert. Ich spoilere nicht, aber ich fand einige Aktionen einer Person zu heftig und hab daher was geschrieben, da diese Reaktionen nicht zu jemanden gepasst haben, der älter ist.
@BellaNavire
Vielen lieben Dank, dass ich noch eine Rückmeldung bekommen hab. Das hat mir n Schub gegeben weiter zu schreiben. Und das mit dem Wecker ist mir auf der Klassenfahrt in den Harz passiert. Knapp 15 Jahre später weiß ich immer noch nicht, wie er draußen landen konnte… Und das war auch mein Lieblingssatz. Eifersucht ist nicht hübsch…
_____________________________________________________________________________________________
„Danke sehr.“
„Es ist mir eine Ehre, Mylady.“
Lachend verbeugt sich Willi vor Melanie, als er ihr den Smoothie reicht.
„Du bist so ein Spinner.“, stellt das Mädchen fest.
„Aber andere Sache… Was für ein Smoothie hast du mir mitgebracht?“
„Finde es heraus.“, fordert er sie auf.
Das Mädchen nimmt einen Schluck.
„Mango und Kokos schmeck ich heraus.“
„Nicht schlecht. Du hast den Namen erraten. Er heißt Coco Mango. Aber drin sein soll noch Ananas und Honig.“
Erneut nimmt sie einen Schluck und kostet noch mal.
„Mit ein bisschen Konzentration findet man auch die Ananas, aber die Kokosnuss ist intensiver. Also gehen wir noch in den Park? Ich will bei dem Wetter nicht nur drin sitzen und warten, dass das Wetter schlechter wird. Aber welchen hast du?“, fragt die 17 Jährige.
Als Antwort hält er ihr das Getränk einfach hin.
„Cookie Monster… Hätte ich mir ja denken können. Du trinkst ja immer den, wenn wir uns Smoothies holen.“
Schief grinst der Schwarzhaarige das Mädchen an.
„Anscheinend kennst du mich doch sehr gut. Aber andere Frage…. Immer noch Probleme mit Nana?“
„Erinnre mich bloß nicht daran…“, stöhnt das Mädchen.  
„Sie weiß zwar nichts von uns, aber langsam geht mir ihre andauernde Anwesenheit auf den Zeiger. Gestern hat sie nur 2,5 Stunden das Bad mit meiner Schwester blockiert, wobei Duschen vor der Schule ist doch eh überbewertet.“
Willi zieht nur eine Augenbraue hoch.
„Du und nicht duschen?“
Sie piekt ihn in die Seite.
„Ich hab ja doch geduscht, aber das war im Vergleich zu sonst ein Rein und Rauspringen. Es ist Stress pur. Neulich hat sie mir, als du zum Referat vorbeigekommen bist, mich davor ne Stunde genervt und danach noch mal eine halbe Stunde. So langsam glaub ich, dass du ihr Lebensmittelpunkt warst. Als alternative macht es ihr Spaß mir auf den Sack zu gehen. Aber bitte anderes Thema. Ich will in den Park ankommen, bevor aus dem netten Juninachmittag ein schrecklich kalter Novembertag wird. Ob du es mir glaubst oder nicht, ich bin für November nicht entsprechend gekleidet.“
Grinsend deutet das Mädchen auf ihre Short und ihr Top.
„Kann ich mir nicht vorstellen… Jeder rennt doch gern leicht bekleidet im November rum.“
Genervt verdreht das Mädchen die Augen.
„Ab zum Rad.“

Die beiden schlendern aus dem Einkaufszentrum zu ihren Fahrrädern und Willi schließt bei den Fahrrädern das Fahrradschloss auf. Der Junge schließt seinen lehr getrunken Becher in den Müll und nimmt seiner Freundin schweigend das Fahrrad ab, welches ihr drei Mal beinah umfällt, da sie es nicht schafft, den Becher gerade zu halten und das Rad gleichzeitig zu schieben. Dankbar lächelt sie ihn an und die beiden laufen zu Fuß zu dem nächsten Park, wo der Junge die beiden Fahrräder anschließt und danach laufen sie zu ihrer Stelle an dem Fluss, wo sie sich hinsetzen.
„Wie war das Treffen mit deinen Hühner?“, will der Schwarzhaarige wissen.
„So lustig wie jedesmal. Trude hat von Steves Cousin Pedro erzählt und das ihr Spanisch sich deutlich verbessert hat. Sie möchte gern ein Abendkurs besuchen, um noch flüssiger mit ihm per Skype zu reden. Wilma hat von einem neuen Mädchen erzählt, welches sie toll findet. Frieda hat von dem Ausflug mit Maik erzählt und von der Fohlengeburt, wo sie live dabei war. Laut ihr eine der faszinierenden Erlebnisse, die sie bisher hatte. Sprotte und Fred legen am Wohnwagen neue Beete an. Noch mehr Kartoffeln, Kohl, Salat und Zwiebeln… So langsam frag ich mich, wie viel wir davon noch essen können. Wobei ab und an nimmt jeder was mit für die Familie. Und wir wollen bald den Wohnwagen neu streichen. Der alte Anstrich blättert wieder ab. Vielleicht sollten wir mal mehr Geld in die Farbe investieren, anstatt jedes Jahr neu zu kaufen.“
Er legt ihr einen Arm um und zieht sie näher an sich ran. Glücklich kuschelt sie sich näher an ihn ran und legt den Kopf auf seine Schultern. Gemeinsam beobachten sie ein Eichhörnchen, welches den Baum heraufflitzt. Sie spielt an einem Ast herum und zeichnet irgendwelche Linien in die Erde.  Willi hingegen spielt an ihren Haaren herum und guckt sie den Fluss an. Glücklich atmet das Mädchen ein. Der Geruch von Sommer liegt in der Luft und überall sitzen Menschen und genießen den schönen Tag.
„Wieso ist Nana eigentlich so oft bei euch?“
„Ich glaub da war irgendwas mit Schimmel an den Wänden ihrer Wohnung. Der wird jetzt beseitig und in dieser Zeit darf sie dort nicht leben. Aber die Mädels waren auch super. Sie haben gesagt, dass ich jederzeit auch im Wohnwagen bleiben kann. Alles ist besser als Nana mit Liebeskummer. Ansonsten dürfte ich auch bei Sprotte pennen. Ihre Mutter ist mit dem Klugscheißer im Urlaub gefahren. Aber mit der Bedingung, dass wir keine Schminkgespräche führen.“
„Könntest du bestimmt gut leiten.“, grinst der Junge.
„Wohl wahr, aber Sprotte ist nicht die Person, die sich wirklich dafür interessiert.  Und ich möchte sie doch noch n bisschen als Freundin behalten. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, möchte ich sie nicht als Freundin verlieren.“
Er streicht ihr sanft die Haare aus dem Gesicht und küsst sie sanft auf dem Mund, was das Mädchen direkt erwidert, bis die beiden ein lautes Räuspern hinter ihnen hören. Willi dreht sich um und erblickt seine Exfreundin.
„Oh, guten Tag Nana. Was verschlägt dich in diesen Park.“, möchte der Junge wissen, während seine Freundin neben ihn sitzt und das Mädchen schweigend anschaut.
„Wir sind noch nicht mal zwei Monate getrennt und schon machst du mit einer anderen rum. Du bist so ein Betrüger.“
„Ersten, ja ich habe betrogen, aber nicht dich, sondern Melli. Und zweitens: wir sind über zwei Monate getrennt, also lass das Theater.“
„Hätte ich mir ja denken können, dass du direkt zu deiner Ex rennst. Wer anders nimmt dich ja eh nicht.“, spottet die ältere Frau.
Der junge Mann steht auf und zieht dabei Melanie hoch. Er umarmt sie und sie kuschelt sich näher an ihn ran.
„Mach mich ruhig runter, aber lass Melanie aus dem Spiel. Sie ist trotz der Scheiße, die ich gebaut hab, meine beste Freundin und durch sehr viel Glück auch noch meine feste  Freundin. Wenn ich noch einmal sehe, wie du sie runter machst, dann vergesse ich meine gute Erziehung. Und hör auf hier ne Eifersuchtsszene zu schieben, die dir nicht mal zusteht. Zumindest ist Melli ehrlich und hält sich an ihr Wort. Ich hab dir gesagt, dass ich mir wegen der Gefühle für dich nicht sicher bin, da ich bei der Party entdeckt hab, dass entgegen meiner Vermutung doch nicht alle Gefühle gegenüber Melli weg waren. Sie waren nur Alltag geworden und dies hat mich gelangweilt. Ach ja, ich wollte sie abends bei der Party als wir allein waren küssen, aber Melanie hat mich abgewiesen, da sie dir das nicht gegenüber fair fand. Also wenn hier einer den schwarzen Peter verdient dann ich und nicht sie.“
Verwundert blickt die Ältere die Jüngere an.
„Das hast du wirklich gemacht?“
Schweigend nickt die Blonde.
„Es tut mir wirklich leid, dass ich dir das Leben so schwer gemacht hab. Danke Willi, dass du so ehrlich warst. Ich lass euch in Ruhe, genauso wie ich die Wohnung von deiner Familie verlasse. Das tut mir nicht gut.“
„Alles in Ordnung. Ich war damals auch nicht nett. Es tut mir auch leid, dass ich so gemein war.“
„Entschuldigung angenommen. Ich hab überreagiert. Du warst damals auch verletzt. Frieden?“, fragt Nana.
„Frieden!“, bestätigt Melanie und Willi legt ihr einen Arm um die Hüfte.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast