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Ungeklärtes

GeschichteAllgemein / P12
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
18.02.2017
26.10.2020
12
14.773
 
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09.10.2017 1.188
 
Hallo, hier bin ich mal wieder. Ich weiß nicht, ob dies noch gelesen wird, oder nur hier rumschlummert. Trotzdem wünsch ich allen hier viel Spaß und falls ihr irgendwelche Wünsche habt, schreibt sie mir.
Mfg
XxNobody15xX
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Traurig stapft Melanie durch den Wald und bleibt immer wieder mit ihren hohen Schuhen in dem Morast hängen. Was hat sie sich nur dabei gedacht? Sich mit denen aus der 10.ten zusammen tun und damit meinen zu können, die anderen Wilden Hühner zu ersetzen? Die mitfühlende Frieda fehlt ihr gerade am meisten. Sie würde jetzt einen Spruch sagen, der wie meistens immer die Wahrheit ist. Eigentlich hätte sie jetzt jeden ihrer alten Bande gern bei sich.  Sogar Wilma. Die würde einen Spruch raushauen, dass die Blondine zwar die Jungs nicht hätte anschleppen dürfen und sich die Jungs mit den anderen Wilden Hühner schnappen und deren die Meinung geigen. Ihr ist gar nicht bewusst gewesen, was sie alles an dem einen Nachmittag mit dieser einen Aussage weggeschmissen hat. Gerne würde sie im Nachhinein die Aussagen zurücknehmen und somit hätte sie ihre schönen Nachmittage mit den Mädels zurück und wäre wahrscheinlich nie im Leben auf die Idee gekommen, die aus der 10.ten mitzunehmen.
„Melli, warte.“, hört sie Willi hinter sich rufen.
Genervt verdreht sie die Augen und legt einen Schritt zu. Mit DEM will sie garantiert nicht reden. Nicht mit dem Typen, der sie über viertel Jahr ihrer Beziehung belogen und betrogen hat. Ihr wäre sogar Torte lieber gewesen. Der weiß zwar nicht, wann er die Klappe zu halten hat und wann nicht, aber der hat sie bisher wenigstens nicht belogen.
„Mensch, Melanie. Warte doch bitte.“, ruft der schwarzhaarige Junge ihr hinterher, wobei sie inzwischen auf ihren hochhackigen Schuhen durch den schlammigen Wald läuft.
„Ich versteh, dass du nicht mir reden willst, aber bitte hör mir zu.“
Ihr laufen Tränen in die Augen, weswegen sie fast blind durch den Wald weiterstolpert. Sie will nur noch weg von hier und am liebsten in ihr Bett und sich heulend dort verkriechen. Bloß weg von ihm und seinen Versprechen und sowas. In einer besonders schlammigen Pfütze versinkt der Absatz zu tief, weswegen der Schuh hängen bleibt und sie knickt mit dem Fuß um.
„Fuck!“, murmelt das Mädchen, als sie voller Matsch auf dem Boden sitzt.
Sie versucht sich aufzurichten, aber als sie ihren Fuß leicht belastet, tut dieser höllisch weh und sie lässt sich zurück auf den Boden sinken.  Willi läuft schnell auf das Mädchen zu, aber sie blickt weg von ihm.  Auch wenn er es nicht wahr haben will, tut ihm ihr Verhalten mehr weh, als er gedacht hätte. Er will einen Arm um sie schlingen um sie hoch zu ziehen, wird aber von ihr so wütend angefunkelt, dass er sofort einen Schritt zurück macht und abwehrend die Arme hebt.
„Fass mich nicht an.“, zischt die Blondine giftig.
„Ich will dir doch nur hoch helfen.“
„Eher bleib ich hier sitzen und schreibe Wilma ne Nachricht um sie zu bitten, dass sie mir helfen soll. Du fasst mich nicht an.“
Seufzend guckt der Schwarzhaarige zu der Blondine runter.
„Sicher. Sie wird dir hundert prozentig auch helfen nach den letzten Worten, die du zu ihr gesagt hast. Ich kenn Wilma nicht so gut wie du, aber ein bisschen nachtragend wird sie auch sein. Auch wenn sie nicht so schlimm ist, wie manch anderes Wildes Huhn. Vor allem solch eines, was momentan kein Wildes Huhn sein will. Ob du es wissen willst oder auch nicht. Du wirst von den anderen Wilden Hühnern vermisst. Sogar von Sprotte und Wilma.  Frieda und Trude sind beide keine Frage. Das sind die dünnhäutigsten aus eurer Bande. Ich mach dir keine Vorwürfe, dass du die aus der 10.ten angeschleppt hast. Das werden dir schon genug Leute machen. Wahrscheinlich sogar von Trude, da sie sich mit Steves Cousin sich super verstanden hat. Du weißt auch selber, dass es falsch war und bereust es. Ich kann es verstehen. Du wolltest nicht allein sein und den Mädels beweisen, dass du sie nicht brauchst. Aber du brauchst sie.“
Bei ihr kullern inzwischen die Tränen, denn ihr war gar nicht klar, dass ihr Ex sie sogar in den letzten Wochen so genau analysiert hat.
„Am liebsten würde ich jetzt aufhören, denn ich hasse es immer noch dich weinen zu sehen. Du  musst es aber hören. Auch wenn ich es nicht tun will. Du hast dich so verhalten, weil ich nicht ehrlich zu dir war und du es mir genauso wie den anderen Mädels heimzahlen wolltest. Ich versteh dies voll und ganz, da ich der Auslöser bin. Ich hab dich betrogen, belogen und versetzt. Und das nicht nur eine Woche, sondern 3 fucking Monate. Wir waren genau 2 Jahre und 4 Monate zusammen, als ich etwas mit Nana anfing. Im Nachhinein hätte ich ehrlich mit dir sein sollen. Das hast du dir verdient. Zudem warst du so verletzt, dass du Probleme hattest, Pärchen zu sehen. Deswegen wolltest du niemanden zu zweit glücklich sehen. Es tut dir immer noch leid, was du zu Wilma gesagt hast. Du wolltest es nicht wirklich.  Es tut mir immer noch weh, wie ich dich behandelt hab. Aber bitte, bitte gib mir die Chance dir zu helfen. Ich will es irgendwie gut machen. Auch wenn ich weiß, dass ich den Schmerz der vergangenen Monaten nicht gut macht.“
Mit Tränen in ihren Augen blickt sie hoch und streckt die Arme hoch. Willi stellt sich neben sie hin, geht in die Hocke und legt seinen Arm um sie. Als er dann aufsteht, zieht er das Mädchen mit hoch.
Langsam humpelt das Mädchen mit ihm zu einem Fleckchen Grün, wo sie sich neben einem Baum auf den Boden setzen kann, da ihr Schuh leider in der Pfütze stecken geblieben ist. Schweigend geht der Junge zurück und fischt den Schuh aus der Plörre.
„Ich glaub, dass du den mal wieder putzen müsstest.“, murmelt Willi, als er den Schuh neben ihr auf das Gras stellt.
Schief grinst er das Mädchen an.
„Wo willst du hin? Ich muss dich ja ne Runde begleiten. Allein kommst du heut nicht mehr soweit.“
„Am liebsten zum Wohnwagen. Aber das geht ja nicht. Zuerst muss ich mich mit den anderen vertragen. Und nach Hause möchte ich nicht. Nana wird heute bei uns pennen. Eigentlich hatte ich geplant bei denen aus der 10.ten zu pennen. Halt mir bitte keinen Vortrag, wie dumm und leichtsinnig das ist. Das ertrag ich nicht mehr.“
In diesem Moment holt Willi sein Handy aus seiner Hosentasche.
„Sprotte und Fred pennen im Wohnwagen. Die anderen sind auch schon los. Wir können auch gern im Baumhaus pennen. Meine Eltern glauben eh, dass ich bei Fred penne. Wenn du magst, gehen wir zurück. Auch wenn ich gerad nicht so ganz weiß, wo wir im Moment sind. Du bist n bisschen hier herum geirrt. Eine Frage hab ich noch. Kommen wir jetzt wieder klar? Sind wir wieder Freunde?“
Das Mädchen lächelt ihn an.
„Auch wenn es noch n bisschen dauern kann, bis ich dir vertrauen kann, sind wir Freunde.“
„Damit kann ich leben.“, murmelt der Schwarzhaarige und legt seinen Arm um Melanie um sie hochzuziehen.
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