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Ungeklärtes

GeschichteAllgemein / P12
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
18.02.2017
26.10.2020
12
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01.03.2017 1.198
 
Hallo,
nun kommen wir direkt zum zweiten Schlag... Ich wollte gerade losschreiben, wie die beiden sich nach der Feier im 5.ten Band vertragen haben könnten, bis mir auffiel, dass es keine Anfangsgeschichte gibt.
Zudem werde ich zuerst nur über die beiden schreiben. Danach geht es weiter mit Sprotte und Fred. Die Vertragungsgeschichte wird auch noch geschrieben.
MFG
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Müde schlurft Melanie mit Wilma und Sprotte zurück in das Landschulheim. Herr Staubmann hatten die beiden Banden erfolgreich enttarnt. Hinter sich hört Melanie drei von den Pygmäen sich beraten, wer welchen Koffer von den Wilden Hühnern schleppt. Fred wollte aus irgendeinem Grund unbedingt den von Sprotte haben. Innerlich grinst die Blondine. Der Grund ist doch wohl klar wie Kloßbrühe. Aber das durchblickt ja wahrscheinlich keiner außer ihr und Frieda.
Apropos wo ist Frieda? Suchen blickt das wilde Huhn sich um, bis ihr Blick auf Frieda fällt, die neben Torte steht und mal wieder sich über einen seiner Witze amüsiert. Auch da ist klar, wer welchen Koffer schleppt. Mal sehen, wer ihren Koffer schleppen darf. Durch einige Ausflüge ist das Riesending von Koffer deutlich schwerer geworden. Sie geht ein bisschen langsamer, bis sie auf einer Höhe mit Willi ist.
„Na.“, wird sie von Willi begrüßt.
„Hat dir das Tanzen Spaß gemacht?“
Sie nickt nur strahlend.
„Dann hab ich wohl die Ehre, deinen Koffer zu schleppen.“
„Tja, da hast du dann wohl echt was zu schleppen. Fred hat dann mit Sprotte wohl eher Glück gehabt.“
Erstaunt guckt Willi Melanie an.
„Woher weißt du, dass Fred Sprottes Sachen tragen möchte. War Wilma in der Nähe?“
Sie grinst nur den Jungen an.
„Auch Mädchen können kombinieren. Er will Sprotte beeindrucken. Und das schafft er am ehesten, wenn er die Dinge selber erledigt und nicht jemand anderes schickt.“
Er zieht sich einen imaginären Hut vom Kopf.
„Gut kombiniert, wildes Huhn. Gute Nacht.“, verabschiedet sich Willi an ihrer Zimmertür.

Am nächsten Morgen geht es extrem hektisch zu. Nora hat schon alles eingepackt und ist somit zum Frühstück gegangen, aber den Hühner fehlt gefühlt noch die Hälfte. Irgendwann reicht es Sprotte, sodass sie aufsteht und ein Mal grell pfeift. Sofort liegen die Augen auf ihr.
„Ihr wisst, dass es bei uns keinen Boss gibt, aber ich hab einen Vorschlag. Anstatt, dass nur jeder sein Zeug nimmt und weg packt, schmeißen wir jetzt alle Klamotten, auch die aus dem Koffer auf einen Haufen und sortieren die dann schnell.“
Einstimmig wird der Vorschlag angenommen uns so tauchen auch verschiedene verschollene Sachen wieder auf. Verwirrt guckt Wilma auf Mellis Schminke, die ihr eben aus dem Koffer gefallen ist, als sie ihn umgestülpt hat.
„Was will ich denn damit? Ich weiß nur in der Theorie, wie man was verwendet, aber sonst....“
Genauso perplex gucken auch die anderen Hühner, als sich die verschollenen Sachen wieder anfinden. Sprottes Kuschelhuhn lag neben Trudes Kuschelbär im Koffer. Trudes Schlafanzug war bei Melanie gelandet, Wilmas Lieblingspulli war bei Frieda und Friedas Wecker stand draußen auf der Fensterbank. Wie der dahin kam, konnte sich im Nachhinein keiner erklären. Die fünf Mädchen sortieren schnell den Haufen durch, eh sie sich zu Frühstück begeben.

Die Pygmäen schnappen sich die Koffer, wobei Willi auch noch Wilmas kleine Tragetasche mit sich schleppt. Diesmal haben die Herren wirklich gut geplant, denn die eigenen Koffer hatten sie bereits zum Frühstück mit runter genommen und in das Depot gestellt, denn heute will Frau Rose noch einen kurzen Spaziergang machen. Diesmal soll er aber wirklich kurz sein und nicht länger als eine Stunde dauern. Daher müssen die Zimmer schon vor dem Frühstück geräumt sein und nicht erst danach.
Ausgelaugt kommen die Mädchen wieder. Trotz der Sonne herrscht Gegenwind, sodass aus der einen Stunde schnell fast zwei wurden. Dadurch ist Frau Rose völlig aus dem Konzept gebracht, dass die Pygmäen am Ende jeder mit zwei Koffern auf die Fähre hasten. Dort daddeln die Pygmäen im Gegensatz zu der Überfahrt  gar nicht am Flipperautomat, sondern sitzen einfach nur am Deck und genießen die Ruhe. Wobei Steve und Trude sind eher Dauerbesucher der Toilette.
Nachdem Willi ein bisschen zu Luft gekommen ist, pickst er seinem Lieblingshuhn in die Seite und die schöne Melanie folgt ihm unauffällig. Am Ende stehen die beide an der Bar unter Deck, wo der Junge ihr eine Cola ausgibt. Die beiden setzen sich ein wenig abseits hin, wo gewiss nicht so schnell jemand aus der Klasse auftauchen wird.
„Danke, dass du mitgekommen bist. Ich hab nicht gedacht, dass du das einfach so verstehst:“
Melli zieht ihre Augenbraue hoch.
„Dein Satz irritiert ein bisschen. Zum einen wirkt es, als wolltest du, was wirklich wichtiges mit mir klären. Zum anderen ist es einfach ein bisschen beleidigend.“
„Eigentlich wollte ich nur danke sagen, dass du mitgekommen bist. Das ist nicht selbstverständlich. Wir, Pygmäen, haben uns ja momentan nicht von der besten Seite gezeigt. Alleine wegen dem  Juckpulver und der Stinkbombe.“
Abwartend blickt die Blondine den Jungen vor sich an und nippt an ihrer Cola. Willi nimmt auch einen großen Schluck.
„Tut mir leid, ich habe so etwas noch nie gemacht. Du kannst echt gut tanzen. Also gestern hast du echt gut getanzt, meine ich. Das hat mir Spaß gemacht.“
Lächelnd beobachtet Melli den sonst so schweigsamen Jungen vor sich. Das er so viel an einem Stück mit jemand anderen als seinen Pygmäen-Freunden wechselt, ist nicht normal. Irgendwie nervt Melanie das Gegenübersitzen, weswegen sie ihre Cola neben der von Willi stellt und neben ihn auf die Bank rutscht. Sie lehnt sich an ihn und beobachtet, was der Junge macht. Erst sitzt er total gerade dort, aber als er merkt, dass keine Gefahr droht, fängt er an, mit seiner Hand Kreise auf ihren Rücken zu malen. Genüsslich schließt das Mädchen die Augen und legt ihren Kopf auf seine Schulter ab.
„Du, Melli?“
„Hmm?“
Sie hebt ihren Kopf und blickt ihn fragend an.
„Können wir uns mal treffen?“
„Wir treffen uns doch häufiger. In der Schule, als Bandenbesuche untereinander und als Projektpatner ab und an mal.“
Somit entlockt sie Willi ein Grinsen, als Melanie ihn an das gemeinsame Biologieprojekt erinnert.
„Nein, ohne Verpflichtungen. Nur wir beide. Keine anderen Wilden Hühner und keine anderen Pygmäen.“
Sie küsst ihn auf die Wange.
„Das hört sich echt gut an. Wann wollen wir uns treffen?“
„Wir wäre es, wenn wir gemeinsam später ein Eis essen gehen?“
Begeistert stimmt Melli zu.

Nachdem auch Sprotte abgeholt worden ist, schnappen sich Melanie und Willi ihre Koffer. Wobei das Mädchen kriegt die leichte Tasche von dem Jungen und umgekehrt. Dann laufen die beiden über die Straße und setzen sich in das Cafe dort. Die beiden bestellen sich ein Eis und sitzen schweigend gegenüber, bis Willi lächelt und das Eis gebracht wird.
„Genau das meinte ich.“, sagt der Junge.
Genüsslich lutscht Melanie auf dem Mangoeis herum.
„Welche Sorte hast du da?“, wird die Blondine gefragt.
Sie hält dem Schwarzhaarigen einfach den vollen Löffel hin, worauf hin er einfach das Eis probiert. Zustimmend nickt er, bis er ihr den Löffel aus der Hand nimmt. Daraufhin beugt er sich zu ihr rüber und küsst sie einfach. Wir erstarrt sitzt das Mädchen da, eh sie den Kuss erwidert.
„Sind wir zusammen?“, fragt er sie.
Sprachlos nickt Melanie.
„Aber erst mal heimlich.“, legt Melli fest und Willi nickt bloß.
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