Ungeklärtes

GeschichteAllgemein / P12
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Wilhelm Blödorn / Willi
18.02.2017
26.10.2020
12
14.773
 
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
18.02.2017 1.489
 
Hallo, nachdem ich meine alten Kinderbücher gefunden hab, musste ich sie mir gleich noch mal durchlesen. Ich bin auf ein paar Fragen durch das Lesen gekommen z.B. Wie haben sich Will und Melli getrennt? Oder wie kommen sie zusammen? In dem Buch steht ja nur, haben sich getrennt und treffen sich ja nur einfach so beziehe mich nur auf die Bücher. Bei den Filmen kann ich mit dem letzten nicht wirklich etwas anfangen. Da finde ich es ein bisschen ab vom Schuss. Mir wurden da anscheinend zwei oder drei Traumpaare genommen, wenn ich das recht in Erinnerung habe.
MFG
XxNobody15xX
_______________________________________________________________________________________________________________________________

Zufrieden blickt sich Melanie um. Seit ihr Vater wieder eine Arbeit gefunden hat, sind sie erneut umgezogen. Wieder in das alte Haus. Gott sei Dank haben ihre Schwester und sie jetzt wieder getrennte Zimmer. Sonst würden sie sich ewig beinahe umbringen. Die Blondine will sich endlich an ihre Hausaufgaben setzen, bevor sie sich mit Willi trifft, als ihr Handy klingelt.
„Hallo?“
„Hallo, Melli. Du ich schaff es heute leider nicht mehr. Ich muss noch zur Nachhilfe und danach noch Zeitungen austragen. Tut mir leid.“
Genervt verdreht das wilde Huhn die Augen.
„Und dafür habe ich die anderen Hühner überredet, dass wir uns wann anders treffen?“
„Tut mir echt leid. Aber die Baggerscheibe.“
„Ist ja gut. Aber wie lange musst du noch bezahlen? Der Unfall ist schon fast zwei Jahre her.“
„Es sind nur noch 250 €. Bis später. Muss jetzt englisch pauken.“
Als sich Melanie verabschieden will, hört sie es nur noch tuten. Komisch, seit wann wartet er ein “ich liebe dich“ nicht mehr ab? Sie zuckt nur mit den Schultern, eh sie sich an ihren Laptop setzt. An ihrem Schreibtisch setzt sich das Mädchen an ihre Hausaufgaben, was nur noch Mathe ist.
Nach dem sie ihre Aufgaben erledigt hat, schnappt sie sich ihre Umhängetasche,setzt sie sich auf ihr Fahrrad und fährt zum Wohnwagen. Dort wird eh meistens einer sein und so trifft sie diesmal auf Frieda und Sprotte.
„Hey, Melli, hast du heute doch Zeit.“, wird sie von Sprotte begrüßt.
Sie zuckt nur mit den Schultern.
„Sieht so aus, Oberhuhn. Willi muss noch Geld für die Baggerscheibe auftreiben.“
Verwirrt sieht Charlotte Melanie an.
„Fred hat mir gesagt, dass er Willi vor nem halben Jahr ein Eis ausgegeben hat, darauf, dass das Geld abgestottert ist.“
Wütend presst die Blondine die Lippen zusammen. Warum lügt der Junge, mit dem sie seit über 2 Jahren zusammen ist, sie an? Das macht doch gar keinen Sinn.
„Zudem hat er mir gesagt, dass er schon wieder Nachhilfe hat. Das ist jetzt schon das zweite Mal in dieser Woche und wir haben schon erst Donnerstag.“
Frieda wechselt mit Sprotte einen Blick, eh sie vorschlägt, ob sie nicht Bella abholen wollen und dann die Urwaldzwerge besuchen wollen. Einstimmig wird der Vorschlag angenommen. Am Gartentor werden die drei wilden Hühner freudig erwartet, aber wieder bellt der Hund nicht, weswegen O.S. mal wieder über die Frau im Tierheim meckert. Aber nur Sprotte geht hin um die Mischlingshündin abzuholen. Frieda möchte nicht und Melanie hat für heute schon genug Enttäuschungen. Aufgeregt tänzelt Bella um die drei Mädchen und springt abwechselnd an Melanie und Frieda hoch.
„Ist ja gut, meine Süße. Wir fahren gleich los.“, versucht Sprotte die Hündin zu beruhigen, aber diese fängt nur an zu wimmern.
„Melli?“, fragt Sprotte.
„Hast du etwas gegen eine Radtour?“
Die Blondine schüttelt den Kopf.
„Die Sonne scheint und da kann es doch nur gut tun, wenn wir mal beziehungsweise ich den Kopf frei kriege.“
Die drei radeln los bis zum Wohnwagen, wo sie ihre Taschen abstellen und dann in den Wald hinein radeln, der hinter dem Wohnwagen beginnt. Nachdem auch nur noch Bella müde nebenher trottet, begeben sich die drei auf den Rückweg. Auf dem Weg zurück kommen sie noch am Baumhaus der Jungs vorbei und da Sprotte versprochen hat, heute noch den Kohl und die Salatköpfe zum Anpflanzen an dem Wohnwagen abzuholen, machen sie das auch. Die drei stellen ihre Fahrräder an die Bäume gelehnt ab und gehen den Trampelfahrt zu Fuß, aber immer darauf achtend, dass sie keine der Fallen auslösen. Geschickt umlaufen sie die Stolperdrähte, gehen um die Dosen herum und stehen schließlich unter der großen Plattform und das sogar ohne von oben gesehen worden zu sein.
„Ey, Leute. Ich hab endlich ein Date mit Jasmin.“, berichtet Torte aufgeregt.
Frieda sendet ein Stoßgebet zum Himmel. Hoffentlich hat somit seine Eifersucht und das Nachspionieren sich somit erledigt.
„Gut.“, brummt Steve.
„Somit kann mich das Oberhuhn nicht mehr angucken, als würde sie meine Karten gleich zerreißen. Ich glaub, sie mag diese Karten nicht besonders. Oder es kann auch daran liegen, dass sie aus dem Laden sind, wo  ich auch die Scherzartikel besorge.... Erinnert ihr euch noch an die Klassenfahrt? Mit dem Juckpulver und der Stinkbombe.“
Johlend fangen die Pygmäen an zu lachen. Melanie und Frieda fangen an zu grinsen, während Sprotte nur mit den Zähnen knirscht.
„Ja, aber die waren gar nicht so dumm. Sie haben es echt geschafft, ohne dass wir was gemerkt haben, die Kissen auszutauschen.“, stimmt Willi zu.
Verwirrt sehen sich die drei Mädchen an. Was macht Willi denn hier, der vor einer Dreiviertel Stunde noch Nachhilfe kriegen sollte? Kurz hört man es nur oben tuscheln, eh man ein Kichern von oben hört. Darauf folgt ein Schmatzen.
„Och mann, muss das hier sein?“, fragt Fred.
„Du bist doch nur neidisch, weil das Oberhuhn nicht hier ist.“, wird von Willi gekontert.
Melanie kaut nervös auf ihrer Lippe herum, während Sprotte rote Flecken im Gesicht kriegt. Frieda hingegen steht grinsend daneben.
„Mir reicht's!“, murmelt Sprotte.
Sie geht ein paar Meter weiter, wühlt mit ihrem Fuß im Laub herum und zieht, als sie einen der Stolperdrähte entdeckt mit ihrem Fuß daran. Wie auch beim alten Baumhaus geht die Sirene los und die Leiter wird eingeholt. Spöttisch guckt das Mädchen hoch.
„Wen habt ihr denn erwartet? Ich hab dir doch gesagt, dass ich für die Saat komme. Kommst du runter, damit ich noch mit dir normal reden kann oder wird das jetzt ein gegenseitig anschreien?“
Die Leiter wird runter gelassen und Fred klettert flink die Leiter runter. Als er die anderen beiden wilden Hühner entdeckt, wird er ein bisschen blass. Oben ist schon wieder ein Schmatzen zu hören.
„Willi, komm runter. Du musst was klären.“, brüllt der Boss der Pygmäen herauf.
„Warum denn? Ich hab noch was mit Nana zu tun.“, kommt die Antwort zurück und erneut ertönt ein mädchenhaftes Kichern.
Melanie deutet auf die Leute und Fred nickt.
„Seid für sie da. Das wird gleich nicht schön enden.“, flüstert er seiner Freundin ins Ohr.
Sprotte nickt nur, auch wenn sie noch keine Ahnung hat, worum es geht.
Melanie ist inzwischen oben auf der Plattform angekommen, nickt Steve und Torte zu, die sie beide mit offenen Mund anstarren und reißt die Tür auf. Dort sieht sie Willi küssend mit einem anderen Mädchen. Sie sitzt auf seinem Schoß und beide haben die Augen geschlossen. Fassungslos sieht sie die beiden an.
„Was ist hier los, Wilhelm Blödorn?“, fragt das Mädchen eisig.
Ertappt drehen sich die beiden um.
„Melli... das ist nicht....“
Die Blondine hebt ihre Hand.
„Jetzt sag nicht, dass das nicht das ist, wonach es aussieht. Wie lange?“
Das Mädchen neben ihm will was sagen.
„Jetzt nicht, Nana. Ich rede mit Willi. Und momentan ist er mir Antworten schuldig.“
Sie setzt sich wieder neben ihm hin.
„Es tut mir...“
Erneut unterbricht ihn Melanie. Wenn er sich entschuldigen will, dann soll er das doch bitte auf ihrer Mailbox und nicht dann, wenn sie ihn küssend mit einer anderen erwischt hat.
„WIE LANGE?“
Unter ihrem Blick zuckt Wilhelm Frankenstein Blödorn zusammen.
„Drei Monate.“
„WAS?!? Du betrügst mich ein viertel Jahr und....“
„Ich hatte die Hoffnung, dass du es merkst. Du und ich, wir passen nicht mehr so gut zusammen. Nana passt viel besser zu mir.“
Zufrieden lächelt Nana und Melanie öffnet den Verschluss der Kette, die ihr Willi mal geschenkt hat. Sie feuert die Kette auf den Tisch vor den beiden.
„Hier. Die kannst du wieder haben. Vielleicht kommen so auch die inzwischen gebrochenen Versprechen zurück und oh, vergiss ja nicht die Lügen. Nachhilfe, von wegen.“
Dann stürmt das Mädchen raus und krabbelt die Leiter herunter. Sie stürmt an Sprotte und Frieda vorbei zu ihrem Rad hin. Die Rothaarige wirft Fred einen entschuldigenden Blick zu, eh sie der davoneilenden Melanie hinterher rennen. Bei den Fahrrädern nimmt Melanie ihr Fahrrad und fährt eilig los. Die andern folgen ihr so schnell wie möglich. Vorbei ist die Zeit, wo alle so erschöpft waren, dass sie zu müde dafür waren.
Irgendwann landen die drei bei dem Wohnwagen. Dort ruft Sprotte ihre Mutter an und erklärt ihr die Situation. Frieda und Melanie belassen es bei einer kleinen Sms. Da morgen ein Feiertag ist, haben die drei eh Schulfrei, weswegen es keine Einsprüche von den Eltern gibt. Die drei kochen sich Tee, essen Kekse und Melli heult sich die Seele aus dem Leib.
Review schreiben