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Für immer...

von YukiAngy
KurzgeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
18.02.2017
14.04.2017
2
2.108
 
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18.02.2017 1.383
 
Hallöchen ihr Lieben und schön, dass ihr euch zu meiner Geschichte verirrt habt. Die ist eine Kurzgeschichte zu dem RPG-Forum the Magical Maniac und ist von mir eine alternative Liebesgeschichte, zweier der wichtigsten Charaktere dort...
(alle anderen sind hier Menschen)
Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich immer über konstruktive Kritik, Wünsche und Anregungen.

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Sarah:

Ich stieg aus der Kutsche und wurde nun mit einem Auto weiter gebracht. Ich war ermüdet von der Reise und ließ mich erschöpft in das kühle Leder des Sitzes sinken. Der Gurt schnitt mir leicht in den Hals und ich schob ihn vorsichtig bei Seite. Ich sah zum Fenster raus und aus den Gletschern wurden Berge und mittlerweile schon Hügel. Irgendwann waren wir in der Hafenstadt angekommen und wir erreichten den Flughafen.  Meine Eltern wollten, dass ich auf eine normale Highschool gehe mit anderen Jugendlichen in meinem Alter für meine pädagogische Entwicklung oder so. Ich seufzte und sah runter auf meine Hände. Der Saum meines Pullovers war etwas fransig und ich begann die einzelnen Flusen raus zuziehen.

Eine Stunde später:
Ich saß im Flieger nach Island und hörte über Kopfhörer Musik. Ich schaltete auf einen anderen Song und ignorierte die kleine pummelige Stewardess. Sie lief mit tippeligen Schritten im Flugzeug auf und ab und bediente die wenigen Fluggäste. Ich schlug eine Zeitschrift auf, die in dem Netz des Sitzes vor mir hing und blätterte darin herum. Es war ein Modemagazin. Gelangweilt klappte ich es wieder zu und legte es weg. Ich schloss die Augen und versuchte etwas zu schlafen...


6 elendig lange Stunden später:
Endlich. Wir waren gerade in Reykjavík, der Hauptstadt von Island gelandet. ich stieg aus und zog die Kopfhörer aus meinen Ohren. Die Luft ihr war ganz angenehm. Kühl, ähnlich wie in meiner Heimat. Frisch und mit dem Geruch der Natur und des Meeres versetzt. Ein Shuttle holte uns ab und brachte uns zu dem großen Gebäude, in dem ich meine Koffer erhielt. Ich ging weiter und stieg nach kurzer Wartezeit in den Bus zu dieser neuen Highschool.
Dort angekommen begrüßte uns eine Frau mit eindrucksvoller Ausstrahlung. Sie hatte hohe Wangenknochen, ein ziemlich perfektes Gesicht, an dem sich jedoch ihr Alter zu schaffen machte. Ihr tiefrotes Haar lag ihr in dicken Wellen über den Schultern und war zur Hälfte hochgesteckt. Sie stellte sich als Miss Underdome vor, die Schulleiterin. Ihre Stellvertreterin, eine Miss Black stand etwas versetzt hinter ihr. Ebenfalls ein sehr edel wirkendes Gesicht, etwas jünger und schwarze Haare. Die Schulleiterin hatte dunkelbraune Augen, während ihre Stellvertreterin hellblaue Augen hatte, die mit strengem Blick über die neuen Schüler wanderten. Wir wurden in vier Wohnhäuser eingeteilt. Ich bekam ein Zimmer in Wohnhaus Pferd. Erste Etage.
Ich nahm meine Sachen und neuen Unterlagen und machte mich auf den Weg zu meinem neuen Zimmer. Ich ging hinein und fand meinen Schlüssel auf meinem Schreibtisch. Es war ein Zimmer für zwei Personen. Sollte mir recht sein. Ich stellte meine Koffer auf den Boden und schob sie erstmal unters Bett, auf dem ich mich dann nieder ließ und dabei den raum genauer unter die Lupe nahm.

Bald darauf sollte ich meine Zimmergenossin kennen lernen. Raven Blustoson. Im ersten Moment glaubte ich, sie würde sich dauerhaft über alle Themen mit mir unterhalten, bis ich feststellte, dass sie mit sich selber redete und ich gar nicht antworten brauchte. Ich seufzte und legte mich in mein Bett. Ich zog mein Familienfoto aus meiner Tasche und sah es mir an. Das war nicht das erste Mal, dass ich von meinen Eltern getrennt war.  Aber dieses Mal war es viel weiter und länger als je zuvor.

Ich schlief mit dem Bild in meinen Armen ein und verfiel in einen traumlosen ruhigen Schlaf. Ich erwachte erst wieder, als ein Läuten ertönte und Raven mich vorsichtig anstupste. Ich sah sie an.
"Essen. Der Ton heißt Essen..", sagte sie und stand auf. Sie ging zu ihrem Schreibtisch und hantierte mit irgendetwas rum, während ich mich gähnend aufsetzte.
"Ich hab ja gesagt, Neulinge müssen viel lernen. Aber ist sie mir deswegen anstrengend oder unangenehm? Nein. Ich denke, wir könnten Freunde werden. Ich mag ihre Haarfarbe. Ja. Ja. Auch wenn ich denke, dass so hell blondieren nicht gesund ist. Die Haare, fast weiß. Nein. Nein. Nicht gesund.", redete sie vor sich hin.
"Das ist meine natürliche Haarfarbe entgegnete ich und sie drehte sich abrupt um. Sie sah mich entgeistert an, so als hätte ich mich als völlig Fremde in eine Familienunterhaltung eingemischt. Ich war verwirrt. Sie rührte sich kaum, dann drehte sie sich blitzschnell zur Seite und rauschte vor sich hin blubbernd aus dem Raum. Die Tür fiel ins Schloss und ich ließ meinen Atem zischend entweichen.
"Was war das denn...?", fragte ich mich selbst verwirrt und rief erstmal meine Mutter an.  Ich erzählte ihr von der Reise und meinen ersten Eindrücken von hier. Meine Zimmergenossen behielt ich ihr erstmal vor. ich wollte nicht, dass sie sich Sorgen machte. nach einer Weile beendeten wir das Telefonat und ich machte mich mit dem Gelände-plan in der Hand auf den Weg zur Mensa. Eigentlich brauchte ich den aber gar nicht. Ich brauchte nur der Masse zu folgen. Und dem Geruch.

Ich erreichte eine Mensa, in der immer sechs Schüler an Gruppen-tischen zusammen saßen und aßen. Manche verließen die Mensa wieder. Sie waren wohl schon fertig. Etwas zögerlich und schüchtern ging ich zum kalten Buffet und holte mir Salat. Am warmen entschied ich mich für Backfisch mit Kartoffeln, da ich das von zu Hause kannte.
Ich setzte mich an einen leeren Tisch und begann zu essen. Zwei Mädchen kamen zu mir. Beide sehr dünn, nur knapp bekleidet und mit, für meine Begriffe, viel zu viel Make up im Gesicht.
Die dunkelhaarige stellte sich als Paula vor und die wasserstoffblonde als Victoria. Sie hatte ihre Haare wirklich blondiert.
"Hey, du siehst voll hüübsch auuus! Ich mag deine Haarfarbe! Wo hast du die machen laassen?", fragte Victoria mich.
"Oh, ähm, das ist Natur..", antwortete ich, worauf hin sie überraschender Weise ihr Tablett auf den tisch donnerte.
"Biiitch eyy! ich hab Kontakte, ja?! Saaag jetzt!", forderte sie in ihrer gebrochenen asozialen Sprache. ich seufzte.
"Meine Haarfarbe hab ich seit meiner Geburt! Beschwer dich bei meiner Mutter!", sagte ich in leicht gesäuertem Ton.
"Was deine Muttaaa? Ey isch schwör deine Muttaa ist fett!", keifte sie mich an und die dunkelhaarige zog sie zurück.
"Ey komm lass die Bitch!", sagte sie. Victoria nahm wieder ihr Tablett hoch.
"Isch fick die noch! Isch schwöre es dir!", sagte sie zu Paula, während die beiden Hüfte schwingend ab dackelten. Ich seufzte und sah auf meinen Teller. gab es hier denn nur Irre?
Ein Mädchen mit braunen fülligen Locken kam zu mir.
"Hey ist hier noch frei?", fragte sie und ich nickte schnell.

Erst jetzt fiel mir auf, dass sie einen Cut über der Augenbraue hatte, über dem ein kleines Pflaster klebte und ihr Auge leicht bläulich war. Ich zwang mich sie nicht anzustarren und wollte erst recht nicht nachfragen. Sie aß still und sah sich dabei in der Mensa um.
Ich stocherte in meinem Essen rum und versuchte meine ganzen ersten Eindrücke, Gefühle und Gedanken zu ordnen. Aber das schien vorläufig noch aussichtslos. Das Mädchen sah mich an.
"Wie heißt du?", fragte sie.
"Sarah.", antwortete ich knapp.
"Alexandra.", stellte sie sich ebenso knapp vor. Ich nickte kurz und tat wieder auf wahnsinnig beschäftigt mit meinem Essen.
"Du bist neu oder? Hab dich hier noch nie gesehen.", sagte sie. ich nickte und sah kurz zu ihr auf. Sie grinste mich an.
"Hey, wenn ich dir was zeigen soll oder so, alles cool. Sprich mich an.", sagte sie.
"Danke.", sagte ich schnell, dachte aber nicht ernsthaft über das Angebot nach. ich wollte eher alleine klar kommen. So hatte ich es bisher auch getan und das hatte immer gut geklappt.

Ich brachte mein Tablett weg und ging wieder auf mein Zimmer. Raven stand im bad, die Tür offen und bürstete ihre haare, während sie wieder tiefe Dialoge mit sich selber führte. Ich ließ mich erschöpft auf mein Bett fallen und schlief allmählich ein. Dieser erste Tag war echt anstrengend gewesen...
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