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Einen Tod muss man sterben ... aber nicht jeden

von Todem
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Azog Legolas OC (Own Character) Tauriel Thranduil
12.02.2017
07.04.2021
44
66.949
23
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
12.02.2017 1.256
 
Fantasy/ Komödie, Romanze
OC, Thranduil, Legolas, Tauriel, Azog





Kurzbeschreibung:

In allen Fanfiktions in denen sich die Leute nach Mittelerde wünschen landen sie in der Nähe ihrer Lieblingsfiguren, finden eine Möglichkeit sich denen anzuschließen und erleben Abenteuer. Ich hatte nicht so viel Glück. Von Sauron als Mittelerde-Wikipedia hergezaubert hatten seine Orks mich von Anfang an in ihrer Gewalt. Antworten wollte ich ihnen keine geben, aber sollte sich mein Dasein in Mittelerde tatsächlich auf ewig im Orkstollen abspielen?





Hallo ihr Menschen,
Wie man bestimmt an der Anzahl der an einem Tag erschienenen Kapitel erkennt wollte ich diese Geschichte eigentlich erst fertig schreiben und dann posten. Aber in der Zwischenzeit habe ich noch zwei weitere FanFiktions gefunden in denen grobe Details ähnlich sind, also fange ich einfach schonmal an, damit keiner behaupten kann ich hätte ihn nachgemacht.  Mir mangelt es nämlich extrem an der Motivation ALLES nochmal neu zu schreiben und zu ändern.
Wenn Rechtschreibung oder Aussehen stark in Mitleidenschaft gezogen sind, seht es mir nach. Da mein Virenschutzprogramm nun schon beinahe ein Jahr WLAN als aggressive Vire einstuft poste ich über mein Smartphone.
Und wo wir gerade bei zeitlich neuen Zuschriften sind:  Wer findet es noch alles super, dass in Tripple X 3 wieder der Darsteller von Teil 1 ist?  Den von Teil 2 mochte ich noch nie.









Prolog




Mit der Morgenpatroille ritt der König hinaus durch den Wald.

Jeden Tag zogen seine Krieger aus um die Spinnen zu töten und damit er das Risiko besser einschätzen konnte ritt Orophors Sohn alle paar Mondphasen einmal mit hinaus. Nahe an den Grenzen rastete die Truppe, währenddessen galoppierte der König mit einem seiner Gäste von Galadriel, Haldír, auf einen Hügel hinauf. Hier standen die großen Bäume viel lichter, wegen der Ruinen eines Wachtors.
Einst hatten an diesem Punkt die Zwerge aus den Eisenbergen seine Grenzen passiert um Handel zu betreiben, doch dem war schon lange nicht mehr so. Das kantige vier Meter hohe Tor war aus hellgrauen Stein, mit unverkennbaren zwergischen Elementen. Die anderen herumliegenden Steinwürfel hatten vor vielen Jahren noch quadratische Türme mit kleinen Stallungen gebildet, gesäumt von geflügelten Löwen die auf Sockeln gemeiselt wurden. Dort hatte man die Reisenden einquartiert, da die elbischen Wachposten sich zum ruhen lieber nach oben in die Bäume verzogen.
Ohne die Pflege der stetig wechselnden Bewohner zerfielen die Behausungen sehr schnell.

Umso ungewöhnlicher war es in den verlassenen Ruinen Reste eines Lagerfeuers zu finde.
„Die Asche ist noch trocken“, sagte Haldír und stieg wieder auf sein Pferd. Auf den umliegenden Steinen waren die Reste einer schwarzen Flüssigkeit die scheinbar beim anrühren verschüttet wurde. „Hier wurden Morgul-Pfeile hergestellt.“ Erklärte der Hauptmann und wischte sich die Schmiere von den Fingern.
Also lagerten hier Mordor-Orks, waren noch ganz in der Nähe und seine Wachen waren zu weit entfernt, als das er sich eine weitere Inspektion leisten konnte.

Wegen eines Schnauben zogen beide Elben ihre Bögen, doch unweit der Feuerstelle stand nur ein gesatteltes Pferd. Die Qualität des Zaumzeuges und die edlen Formen des Ross ließen auf einen elbischen Reiter schließen, doch wo war er?

Unbeeindruckt starrte das Tier hinter sich in den Wald aus dem drei Wargs mit Reitern hervorstürzten. Sofort griffen die missgestalteten Orks an. Zwei Warge und einen Ork konnten die Beiden erlegen, doch Haldírs Pferd wurde schwer verletzt. Gerade wollte ein Ork ihn erschlagen, als sich ein schwarzer Pfeil durch seinen Schädel bohrte. Nahe an seinem Ohr hörte Thranduil ein Zischen, als sich auch schon eine Orkklinge in die Brust des letzten Warg bohrte. Den letzten Ork tötete er selbst ehe er die Lichtung nach seinem Helfer absuchte.

„Wer auch immer uns geholfen hat, kann sich entweder gut verstecken oder ist weg“ Thranduil wusste nicht weshalb er ausgerechnet diesen Satz in Gemeinsprache gesagt hatte, doch als er just in diesem Moment unter dem Tor hielt begann jemand über ihm zu applaudieren.
Über ihm auf der bemoosten Steinplatte stand eine junge Frau. Ein Teil ihrer Kleidung sah elbisch aus, der Rest waren schwarze Felle und Leder. Die hüftlangen, scheinbar schwarzen Haare in unzählige Zöpfchen geflochten, hin und wieder mit Perlen und Federn durchsetzt, das Gesicht mit Asche beschmiert, schlammverkrustete Stiefel   und unbewaffnet.

„Erst solch einen Radau verursachen und dann auch noch zu dumm um zeitig zu verschwinden“, spottete die verdreckte Frau, hielt sich mit einer Hand an der Steinkante fest und ließ sich nach einem Satz herunterhängen. Leicht angeekelt umfasste Thranduil ihr Fußgelenk und zog sie über seinen Sattel. Als sich die Fremde erst seitlich darauf stellte und dann daran zu Boden rutschen ließ, verrückte die schwarze Ledercorsage und zeigte goldene Rankenmuster auf weißer Haut. Von dem unerklärlichen Linien abgelenkt vergaß der König sie zu rügen und fragte daher nur: „Wer seid ihr?“

„Das ist irrelevant“ Mit geübten Bewegungen verrückte sie die Leichen, riss einem Warg eine Kralle aus, veränderte die Wunden und ließ sie in einer stecken. „Wichtig ist euch beide erstmal zu verstecken.“
Mit viel Überredung zog sie die Elben etwas den Hang runter, ließ die Pferde sich im Gebüsch hinlegen und deckte sie mit Ästen ab. „Und jetzt will ich keinen Mucks mehr hören!“, mahnte sie und setzte sich mit einer Flasche an die abgebrannte Feuerstelle.

Keine Sekunde zu früh, denn schon kam die nächste berittene Orkmeute auf die Lichtung, diesmal aber acht.

„Was ist hier passiert?“, brüllte einer zornig und zog die Frau am Kragen hoch.

„Deine Goldknaben haben gestritten. Als Ragnar behauptete Azleg würde seinen Warg schänden fühlte der sich in seiner Ehre verletzt und griff an.“ behauptete diese verschlafen.

„Das war alles?“  Verständnislos starrte sie ihn an „Deswegen töten Orks sich noch nicht.“

„Das hab ich auch nicht behauptet, aber weiter hab ich nicht zugehört. Hätte auch nichts gebracht, weil sie ab da die Sprache gewechselt haben“
Der Ork verhörte sie noch länger – seltsamerweise gewaltfrei – und ließ sie ein paar unverstandene Worte der schwarzen Sprache wiederholten, an die sie sich noch erinnerte. Aus ihren Sprachkenntnissen verstanden die Elben so viel wie >Finger weg von meinem Bruder< oder >hab ich bei Azog gesehen“, merkten aber dass ihre Helferin entgegen ihrer Behauptungen eben doch die schwarze Sprache verstand. Dem Ork war offenbar auch klar, dass sie nur noch Sätze von sich geben würde die ihn in eine kritische Situation bringen würden.

Letzten Endes war nur noch eine Frage übrig: „Und warum stinkt es hier so nach Elb?“ brüllte die dunkle Kreatur.

„Sag mal spinnst du? Ich steh direkt vor dir!“, schrie die Brünette zurück und wischte sich angewidert ein paar Sabberfäden von der Wange.
Dem Ork schien das als Antwort zu genügen. Rasch klemmte er sich ihren Kopf – mit Gesicht nach oben – unter den Arm und schleifte sie zu ihrem Pferd. Dabei hatte er das selbe fiese Grinsen im Gesicht wie Elrond vor vielen Sommern, als er sich beim Blumen gießen „versehentlich“ an Thranduil heran pirschte und dessen Krone goss. Gedämpfte schrie die Elbe immer wieder: „Ah, nein – Urwald - Mayday… Gasangriff! ABC-Alarm!“, wurde auf ihr Pferd gebunden und die Gruppe ritt weg.

So endete der Jagdausflug des Königs nicht nur mit einer Heimkehr bei der er und sein Hauptmann verdreckt wie tollpatschige Anfänger zwischen den sauberen Wachen durch das Eingangstor ritt, sondern auch mit dem Wissen erstmals halbwegs zivilisiertes Verhalten zwischen Orks und Elben gesehen zu haben.








(ABC-Alarm heißt in etwa so viel wie Angriff Nuklearer Biologisch Chemischer Waffen, wenn jemand die genaue Bezeichnung noch weiß ist gut. Ich weiß nur, dass dann die Feuersirene ununterbrochen geht, man ins Haus gehen und alles luftdicht verschließen soll. So wie in Die Wolke, als der Super Gau war)
 
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