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Ohne Wiederkehr

GedichtKrimi, Tragödie / P16 / Gen
12.02.2017
26.04.2017
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12.02.2017 200
 
Zwei Vettern

Es geschah im unteren Norwegen.
An einem Tag mit viel Regen
gingen zwei Vettern
in den Bergen klettern.

Als der eine fand einen schönen Edelstein,
entbrannte die Eifersucht wie bei Abel und Kain.
"Ach, gib ihn mir doch bitte zu tragen",
doch er dachte bei sich, "denn ich will ihn haben!"

"Oh nein, du bekommst ihn sicher nicht,
denn ich weiß, du bist ein schlimmer Wicht!"
"Nein nein, du liegst verkehrt,
denn du bist des Steines gar nicht wert!

Und gibst du ihn nicht, das kannst du mir glauben,
werde ich ihn mir gewaltsam rauben!"
Er stieß ihn hin, er stieß ihn her,
an den Stein zu kommen war doch recht schwer.

Es wuchs die wilde Zorneswut
zu einem unbändigen Mut.
Er drängte ihn bis zu den Klippen,
wo jener sich brach alle Rippen.

"Oh, welch unnützer Meuchelmort,
denn der Stein ist auch mit fort!
Was ist hier denn nur Arges geschehen?
Niemand wird den Kristall je wiedersehen."

Der Mörder in seinem panischen Wahn
kommt ab von der rechten Bahn,
er strauchelt und stürzt, wird von Steinen begraben.
Die schwarzen Raben sich nun an ihm laben.
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