True love knows no bounds

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Charles Claude of France Dauphin Francis Mary Stewart OC (Own Character) Sebastian "Bash" de Poitiers
11.02.2017
22.02.2017
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Achtung: Ich beziehe mich nicht direkt auf die Serie, jedoch sind viele Personen aus der Serie Reign und somit gehören sie nicht mir. Jedoch halte ich mich nicht an den zeitlichen  Ablauf und weiche auch von der geschichtlichen Ebene ab, obwohl ich versuche die Politik der Länder nicht wie in so vielen anderen Reign-Fanfictions zu vernachlässigen.
Es kann einige Parallelen zwischen der Geschichte und der Serie kann es geben. Ich hoffe, dass es euch gefällt und würde mich über Rückmeldung sehr freuen, da das meine erste Reign-Fanfiction ist.

Viele Grüße
Sunset12345

„Je höher einer steht, desto mehr verschweigt er.“
(Paul Ernst )

„Lola, was ist los? Du verhältst dich schon seit Wochen so seltsam.“, fragte die besorgte Königin zu ihrer teueren Freundin und Hofdame.
Ihr ist schon seit längerem das seltsame Verhalten ihrer Hofdame nicht entgangen, wie ihr das Kleid nicht passte, sie das sonst so geliebte Marzipan eher herunterwürgte, als es zu genießen. Sie hatte es extra von der wunderschöne Hochzeitreise durch Frankreich mit ihrem geliebten Ehemann Francis mitgebracht.
Sie vermisste die Zweisamkeit, seine Nähe, seine Unbeschwertheit. Hier, am französischen Hofe, war es nur eine Frage der Zeit gewesen bis er durch das ganze Intrigenspiel diesen Glanz und die Leichtigkeit wieder verlor.
Zugegeben setzte ihr die so altvertraute Umgebung auch ein wenig zu, denn sie war sich trotz ihrer unverkennbaren Liebe füreinander, ihres Glückes nicht mehr so sicher, seit Catherine de Medici sich wieder in ihrer Nähe befand.
Die Königin Frankreich schien es nicht Leid zu sein Mary zu bedrohen. Ihre Beziehung zu einander hatte Mary noch nie als äußert gut empfunden, doch seit der Hochzeit vor drei Monaten und der Ankunft am Hofe schien Catherine sie erstaunlicherweise nicht mehr zu hassen. Doch diese Ruhe machte die sonst schon so unter Druck stehende Mary nur noch unruhiger und nervöser.  
Catherines Augen lagen wie die aller auf dem schlanken Körper der jungen Monarchin. Jeder wünschte sich wie auch das jungen Paar einen Erben für den Thron Frankreichs, doch bisher war es der quirligen Schottin nicht vergönnt gewesen, diese frohe Nachricht zu verkünden. Wie sehr wünschte sie sich doch ein Kind mit ihm. Sie wollte ihm dieses Geschenk machen. Ein Kind würde ihr Leben bereichern und ihre Liebe noch wachsen lassen. Obwohl sie sich selbst schwer vorstellen könnte, wie ihre Gefühle für den blonden Dauphin Frankreichs noch mehr wachsen könnten.
Sie sehnte sich jetzt schon wieder nach ihm, obwohl er nur ein paar Räume von hier entfernt wichtige Gespräche mit seinem Vater, König Henry, und Gesandten aus Spanien führte, denn England drohte Frankreich mit einer Invasion, würden sie ihre Gruppen aus Schottland nicht abziehen.
Doch an der schottisch-englischen Grenze marschierten englische Truppen auf und durch die Allianz mit Frankreich hatte Marie de Guise um militärische Unterstützung aus Frankreich gebeten. Obwohl die Mutter der Königin Schottlands die Regentin der Schotten ist, hat Mary in solchen Dingen ein großes Mitspracherecht. Nach erbitternden Verhandlungen mit König Henry konnte Mary dann zur Hochzeit ihrer Mutter mitteilen, dass sie Unterstützung durch französische Truppen erhalten würden.
Die Hochzeit - es war so perfekt gewesen. Die Person, von der Mary gedacht hatte, sie könnte sie nie wieder küssen, geschweige denn heiraten. Trotz Nostradamus Vision konnten sie heiraten, dank dem Tod von Clarissa, Catherines Erstgeborener.
Die Federn, sie erinnerten sie immer an früher, an die unbeschwerte Zeit am französische Hof. Als sie nur Mary war und Francis nur Francis.

*Flashback*

Lachend rennen die beiden künftigen Herrscher Frankreichs die Treppen zu Marys Gemächern hoch. Ihr Lachen hallt durch das ganze Treppenhaus der hochgebauten Schlossmauern und doch scheint es als seinen die beiden in ihrer eigenen, unbeschwerten, kindlichen Traumblase, die nicht einmal die Rufe der Gouvernante zerstören kann.
Einander anlachend hechten die beiden in das Zimmer und verstecken sich in Marys Kammern. In der sinnlosen Hoffnung, dass die strenge Gouvernante die herumtollenden Königskinder überhört, springt Mary auf das Bett und ruft in ihrer kinderhaften Unbefangenheit provozierend zu ihrem zukünftigen Ehemann „Francis. Das ist ein echter Mädchenname.“
Schelmisch grinsend ergreift dieser ein Kissen und schlägt es wild über Marys Kopf. Die Nähte des Kissen zerplatzen unter der Wucht und die ganzen feinen Daunenfedern fallen auf Marys kleinen Körper. Im fahlen Sonnenlicht, dass durch die dicken Fensterscheiben fallen kann, reflektiert ihr Kleid das Licht und sie scheint wie ein kleiner tanzender Engel, denn dank den Federn befinden sich die beiden in einer Wolke aus Staub und Licht. Zusammen scheint ihre Freunde und das perfekt scheinende Glück unzerstörbar zu sein.
Auch wenn die Gouvernante versucht Mary zu tadeln, so grinst diese nur Francis zu und wartet auf einen Moment der Unachtsamkeit seitens der tadelnden Gouvernante. Rasch nimmt sie ihr dreckiges Kleid in die Hand und flieht mit Francis, so schnell sie ihre kürzeren Beine tragen können, aus dem Zimmer hinaus, durch einen der unzähligen Geheimgänge in die Nähe der königlichen Zimmer.

*Flashback Ende*  

Doch dieses Mädchen und dieser Junge waren nicht mehr da. Sie waren von Mary, Königin von Schottland, und Francis , dem Kronprinzen Frankreich, ersetzt worden. Die beiden Herrscher hatten großes Glück, denn sie heirateten zwar in eine arrangierte Ehe hinein, waren jedoch über alle Ohren in einander verliebt, ein Privileg, dass nur sehr, sehr wenige Herrscher teilen können. Jedoch war diese nach außen stabil scheinende Stabilität sehr zerbrechlich, vor allem durch die Nachricht die Lola ihrer Königin überbringen musste.  

„Gott, Mary … Ich kann es dir nicht sagen. Es geht nicht… Wenn ich es dir sage, du wirst mich nie mehr so ansehen können, wie vorher. Ich habe einen Fehler gemacht, einen, den ich nicht mehr revidieren kann, auch wenn ich es mir noch sehr wünschen würde. Für unser beiden Willen …“, die Braunhaarige musste unterbrechen, denn sie konnte kaum ihre eigenen Gefühle im Zaum halten.
„Lola, ich sehe doch, dass dich etwas bedrückt und was es auch immer ist, ich muss es wissen. Was dich betrübt, solltest du mit mitteilen. Vor allem da du es ja nur vor mir und nicht den anderen geheim halten möchtest.
Ich weiß, dass Kenna versucht hat dich zu decken, doch du weißt ja, so wirklich gut lügen konnte sie mir gegenüber noch nie. Was es also ist, ich verlange es zu wissen. Wenn nicht als deine Freundin, dann aber als deine Königin.“ Überrascht über die harten Worte ihrer Königin, wich Lola einige Schritte in Richtung der Wärme des lodernden Feuers zurück. Sie musste jetzt stark sein und der Wahrheit ins Auge blicken, so schmerzvoll es für ihre Freundin und Königin auch sein mochte. Es ging hier um mehr als nur um sie, dachte Lola. Das hier geht auch sie etwas an. Sie verdient die Wahrheit, wenn es auch das Letzte ist, was ich zu ihr sage, dann sei es so, dachte sich Lola und straffte ihre Schultern.
Mary kannte diese Geste nur zu gut. Schlechte Nachrichten ereilten sie ständig, doch von Vertrauten welche zu erhalten, war auch für sie immer wieder eine hohe Belastungsprobe. Fassung bewahren, mitfühlend sein und den Anschein wahren. Die Überraschung und Fassungslosigkeit verstecken, schoss es Mary noch durch den Kopf, bevor Lola ansetzte um ihrer Königin und engen Vertrauten alles zu beichten.


Mary hatte erst vor wenigen Stunden von der Schwangerschaft ihrer Freundin erfahren und nun saß die aufgelöste Lola neben ihr und bat sie um eine weitere Chance, nachdem Mary sie vorhin vor Enttäuschung weggeschickt hatte.
Lola war schwanger. Mit Francis Kind. Zwei ihrer engsten Vertrauten hatten sie hintergangen, belogen. Es hatte Mary wie ein Haufen Steine getroffen, denn sie hatte sich für mehrere Stunden nicht im Stande gefühlt zu irgendetwas zu tun. Sie hatte alle flehenden Bitten ihrer Hofdame geflissentlich ignoriert. Jetzt musste sie sich dem Schicksal stellen und die Bitte ihrer Freundin zumindest versuchen, Gehör zu schenken.
Doch als sie hörte, was ihre ehemalige Vertraute von ihr verlangte, war sie fassungslos.

„Und du verlangst von mir, von deiner Königin, deiner Freundin, es vor Francis mit keinen einzigen Wort zu erwähnen?! Ich hoffe, dir ist bewusst, was du da von mir verlangst. Ich soll meinen Ehemann belügen, den Vater deines ungeborenes Kindes. Ich könnte dafür mit Francis riesige Probleme bekommen. Ich hoffe, dessen bist du dir bewusst. Er wird nicht erfreut sein, wenn er herausfindet, dass wir ihn belogen haben“
Mary konnte die Bürde des Schuldgefühls alleine schon in Lolas azurblauen Augen sehen. „ Mary, ja es war ein Fehler. Doch wir beide dachten, wir würden uns nie wieder sehen. Du warst mit Bash verlobt und Francis, er … er war so gebrochen. Ich auch. Diese ganze Rivalität am Hof, ich habe mich bei ihm geborgen gefühlt und doch bereue ich es, denn ich will euere Beziehung nicht zerstören. Bitte ziehe es wenigstens in Erwägung, es geheim zu halten. Er wird und muss es nie erfahren, denn wenn es erstmal weg ist, dann wird es für uns alle einfacher sein.“

„Nein, Lola. Du kannst dieses Kind nicht wegmachen. Es ist dein Fleisch und Blut. Denk nur darüber nach, wie sich Francis fühlen würde. Es gibt eine Lösung. Auch wenn ich sehr verletzt bin, trägt dieses unschuldige Wesen in dir keinerlei Schuld. Ich als deine Freundin versuche dich vor einem großen Fehler zu bewahren, auch wenn es mir als Ehefrau sehr schwerfällt. Deine Loyalität zu mir stelle nicht in Frage, doch dafür umso mehr dein Vertrauen. Ich schätze mal, du weißt, dass du unsere freundschaftliche Beziehung stark beschädigt hast. Doch ich gewähre dir deine Bitte nach Geheimhaltung, aber nur unter einer Bedingung. Du bleibst hier am Hofe und wir suchen die schnellst möglich einen geeigneten Ehemann.“
„Ich danke dir. Von Herzen. Auch wenn es für Francis bedeuten wird, nie der Vater dieses Kindes sein zu können. So bin ich nicht vollkommen abhängig von seine Gnade und eurem Schutz. Als Mutter seines Kindes hätte ich dazu wohl nicht das Recht und ich wäre gezwungen mein gesamtes Lebens am französischen Hof zu verbringen. Ich danke dir, Mary und hoffe auf deine Vergebung.“
„Meine Vergebung kannst du erhalten, doch mein Vertrauen als Freundin musst du dir verdienen und versprich, wenn es dazu kommt, dass du dein Kind immer schützt. Ich werde versuchen dich zu schützen. Doch jetzt entschuldige mich bitte!“
Mit diesen letzten Wort ließ Mary ihre Hofdame im dunklen Gemach stehen und eilte, so schnell sie konnte, zu Nostradamus, denn er hatte nach ihr schicken lassen. Eine neue Vision …

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Wenn euch die Geschichte gefällt, dann hinterlasst gerne ein Kommentar mit eurer Meinung und Verbesserungsvorschlägen.
LG und bis zum nächsten Kapitel :)
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