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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
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48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.04.2017 1.489
 
So, das hat jetzt wirklich eine ganze Weile gedauert, aber ich war ein bisschen im Abistress. Da ich jetzt aber die schlimmste Prüfung hinter mir habe, komme ich jetzt auch wieder zum Schreiben.
Ich liebe dieses Kapitel (oder zumidest das Ende des Kapitels) und hoffe, dass es euch genauso gut gefällt wie mir.
Viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 9

„Dann muss ich mir wenigstens den ganzen Unsinn hier nicht mehr anhören!“

Kagamis Stimme war nur ein leises Murmeln, aber Kuroko hörte ihn dennoch. Der Kitsune wusste ja, dass sein rothaariger Freund nun wirklich nicht das war, was man als „Experten in Sachen Liebe“ bezeichnen konnte, aber dass dieser 1,89 Meter große Krieger so schüchtern war, war einfach nur süß. Vor allem im Vergleich zu den Personen um ihn herum war er die Unschuld in Person.

~ ~ ~


Es war eine erstaunliche Ruhe eingekehrt, nachdem Midorima mit dem Tengu verschwunden war. Aomine schlief noch immer wie ein Stein – manchmal fragte Kise sich, wie dieser nur an jedem beliebigen Ort zu jeder erdenklichen Zeit und in den unvorstellbarsten Haltungen schlafen konnte, die der Blonde je gesehen hatte. Der Kitsune selbst wusste nicht so recht, worüber er mit den einzigen beiden anderen Personen im Raum reden sollte, zumal diese auch eher die Stille zu genießen schienen. Ootsubos Hände zitterten immer noch leicht, während sie den Becher mit Tee umklammerten und Kimura saß im Schneidersitz mit geschlossenen Augen auf seinem Kissen und schien zu meditieren. Kise beschloss die Beiden nicht zu stören.

Mit einem Seufzen schloss er ebenfalls die Augen, riss sie jedoch erschrocken gleich wieder auf als sich plötzlich wie aus dem Nichts eine Hand auf seine Schulter legte. Er sah in ein Paar großer, blauer Augen, das ihn mit einem undefinierbaren Blick bedachte und ihm entkam ein kurzer Schrei. Wer zur Hölle war dieser kleine Junge?!

„Hi, Tetsu!“

Aomine, der offensichtlich aufgewacht war, kratzte sich immer noch ein wenig verschlafen am Hinterkopf. Kise drehte sich zu ihm um. Kannten er und dieser Junge sich etwa?

„Hallo, Aomine-kun.“

Erst jetzt fiel Kise auf, dass der Junge ebenfalls ein Kitsune war. Wieso hatte er ihn nicht früher bemerkt? Hatte er vielleicht auch eine besondere Fähigkeit? Eigentlich hatte der Blonde immer gedacht er selbst sei der Einzige. Dann hatte er Aomine kämpfen gesehen und ihm war sofort klar gewesen, dass dieser auch eine haben musste. Schließlich war er der einzige Mensch, dessen Fähigkeiten Kise nicht einfach so kopieren konnte, nachdem er sie einmal gesehen hatte. Er hatte sich sofort in Aomines Kampfstil verliebt und neugierig darauf, welche Person dahinterstand, hatte er sich dem dunkelhäutigen Krieger angeschlossen und war ihm seitdem nicht von der Seite gewichen – und er bereute es nicht! Vorher waren die Tage ziemlich langweilig gewesen, aber mit Aominecchi wurde alles zu einem spannenden Abenteuer.

„Aomine-kun, Kise-kun, Akashi-kun möchte mit euch reden. Ich soll euch zu ihm bringen.“

Kise erwachte aus seiner gedankenverlorenen Starre.

„Zwei Dinge: Wer bist du und wer ist Akashi?“

Ein sanftes Lächeln legte sich auf die Lippen des Kleinsten im Raum als er sich wieder dem anderen Kitsune zuwandte.

„Mein Name ist Kuroko Tetsuya und Akashi-kun ist der oberste Priester in diesem Schrein.“

„Okay~“

Kise sprang auf, nur um gleich darauf schmerzverzerrt das Gesicht zu verziehen. Ach ja, sein Fuß, den hatte er ja total vergessen! In seinem Hinterkopf ertönte die strenge Stimme des grünhaarigen Heilers, die ihn missmutig daran erinnerte sich zu schonen und er musste lächeln. Ja, Midorimacchi machte sich wirklich viele Sorgen um Andere auch wenn er es nicht zugab.

Auch Aomine hatte sich aufgerappelt. Zwar hatte er eigentlich absolut keine Lust sich zu bewegen, aber er hatte das Gefühl, dass Akashi niemand war, den man warten ließ – und sein Instinkt hatte ihn noch nie betrogen. Außerdem musste ja irgendjemand auf diesen blonden Wirbelwind von einem Kitsune aufpassen! Denn wie der Krieger bereits festgestellt hatte, hatte der Andere durchaus eine große Klappe und das Talent sich in Schwierigkeiten zu bringen auch wenn er es in der Regel nicht einmal so meinte.

„Dann lass uns gehen.“, richtete er sich an die beiden Kitsune und rang sich ein Lächeln ab, damit Kise nicht sah wie sehr der Dunkelhäutige von dem Namen Akashi beunruhigt war.

Er hatte nicht erwartet, dass sie ausgerechnet in dem Schrein gelandet waren, in dem Akashi Seijuro die Oberaufsicht hatte. Zwar hatte er den Priester noch nie getroffen, aber die Gerüchte, die über ihn im Umlauf waren, waren…nun ja, nicht gerade vertrauenserweckend… Er sollte ein Genie sein und trotz seiner jungen Jahre bereits wesentlich erfahrenere Priester an Stärke problemlos übertreffen können. Soweit so gut, jedoch wurden ihm auch eine sehr geringe Toleranzschwelle und bei übertreten derselbigen sehr…extreme Maßnahmen nachgesagt. Manche Gerüchte ließen ihn mehr wie einen talentierten Massenmörder dastehen als wie einen ehrbaren Priester. Alles in allem klang das nach einem Typen, mit dem man sich nicht anlegen wollte – nicht einmal mit der Stärke und dem Charakter eines Aomine Daiki!

Kise jedoch schien diesen Namen noch nie gehört zu haben, denn seine Laune war ungetrübt und er sah aus als würde er durch den Gang tanzen, würde nicht seine Verletzung ihn zu Vorsicht zwingen. Der Krieger musste lächeln. Das war wirklich ein kleiner Sonnenschein, der ihm da seit einer Woche hinterherdackelte!


„Ich könnte durchaus auch Shintaro damit beauftragen, doch ich denke, dass er als Heiler mehr gebraucht wird. Nicht einmal ich reiche an sein Niveau beim Heilen heran. Jedoch denke ich, dass euer Talent mehr als genug ist, um diese Aufgabe zu erfüllen.“

Kise hielt ausnahmsweise mal die Klappe, worüber Aomine sehr dankbar war, denn seine Vorahnung hatte sich bestätigt: Mit Akashi war wirklich nicht gut Kirschenessen. Umso seltsamer, dass Tetsu es so problemlos mit dem gruseligen Typen aushielt. Eigentlich hatte der Krieger absolut keine Lust jetzt auch noch einen Auftrag von dem Rothaarigen entgegenzunehmen, aber abzulehnen traute er sich dann doch nicht. Nicht, wenn er den leicht wahnsinnigen Ausdruck in den verschiedenfarbigen Augen Akashis sah. Jetzt verstand er auch woher die Massenmörder-Gerüchte kamen.

„Ich kann es nicht dulden, dass irgendjemand meine Untergebenen verletzt! Daher möchte ich, dass ihr beide nach Miyajis Angreifer sucht – natürlich nachdem es Ryouta bessergeht. Bis dahin könnt ihr natürlich hierbleiben, ich werde euch ein Zimmer zur Verfügung stellen.“

~ ~ ~


„Du hast ihnen wirklich keine Gelegenheit gegeben sich zu entscheiden oder, Akashi?“

Kagami hoffte, dass er sich mit diesem Kommentar nicht zu weit aus dem Fenster lehnte, aber der Kleinere lächelte lediglich

„Hätten sie sich sonst auf meinen Auftrag eingelassen?“

Der Krieger schüttelte den Kopf. Vermutlich nicht – schließlich hatte auch er selbst gehörigen Respekt vor demjenigen, der damals für Ärger gesorgt hatte.

Akashis Lächeln wurde zu einem Grinsen.

„Und außerdem hat es definitiv geholfen die Sache zwischen Daiki und Ryouta ein wenig zu beschleunigen.“

~ ~ ~


„Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll…“, murmelte Aomine in seinen nicht vorhandenen Bart, während er es sich mit hinter dem Kopf verschränkten Händen auf dem Futon bequem machte.

Gleich darauf fuhr er jedoch wie von der Tarantel gestochen in die Höhe.

„Verdammt nochmal, pass gefälligst ein bisschen auf!“

Kise hatte es sich ebenfalls bequem gemacht. Sein Kopf lag im Schoß des Kriegers und gerade hatte er versucht seine Schwänze irgendwie so zu koordinieren, dass sie um ihn herum Platz fanden, hatte sie dabei jedoch einmal quer durch Aomines Gesicht gezogen. Dieser musste niesen. Er hatte ja kein Problem damit, wenn der Kleinere so halb auf ihm lag, aber es gab Grenzen – schließlich hatte der Blauhaarige eigentlich vor zu schlafen.

Mit einem energischen Ruck zog er den Blonden ein Stück hoch, sodass dessen Kopf nun auf der Brust des Kriegers lag und die Fuchsschwänze eher einem gemütlichen Kissen glichen. Kise lächelte und kuschelte sich noch ein bisschen mehr an ihn. Er war bereits ziemlich müde und ständig fielen ihm die Augen zu, aber dennoch weigerte er sich jetzt schon einzuschlafen. Wenn er schonmal die Gelegenheit hatte so mit Aominecchi zu kuscheln, dann wollte er das auch voll und ganz auskosten!

Ein leises Schnurren entkam ihm als der Blauhaarige, vermutlich ohne überhaupt darüber nachzudenken, begann den Kopf des Kitsune zu kraulen. Der richtete sich leicht auf, sodass er das Gesicht des Anderen sehen konnte. Der Krieger hatte die Augen geschlossen und sah so friedlich aus wie Kise ihn noch nie gesehen hatte.

Noch bevor er wusste, was er da eigentlich tat, legte er seine Stirn an die des Größeren, woraufhin dieser erstaunt die Augen öffnete. Einen Moment sahen sie sich nur schweigend in die Augen, dann überbrückte der Blonde die kurze Distanz zwischen ihren Lippen und hauchte unsicher einen kurzen, unschuldigen Kuss auf die des Anderen.

„Ich hab dich lieb, Aominecchi…“, murmelte er noch, bevor er sich wie eine Katze zusammenrollte und mit einem letzten sanften Gähnen und einem Lächeln auf den Lippen einschlief.

Aomine strich dem Kleineren noch einmal sanft durch die Haare, bevor auch ihn der Schlaf übermannte und in das Land der Träume führte.
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