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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.03.2017 1.725
 
So, hier also noch das zweite Kappitel für dieses Wochenende^^ Das hat unglaublich Spaß gemacht beim Schreiben, die Zwei sind einfach zu süß ♡
Hoffe es gefällt euch so gut wie mir :)

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Kapitel 7

Inzwischen war es spät geworden und Murasakibara und Himuro hatten sich nach einem kurzen Zwischenstopp in einer Taverne wieder auf den Weg gemacht. Wohin genau wusste der Größere nicht, aber Muro-chin schien einen Plan zu haben und so folgte er ihm. Zumal der Ältere so enthusiastisch schien, dass sich auch auf dem Gesicht des lilahaarigen Riesen ein Grinsen breitgemacht hatte.
„Muro-chin~ wo gehen wir eigentlich hin?“
Der Schwarzhaarige schenkte ihm ein freudiges Lächeln, das Murasakibaras Herz höher schlagen ließ.
„Ich habe mich in der Taverne mit ein paar Leuten unterhalten. Es soll eine halbe Stunde von hier eine heiße Quelle geben. Es ist Ewigkeiten her seit wir das letzte Mal ein anständiges Bad hatten!“
Enttäuscht ließ der Andere die Mundwinkel hängen und blieb stehen.
„Eh? Dafür müssen wir so weit laufen? Muss das sein?“
Himuro drehte sich jetzt komplett zu seinem Freund um und seine Mine wurde strenger. Er hatte den Größeren ja wirklich lieb, aber manchmal ging selbst ihm dessen kindische Ader auf die Nerven.
„Wenn du nicht laufen willst können wir ja auch fliegen!“, meinte er ein wenig schnippisch.
Na toll, jetzt war seine ganze Vorfreude verflogen! Aber schon allein aus Trotz würde er diese heiße Quelle aufsuchen! Ob Murasakibara nun mitkam oder nicht war ihm im Grunde doch egal! Er würde sich auf jeden Fall eine kleine Entspannungspause gönnen! Beleidigt blies er die Wangen auf und stapfte weiter in Richtung heiße Quelle.
Natürlich war ihm klar, dass er sich gerade wie ein kleines Kind benahm – schlimmer noch: Er benahm sich wie der Lilahaarige, wenn dem irgendwas nicht passte – aber er wollte auch nicht immer der Erwachsene und Vernünftige sein! Schließlich war er nur ein Jahr älter als der Größere. Er wollte sich auch mal wie ein Kind verhalten und nicht immer auf den Anderen aufpassen müssen!

Überrascht sah Murasakibara dem Schwarzhaarigen hinterher. Das war ja mal eine ganz neue Seite an Muro-chin! Und irgendwie auch eine verdammt knuffige! Mit einem Lächeln auf den Lippen machte er sich daran dem Kleineren zu folgen, blieb aber ruckartig wieder stehen, als ihm ein Gedanke durch den Kopf schoss: Muro-chin hatte von einer heißen Quelle gesprochen!
Erst jetzt wurde dem Größeren klar, was das wirklich bedeutete. Ihn interessierte nicht die entspannende Wirkung, die das heiße Wasser versprach und ob er jetzt wirklich sauber war oder nicht war ihm im Grunde auch egal, aber da gab es doch auch noch einen weiteren wichtigen Punkt, der ihm vorhin völlig entfallen war: Eine heiße Quelle war unterteilt in Frauen- und Männerbad. Und so hübsch der Kleinere auch war, er war definitiv keine Frau! Was bedeutete, dass sie zusammen baden würden! Etwas, was sonst durch diverse Vorsichtsmaßnahmen Himuros unmöglich war. Murasakibaras Lächeln wurde breiter. Das klang doch schon wesentlich besser!
Beschwingt eilte er auf den Älteren zu und hob ihn hoch. Dieser stieß einen überraschten Schrei aus, fing sich aber schnell wieder, als er seinen Freund erkannte.

„Atsushi? Was tust du da?“, fragte er immer noch ein wenig erschrocken, zumal das breite Grinsen auf den Lippen des Anderen eine ungute Ahnung in ihm aufkommen ließ.
„Ich trag dich, Muro-chin, dann sind wir schneller.“
Damit bestätigte sich Himuros Ahnung: Hier war definitiv etwas faul! Dennoch nickte er nur und wies den Weg, während er darüber nachdachte, was der Andere vorhatte.
Es gab nicht viele Dinge, die Murasakibara so energisch werden ließen. Eigentlich reagierte er nur so wenn es um Snacks ging. Frage war nun: Was hatte eine heiße Quelle mit Snacks zu tun? Irgendwie hatte er das Gefühl etwas Wichtiges zu übersehen.

Als er nach zehn Minuten immer noch zu keinem Ergebnis gekommen war, zuckte er mit den Schultern und ließ das Thema auf sich beruhen. Er würde es schon noch früh genug herausfinden.
Stattdessen wurde er sich plötzlich überdeutlich der ungewohnten Nähe zu dem Größeren bewusst. Zwar hing der Lilahaarige oft wortwörtlich auf ihm, wenn er mal wieder um etwas zu Essen bettelte oder keine Lust mehr hatte weiterzulaufen, aber das hier war eine völlig andere Situation! Der Jüngere hatte ihn im Brautstil an sich gepresst und Himuro konnte nicht verhindern, dass sich eine verräterische Röte auf seine Wangen schlich.
Inzwischen war ihm nur allzu deutlich klar, dass er in Murasakibara nicht mehr nur ein zu groß geratenes Kind sah, auf das es aufzupassen galt, sondern dass er sich wohl irgendwann im Laufe der Zeit Hals über Kopf in ihn verliebt hatte. Und er war sich ziemlich sicher, dass auch die Liebe des Jüngeren zu ihm nicht nur platonischer Art war. Ganz im Gegenteil! Der Andere wusste genau, was er tat, wenn er sich im Schlaf an den Kleineren kuschelte und seine Hände dabei „aus Versehen“ an sehr…privaten Stellen zu liegen kamen! Manchmal trieb es Himuro in den Wahnsinn, wie sehr solch kleine Gesten sein Denken bestimmen konnten! Und eigentlich war er kein Freund von Racheakten, er fand sie zumeist einfach ziemlich kindisch und niveaulos, aber ab und zu konnte er es sich eben auch nicht verkneifen – zumal seine subtilen Gegenschläge den Größeren offensichtlich auch nicht ganz kalt ließen.

Auch wenn es keiner von ihnen je ausgesprochen hatte, so machte die Stimmung zwischen ihnen doch deutlich, dass beide sich über die Liebe des Anderen bewusst waren, jedoch in stillschweigendem Einverständnis die Wette abgeschlossen hatten, wer den jeweils anderen zuerst zu einem Geständnis brachte. Es war eine kindische Wette, aber Himuro hatte keine Lust ständig die Stimme der Vernunft sein zu müssen und so unterlegen er dem Anderen auch in einigen Dingen war hier würde er ganz sicher nicht verlieren!

„Gott, das tut gut!“, seufzte Himuro, als er sich mit geschlossenen Augen in das heiße Wasser sinken ließ.
Wie lange war es her, dass er das letzte Mal ein anständiges Bad gehabt hatte? Viel zu lange, entschied der Schwarzhaarige! Zwar hatte er selbst nicht viel Gepäck, doch trug er Murasakibaras gesamten Vorrat mit sich herum und seine Schultern waren damit nicht einverstanden. Die Wärme des Wassers jedoch lockerte seine Muskeln ein wenig und langsam aber sicher löste sich die Verspannung, die in den letzten Tagen seinen gesamten Schultergürtel befallen hatte, wieder ein wenig.
Erschrocken öffnete er die Augen wieder, als sich von hinten zwei große Hände auf seine Schultern legten und begannen diese langsam zu massieren.
„Entspann dich, Muro-chin~“, raunte ihm Murasakibaras Stimme ins Ohr und sofort folgte er der Aufforderung.
Er musste über sich selbst lächeln. Er wusste selbst nicht, warum er für einen Moment jemand anderen erwartet hatte – schließlich waren sie aufgrund der späten Stunde die Einzigen in der Quelle.

Der Größere war erstaunlich gut im Massieren und dem Schwarzhaarigen entkam ein wohliger Seufzer. Diese sanften Bewegungen im Zusammenhang mit der Wärme des Wassers ließ ihn in eine Art Dämmerzustand versinken und jetzt machten sich auch so langsam der lange Marsch sowie die damit verbundene Müdigkeit bemerkbar.
So war es nicht verwunderlich, dass er eine Weile brauchte, um zu bemerken, dass die Hände des Anderen sich von seinen Schultern entfernt hatten und über seinen Rücken und seine Seiten zu wesentlich intimeren Bereichen gewandert waren.
„A-Atsushi…!“
Erschrocken und ein wenig peinlich berührt versuchte er sich von dem Größeren wegzubewegen, doch sofort legten sich zwei starke Arme um seine Hüften und trotz seines Protestes wurde er wieder zurückgezogen. Himuro seufzte und ließ es geschehen. Wenn Murasakibara sich etwas in den Kopf gesetzt hatte kam man nicht mehr gegen ihn an. Dennoch zuckte er leicht zusammen, als der Lilahaarige begann leicht an seinem linken Ohr zu knabbern, während seine Arme den Kleineren immer noch nicht freigaben.
Ein leichtes Stöhnen entkam ihm als sich eine der großen Hände wieder auf die Wanderschaft begab und dabei keine Gelegenheit ausließ, ihn zu necken. Mit seinem Daumen malte Murasakibara Kreise auf der Brust des Kleineren, der jedes Mal, wenn der Größere wie zufällig eine der Brustwarzen streifte, ein leises Keuchen von sich gab.
Himuro wurde schwindelig und er spürte wie sich das Blut in seinem Lendenbereich sammelte, von wo sich nun eine unglaubliche Hitze ausbreitete.
„Atsushi…“, keuchte er.
Was er sagen wollte war ihm selbst nicht so ganz klar, in seinem Kopf herrschte absolute Leere.

Plötzlich ließ der Andere mit einem bedauernden Geräusch, das deutlich machte wie stark er sich beherrschen musste, von ihm ab und drückte ihm einen Kuss auf die Haare.
„Ich hab dich lieb, Muro-chin!“

~ ~ ~


Kagami war auf seinem Platz erstarrt, die Essstäbchen noch auf halbem Weg zum Mund. Sein Blick war glasig und schien durch die Anderen hindurchzugehen und Momoi wedelte ihm besorgt mit einer Hand vor dem Gesicht herum.
„Kagamin? Alles in Ordnung?“
Als der nicht reagierte wandte sie sich an Kuroko, der völlig unbeteiligt aussah und sich offensichtlich keine allzu großen Sorgen machte.
„Ich glaube, du hast ihn damit traumatisiert, Tetsu-kun.“
Die Mundwinkel des Kitsune hoben sich im Anflug eines spitzbübischen Lächelns.
„Dabei ist das noch harmlos im Vergleich dazu, was die Beiden sonst so treiben.“

Mit hochrotem Gesicht erwachte der Krieger aus seiner Starre. Wie sollte er Tatsuya und Murasakibara je wieder unter die Augen treten, nachdem er das gehört hatte?! Konnte Kurokos Hobby Leute zu beobachten sich nicht auf normale Dinge beziehen? Musste er unbedingt intime Details der Beziehung von Kagamis Bruder öffentlich darlegen?!
Momoi kicherte.
„Du bist viel zu unschuldig, Kagamin!“, meinte sie grinsend. „Dabei bist du älter als wir alle hier!“
Dann wurde ihr Grinsen ein wenig boshaft und das Glitzern in ihren Augen ließ den Größeren überstürzt zurückweichen, wodurch er nach hinten kippte. Doch so einfach kam er nicht davon, denn die Pinkhaarige beugte sich mit einem falschen Engelslächeln über ihn.
„Aber wir werden das ändern, nicht wahr Kagamin?“
Unsicher sah er zu der Frau über sich auf. Was zur Hölle meinte sie damit? Was auch immer es war er war sich sicher, dass es ihm nicht gefallen würde…
„Ich hab dir nämlich ein Date besorgt!“, meinte sie fröhlich und hätte der Rothaarige nicht schon auf dem Boden gelegen so wäre er spätestens jetzt vor Überraschung umgekippt.
Wann hatte sie das bitte bewerkstelligt?! Sie war doch die ganze Zeit hier gewesen! Hilfesuchend blickte er zu Kuroko und Akashi hinüber, doch die Beiden lächelten nur und zuckten mit den Schultern. Schien als müsste er dieser Situation alleine entkommen…
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