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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.03.2017 1.261
 
Dieses Kapitel ist wieder ein bisschen kürzer, aber dafür kommt dieses Wochenende sicherlich noch eins. Ist zumindest so geplant :)

Ich möchte zu Momois Versuchen Kagami zu verkuppeln gerne auch ein paar Kapitel schreiben. Frage ist nun: Soll ich diese als "Spezialkapitel" bei Spirit Chaos einfügen oder soll ich dafür eine Spin-Off-Geschichte erstellen? Was denkt ihr?

Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!
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Kapitel 6

Gerade als Midorima begonnen hatte den Fuß des Kitsune zu heilen, wurde die Tür zur Krankenstation aufgerissen und zwei Männer stürmten herein. Verärgert unterbrach der Grünhaarige seine Tätigkeit – wenn er sich ablenken ließ konnte beim Heilen viel schiefgehen – und wollte die Neuankömmlinge gerade zurechtweisen, als er sah, dass sie einen dritten offensichtlich schwerverletzten Mann trugen. Sofort stand er auf und eilte auf die Beiden zu ohne Kise weiter Beachtung zu schenken. Lebensbedrohliches ging vor!
„Ootsubo-sempai, Kimura-sempai, was ist passiert?“, fragte er die beiden älteren Priester, während er erneut seine Brille richtete.
Der Größere der Beiden, der selbst Midorima um ein paar Zentimeter überragte, runzelte die Stirn. Er und der Andere legten den Verletzten vorsichtig auf einem der Betten ab.
„Wir wissen es selbst nicht so genau. Wir haben Miyaji vorhin so im Wald gefunden. Ich weiß nicht wie schwer seine Verletzungen sind, aber es sieht böse aus. Kannst du dich um ihn kümmern?“
Ein knappes Nicken war die Antwort des Grünhaarigen, der sich sofort über den Verletzten beugte und dessen Wunden inspizierte. Seine Lippen verzogen sich zu einer dünnen Linie und sein Gesichtsausdruck wurde noch angespannter, als er das Ausmaß der Verletzungen sah.
„Eine tiefe Stichwunde in Nähe des Herzens, mehrere oberflächliche Verletzungen im Bauchbereich, das rechte Bein ist gebrochen und der rechte Arm anscheinend auch sowie vier oder fünf Rippen…“, murmelte er vor sich hin, während seine Mine immer finsterer wurde.
„Lasst mich alleine, ich muss mich konzentrieren!“

Während Midorima kurz ein und ausatmete, um die für sein Vorhaben nötige Ruhe und Konzentration herzustellen, scheuchten Ootsubo und der zweite Priester Aomine und Kise aus dem Zimmer. Aomine murrte zwar aber nach einem Todesblick des Brillenträgers war er still und ging ebenfalls aus dem Raum. Zwar konnte er den grünhaarigen Priester nicht so recht leiden, aber dennoch verstand dieser offensichtlich etwas von seiner Arbeit. Kise hatte sich währenddessen an den Größeren der Priester gewandt:
„Ist Midorimacchi immer so unfreundlich?“
Der Angesprochene lächelte. Unfreundlich war vermutlich eins der ersten Adjektive, das einem im Zusammenhang mit dem Grünhaarigen einfiel. Dennoch antwortete er nicht gleich, sondern winkte den Kitsune und seine Begleitung durch eine Tür zu ihrer rechten. Dahinter befand sich ein offener Raum, dessen spärliche Einrichtung aus einem flachen Tisch und darum verteilten Sitzkissen bestand. In einer Ecke konnte der Kitsune noch einen kleinen Herd erkennen, der anscheinend zur Zubereitung von Tee verwendet wurde. Ootsubo ließ sich auf eines der Kissen sinken und bedeutete auch Aomine und Kise Platz zu nehmen, bevor er sich an seinen Begleiter wandte:
„Kimura, könntest du uns bitte einen Tee machen?“
Dieser nickte und begab sich zu dem kleinen Herd.
„Ich würde Midorima nicht zwingend als unfreundlich bezeichnen.“, beantwortete der Größere nun endlich die Frage des Kitsune. „Aber er ist ein wenig…speziell, das stimmt schon. An sich ist er ein netter Kerl, aber es fällt ihm schwer das zu zeigen.“

„Ja, Shin-chan ist ein Tsundere~“, schaltete sich nun auch eine weitere bekannte Stimme ein und überrascht erkannte Kise den Tengu, der vorher ebenfalls in der Krankenstation gewesen war.
Dieser setzte sich ungefragt zu den Anderen, ein schelmisches Lächeln auf den Lippen. Ootsubo hob eine Augenbraue.
„Du bist der Tengu, über den Midorima sich zurzeit ständig beschwert.“
Dieser deutete eine spöttische Verbeugung an.
„Takao, zu Euren Diensten.“
Der Größere ignorierte ihn und wandte sich wieder Aomine und Kise zu.
„Auf jeden Fall ist er ein herausragender Heiler und an sich sehr hilfsbereit – auch wenn es oft nicht so scheint. Er behauptet zwar immer, dass ihm die Leute auf die Nerven gehen, aber letztendlich hilft er doch immer und tut meist sogar mehr als nötig.“
Kimura, der mit einer Kanne und ein paar Bechern zum Tisch zurückgekehrt war und damit begann den Tee zu verteilen, lächelte verschwörerisch.
„Aber lasst ihn das bloß nicht wissen, das bringt ihn nur völlig aus dem Konzept.“

Eine Weile saßen die fünf Männer schweigend um den Tisch und jeder hing seinen eigenen Gedanken nach – nun ja, jeder bis auf Aomine, der sich zurückgelehnt hatte und mit offenem Mund schlief, wobei er leise schnarchte.

Gerade als Kise wieder den Mund öffnete, um die Stille zu brechen, ging die Tür auf und Midorima kam in den Raum gewankt. Er war kreidebleich, Schweißtropfen standen auf seiner Stirn und er atmete schwer als wäre er gerade einen Marathon gelaufen. Sofort war Ootsubo an seiner Seite und stützte ihn bis der Grünhaarige sich auf ein Kissen sinken ließ.
„Alles okay mit dir?“, fragte der Größere ihn besorgt, doch der Brillenträger winkte nur ab.
„Miyaji-sempai…geht es wieder…gut… Er schläft drüben…“, brachte er atemlos hervor, bevor er von Kimura dankbar einen Becher mit Tee annahm, um seine eiskalten Finger daran zu wärmen.
Heilen war eine schwierige Angelegenheit, nicht etwa deswegen, weil man sich mit allen Teilen eines Körpers auskennen musste, um die richtigen Gewebe miteinander zu verbinden, sondern vor allem, weil es für den Heiler selbst lebensgefährlich sein konnte. Verbrauchte man zu viel der eigenen Energie konnte es sein, dass man bewusstlos wurde oder bei strahlendem Sonnenschein erfror. Die Schwierigkeit bestand darin, seine Grenzen genauestens zu kennen und sie nicht zu überschreiten, egal was passierte!
Midorima kannte seine Grenze und er hatte es nur knapp geschafft sie einzuhalten. Dabei hatte er Miyaji nicht einmal vollständig heilen können, sondern nur die bedrohlichen Verletzungen versorgt und der Blonde würde wohl die eine oder andere Narbe davontragen. Der Brillenträger warf einen Blick auf Kise, der ihm gegenübersaß und ihn mit großen Augen anstarrte.
„Ich werde deinen Fuß nicht komplett heilen können, du solltest dich die nächsten Tage schonen.“
Ein breites Lächeln erschien auf dem Gesicht des Kitsune und seine nächsten Worte sorgten für einen leichten Rotschimmer auf Midorimas blassen Wangen:
„Du bist echt beeindruckend, Midorimacchi! Danke!“
„D-das… Ich habe nur getan, was in meiner Macht stand…“
Der Grünhaarige rückte erneut seine Brille zurecht. Takao neben ihm begann zu grinsen. So konnte man Shin-chan also auch aus dem Konzept bringen. Das gefiel ihm sogar fast besser als den Priester einfach nur zu reizen – wobei beides durchaus lustig war. Er legte dem Größeren einen Arm um die Schultern.
„Nein, der Kitsune hat recht, nanodayo. Ich bin wirklich beeindruckt! Wer hätte gedacht, dass Shin-chan so nett ist?“
„L-lass das, Takao! Und hör auf mich nachzumachen!“
Verärgert aber zeitgleich auch peinlich berührt schüttelte er den Arm des Tengu ab und rückte wieder einmal seine Brille zurecht. Ootsubo kam ihm zu Hilfe.
„Du solltest dich hinlegen, Midorima. Du siehst ziemlich erschöpft aus und es wäre gut, wenn du ausgeruht bist, sollten wir dich nochmal brauchen.“

Dass jener nicht widersprach, sondern nickte, zeigte wie ausgelaugt er tatsächlich war. Sonst hatte der Grünhaarige eigentlich immer noch Energie für Widerworte oder zynische Kommentare übrig, doch jetzt schien er ziemlich handzahm. Er trank seinen Tee aus und stand immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen auf, um sich zu seinem Zimmer zu begeben.
Takao sprang ebenfalls auf und folgte ihm, wobei er jeglichen leisen Protest ignorierend nach dem rechten Arm des Größeren griff und ihn sich über die Schulter legte.
„Glaub ja nicht, dass ich dich in der Kondition alleine laufen lasse…“, murmelte er vor sich hin, bevor sie zusammen den Raum verließen.
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