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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
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Dieses Kapitel
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10.04.2020 1.655
 
Kapitel 28

"Miyaji-san..."
Es war eine eindeutige Warnung. Eine Warnung, die dem Blonden Angst machte, die er aber dennoch nicht akzeptieren würde. Als Midorimas Senpai war er in der Pflicht ihn zu schützen und wenn das bedeutete einem Yokai nicht klein beizugeben. Ohne sich sonderlich zu beeilen löste er die Umarmung und richtete sich auf.
"Takao? Gibt es ein Problem?"

Da war er wieder, dieser schwarze Schatten um seine Aura, der sich weiter an den Tengu heranfraß. Für ein paar Sekunden fragte sich Miyaji, ob es etwas mit seiner Eifersucht zu tun hatte.
"Es gibt ein Problem! Und zwar, dass du hier bist!"
Es sollte nicht so eindrucksvoll sein wenn sich jemand, der deutlich kleiner war als man selbst, vor einem aufbaute, aber Takao war gefährlich, dass war ihm nur zu gut bewusst. Aber Miyaji hatte nicht Jahre lang gekämpft auch noch das letzte Bisschen aus seinem geringen Talent herauszuholen, um sich jetzt einschüchtern zu lassen!
"Ich habe jedes Recht hier zu sein. Sollte es dir immer noch nicht aufgefallen sein: Ich bin Midorimas Heiler! Vielleicht bist du das Problem?"
Takaos Mine verfinsterte sich schlagartig noch mehr, das Schwarz seiner Aura schien ihn regelrecht aufzufressen.
"Was hast du gesagt?!"

Der Ältere machte sich schon für einen Angriff bereit, als Takao von ihm weggerissen wurde.
"Was soll das werden, Takao?!"
Midorima war immer noch nicht wieder völlig bei Kräften, aber dennoch war er niemand, mit dem man sich leichtfertig anlegte und Takao schien das auch zu wissen. Zumindest warf er ihm nur einen finsteren Blick zu und drehte sich dann um, um den Raum zu verlassen.
Der grünhaarige Priester hielt ihn am Handgelenk zurück.
"Ich habe dich etwas gefragt. Was soll das werden, Takao?"
Seine Stimme war ruhig und doch konnte Miyaji die leichten Nuancen von Irritation und Verärgerung heraushören.
"Halt dich da raus, Shin-chan!"
Midorima runzelte die Stirn. Seine Verärgerung war ihm nun deutlich anzusehen und Miyaji machte sicherheitshalber ein paar vorsichtige Schritte in Richtung der Tür. Er wusste ansatzweise wozu der Priester in wütendem Zustand fähig war und er hatte nicht vor dabei zu sein wenn das passierte. Denn wenn irgendjemand in der Lage war, Midorima in ebenjenen Zustand zu bringen, dann war es Takao.

"Es geht offensichtlich um mich, also habe ich natürlich ein Recht zu erfahren warum du der Meinung bist dich mit Miyaji-senpai anlegen zu müssen!"
Miyaji war froh, dass er mit dem Jüngeren über Takao gesprochen hatte und anscheinend hatte sich dieser die Worte tatsächlich auch zu Herzen genommen. Zumindest konnte der ältere Heiler eine gewisse Vorsicht in seiner Mine erkennen, die vor dem Gespräch nicht da gewesen war.
Der Tengu biss hörbar die Zähne aufeinander und Midorima konnte schwören, dass sich ein gefährliches, gelbes Leuchten in seinen normalerweise silbernen Augen ausbreitete. Miyaji hatte tatsächlich Recht. Takao war gefährlich.
"Wenn du es genau wissen willst: Ja, es geht um dich! Du bist derjenige, der erst mir irgendwas von Vertrauen erzählt und sich dann sofort jemand Anderem an den Hals hängt, sobald ich nicht hinschaue! Und so leicht wie du offensichtlich Leuten vertraust ist es nur eine Frage der Zeit bis du an die falschen Leute gerätst! Ich mach mir einfach nur fucking Sorgen, okay?!"
Die Falte zwischen Midorimas Augenbrauen wurde noch eine Spur tiefer und auch für jemanden, der ihn nicht so lange kannte wie Miyaji war absolut offensichtlich, dass er wütend war.

Keiner von ihnen bemerkte wie der Blonde sich aus dem Raum stahl. Der Priester wusste, dass er gegen keinen der Beiden ernsthaft etwas ausrichten konnte und so war es sicherer wenn er nach Momoi suchte, damit diese im Zweifelsfall eingriff.

"Ich bin Heiler. Es ist, tatsächlich, meine Aufgabe mit Menschen in Kontakt zu kommen. Ich habe es auch ohne dich geschafft nicht wie du sagtest 'an die falschen Leute zu geraten'! Ich bin ein erwachsener Mann, ich brauche niemanden, der auf mich aufpasst!"
Takao lachte bitter auf und starrte mit funkelnden Augen zu dem Größeren hoch.
"Ja, natürlich! Du siehst es nichtmal! Du vertraust Akashi ! Und lässt mich einfach links liegen! Auch wenn du genau weißt, dass du mir vertrauen kannst!"
Er hatte nicht bemerkt, dass er während des Sprechens seine Hand ausgestreckt und in Midorima's Kragen gekrallt hatte, die andere Hand zur Faust geballt.
Der Priester bemerkte es sehr wohl. Es war eine aggressive Haltung, die er so noch nie an Takao gesehen hatte und die nur umso mehr Beweis war, dass Miyaji tatsächlich die Wahrheit gesagt hatte.
"Mir scheint was das angeht habe ich mich tatsächlich getäuscht. Ich hätte dir nicht vertrauen sollen. Geh!"
Auch für Takao war offensichtlich, dass Midorima sein Möglichstes gab sich unter Kontrolle zu halten während der Schwarzhaarige ihn mit offenem Mund anstarrte und spürte wie sich in seinem eigenen Bauch nun deutlich Wut breitmachte.
"Du kannst das nicht wirklich ernst meinen! Nach allem, was ich für dich getan habe?! Ich bin der Einzige, dem du wirklich vertrauen kannst! Ich bin der Einzige, den du brauchst!"
Um die geballten Fäuste des Priesters zuckten grüne Blitze.
"Geh, Takao!"

Ohne ein weiteres Wort zu sagen ließ er den Größeren los, drehte sich um und verließ den Raum. Er zitterte vor unterdrückter Wut und fast hoffte er, dass er auf dem Weg nach draußen jemandem über den Weg laufen würde. Momentan fürchtete er nicht einmal Akashi.

Wie konnte Shin-chan es wagen?! Wie konnte er Takaos komplette Sorge und Wertschätzung einfach so zurückweisen? Wie konnte er ihm auch noch die Schuld daran geben?!
Wollte er es nicht verstehen oder war ihm Takao tatsächlich so egal, dass es ihn nicht interessierte?!
Was auch immer es war, Midorima würde es bereuen!
Und dieser Miyaji! Der vor allem! Miyaji war ohnehin derjenige, der Midorima diese ganze Sache überhaupt erst eingeredet hatte!
Shin-chan gehörte ihm! Er war derjenige, der sich um den Priester gekümmert hatte, der dafür gesorgt hatte, dass es ihm wieder besser ging, der ihm zugehört hatte! Er war derjenige, der sich Midorimas Vertrauen verdient hatte! Nicht irgendein dahergelaufener Senpai, der sich sonst einen feuchten Dreck um seinen Kohei scherte!

Sie würden beide dafür bezahlen!

~ ~ ~


"Sag mal, Akashi..."
Kagamis Stimme klang leicht unsicher und besorgt und seine offensichtliche Verspannung wurde nur schlimmer als der Priester seine aufmerksamen Augen auf ihn richtete.
"Ja, Taiga?"
"Wenn ihr offensichtlich die ganze Zeit wusstet wie gefährlich Takao ist...warum habt ihr mich an dem Tag einfach ins offene Messer laufen lassen...?"
Er erinnerte sich mit Schaudern an die tiefschwarze Aura des Tengus zurück, während Akashi ihm nur ein sanftes Lächeln schenkte.
"Wir waren davon überzeugt, dass du klarkommen würdest, Taiga."
Auch Kuroko sandte ihm einen undeutbaren Blick.
"Und offensichtlich hatten wir Recht, Kagami-kun."

~ ~ ~


Es war dunkel. Eigentlich hatte Kagami immer gedacht, dass die Gänge im Inneren eines Schreins recht gut von Tageslicht durchflutet wurden, aber irgendwas schien es hier zu blockieren.
Erst auf den zweiten Blick erkannte er den Tengu, den er sonst nur in Begleitung des grünhaarigen Heilers gesehen hatte. Hatte er ihm bisher keine Beachtung geschenkt, hatte ihn als vor allem für einen Tengu relativ unauffällig befunden, so hatte sich dieses Bild nun komplett gewandelt. Takao sah mehr wie ein Yokai aus als je zuvor. Seine Aura waberte wie schwarzes Feuer um ihn herum und der Rothaarige schreckte zurück als der Tengu sich umdrehte und seine Augen in einem wütenden Gelb funkelten. Es hätte ihn nicht gewundert wenn er zusätzlich noch die Zähne gefletscht hätte.
Wenn es eine Sache gab, in der Kagami noch schlechter war als ein ernsthaftes Gespräch über irgendetwas anderes als Kämpfe oder Essen zu führen, dann war es sich unauffällig aus der Affäre zu ziehen.

"H-hi, du bist Takao oder?"
Der Anflug eines zu gleichen Teilen peinlich berührten und panischen Lächelns lag auf seinen Lippen und in Gedanken arbeitete er schon an seinem Testament während der Tengu ihn einfach nur anstarrte und sein Fluchtinstinkt ihn anschrie, doch endlich die Füße zu bewegen.
"Ich hab mich noch gar nicht richtig vorgestellt. Ich bin Kagami. Kagami Taiga. Wir sind uns in der Krankenstation schonmal begegnet."
Was redete er da eigentlich?
"Ist alles okay bei dir? Du siehst irgendwie aus als wäre irgendwas falsch..."

"Du stehst mir im Weg!"

Konnte er nicht einfach die Klappe halten und die Beine in die Hand nehmen? Takao war offensichtlich nicht in der Stimmung zu reden; er sah mehr so aus als würde er jeden Moment jemanden töten wollen. Stattdessen spuckte sein panisches Gehirn mehr Wörter aus.
"Ich meine, es geht mich ja eigentlich echt nichts an, da hast du vollkommen recht. Und ich bin auch eigentlich nicht wirklich gut über Gefühlskrams und so zu reden, aber keine Ahnung, ich dachte vielleicht kann ich helfen und..."
Er verstummte.
Takao sah inzwischen eher irritiert als wütend aus. Kagami hoffte inständig, dass er das Angebot nicht ernsthaft in Betracht zog sondern einfach an ihm vorbeilief und dann irgendwo möglichst weit weg verschwand. Wenn er auf irgendwas verzichten konnte, dann mit einem gruseligen Tengu mit Mörderblick in einem Raum zu sitzen und über dessen Gefühlsleben zu sprechen.
Ein paar Sekunden starrten sie sich weiter in die Augen, dann stieß ihn der Schwarzhaarige zur Seite und stürmte an ihm vorbei.
Bei seinem gewisperten "Manche Leute wissen einfach nicht wo ihr Platz ist!" lief es ihm eiskalt den Rücken herunter und sobald Takao außer Sicht war sackte er an der Wand zusammen mit dem Gefühl gerade äußerst knapp dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein.

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Ja, Takao ist ziemlich yandere, auch wenn er das selber nicht wirklich checkt ^^'

Und vielen Dank an alle, die die Geschichte weiterverfolgen! Das bedeutet mir wirklich viel! :)
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