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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.03.2020 1.136
 
Okay, vergesst die Sache mit dem "jeden Montag ein neues Kapitel"... ^'
Ich weiß nicht ob das hier überhaupt noch jemand liest, aber ich war in der Stimmung weiterzuschreiben, von daher...have fun~

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Kapitel 27

Himuro schien sich wieder gefangen zu haben, aber Murasakibara wusste es besser. Sein Freund hatte ein gewisses Talent darin sich eine Maske aufzusetzen, eine Rolle zu spielen und seine Gefühle wegzuschließen, aber seine Gestik war eine Spur zu fahrig, zu unkontrolliert und es war fast schon offensichtlich, dass Kagamis Ablehnung ihm zu schaffen machte. Eigentlich wollte der Größere nichts anderes als seinen Partner in den Arm zu nehmen, ihm deutlich zu machen, dass alles gut werden würde, denn auch wenn Murasakibara eigentlich kein Mann der großen Gefühle war, so konnte er es dennoch absolut nicht leiden wenn Tatsuya traurig war.
Allerdings musste das wohl warten, denn auch Murasakibara hatte festgestellt, dass Akashi niemand war, mit dem man sich anlegte wenn es sich vermeiden ließ und wenn Akashi wollte, dass die beiden Tengu ihm in sein Büro folgten, dann musste er diesem Befehl Folge leisten – schon allein um Tatsuyas Willen, denn das Letzte, was der Lilahaarige wollte, war, dass seinem Freund tatsächlich etwas passierte. Er hatte also nicht protestiert und nur beschützend seine Hand auf Himuros Schulter gelegt, einerseits um diesem zu versichern, dass er da war, andererseits damit er den Kleineren im Notfall hinter sich ziehen konnte. Eigentlich hatte er Aka-chin immer gemocht, aber dieser neue Akashi...dem konnte man nicht vertrauen!
Es war seltsam, weil sich eigentlich gar nicht so viel verändert hatte. Der Rothaarige sah immer noch genauso aus wie vorher – auf der anderen Seite aber auch völlig anders. Murasakibara konnte es sich nicht erklären. Da war dieser bösartige Glanz in Akashis Augen und ihm war auch nicht entgangen, dass Kuroko sich ein wenig vor dem Anderen zurückgezogen hatte. Selbst der blauhaarige Kitsune schien Angst vor dem Priester zu haben und wenn Murasakibaras eigene Intuition ihn schon nicht gewarnt hätte, so hätte er spätestens dadurch gewusst, dass etwas ganz gewaltig falsch lief.
„Ich bin erfreut dich wiederzusehen, Atsushi.“
Akashis ruhige Sprache und ausgesuchte Wortwahl hatten normalerweise eine beruhigende Wirkung gehabt, jetzt ließ es ihn bedrohlich wirken.
„Möchtest du mir deinen Freund nicht vorstellen?“
Absolut nicht. Wenn Murasakibara irgendetwas gerade nicht wollte, dann dass Tatsuya in irgendeiner Art und Weise mit Akashi in Kontakt kam. Nicht wenn Akashi so...anders war. Dieser Andere Akashi war nicht der Aka-chin, den er kannte und mochte. Ganz im Gegenteil, er machte ihm Angst, weniger um seiner selbst als um seines Freundes Willen. Er wusste, dass Tatsuya nicht wehrlos war – absolut nicht – aber er wusste auch, dass es ein Ding der Unmöglichkeit war gegen Akashi zu gewinnen, egal wie talentiert man war.
In einer beschützenden Geste stellte er sich leicht vor den Kleineren. Egal was Akashi von Tatsuya wollte, er musste erst an ihm vorbei!
Der Anflug eines amüsierten Lächelns lag auf Akashis Lippen als er die Geste sah.
„Himuro Tatsuya. Atsushi und ich sind beide Mitglieder des Yosen-Clans. Wir sind zusammen auf einer Trainingsreise.“
Es war wirklich faszinierend wie gut Tatsuya sich im Griff hatte, wie gut er seine Emotionen hinter einem sanften Lächeln verbergen konnte, wie einfach es für ihn war sich nicht anmerken zu lassen, dass er eigentlich ein völlig anderer Mensch war. Murasakibara wusste um die Gefühle, die unter dieser Maske brodelten und nur ganz selten zum Vorschein kamen.
„Sehr erfreut, Tatsuya. Ich hoffe wir werden noch viel Gelegenheit bekommen einander kennenzulernen. Ich werde euch einen Raum in diesem Schrein zur Verfügung stellen, denn ihr wollt ja sicherlich nicht gleich wieder abreisen?“
Es war als Frage formuliert, aber jedem von ihnen war klar, dass es keine war. Misstrauisch nickte Murasakibara.
„Danke...Aka-chin...“
„Oh...und ich dulde keine Kämpfe in meinem Schrein. Was auch immer zwischen euch vorgefallen ist, löst es friedlich! Tetsuya...“, er wandte sich an den Blauhaarigen, der es sich scheinbar völlig abwesend in einer Ecke bequem gemacht hatte und nun aufsah.
„Ja, Akashi-kun?“
„Zeig ihnen die Anlage. Ich lasse Satsuki eins der Zimmer herrichten.“

Es war angenehm aus der steifen Atmosphäre von Akashis Büro zu treten und Tatsuyas Haltung entspannte sich als sei er gerade dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen. Wahrscheinlich war er das sogar wenn er an die Aktion mit der Schere vorhin dachte. Was ihn wieder zu Taiga zurückbrachte.
Er runzelte die Stirn als sich vor seinem inneren Auge die Szenerie erneut abspielte. Natürlich war er verletzt von Taigas abweisender Haltung ihm gegenüber, aber wenn er genauer darüber nachdachte, dann hatte auch Taiga verletzt ausgesehen. Es war zwei Jahre her, dass sie sich das letzte Mal gesehen hatten und sie waren nicht gerade als Freunde auseinandergegangen.

Wahrscheinlich sollte er sich bei dem Jüngeren entschuldigen…

„Kannst du mir sagen, wo ich Taiga finde?“
Er ignorierte Atsushis missmutigen Blick. Das war eine Sache, die er aus der Welt schaffen musste – und das am Besten so schnell wie möglich. Himuro wusste wie stolz und stur Taiga sein konnte und je länger die Sache im Raum stand, desto mehr würde der Jüngere sich hineinsteigern.

„Tatsuya…?“
Er sah auf als besagter Dickschädel plötzlich vor ihnen aus einem Raum trat und ihn erst überrascht ansah, bevor er verlegen das Gesicht abwandte.
„Tut...mir leid was ich vorhin gesagt hab...“
Himuro konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Taiga war schon immer furchtbar steif gewesen, wenn es darum ging seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Manchmal hatte es den Anschein als habe er Angst nicht männlich genug zu wirken wenn er dem Ausdruck verlieh, aber Tatsuya wusste, dass es eigentlich nur daran lag, dass Taiga ein recht simpler Mann war, der generell wenig darüber nachdachte was er selbst oder auch andere fühlten.
"Mir tut es auch leid. Es war dumm von mir auf die Sache mit dem Kampf zu beharren."
Der Schwarzhaarige seufzte und machte ein paar Schritte auf den Jüngeren zu, um ihn in eine Umarmung zu ziehen. Dieser erstarrte kurz, bis er nach gefühlten Minuten die Umarmung vorsichtig erwiderte.
"Es war dumm von mir, aber ich konnte es nicht ertragen mich dir so unterlegen zu fühlen und dich nicht mehr so beschützen zu können wie ein großer Bruder... Ich dachte ich muss das aufgeben... Aber ich hatte jetzt genug Zeit, um darüber nachzudenken...ich will weiter dein Bruder sein...wenn das für dich okay ist... Aber ich will dich nicht verlieren."
Kagamis Umarmung wurde eine Spur fester und auch wenn Himuro das Lächeln auf seinem Gesicht nicht sehen konnte, so wusste er doch, dass es da war.
"Klar."
Kagamis Stimme war leise, aber der Schwarzhaarige kannte ihn gut genug, um die Erleichterung darin zu hören.
Über Taigas Schulter hinweg konnte er Atsushis eingeschnappten Gesichtsausdruck sehen, aber das konnte er auch später noch klären.
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