Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.02.2018 1.356
 
Uuund Kapitel 24^^
Das Drama geht wieder los - wobei es diesmal ein anderes Pärchen trifft - aber so langsam fügen sich die Fäden zusammen~
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

-------------------------------------------------------------------------------------

Kapitel 24

„Das ist doch nicht zu fassen! Wie kann es sein, dass eigentlich jeder meine Pläne sabotiert?!“
Kuroko wandte sich erstaunt um als er Momois entrüstete Stimme hörte.
„Was ist denn passiert, Momoi-san?“
Die junge Frau ignorierte ihn völlig während sie durch den Raum stapfte – vielleicht war sie auch einfach nur so in ihrer Blase der Emotionen gefangen, dass sie ihn gar nicht bemerkt hatte. Oder hatte er sich wieder aus versehen unsichtbar gemacht? Mit einem sanften blauen Schimmer wurde der Kitsune wieder sichtbar und der Priesterin entfuhr ein kurzer Schrei als er wie aus dem Nichts inmitten des Raumes auftauchte. In einer überdramatischen Geste presste sie ihre rechte Hand an die Brust.
„Erschreck mich nicht so, Tetsu-kun! Das hält mein Herz nicht durch.“, jammerte sie und entlockte ihm damit ein kleines Lächeln.
„Verzeih, Momoi-san. Ich vergesse immer noch wenn ich unsichtbar bin. Worüber machst du dir Gedanken?“
Sie sah ihn kurz erstaunt an, dann winkte sie ab.
„Ist nicht so wichtig. Ich wünschte nur es wäre nicht so kompliziert jemanden für Kagamin zu finden – er könnte aber auch echt mal aufhören sich querzustellen!“
Ein kleines Lachen entkam dem Jüngeren und auf dem Gesicht Akashis, der gerade in den Raum trat, breitete sich sofort ein Lächeln aus als er es hörte.
„Sollen wir die Erzählung fortsetzen, dann kannst du dich ein wenig ablenken?“, fragte er die junge Frau und geistesabwesend nickte sie, in Gedanken immer noch bei dem Problem Kagami war.

~ ~ ~


„Muro-chin, wir sind fast da.“
Himuro seufzte. Mit jeder Sekunde, in der sie dem Schrein von ‚Aka-chin‘ nähergekommen waren, war der Lilahaarige hibbeliger geworden und so langsam wurde es echt anstrengend. An sich hatte er ja nichts dagegen Murasakibaras Freunde kennenzulernen – auch wenn er sich immer noch nicht so sicher war ob man sie wirklich als seine Freunde bezeichnen konnte – aber eigentlich wollte er inzwischen wirklich nach Hause. Yosen war nicht zwingend ein Clan, den er absolut vermisste, aber was er vermisste waren ein eigenes Bett und die Sicherheit immer eine warme Mahlzeit sowie die Möglichkeit für ein Bad zu haben.
Ursprünglich hatten sie nur eine zweimonatige Trainingsreise machen sollen, aber mit Murasakibara Atsushi zu reisen war eine unberechenbare Angelegenheit. Vor allem weil es fast ein Ding der Unmöglichkeit war den Größeren umzustimmen wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte. Vielleicht war es ja gar nicht so schlimm wie er vielleicht dachte die Freunde des Jüngeren kennenzulernen...
Als die Anlage des Schreins in Sicht kam änderte er seine Meinung. Er hatte noch nie zuvor solch einen großen Schrein gesehen und es sagte einiges über die Wichtigkeit ‚Aka-chins‘ aus wenn er hier der Chef war. Eine Gänsehaut breitete sich auf den Armen des Schwarzhaarigen aus. Wenn er sich nicht völlig täuschte dann war ‚Aka-chin‘ eine Person, mit der er eigentlich nicht zwingend zu tun haben wollte…
„Atsushi?“, fragte er sanft und hatte sofort die Aufmerksamkeit des Anderen. „Kann es sein, dass ‚Aka-chin‘ Akashi heißt?“
Überlegend legte der Größere den Kopf schief, bevor er plötzlich enthusiastisch nickte. Mit einem Stöhnen vergrub der Ältere seinen Kopf in den Händen. Na wunderbar! Akashi Seijuro! Sein Ruf eilte diesem Mann voraus und es war durchaus bezeichnend, dass selbst der Clanchef Yosens gewaltigen Respekt vor ihm hatte.
Seine Gedanken stoppten als er plötzlich einen roten Haarschopf sah, der ihn zusammen mit der vertrauten, tiefen Stimme ein paar Jahre in die Vergangenheit warf. Mit einem Mal war er wesentlich interessierter daran in diesem Schrein zu landen – wenn es bedeutete, dass er ihn wiedersehen und ihr Versprechen einlösen konnte, dann war es ihm allemal wert sich dafür mit Akashi herumzuschlagen! Er spürte wie sich ein Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitete.

„Hey, Kleiner, du hast dich ja ganz schön gemacht!“
Kagami fuhr herum als er die Stimme hörte. Eine viel zu vertraute Stimme, die er Jahre nicht mehr gehört hatte. Seine Augen verengten sich als er den Schwarzhaarigen erkannte. Völlig egal wie lange sie einander schon nicht mehr gesehen hatten, dieses Gesicht hätte er aus tausenden wieder erkannt. Zumal der Andere sich auch nicht verändert hatte – nun ja, schließlich war er ein Tengu.
„Tatsuya!“, knurrte er und beobachtete missmutig wie dessen Grinsen breiter wurde. „Was tust du hier? - Und nenn mich nicht Kleiner! Ich bin größer als du!“
„Nun gut. Taiga... Ich dachte mir es sei eventuell an der Zeit unser Versprechen einzulösen.“
„Wovon redest du, Muro-chin?“
Erst jetzt wurde dem Rothaarigen die große Gestalt hinter Tatsuya bewusst und unweigerlich machte er einen Schritt zurück. Zwar schien der Lilahaarige gerade nicht auf Streit aus zu sein, allerdings sah er aber auch nicht begeistert davon aus, dass der Kleinste seine Aufmerksamkeit einem ihm fremden Mann widmete.
Himuro drehte sich um und schenkte dem großen Tengu ein Lächeln.
„Keine Sorge, Atsushi. Das hier ist Kagami Taiga. Er ist mein kleiner Bruder.“
Mit einem Schnauben wandte Kagami den Kopf ab. Jetzt war er also wieder der kleine Bruder des Anderen? Hatte Tatsuya ihm nicht das letzte Mal, dass sie sich gesehen hatten gesagt, dass er es nicht mehr ertragen konnte der große Bruder von jemandem zu sein, der sich in Kampfstärke mit ihm messen konnte? Der Rothaarige hatte es nie nachvollziehen können. Wieso sollte so eine Belanglosigkeit darüber entscheiden ob sie Brüder sein konnten oder nicht? Sie hatten gemeinsam trainiert und Tatsuya war ihm in seiner Kindheit immer eine unglaubliche Stütze gewesen. Dass sie Brüder waren war irgendwie schon immer klar gewesen und in Kagamis Gedanken hatte sich auch nichts daran geändert.
Dennoch hatte er inzwischen den Ring abgelegt, den der Ältere ihm damals als Zeichen ihrer Verbundenheit geschenkt hatte und auch dieser trug seinen offensichtlich nicht mehr. Irgendwie fühlte er sich dadurch verraten. Anscheinend bedeutete ihm die gemeinsame Vergangenheit nichts. Eigentlich hatte er auch kein Bedürfnis mehr das Versprechen einzulösen, dass sie sich Jahre zuvor gegeben hatten. Nachdem Tatsuya festgestellt hatte, dass er nicht mehr sein Bruder sein wollte, hatten sie ausgemacht später einen ehrlichen Kampf gegeneinander auszufechten, in dem sich keiner von ihnen zurückhalten würde und der Ausgang dieses Kampfes sollte darüber entscheiden wie ihre Beziehung weiter aussehen würde.
Offensichtlich hatte sich die Sache jedoch bereits entschieden. Der Kampf war nicht mehr nötig und Kagami hatte auch keine Lust den Anderen noch länger als zwingend nötig zu sehen.
„Ich sehe nicht warum das noch wichtig sein sollte. Und um ehrlich zu sein ist es mir auch egal! Geh mir aus den Augen!“
Irgendwie schaffte er es seiner Stimme einen desinteressierten und abweisenden Klang zu geben, der nichts darüber verriet wie verletzt er eigentlich war. Am Rand seines Sichtfeldes breitete sich ein blasser, roter Schimmer aus als die Wut langsam von ihm Besitz ergriff.
Der lilahaarige Tengu richtete sich zu seiner vollen Größe auf, aber inzwischen war dem Krieger völlig egal, dass er gerade jemanden gereizt zu haben schien, der gut zwanzig Zentimeter größer war als er selbst. Auch er richtete sich auf und starrte den Anderen herausfordernd an. Pure Aggression pulsierte durch seine Adern und er bekam kaum noch mit was um ihn herum passierte während sich die Enttäuschung und Wut über Tatsuyas Verrat zu einer dichten, roten Aura um ihn herum manifestierte.

Auch der Riese sah sie, allerdings war sie ihm völlig egal als er sich bereit machte den Kleineren anzugreifen und sich dafür zu rächen, dass er seinen Muro-chin traurig gemacht hatte. Diesem war bei den kalten Worten des Rothaarigen gewissermaßen die Kinnlade heruntergeklappt und er hatte sich seitdem nicht mehr bewegt. Nur seine Lippen formten wiederholt den letzten an ihn gerichteten Satz. Murasakibara kannte seinen Freund jetzt lange genug, um zu wissen wann ihn etwas sehr traf und das gerade hatte ihn völlig zerstört.

„Ich dulde keine weiteren Kämpfe hier!“
Eine autoritäre Stimme durchschnitt die geladene Atmosphäre genauso wie die rote Schere, die durch die Luft schoss und Kagami einen blutigen Striemen an der Wange verpasste, der seine Konzentration durchbrach und seine rote Aura sofort verblassen ließ.
Akashi.
Akashi Seijuro.
Die Gerüchte waren nicht übertrieben.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast