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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
25.01.2018 1.004
 
Na gut, das hat ja jetzt ne ganze Weile gedauert... Eine Entschuldigung habe ich nicht wirklich, aber ich schwöre mich zu bessern ^^'
Wer es verpasst hat: vor diesem Kapitel spielt das vierte Kapitel von Blind Date, es muss aber natürlich nicht zwingend gelesen werden.

Ich wünsche viel Spaß mit diesem Kapitelchen und setze mich gleich an das nächste :)

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Kapitel 23

Erneut war Stille eingekehrt nachdem Momoi und Kagami sich verabschiedet hatten. Ohne ein Wort zu wechseln jedoch so synchron als hätten sie sich abgesprochen erhoben sich Akashi und Kuroko von den flachen Sitzkissen und wie von selbst faden ihre Hände zueinander. Kurz schenkten sie einander ein Lächeln, dann machten sie sich gemäßigten Schrittes auf den Weg zu ihrer beider Lieblingsplatz. Zwar mussten sie dafür an das andere Ende der Schreinanlage, allerdings war auch der Weg zu einem kleinen Ritual zwischen ihnen geworden und sie ließen es sich nicht nehmen den kleinen Spaziergang zu zweit zu genießen.
„Ist Kise-kuns Verletzung eigentlich inzwischen geheilt?“
Kurokos Stimme war ruhig, fast schon desinteressiert, aber Akashi konnte die leichte Besorgnis heraushören. Er kannte den Kitsune inzwischen lange genug um zu wissen, dass dessen anscheinendes Desinteresse tatsächlich nur daher rührte, dass der Blauhaarige um seine Kräfte zu kontrollieren jede Gefühlsregung verbergen musste. Der Größere hatte jedoch gelernt auch die kleinsten Nuancen in der Stimme des Anderen zu unterscheiden.
„Ja, es geht ihm wieder besser. Auch wenn ich es natürlich nicht sonderlich schätze, dass Ryouta sich nicht im Griff hat. Allerdings können wir in der Hinsicht wenigstens auf Shintarou vertrauen.“
Ein kleines Lachen entkam dem Kleineren und das Lächeln, das auf seinen Lippen lag, ließ Akashi das Herz aufblühen.
„Ich denke da müssen wir uns keine Sorgen machen. Midorima-kun wird Kise-kun sicherlich die Hölle heiß machen wenn er wieder so schwer verletzt zu ihm kommt und ich denke, dass Kise-kun doch auf ihn hören wird – zumindest eine gewisse Zeit lang – damit sich Midorima-kun keine Sorgen machen muss.“
„Auch wenn Shintarou natürlich behaupten wird, dass er nur keine Zeit hat, um ständig irgendwelche Leute zu heilen, die sich durch eigene Unvorsichtigkeit verletzen.“

Auch auf Akashis Gesicht breitete sich ein Lächeln aus. Es war erstaunlich wie sehr seine und die Gedanken des Jüngeren sich oftmals ergänzten. Sie bildeten eine wunderbare Einheit und der Rothaarige war unheimlich froh, dass das Schicksal ihre Wege zusammengeführt hatte. Als die Hand des Kitsune gegen seine stieß griff er automatisch danach und verschränkte ihre Finger miteinander. Kuroko schenkte ihm ein liebevolles Lächeln, das sein Herz flattern und ihn für einen Moment ganz und gar nicht wie der verantwortungsvolle, talentierte Priester fühlen ließ. Ganz im Gegenteil, jedes Mal, wenn der Jüngere lächelte und für einen Moment seine Emotionen für jeden sichtbar präsentierte, fühlte er sich so furchtbar schüchtern und unerfahren.
Und doch hatte der Blauhaarige von ihm nie verlangt, dass er sich beweisen musste, hatte ihn einfach akzeptiert und liebte ihn bedingungslos – völlig unabhängig von seinem Status und seinen Fähigkeiten. Als sie sich das erste Mal getroffen hatten hatte er nicht ansatzweise gewusst wer Akashi war und wozu er in der Lage war. Als er von dessen Fähigkeiten erfahren hatte hatte er sich mit fast kindlichem Staunen an seine Versen geheftet und alles beobachtet was er tat. Auf die Frage warum er solches Interesse an ihm hatte hatte er lediglich mit leiser Stimme geantwortet, dass er die Perfektion des Priesters bewunderte, dass er hoffte etwas von ihm lernen zu können aber das Gefühl hatte, dass es unmöglich sei jemals auch nur ansatzweise an ihn heranzukommen. Im Gegenteil zu Shintarou, der immer noch versuchte mit Akashi zu konkurrieren ungeachtet der vielen Rückschläge, die er über die Zeit erlitten hatte, hatte Kuroko bereits aufgegeben ihn jemals übertreffen zu wollen. Und irgendwie hatte das den Priester traurig gestimmt. Irgendwie hatte er gewollt, dass der Jüngere nicht aufgab und irgendwie hatte das darin geendet, dass er ihm den Platz an seiner Seite angeboten hatte – nicht als sein Rivale sondern als sein Partner – und Kuroko hatte zugestimmt.


„Wir hatten lange keinen so schönen Tag mehr...“
Mit einem zufriedenen Seufzer ließ sich der Kitsune an seinem Stammplatz nieder. Ihr Weg hatte sie zu einem Teich in der hintersten Ecke des Schreins geführt. Es war ein sonniger Platz in der Mitte eines kleinen Bambuswaldes und auf einer Plattform inmitten des Teiches befand sich ein hübscher Pavillon, bestehend aus nicht mehr als einem eleganten, kleinen Dach auf verzierten, schmalen Säulen. Eine niedrige Bank stand darin und Kuroko hatte sich davor auf den Holzboden gesetzt. Sein Fuchsschwanz hing ein Stückchen ins Wasser doch er störte sich nicht daran, genauso wenig wie die Koi-Karpfen, die im Teich schwammen.
Akashi ließ sich auf der Bank nieder und ohne zu zögern lehnte der Kleinere sich gegen ihn. Genauso natürlich fand die Hand des Anderen den Weg in den blauen Haarschopf und begann ihn mit ruhigen Bewegungen zu kraulen. Es war wirklich selten geworden, dass sie ihre Ruhe hatten, das mal niemand nach ihrer Aufmerksamkeit verlangte. Eigentlich war jeder Bewohner des Schreins erwachsen und eigentlich auch fähig genug auf sich selbst aufzupassen, aber bei so viel Talent und Konkurrenz auf einem Haufen gab es doch immer wieder Probleme, die letztlich doch immer Akashi beheben musste.
„Wir sollten uns öfter mal Zeit für uns nehmen.“, wisperte der Priester seinem Geliebten zu woraufhin dieser nickte.
„Meinst du nicht, dass die Anderen für eine Weile auch alleine klarkommen, Seijuro?“
Gerade wollte der Rothaarige zu einer Antwort ansetzen als ein grünes Aufleuchten durch die Bäume ihn unterbrach.
„Ich fürchte nicht, Tetsuya. Ich glaube ich muss Shintarou wieder von einem Mord abhalten...“
Unwillig erhob er sich. Der Kitsune folgte ihm.
„Seijuro?“
Der Größere drehte sich um als sich die Arme des Jüngeren um seinen Hals schlossen und Kuroko drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. Mit einem Lächeln trennte er sich wieder von dem Anderen, seine Arme jedoch immer noch um ihn gelegt.
„Ich liebe dich, Seijuro.“, meinte er mit sanfter Stimme.
Akashi neigte sich vor und vereinte ihre Lippen erneut zu einem zärtlichen Kuss.

Shintarou konnte warten!
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