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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
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48 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
09.09.2017 1.309
 
So, genug Fluff erstmal^^ In diesem Kapitel ist es mir erstmals in meinem Leben als Autor gelungen eine halbwegs ordentliche Actionszene zu schreiben. (Auch wenn ich es mir nicht verkneifen konnte, am Ende doch noch ein bisschen Fluff zu schreiben^^)

Viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 22

Kise hatte sich halb auf Aomine gelegt, während die Beiden sich mit Momoi unterhielten. Die Priesterin wurde ihm mit jeder Sekunde sympathischer und er trug ein breites Lächeln zur Schau, während er kleine Kreise auf der Hand des Blauhaarigen malte, die die seine umschloss. Er war verdammt froh, dass sie endlich zueinander gefunden hatten, dass der Krieger ihm seine Liebe gestanden hatte. Seitdem war die Stimmung zwischen ihnen wesentlich entspannter und ein glückliches Hochgefühl hatte von ihm Besitz ergriffen.

Allerdings hielt dieses nicht lange an, da plötzlich ein wutentbranntes Brüllen ihre Unterhaltung unterbrach. Kise zuckte zusammen und auch Aomine sah erschrocken auf. Ein lautes Krachen in der Nähe ließ den Blauhaarigen aufspringen und zu seinem Schwert greifen.

„Ich schau mal was das ist. Bin gleich wieder da!“

Er brauchte nicht lange zu suchen, um den Übeltäter zu finden, der gerade offensichtlich einen Pavillon zerlegt hatte. Ihm gegenüber stand ein junger Mann, etwa im gleichen Alter wie er selbst. Auch er trug ein Schwert bei sich, schien ebenfalls ein Krieger zu sein. Was Aomine jedoch für eine Sekunde überrascht innehalten ließ war die unglaubliche Aura der Wut und Wildheit, die den Anderen umgab und sich in schwach einem dunkelroten Schein sichtbar machte. Die Augen des Fremden glühten im selben Farbton, den auch seine Haare hatten.

Irgendwie machte das dunkle Rot den Blauhaarigen aggressiv.

~ ~ ~


„Du warst wirklich unmöglich am Anfang, Kagamin.“

Der Krieger wurde rot und zog den Kopf zwischen die Schultern.

„Ich…weiß auch nicht was da los war… Ich war wie in einem Rausch…“

„Keine Sorge, Taiga.“

Überrascht blickte er zu dem kleineren Priester, der ihn mit schiefgelegtem Kopf und einem feinen Lächeln auf den Lippen ansah.

„Es war nichts, was du hättest kontrollieren können. Bei dir wird die Zone eben durch starke Gefühlsregungen ausgelöst. Ich weiß zwar nicht was davor passiert ist, aber du schienst ausgesprochen wütend zu sein.“

„Zone?“

Der Begriff war dem Größeren gänzlich unbekannt. Was zur Hölle war eine „Zone“?! Momoi kicherte.

„Ach, Kagamin! Weißt du das wirklich nicht? Die Zone ist ein Zustand absoluter Konzentration. Du kannst an nichts anderes mehr denken als dein Ziel und holst das Bestmögliche aus deinen körperlichen Fähigkeiten heraus. Man könnte sagen, dass du in der Zone nur nach deinen Reflexen und Instinkten reagierst. Allerdings wird sie bei jedem von etwas anderem ausgelöst. Ich bin überrascht, dass du davon nichts weißt – schließlich warst du schon mehr als einmal in diesem Zustand!“

Kagami machte sich eine gedankliche Notiz mal ein ernsthaftes Gespräch mit Momoi über die verschiedenen Fähigkeiten der Schreinbewohner zu führen. Er fand es erschreckend wie wenig er darüber wusste.

~ ~ ~


„Was soll der Scheiß?!“, fuhr Aomine den Fremden an, doch dieser antwortete nicht.

Stattdessen festigte sich der Griff um sein Schwert und er kam auf den Blauhaarigen zu mit einer Geschwindigkeit, die dieser ihm gar nicht zugetraut hätte. Der Dunkelhäutige schaffte es gerade noch so sein eigenes Schwert zu ziehen, um den Angriff abzuwehren. Die Wucht des Hiebes ließ seine Arme schmerzen. Er hätte nicht gedacht, dass der Rothaarige so viel Kraft besaß. Schließlich war er selbst definitiv kein Schwächling und sogar ein wenig größer als der Andere.

Aber auch die Geschwindigkeit, mit der die Hiebe auf Aomine einprasselten, war erstaunlich. Eigentlich war es unmöglich, dass ein normaler Mensch ohne besondere Fähigkeiten dazu in der Lage war, mit seinem Formless Style mitzuhalten, aber dieser junge Mann schaffte es irgendwie. Er musste Reflexe wie ein Raubtier haben!

„Was zur Hölle läuft falsch bei dir?!“, knurrte der Blauhaarige zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, doch wieder erhielt er keine Antwort.

Er gab es ungern zu, aber so langsam machte ihm das Tempo echt zu schaffen. Er leckte sich über die Lippen und ein feines Grinsen bildete sich in seinem Gesicht. Es war lange her, dass er eine echte Herausforderung gehabt hatte. Ein blauer Funke, ähnlich einem Blitz, zuckte durch seine Augen, verlieh auch ihm eine bedrohliche Aura, vor der der Andere jedoch nicht zurückschreckte. Vielmehr schien ihn das dunkle Blau ebenso anzustacheln wie Aomine das leuchtende Rot reizte.

Sie umkreisten sich wie zwei Raubkatzen, immer auf einen Fehler des Anderen lauernd. Für einen zufälligen Beobachter hätte ihre Haltung fast entspannt gewirkt. Beide hatten die Schwerter sinken lassen, beobachteten jede kleinste Bewegung des jeweils anderen, jedes kleine Zucken eines Muskels. Doch ein geübtes Auge konnte erkennen wie sie reagierten, auf das, was der Andere tat.

Aomine schoss als erster vor. Mit einem simplen Schwertstreich verpasste er dem Rothaarigen eine lange Wunde am linken Oberarm. Dieser hatte zwar noch ausweichen können, war jedoch eine Sekunde zu langsam gewesen. Erstaunt bemerkte der Dunkelhäutige wie sein Gegner langsamer und seine rote Aura schwächer wurde. Es war als habe ihn diese Verletzung aus einer Konzentration gerissen, die für das Aufrechterhalten des schnellen Kampfes nötig gewesen war.

Doch darüber konnte er jetzt nicht nachdenken. Er war auf sein Ziel fokussiert, nur auf seinen Gegner. Seine Instinkte hatten alles rationale Denken blockiert und zeigten ihm jeden einzelnen Schwachpunkt im Kampfstil des Anderen auf. Das Lächeln Aomines wurde breiter. Es war berauschend so viel Können, so viel Macht nutzen zu können und er verspürte kein Verlangen damit aufzuhören. Ihn interessierte nicht was um ihn herum geschah, nur der Rothaarige war wichtig.

Ein heftiger Schlag auf seinen Hinterkopf riss ihn aus der Trance. Als er sich verärgert umdrehte sah er Kise, der ihn fast schon ängstlich ansah, aber dennoch die Hand erhoben hielt so als sei er bereit jederzeit erneut zuzuschlagen. Hinter dem Kitsune stand Kuroko wie dem Krieger erst nach einigen Sekunden auffiel. Ein schmerzerfülltes Stöhnen ließ ihn wieder zu seinem Gegner sehen, der sich mit verzerrtem Gesicht den linken Arm hielt. Sein Schwert lag achtlos auf dem Boden. Aomine richtete seine eigene Waffe auf den Rothaarigen. Zwar sah dieser nicht so aus als könne beziehungsweise wolle er noch kämpfen, aber Vorsicht schadete in keinem Fall.

„Leute, wer seid ihr und wo zur Hölle bin ich hier?“

Die Stimme des Kriegers war tief, aber nichts war mehr von der Wut zu spüren, die ihn noch Minuten zuvor umgeben hatte. Stattdessen klang er einfach nur unheimlich verwirrt.

„Wie heißt du?“

Erschrocken zuckte er zusammen als er sich wohl des kleinen Kitsune gewahr wurde, der bereits seit einer ganzen Weile neben ihm gestanden und ihn mit unverwandtem Blick gemustert hatte.

„Kagami.“, antwortete er dann schließlich. „Kagami Taiga.“

Kagami also. Das war ein Name, den Aomine sich sicherlich merken würde. Er hatte lange keinen ordentlichen Gegner mehr gehabt und noch nie hatte es jemand geschafft, dass der Blauhaarige sich dermaßen in einem Kampf verlor. Es war ein erhebendes Gefühl gewesen und er merkte, dass immer noch ein breites Grinsen auf seinen Lippen lag.

Kise schmiegte sich an ihn und wie von selbst fand die dunkle Hand den Weg in die blonden Haare des Kleineren, während er ihn mit der anderen Hand an sich zog, um ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauchen. Der Kitsune erwiderte die Umarmung und gemeinsam sahen sie zu wie Kuroko den offensichtlich immer noch völlig verwirrten Kagami mit sich zog, um seine Verletzungen zu versorgen und ihm etwas zu Essen zu geben.

„Weißt du, Aomi-…“

„Daiki reicht.“

„Also gut, Daikicchi.“

Es glich eher einem Schnurren wie Kise den Namen aussprach und schnell küsste Aomine ihn erneut, um seinen verdammten Gedanken Einhalt zu gebieten, die bei der Tonlage und dem Blick, den der Blonde ihm dabei zuwarf, durchdrehten. Dieser grinste und senkte die Stimme zu einem leisen Raunen.

„Du hast mir vorhin schon ein wenig Angst gemacht…aber weißt du was? Du sahst unglaublich heiß aus!“

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Und hier schließt sich Kapitel 4 von Blind Date an.
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