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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
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48 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.08.2017 1.132
 
So und das Nächste^^
Und wer es vergessen hat: hiervor spielt Kapitel drei von Blind Date.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! (Let the drama begin^^)

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Kapitel 19

„Das lief doch diesmal ganz gut. Ich verstehe nicht warum du dich so gewehrt hast!“
Kagami verdrehte die Augen. Ja, es war ein schöner Abend gewesen, was allerdings zu großen Teilen auch damit zusammenhing, dass Sakurai ein unglaublich angenehmer und ruhiger Zeitgenosse war, sobald er einmal seine Angst abgelegt hatte. Und dass sie beide gerne kochten hatte es wesentlich einfacher gemacht eine Unterhaltung zu beginnen. Ob sich daraus allerdings eine Beziehung entwickeln würde wie Momoi es wollte…? Er wagte es zu bezweifeln. Erstens stand er nicht auf Männer und zweitens fand er Beziehungen völlig überflüssig. Es schränkte einen doch nur ein, wenn man sich ständig nach jemandem richten musste. Mal abgesehen davon, dass Rücksicht nehmen nicht gerade zu den Stärken des Rothaarigen gehörte.
„Ich habe dein nächstes Date auf übermorgen Abend angelegt.“
Einen Moment dachte er, er habe sich verhört, aber Momois seliges Lächeln konnte nur bedeuten, dass sie das eben gesagte völlig ernst meinte.
„Aber… Aber warum denn? Ich meine ich versteh mich doch mit Sakurai und…“
Die Pinkhaarige unterbrach ihn.
„Das ist schön, aber momentan doch völlig egal! Wenn das mit euch nichts wird fangen wir wieder von vorne an. Nein, wir setzen das fort bis du mindestens zwei Kandidaten hast und dann machen wir eine finale Date-Runde!“
Kagami klappte den Mund auf, um zu protestieren, gab jedoch auf als er das freudige Glitzern in Momois Augen sah. Gegen die Frau kam keine Macht der Welt an! Er seufzte.
„Ist gut…“
Als ihm die junge Frau mit einem freudigen „Kagamin~!“ um den Hals fiel legte er ein wenig unbeholfen seine Arme um sie und tätschelte ihren Rücken. Wäre sie nicht so versessen darauf ihn mit einem Kerl zu verkuppeln hätte er Momoi tatsächlich sehr süß gefunden.

Mit einem Grinsen wandte Akashi sich wieder seinem Freund zu.
„Glaubst du würde Satsuki die Sache ein wenig ruhiger angehen lassen könnte aus den Beiden etwas werden?“
Kuroko legte überlegend den Kopf schief.
„Vielleicht. Auf jeden Fall scheinen sie gut zu harmonieren, wenn sie sich gerade mal nicht streiten. Das erinnert mich ein wenig an Midorima-kun und Takao-kun.“
Momoi hob den Kopf als habe sie ein eingebautes Yaoi-Radar.
„Wie ging es eigentlich mit den Beiden weiter? Ist Midorin nicht krank geworden?“

~ ~ ~


Der Grünhaarige richtete sich auf und wurde sofort von einem heftigen Hustenanfall geschüttelt. Ohne sich darum zu kümmern tastete er nach seiner Brille, die irgendwo neben ihm liegen sollte, aber eine andere Hand kam ihm zuvor und entzog die Sehhilfe seiner Reichweite sobald er sie mit den Fingerspitzen berührt hatte.
„Was soll das, Takao?!“, fragte er verärgert, wurde aber sofort durch erneutes Husten unterbrochen.
„Ich kenn dich, Shin-chan.“, meinte der Tengu, während er die Brille auf seiner eigenen Nase platzierte. „Du willst nur wieder aufstehen obwohl du genau weißt, dass du krank bist. Aber wenn du nichts sehen kannst muss ich mir darum keine Gedanken machen.“
Er drückte den Größeren wieder zurück auf den Futon und legte ihm eine Hand auf die Stirn. Zwar war der Schwarzhaarige kein Heiler, aber ein bisschen verstand er schon von der Krankenpflege. Vielleicht sollte er Krankenschwester werden, dachte er sich kichernd als er ein feuchtes Tuch auf Midorimas glühend heiße Stirn legte. Es überraschte ihn wirklich, dass der Grünhaarige keinen Widerspruch einlegte und sich auch sonst ganz in die Obhut des Kleineren zu begeben schien.
„Vertraust du mir Shin-chan?“
Eigentlich war die Frage nur aus Spaß gestellt und so erwartete Takao keine Antwort darauf – zumindest keine positive.
„Ja.“

Es war erstaunlich wie ein einzelnes Wort bestehend aus nur zwei Buchstaben ein Weltbild so dermaßen zum Einsturz bringen konnte.
„Ja?“, fragte er noch einmal nach in der festen Überzeugung sich verhört zu haben.
„Ja. Ich vertraue dir.“
Es lag kein Zweifel in Midorimas Worten und seine Stimme war fest, wenn auch rau, was aber an dem ganzen Husten lag.
Als Takao nicht antwortete tastete der Grünhaarige besorgt nach dem Kleineren – sehen konnte er schließlich nichts – und umfasste dessen Hand. Der Schwarzhaarige entwand sich seinem Griff.
„Takao? Was ist los?“
Die Stimme des Anderen klang bitter als er nun doch antwortete.
„Du solltest mir nicht vertrauen. Du bist viel zu naiv, Midorima!“
Dann hörte er wie sich leise Schritte von ihm wegbewegten und die Tür geöffnet wurde. Verzweifelt streckte er seine Hand in die Richtung aus, um den Tengu am Gehen zu hindern.
„Takao, geh nicht…!“
Es war erbärmlich wie erstickt, fast schon leblos seine Stimme klang! Eigentlich hatte er gedacht nach all den Jahren seine Gefühle endlich unter Kontrolle zu haben, aber jetzt, wo ihn eine weitere wichtiggewordene Person verließ, brach alles wieder aus ihm heraus.
Die Schritte hielten inne, nur um ihm nächsten Moment wieder auf ihn zuzukommen, wesentlich schneller als sie gegangen waren.
„Shin-chan…weinst du etwa…?“
Takao umklammerte nun seinerseits die Hand des Priesters und zog ihn in eine Umarmung.
„Es tut mir leid, es tut mir so unendlich leid, das wollte ich nicht… Nicht weinen, Shin-chan…“, murmelte er während er dem Größeren beruhigend über den Rücken strich.
„Ich…ich weine gar nicht…“
Trotz der eigentlichen Ernsthaftigkeit der Situation konnte der Schwarzhaarige ein Lachen ob dieser Aussage nicht zurückhalten.
„Natürlich weinst du, Shin-chan. Ich bin doch nicht blind. Aber es ist okay. Ich geh nicht weg.“
Er konnte das leichte Nicken Midorimas an seiner Schulter spüren und wie er die Umarmung ein wenig verstärkte. Der Grünhaarige schniefte.
„Mach das nicht wieder! Ich will nicht noch jemanden verlieren…“, murmelte er so leise, dass der Tengu ihn fast nicht verstanden hätte.

Eine Weile saßen sie weiter so da, eng umschlungen auf dem Futon, Midorima gegen den Kleineren gelehnt, bis die Tränen des Grünhaarigen von einem leichten Schluckauf abgelöst wurden, der gleich darauf weiteren Husten provozierte.
„Weißt du was, Shin-chan? Du nimmst jetzt ein Bad!“
„Aber ich will nicht…“
Die normale Tsundere-Art des Grünhaarigen schien zu einer Kinderversion geschrumpft zu sein, die ihn eher niedlich als böse erscheinen ließ und Takao ein Lächeln aufs Gesicht zauberte.
„Ich helf dir. Du hast doch gesagt, dass du mir vertraust oder?“, fragte dieser neckend und ein leichter Rotschimmer färbte die blassen Wangen des Anderen.
Ohne weitere Widerworte ließ er sich aufhelfen und machte sich auf den Schwarzhaarigen gestützt auf den Weg ins Bad.

Erst als er sich bereits fast vollständig ausgezogen hatte, realisierte Midorima was genau er da eigentlich tat und peinlich berührt hielt er inne. Das Einzige, was seinen Körper noch bedeckte, war eine dünne, kurze Stoffhose. Genauso gut hätte er nackt sein können.
„Takao…ich…“
Er wandte den Kopf, nur um zu sehen, dass der Tengu auf seinen Rücken starrte.
„Shin-chan…du hast ein Tattoo?“
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