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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
31.07.2017 1.258
 
Da ich genügend vorgeschrieben habe und vermutlich auch sehr viel weiterschreiben werde, bekommt ihr das neue Kapitel schon jetzt^^
(Und ja, Akashi und Kuroko sind ziemliche Stalker...)

Viel Spaß beim Lesen~

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Kapitel 18

„Ach ja…“
Kagami sah plötzlich wieder von seinem Essen auf und unterbrach den Redefluss des rothaarigen Priesters. Sofort biss er sich auf die Lippen, aber Akashi lächelte lediglich und sah ihn fragend an. Mit neuem Mut sprach der Krieger seine Frage nun doch aus:
„Na ja, das mit Midorima, Takao, Aomine und Kise erschließt sich mir halbwegs, aber warum wisst ihr so viel über die Beziehung von Tatsuya und Murasakibara? Ihr kanntet die Beiden doch zu dem Zeitpunkt gar nicht.“
Kuroko schüttelte den Kopf.
„Das stimmt so nicht ganz, Kagami-kun. Himuro-kun kannten wir nicht – oder besser gesagt: Er kannte uns nicht.“

~ ~ ~


„Muro-chiiiiin…“
Himuro wandte sich nun doch zu seinem Freund um. Er quengelte schließlich schon seit geschlagenen fünf Minuten und auch wenn der Ältere sich sicher war, dass es nur wieder um Snacks ging – oder um einen Kuss, was immer häufiger der Fall war – so schien es dem Lilahaarigen wirklich sehr am Herzen zu liegen.
„Was ist denn, Atsushi?“, fragte er mit sanfter Stimme und sofort breitete sich ein Lächeln auf dem sonst so gelangweilten Gesicht des Größeren aus.
„Ich will Aufmerksamkeit…!“
Der Schwarzhaarige seufzte und konzentrierte sich wieder auf die Karte, die ein Priester ihm freundlicherweise gezeichnet hatte. Es war schwer sich in diesem Gebiet zurechtzufinden, da die Berge es fast unmöglich machten, einen geraden Weg einzuschlagen. Umso wertvoller war eine Karte von jemandem, der die Gegend kannte.
„Was ist denn eigentlich so wichtig?“
Murasakibaras Frage klang missmutig und wie er bereits erwartet hatte spürte Himuro wenig später das vertraute Gewicht auf seinen Schultern als der Jüngere sich mal wieder an ihn hängte, seinen Kopf auf dem des Kleineren abgestützt, um zu sehen was der so interessant fand.
„Ich versuche uns durch die Gegend zu lotsen. Da du keine Lust zu Fliegen hast können wir uns ja schlecht ansehen wo wir lang müssen.“
Ein Seufzen bestätigte seine Ahnung, dass der Größere absolut nicht verstand warum die Karte so wichtig war.
„Das da kenn ich. Da wohnt Aka-chin. Und Kuro-chin und Mido-chin.“, meinte der plötzlich und deutete auf eine Stelle, auf der ein Schrein eingezeichnet war.
Himuro sah überrascht auf. Er meinte sich zu erinnern, dass Murasakibara die Namen mal erwähnt hatte, aber er konnte sich beim besten Willen nicht erinnern in welchem Zusammenhang das gewesen war. Mal abgesehen davon lag der Schrein in entgegengesetzter Richtung zu ihrem eigenen Zuhause und war somit für ihn völlig uninteressant.
„Ich hab mich entschieden: Wir gehen Aka-chin besuchen!“
„A-aber…der Schrein des Yosen-Clans liegt in der Richtung!“
Auch wenn der Schwarzhaarige wusste, dass es sinnlos war zu diskutieren versuchte er es dennoch jedes Mal aufs Neue. Es konnte doch nicht sein, dass er seit Wochen versuchte sie sicher zurück nach Hause zu bekommen und der Größere ständig einfach eine andere Richtung einschlug, wenn ihm die richtige nicht passte. Zwar war es letztlich immer so, dass der Ältere seinem Freund folgte und so würde es bestimmt auch diesmal sein, jedoch wollte er sich nicht schon wieder so einfach geschlagen geben.
„Ich will aber Aka-chin besuchen!“
Im Versuch den Kleineren umzustimmen setzte der Lilahaarige einen schmollenden Gesichtsausdruck auf, die Himuro jederzeit zum Lachen gebracht hätte, aber nicht diesmal. Diesmal behielt er seine eiserne Mine bei.
„Wir sind jetzt schon seit vier Monaten unterwegs. Das ist doppelt so lange wie geplant! Ich will nach Hause!“
Murasakibara runzelte eingeschnappt die Stirn und schob die Unterlippe vor, dann hob er den Anderen kurzerhand hoch und warf ihn sich über die Schulter bevor er die Flügel ausbreitete und sich langsam in die Luft erhob. Der Schwarzhaarige wollte protestieren, war aber so überrascht, dass der Größere sich tatsächlich mal die Mühe machte zu fliegen, dass ihm das „Lass mich runter, verdammt!“ im Hals stecken blieb.
Stattdessen fiel ihm jetzt wieder ein woher er ‚Aka-chin‘, ‚Kuro-chin‘ und ‚Mido-chin‘ kannte. Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte sein Freund erzählt was er so getrieben hatte, bevor er dem Yosen-Clan beigetreten war.

Dass Murasakibara sich überhaupt einem Clan angeschlossen hatte war schon ein Wunder an sich. Allerdings, wenn Himuro so darüber nachdachte, war dieser Entschluss wohl größtenteils mit den Anstrengungen verbunden, die es mit sich brachte clanlos zu sein. Man war völlig auf sich allein gestellt, man musste sich darauf einstellen von allem und jedem angegriffen zu werden, wenn man nicht unter dem Schutz eines größeren Clans stand – nicht dass Murasakibara vor irgendwem geschützt werden musste. Außer vielleicht vor seinem Hang zu Völlerei, der ihn schon das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten gebracht hatte.
So auch zwei Monate bevor er nach Yosen gekommen war. Wie der Größere erzählt hatte war er, von seinem knurrenden Magen abgelenkt, genau in die Falle zweier Diebe gelaufen. Zwar hatte er diese ohne Probleme besiegen können, war aber dennoch dabei verletzt worden und dieser Aka-chin hatte ihn dann aufgegabelt. Er musste wohl irgendwie oberster Priester in einem Schrein sein oder so. So genau hatte der Lilahaarige das nicht erwähnt. Vermutlich erinnerte er sich auch nicht so wirklich daran.
Auf jeden Fall hatte der Priester ihn mit zu seinem Schrein genommen, um ihn zu heilen – oder heilen zu lassen, wie Murasakibara später erfahren hatte als Aka-chin ihn einem grünhaarigen Priester mit Brille vorgestellt hatte und gegangen war. Midorima Shintaro war nicht besonders freundlich gewesen. Allerdings hatte er die Verletzung ohne Widerworte vollständig geheilt und so hatte der Lilahaarige beschlossen, dass er ‚Mido-chin‘ eigentlich doch ganz gut leiden konnte. Und mit ‚Kuro-chin‘, einem jungen, blauhaarigen Kitsune, der kurz darauf aufgetaucht war, hatte er sich blendend verstanden.

~ ~ ~


„Murasakibara-kun schien ganz interessant zu sein und zusätzlich eine besondere Fähigkeit zu besitzen, deswegen haben wir ihn weiter beobachtet, nachdem er wieder gegangen ist.“
Kuroko füllte mit einer sanften Handbewegung eine Schale mit Reis und ließ sie sowie zwei Paar Essstäbchen zu sich schweben. Kagami zuckte zusammen, wie jedes Mal, wenn der Kitsune ohne Vorwarnung von seiner Fähigkeit Gebrauch machte. Eigentlich sollte er sich mittlerweile daran gewöhnt haben der einzige „Normale“ unter allen Bewohnern des Schreins zu sein – oder zumindest der Einzige ohne magische Fähigkeiten – aber irgendwie wollte es immer noch nicht so ganz in seinen Kopf, dass der kleine, unscheinbare Kitsune telekinetische Fähigkeiten besaß.
Und manchmal fragte der Krieger sich auch wie genau er es mit all diesen Leuten aushielt und warum er immer noch hier war. Gerade das Pärchen aus Akashi und Kuroko gehörte zwar nicht zu denen, die nachts alle wachhielten, was aber auch durchaus daran liegen könnte, dass der Rothaarige als oberster Priester einen großen Teil des Schreins alleine bewohnte, allerdings konnte man sich vor den Beiden auch nie sicher fühlen. Kuroko verschwand und tauchte auf wann und wo er wollte und jetzt, wo er seine Unsichtbarkeit im Griff hatte, nutzte er diese Fähigkeit offensichtlich gnadenlos aus, um die Anderen auszuspionieren und Akashi…nun ja, das war noch mal eine ganz andere Geschichte.
Auf jeden Fall kaufte Kagami den Beiden die „unschuldiges Pärchen“-Nummer, die sie da drüben gerade abzogen während sie Reis aus derselben Schale aßen und dabei herumturtelten, keine Sekunde ab! Er wollte gar nicht wissen, wie viel sie über sein eigenes Leben bereits wussten!

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Nach diesem Kapitel findet zeitlich gesehen das dritte Kapitel von Blind Date statt. Dieses widmet sich einem Pair, das ich bisher überraschenderweise noch nirgendwo gesehen habe, das ich aber extrem shippe xD
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