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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
30.07.2017 1.424
 
So, ich war jetzt zwei Wochen ohne Internet im Urlaub, was dazu geführt hat, dass ich zwar nichts hochladen konnte, dafür allerdings eine Kreativ-Phase hatte und mal eben sechs Kapitel vorgeschrieben habe.
Da dieses Kapitel hier vielleicht etwas fies ist schicke ich Kapitel 17 gleich hinterher :)

Viel Spaß beim Lesen!
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Kapitel 16

„Warte, der Idiot hat sich tatsächlich alleine aufgemacht Haizaki herauszufordern?“
Unerwartet beteiligte sich Kagami zum ersten Mal seit langem wieder am Gespräch. Er hatte seine Schale Reis aufgegessen und sah nun fassungslos in Richtung Akashi und Kuroko. Der Blauhaarige nickte.
„Unglücklicherweise ja. Sie kannten sich wohl vorher schon und da Kise-kun genau wusste wie stark Haizaki-kun ist…“
Überrascht schüttelte der Krieger den Kopf.
„Wette das hat Ahomine gar nicht gefallen…“, murmelte er und entlockte Akashi damit ein kurzes Lachen.
„Nein, das hat ihm tatsächlich nicht im Geringsten gefallen.“

~ ~ ~


„Ryouta! Dich hab ich ja schon ewig nicht mehr gesehen!“
Der Schwarzhaarige leckte sich über den Daumen. Eine Geste, die dem Kitsune viel zu vertraut war und Übelkeit in ihm aufsteigen ließ. Er wusste genau, warum er diesen Kerl seit langer Zeit mied. Das war nicht einmal dem geschuldet, dass Haizaki Shogo ein Oni war, ein Dämon der bösartigsten Sorte, sondern dass er sich auch zu hundert Prozent so verhielt. Kise und er waren noch nie gut miteinander ausgekommen.
„Du hast dich nicht verändert. Du bist immer noch der gleiche rücksichtslose Arsch wie früher!“, spie der Blonde seinem Gegenüber entgegen.
Irgendwas hatte er loswerden müssen, damit er sich nicht wirklich übergab. Er hatte in seinem langen Leben schon einige abstoßende Persönlichkeiten kennenlernen müssen, aber niemand war so widerwärtig gewesen wie Haizaki und da seine Haarfarbe inzwischen von einem silbrigen Grau zu Schwarz gewechselt hatte schien er sogar noch schlimmer zu sein als damals.
Auch sein Lachen war grauenvoll wie Kise jetzt feststellte als der Andere einen Schritt auf ihn zumachte und sich vorbeugte, um sein Gesicht von unten in Augenschein zu nehmen. Angewidert wich der Blonde zurück.
„Und du scheinst immer noch der gleiche naive Feigling zu sein. Was hast du die letzten zweihundert Jahre getrieben? Will dich immer noch niemand haben?“
Seine grauen, seelenlosen Augen funkelten vor unterdrückter Freude. Der Kitsune beschloss es zu ignorieren.
„Warum hast du Miyaji-san angegriffen?“
Überrascht hob Haizaki eine Augenbraue als er hörte, dass die Stimme seines Gegenübers kein bisschen zitterte. Früher hatte sich Ryouta fast ins Hemd gemacht, wenn er den Namen ‚Haizaki Shogo‘ nur hörte, aber irgendwas schien sich doch verändert zu haben. Ein kleines fieses Grinsen hob seine Mundwinkel. Vielleicht konnte das hier doch ganz interessant werden!
Ohne auf die Frage des Blonden einzugehen stürzte er sich plötzlich nach vorne, die Hände klauenartig verbogen, bereit das hübsche Gesicht des Kitsune mit seinen spitzen Fingernägeln, fast schon Krallen, zu verunstalten. So weit kam es jedoch nicht, denn als habe er es vorhergesehen rettete sich Kise mit einem fast schon leichtfüßigen Sprung nach hinten vor dem Angriff.
„Heute werde ich siegen!“, meinte er selbstsicher und ging dann selbst zum Angriff über.
Seine Fähigkeit aktivierend schickte er eine Lichtwelle auf den Schwarzhaarigen, der dieser jedoch auswich und sich sofort revanchierte: mit einer Attacke, die der des Blonden zum Verwechseln ähnlich gesehen hätte wäre sie nicht ebenso dunkel gewesen wie die Andere hell.
„Wie willst du denn siegen? Du hast nur Müll, Ryouta – du bist nur Müll!“
Das hämische Lachen des Oni hallte durch den Wald.

~ ~ ~


Noch nie in seinem Leben war Aomine so panisch gerannt.
Nachdem er Midorima benachrichtigt hatte, dass Kise verschwunden war, war er sofort selbst wieder losgestürzt, jegliche Rufe ignorierend. Er musste seinen Kitsune, seinen Sonnenschein unbedingt finden – koste es was es wolle! Wie hatte der Ältere sich nur wissentlich einer solchen Gefahr aussetzen können? Es war doch purer Wahnsinn sich überstürzt in einen Kampf zu begeben! Dass normalerweise er selbst derjenige war, der nicht nachdachte bevor er sich in einen Konflikt stürzte, kam ihm gar nicht in den Sinn.
Wo verdammt nochmal war der Blonde?! Es konnte doch nicht so schwer sein, in diesem verdammten Wald jemanden zu finden, der so…auffällig war wie Kise!
Einen Moment hielt Aomine inne und lauschte. Drangen von irgendwo Kampfgeräusche zu ihm? Aber da war nichts.
Dann, als er schon fast aufgegeben hatte und bereit war sich wieder auf seine planlose Suche zu begeben, hörte er es plötzlich. Ein leises Knacken, dass von irgendwo weit rechts von ihm zu kommen schien. Es klang als sei jemand auf einen Ast getreten.
Entschlossen nickte der Blauhaarige. Das mussten sie sein!

~ ~ ~


Was sich für Aomine wie ein zerbrechender Ast angehört hatte war in Wirklichkeit ein zerbrechender Baum. Schuld am Ableben des unschuldigen Gewächses war ein blonder Kitsune, der sich gerade wieder aufrichtete, nachdem er mit dem Baum zusammengeprallt und auf dem Boden gelandet war. Er blutete aus einigen Wunden und sein Gang war bereits ein wenig schwerfälliger geworden, doch mit einem zufriedenen Lächeln stellte er fest, dass auch Haizaki nicht ohne ein paar Kratzer davongekommen war. Allerdings hatte der Schwarzhaarige mit einer Sache recht: Kise hatte sein Repertoire verbraucht. Um gegen den Oni bestehen zu können musste er schon härtere Geschütze auffahren.
Kise blieb stehen und schloss für einen Moment die Augen. Er wusste, dass sich dies als Fehler erweisen könnte, da sein Gegner bestimmt keinen Moment der Unachtsamkeit ausließ, aber er musste das Risiko eingehen. Für sein Vorhaben brauchte er einen Moment absoluter Konzentration.

Gerade als Haizaki ihm seine letzte Attacke entgegenschleuderte, die ihn unvorbereitet wohl zerfetzt hätte, begann der Kitsune umgeben von einem sanften, goldenen Licht in der Luft zu schweben. Als er die Augen wieder öffnete glühten sie auf eine Art und Weise wie der Schwarzhaarige es noch nie gesehen hatte. Aber nur weil er leuchtete hieß das nicht, dass er jetzt besser war!
Mit Leichtigkeit wich Kise der Attacke aus. Er hatte seine Fähigkeit noch nie vollständig ausgereizt, doch mit seiner Perfect Copy war er besser als sein Gegner – vermutlich besser als jeder, den er bisher getroffen hatte. Kein Wunder, schließlich war er in diesem Moment jeder, den er je getroffen hatte! Lange würde er diesen Zustand nicht aufrecht erhalten können, das war ihm klar und doch genoss er es so viel Macht in den Händen zu halten. Mit einem Fingerschnippen lösten sich Unmengen kleiner grünlich leuchtender Kugeln von seiner linken Hand, welche, kaum dass sie den Schwarzhaarigen erreichten, auch schon explodierten.
Fasziniert starrte der Kitsune auf seine Hände. Er hatte nicht gewusst, dass Midorimacchi so stark war! Erneut sandte er eine Welle der Lichtpunkte gegen Haizaki.

Gerade wollte er Aomines Fähigkeiten austesten da erwischte ihn überraschend etwas am rechten Fuß und sofort brach seine Konzentration zusammen als ihn ein höllischer Schmerz durchzuckte. War sein Knöchel etwa immer noch nicht geheilt? Hätte er doch mehr auf Midorimacchi hören sollen?
Zu weiteren Überlegungen kam er nicht mehr, denn ihm wurde schlagartig schwarz vor Augen als ihn eine weitere der schwarzen Attacken des Oni erwischte.

Aomine war gerade noch rechtzeitig gekommen, um zu sehen wie Kise von einem Angriff erfasst wurde und zu Boden ging. Sein Gegner machte sich offensichtlich nicht einmal mehr die Mühe vorsichtig zu sein als er auf den Blonden zuging. Die seltsame schwarze Energie waberte um seine Hände und ein schmieriges Grinsen lag auf seinen Lippen.
„Ich werde dich jetzt vernichten, Ryouta. Du solltest mir dankbar sein, dass ich deine armselige Existenz beende.“
Der Krieger hatte genug gehört. Wie konnte er es wagen?! Sein Kise war eine ganze Menge, aber ganz bestimmt nicht armselig!
All seine Wut und sein Können bündelten sich in einem Schlag, der den Oni von den Füßen riss und ihn drei Meter weit in einen Baum schleuderte. Der Blauhaarige machte sich nicht die Mühe nachzusehen ob er noch lebte. Sein Freund war gerade wichtiger!

Behutsam hob er den Kitsune in seine Arme.
„Hey, Kise. Hey! Kise, wach auf!“
Ein erleichterter Seufzer entfuhr ihm als er sah wie der Blonde zittrig die Augen öffnete und ihn schwach anlächelte.
„Ao…minecchi…“
Seine Stimme war kaum zu hören und der Krieger wusste nicht, ob er sich je in seinem Leben mehr Sorgen gemacht hatte. Kise setzte erneut zum Sprechen an, wurde aber von einem Hustenanfall unterbrochen, der mehr Blut zu Tage förderte als Aomine hatte sehen wollen.
„Ich…bin froh, dass du…da bist… Ich liebe dich, Aominecchi.“
Mit diesen letzten Worten schlossen sich seine Augen wieder und das Herz des Blauhaarigen setzte für einen Moment aus, bevor es mit doppelter Geschwindigkeit wieder zu schlagen begann und Adrenalin durch seine Adern pumpte.
„Fuck! Kise! Wehe, wenn du mir jetzt wegstirbst!“
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