Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.07.2017 1.369
 
So, hat lange gedauert, aber jetzt bin ich endlich dazu gekommen weiterzuschreiben.

Dieses Kapitel ist nach dem zweiten Kapitel von Blind Date angelegt. Es ist allerdings nicht zwingend notwendig jenes zu lesen.

Die Story nimmt jetzt ein wenig an Fahrt auf, daher werde ich mich bemühen die nächsten Kapitel möglichst zeitnah zu schreiben :)

Viel Spaß beim Lesen, Reviews sind gern gesehen.

----------------------------------------------------------------------------------

Kapitel 15

„Ach komm schon, Kagamin, so schlimm kann es nicht gewesen sein!“
Der Angesprochene machte sich nicht einmal die Mühe Momoi anzusehen und seine Verärgerung zu verbergen. Seine einzige Antwort bestand in einem Schnauben während er sich Reis in den Mund schaufelte als gelte es sein Leben.
Hilfesuchend wandte sich die Pinkhaarige an Kuroko und Akashi, die aneinander gelehnt dem Schauspiel zusahen, doch selbst der Rothaarige schüttelte nur bedauernd den Kopf.
„Du solltest ihn erstmal in Ruhe lassen, Satsuki. Sollen wir lieber unser Gespräch weiterführen?“

~ ~ ~


Es hatte eine ganze Weile gedauert bis Midorima sich wieder so weit beruhigt hatte, dass er mit sich reden ließ. Wie Takao der Situation entkommen war wusste er selbst nicht, aber irgendwie hatte die Priesterin mit den rosafarbenen Haaren ihm das Leben gerettet und gleichzeitig auch noch das Unmögliche vollbracht und die Unversehrtheit der Krankenstation gesichert. Der Schwarzhaarige war sich nicht sicher was sie genau gemacht hatte, aber er meinte eine leicht rosa schimmernde Barriere gesehen zu haben, die sich um den Grünhaarigen gelegt und seine magische Kraft im Zaum gehalten hatte. Dieser hatte sich sofort darauf beschränkt der Priesterin böse Blicke zuzuwerfen und mit geballten Fäusten vor Wut zitternd in der Mitte des Raumes zu stehen.
„Lass mich, Momoi!“, hatte er mit zuammengebissenen Zähnen gefordert, doch sie hatte ihm nur ein „Vergiss es, Midorin!“ entgegengezischt.
Einen Moment hatte der Heiler so ausgesehen als wolle er protestieren, aber dann hatte er die Augen geschlossen und begonnen ruhig ein- und auszuatmen, um sich zu beruhigen. Takao hatte sich so leise er konnte aus dem Staub gemacht. Ihm saß der Schreck noch in den Gliedern und seine Flügel begannen unkontrolliert zu zucken, als ihm bewusst wurde welcher Gefahr er da gerade entkommen war. Zwar hatte er gewusst, dass Midorima unglaublich stark war, doch diese enorme Kraft, die da eben von dem Größeren ausgegangen war, hatte er im Traum nicht erwartet.
Der Tengu hatte gedacht bei seinem ersten Aufeinandertreffen mit dem Größeren das volle Ausmaß von dessen Kräften gesehen zu haben, doch das eben hatte die damalige magische Energie bei Weitem überstiegen.

Erneut schaudernd schlich Takao durch die Tür des Raumes, in dem der Grünhaarige wohl als letztes nach ihm suchen würde. Mit einem knappen Nicken grüßte er Miyaji, der ihn erstaunt musterte als er eintrat.
„Sorry, ich muss mich eine Weile vor Midorima verstecken…“, murmelte er als Erklärung, was dem Blonden ein kleines Grinsen entlockte.
„Du scheinst ziemlich gut darin zu sein unser Wunderkind zur Weißglut zu bringen. Setz dich doch.“
„Scheint so.“
Der Tengu zuckte mit den Schultern und ließ sich auf einem Stuhl neben dem Priester nieder. Gerade wollte er zu einer Frage ansetzen, da öffnete sich plötzlich die Tür und zwei Personen traten ein, die keiner der beiden schon Anwesenden erwartet hatte.
„Was macht ihr denn hier?“, war demzufolge auch Miyajis überraschte Frage, die jedoch von Kise nur mit einem Schulterzucken beantwortet wurde.
Aomine ließ ein Grinsen sehen und ließ sich auf das Bett neben dem des Priesters fallen.
„Geht’s dir wieder besser?“
Der Angesprochene nickte und lächelte schief.
„Ja, alles noch dran wie du siehst – oder wieder, wie man‘s nimmt. Und was führt euch hierher?“
„Akashi.“, war die knappe Antwort des Blauhaarigen und der Priester hob fragend eine Augenbraue.
„Sie sollen den Typen finden, der dich angegriffen hat, Miyaji-Sempai.“

Takao schwebte kopfüber in der Mitte des Raumes, hatte die Arme verschränkt und starrte gelangweilt an die Decke ohne auf die verwirrten Blicke zu achten, mit denen drei Augenpaare ihn bedachten.
Natürlich hatte er das Gespräch beobachtet, das Akashi mit den Beiden geführt hatte und von Akashis Mimik und Gestik hatte sich leicht darauf schließen lassen worum es ging. Midorima war zwar ein interessanter Zeitgenosse, wenn er wach war, aber wenn er schlief war mit ihm nichts anzufangen. Jedoch hatte irgendetwas den Tengu an der Seite des Grünhaarigen gehalten und so hatte er sich eben mit seinem Falkenauge umgesehen und alles beobachtet, was auch nur in irgendeiner Art und Weise interessant schien.
Mit einem Seufzer entschied er sich nun seinen Priester wieder aufzusuchen, denn ohne seine Gesellschaft war dem Schwarzhaarigen erstaunlich langweilig. Mit einem leisen Kichern dachte er an die Zeit, in der es ihn nicht gekümmert hatte was die Anderen taten. Takao hatte sich nie viele Gedanken über die Anderen gemacht – ob es sich dabei nun um Menschen oder andere Geister handelte. Es war nicht wichtig gewesen. Im Lauf der Jahre hatte es den ein oder anderen gegeben, der versucht hatte sein Freund zu werden, mit dem er sich vielleicht sogar gut verstanden hatte, aber sobald die Beziehung keinen Spaß mehr geboten hatte war sie von Takao beendet worden, hatte er den Anderen wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Was brachte es ihm sich mit langweiligen Leuten herumzuschlagen? Er konnte problemlos alleine überleben, hatte das sein Leben lang getan und wenn er sich schon mit Anderen abgab, dann erwartete er, dass diese ihn auch unterhielten.

Zum ersten Mal in seinem Leben hatte sich dies jedoch geändert: Hatte der Tengu sich anfangs noch bei Midorima aufgehalten, weil er sich davon Unterhaltung versprach so hatte sich dies in den vergangenen Wochen gründlich als falsch herausgestellt und inzwischen war er sich selbst nicht mehr ganz so sicher warum er sein Interesse an den grünhaarigen Priester gehängt hatte. War es wirklich sein Ziel gewesen diese Beziehung auszureizen bis sie nichts mehr zu bieten hatte oder hatte ein winziger Teil seines Wesens, von dem Takao nicht einmal gewusst hatte, dass er existierte, ihn dazu bewegt den Kontakt zu Midorima zu suchen, weil dieser mehr zu bieten hatte als nur Unterhaltung?
Der Schwarzhaarige glaubte nicht an Liebe auf den ersten Blick oder abgedrehte Dinge wie Seelenverwandtschaft oder so, aber irgendwie… Ja, irgendwie hatte dieser Priester wahr gemacht was ihm niemals möglich erschienen war. Irgendwie hatte er sich Takaos Zuneigung erkämpft und irgendwie hing dieser nun so an ihm, dass er fast abhängig war.
Wie auch immer er das geschafft hatte… Ein kleines Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Tengus aus. Es war ein schönes Gefühl und es hatte seinen Ehrgeiz geweckt, sich im Gegenzug auch die Zuneigung des Grünhaarigen zu erkämpfen.

„Was tust du hier, Takao?“
Sein Lächeln wurde breiter als er die ihm so vertraute tiefe Stimme hörte, die trotz – oder vielleicht gerade wegen – ihres ärgerlichen Klanges dafür sorgte, dass sein Herz kurz aussetzte nur um gleich darauf mit doppelter Geschwindigkeit weiterzuschlagen.
„Ich hab dich vermisst, Shin-chan~“, schnurrte er dem Brillenträger entgegen ohne auf dessen missmutigen Gesichtsausdruck zu achten.
Gerade wollte Midorima zu einer Erwiderung ansetzen, doch ein verzweifelt aussehender Aomine unterbrach ihn.
„Aomine? Was ist passiert?“
Verärgert erkannte Takao, dass die Stimme des Grünhaarigen besorgt klang. Seit wann war der so interessiert daran wie es den Anderen ging? Mit einem Kopfschütteln vertrieb der Schwarzhaarige das beklemmende Gefühl und die Wut, die sich in seinem Bauch breitgemacht hatten. Das war weder der richtige Zeitpunkt noch ergaben diese Gefühle Sinn!
Eine leise Stimme in seinem Kopf wisperte höhnisch das Wort „eifersüchtig~“, aber das ergab noch weniger Sinn. Weder war er Midorimas Partner noch war er in ihn verliebt. Wieso sollte er auch? Er stand nicht auf Männer! Sonst wäre er in der Vergangenheit sicherlich nicht mit Frauen ausgegangen und auch wenn dies nur kurze Beziehungen gewesen waren, die auf keiner tiefgreifenden emotionalen Bindung beruht hatten so wusste er doch wie sich so etwas anfühlte. Warum also wurde er wütend wenn sich dieser Priester, der nicht einmal sein Freund war, mit besorgtem Blick einem anderen zuwandte?!
Erneut schüttelte Takao den Kopf. Es hatte sicherlich einen wichtigen Grund warum Aomine jetzt keuchend vor ihnen stand als habe er einen Geist gesehen.
„Fuck! Kise! Er ist einfach abgehauen!“

Ohne nachzudenken hatte Kise sich auf die Suche nach dem Oni begeben. Haizaki!
Haizaki Shogo!
Er musste es sein!
Der Kitsune durfte auf keinen Fall riskieren, dass der Schwarzhaarige auf Aomine traf!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast