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Spirit Chaos

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aomine Daiki Himuro Tatsuya Kise Ryōta Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi Takao Kazunari
11.02.2017
10.04.2020
28
39.233
14
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48 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
19.05.2017 1.272
 
Gute Güte, das war ne schwere Geburt... Aber jetzt hab ichs nach zwei (oder sind es doch schon drei?) Wochen endlich geschafft das Kapitel zu schreiben.
War alles ein bisschen stressig in letzter Zeit und zwischen meinen Abi-Prüfungen fehlte mir irgendwie so ein bisschen die Motivation zum Schreiben - ich hoffe das bessert sich jetzt.

Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!

PS: Hi-chan ist übrigens mein "Momoi-Spitzname" für Himuro.

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Kapitel 14

„Dass Dai-chan mir das verschwiegen hat…!“

Schmollend sah Momoi zwischen Kuroko und Akashi hin und her. Dann breitete sich plötzlich ein sanftes Lächeln auf ihrem Gesicht aus.

„Aber ich bin froh, dass Dai-chan endlich jemanden gefunden hat, mit dem es gut läuft. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was er vorher manchmal für Freundinnen angeschleppt hat – und die Kerle waren fast noch schlimmer! Grauenvoll!“

Sie schüttelte sich wie um schlechte Erinnerungen zu vertreiben. Mit einem Lächeln setzte Akashi einen weiteren Shogi-Stein um. Er konnte sich schon vorstellen, was die junge Priesterin damit meinte und das war wahrlich keine angenehme Vorstellung. Da war der blonde Kitsune, obwohl manchmal sehr nervig und anstrengend, eindeutig die bessere Wahl.

„Nun ja, du hast sie ja an dem Tag nur knapp verpasst, Satsuki. Ich bin dir immer noch sehr dankbar dafür, dass du Shintaro davon abgehalten hast größeren Schaden anzurichten.“

„Das war nicht leicht! Ich hab Midorin vorher noch nie so wütend gesehen…“

Momoi seufzte, lehnte sich aber kurz darauf wissbegierig ein wenig weiter vor.

„Wie genau sind dann eigentlich Muk-kun und Hi-chan hierhergelangt? Auch durch Zufall?“

Als habe Kuroko nur auf diese Überleitung gewartet, schaltete er sich in das Gespräch ein.

~ ~ ~


„Schaut euch mal den riesigen Idioten an! Ich hab noch nie jemanden gesehen, der so dumm aussieht!“

Himuro runzelte die Stirn und warf einen missmutigen Blick zum Nachbartisch. Diese unangenehmen Menschen – der Schwarzhaarige weigerte sich „Arschlöcher“ zu denken, auch wenn es in diesem Fall den Nagel auf den Kopf traf – machten sich schon die ganze Zeit über Murasakibara lustig, aber solange dieser dabei gewesen war und sich das Gespräch noch recht leise vollzogen hatte, hatte der Ältere gute Miene zum bösen Spiel gemacht und seinen Ärger für sich behalten. Schon allein, um seinen Freund nicht zum Ausrasten zu bringen, denn das konnte für alle Anwesenden böse enden. Wenn der Lilahaarige einmal wütend war, dann beruhigte er sich nicht so schnell wieder…

Aber jetzt war der Größere neue Getränke holen gegangen und die Beleidigungen am Nachbartisch wurden auch immer lauter. Zu viel war zu viel, beschloss Himuro und wandte sich nun vollends zu den Anderen um.

„Habt ihr zufälligerweise ein Problem mit meinem Freund?!“

Seine Stimme klang kälter und schärfer als sonst, aber das war durchaus beabsichtigt. Er wusste, dass er nicht sonderlich gefährlich wirkte und Leute eher dazu neigten ihn wie einen kleinen Jungen zu behandeln als ihn ernst zu nehmen, wenn er diesen Ton anschlug, aber wer Himuro kannte, der wusste, dass ab jetzt Vorsicht geboten war. Allerdings kannten die Menschen am Nachbartisch ihn nicht und behandelten ihn auch dementsprechend.

„Seht euch das an! Der kleine Schönling hat auch was zu sagen!“

„Reiß deine Klappe nur nicht zu weit auf, dein Beschützer ist grade nicht da!“

„Oder vielleicht willst du das ja draußen mit uns klären, pretty boy?“

Das Gelächter ignorierend stand der Tengu auf. Seine Augen blitzten in einem kalten Blau, das man sonst nur sehr selten zu sehen bekam, während sich seine Hände zu Fäusten ballten.

„Ich nehme den Vorschlag gerne an!“

„Der pretty boy traut sich was!“

Himuro wusste, dass es vielleicht nicht gerade die beste Idee war, sich mit diesen Typen anzulegen – sie waren schließlich zu fünft und soweit er erkennen konnte trugen sie alle Waffen bei sich – aber er war viel zu wütend, um sich noch nach seiner Vernunft zu richten.

Zudem war er selbst auch nicht ganz wehrlos. Mit einer unauffälligen Bewegung seiner Flügel vergewisserte er sich, dass die zwei kurzen Dolche, mit denen er kämpfte, immer noch an ihrem Platz waren. Vielleicht brauchte er seine Schätzchen für diese Idioten gar nicht? Eigentlich hatte er nicht übel Lust das hier wirklich mit bloßen Händen zu regeln!

Den letzten Rest seiner Selbstbeherrschung zusammenkratzend zwang er sich zu einem ruhigen „Ich erwarte, dass ihr zurücknehmt, was ihr über meinen Freund gesagt habt und euch entschuldigt!“.

Der Schwarzhaarige erwartete nicht, dass diese Forderung etwas brachte und seine heimliche Hoffnung wurde nicht enttäuscht: Die Männer lachten nur und begannen ihn einzukreisen. Mit kontrollierten Schritten wich Himuro an die Wand hinter sich zurück.

Er hatte keine Angst. Nicht vor diesen Typen. Selbst Alex war angsteinflößender gewesen, wenn er mit ihr trainiert hatte! Er hatte schon wesentlich schlimmeren Gegnern gegenübergestanden.

Vielleicht ließ seine Wut ihn ein wenig übermütig werden, jedenfalls erwischte er sich dabei, wie ein herausforderndes Grinsen über seine Lippen glitt und auch dann nicht verschwand als der größte der Männer ihn am Kragen packte und gegen die Wand drückte.

„Ich hab dich eigentlich für ein recht intelligentes Kerlchen gehalten, aber wer hätte gedacht, dass du dumm genug bist, dich mit uns anzulegen?“

Amüsiert registrierte der Schwarzhaarige, dass die Stimme des Mannes nicht schlimmer klang als eine wütende Katze. Wieso konnten diese Idioten nicht sehen, dass sie einen großen Fehler machten, wenn sie sich mit ihm anlegten? Nun ja, ihm sollte es recht sein – schließlich hatte sich in ihm eine Menge Wut und Frustration angestaut, die es loszuwerden galt.

Doch gerade als der Andere zum Schlag ausholte und Himuro sich bereitmachte zu zeigen, was in ihm steckte, hörte er vertraute Schritte und der Mann erstarrte in der Bewegung als sich ein riesenhafter Schatten über ihn legte.

„Wenn du Muro-chin auch nur ein Haar krümmst werde ich dich zerquetschen!“

Murasakibaras Gesichtsausdruck war furchterregend und selbst sein Freund bekam es einen Moment mit der Angst zu tun. Innerlich seufzend befahl er sich wieder zur Ruhe zu kommen, um den Lilahaarigen nicht noch mehr anzustacheln – das letzte Mal, als der Jüngere so ausgerastet war, hatte er im Anschluss alles in seiner nicht gerade geringen Reichweite regelrecht vernichtet. Ohne sich darum zu scheren, wer nun eigentlich Verursacher des Konflikts war und wer nur zufällig danebenstand…

Heute wollte der Kleinere wenigstens die definitiv unschuldige Taverne schützen. Für die Idioten, die sie vorhin beleidigt hatten, war es jedenfalls so oder so zu spät!

Es war immer wieder erstaunlich wie schnell Murasakibara trotz seines massigen Körpers agieren konnte. In Kämpfen zeigte sich immer wieder, dass er doch ein Tengu war und durchaus wusste seine Kräfte zu nutzen. Himuro liebte es ihm dabei zuzusehen wie er wütete, obwohl es ihm ein wenig Angst machte. Es war wie eine Schlange, die eine tödliche Faszination ausstrahlte – auch wenn es ein wenig seltsam anmutete, den Jüngeren mit einer Schlange zu vergleichen, das hier hatte eher etwas von einer rasenden Elefantenmutter, die ihr Junges verteidigte! Dieser Gedanke war so absurd, dass der Schwarzhaarige lachen musste.

Erstaunt hielt der Lilahaarige inne, als er das Lachen seines Freundes hörte. Erst jetzt fiel ihm auf, dass keiner der fünf Männer noch stand. Genaugenommen war es unklar ob sie je wieder würden stehen können… Nun ja, sie hatten nur bekommen, was sie verdient hatten!

„Warum lachst du?“

Der Kleinere winkte ab, immer noch ein breites Grinsen auf den Lippen.

„Nichts, ich musste nur gerade an Taiga denken. Ich fürchte seine Idiotie färbt ein bisschen auf mich ab.“

Bevor er noch etwas sagen konnte wurde er von dem Größeren in die Arme geschlossen.

„Atsushi…?“

„Mach nicht so gefährliche Sachen, Muro-chin! Ich mag das nicht!“

Bei dem fast schon schmollenden Unterton musste Himuro lächeln.

„Versprochen.“


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Hier schließt sich das nächste Kapitel von Blind Date an.
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